Fachwirt Büro und Projekt

Prüfungsvorbereitung

Prüfungsvorbereitung

Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über betriebswirtschaftliche Methoden und Strategien für Fachwirte im Büro- und Projektmanagement. Sie behandeln Themen wie Personalbedarfsermittlung, Beschwerdemanagement, Qualitätsmanagement und Projektplanung, wobei der Fokus auf der Verbesserung von Prozessen, der Steuerung von Projekten und der Optimierung von Unternehmensabläufen liegt. Besonders nützlich sind sie für Fachkräfte, die ihre Kenntnisse in Büroorganisation, Projektleitung und Kundenkommunikation vertiefen möchten, um effizienter und zielgerichteter arbeiten zu können.
Karten
90
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
11.01.2026 / 18.01.2026

Lernkarten

Welche 4 Quadranten gibt es in einer Stakeholder Map

  • diskursiv: niedriger Einfluss, hohes Interesse (unterstützt Projekt)
    → Meinungen anhören, aber nicht so aktiv beteiligen (z. B. Einladung zum Austausch, Umfragen)
  • partizipativ: hoher Einfluss, hohes Interesse 
    → sollte aktiv eingebunden werden
  • repressiv: niedriger Einfluss, geringes Interesse (ist gegen Projekt) 
    → nur Informationsrecht (Statusreport, Newsletter), keine aktive Mitarbeit
  • restriktiv: hoher Einfluss, niedriges Interesse
    → regelmäßig informieren (Statusreport, Newsletter) und einbinden, aber keine aktive Mitarbeit

Was sind die Teamphasen nach Tuckman?

  • Phase 1: Forming (Testphase)
  • Phase 2: Storming (Kampfphase)
  • Phase 3: Norming (Organisationsphase)
  • Phase 4: Performing (Hochleistungsphase)
  • Phase 5: Adjourning (Auflösungsphase)

Was ist die Teamentwicklung nach Tuckman?

Das Phasenmodell nach Tuckman ist ein Modell der Teambildung, das in 5 Phasen unterteilt wird: Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning. Jede dieser Phasen hat bestimmte Eigenschaften und erfordert unterschiedliche Maßnahmen, die die Arbeit im Team möglich

7M-Methode Ishikawa Diagramm 

Mensch, Maschine, Material, Methode, Messbarkeit, Mitwelt (Umwelt) und Management

Möglichkeiten im KVP die Qualität zu messen 

1.Kundenzufriedenheitsbefragungen

→ Kunden geben Feedback zur erlebten Dienstleistung, z. B. über Online-Fragebögen oder

Telefoninterviews.

(Metriken: Zufriedenheitsskalen, Net Promoter Score)

2.Mystery Shopping / Testkunden

→ Speziell geschulte Personen testen anonym die Dienstleistung und bewerten die Abläufe,

Freundlichkeit, Sauberkeit etc.

3.Beschwerde- und Reklamationsmanagement

→ Auswertung und Analyse von Kundenbeschwerden, um Schwachstellen im Service aufzudecken.

4.Interne Audits / Qualitätskontrollen

→ Regelmäßige Überprüfungen der Abläufe und Prozesse durch interne Teams zur Sicherstellung von

Standards.

Merkmale bzw. Merksatz bei einer Kommunikationsmatrix für ein strukturierten Informationsfluss

W-Fragen (wer, an wen, was, wie, wann)

Was bedeutet Funktionsorientierte und divisionale Organisation

Funktionsorientierte Organisation

  • Gliederung nach Funktionen (z. B. Einkauf, Produktion, Vertrieb)
  • Zentrale Steuerung, klare Zuständigkeiten
  • Besonders geeignet für kleine bis mittlere Unternehmen

Divisionale Organisation

  • Gliederung nach Produkten, Regionen oder Kundengruppen
  • Jede Division arbeitet weitgehend eigenverantwortlich
  • Geeignet für große, komplexe Unternehmen

 

Vor und Nachteile von Funktionsorientierte Organisation

 

Vorteile:

  • Hohe Spezialisierung
  • Klare Weisungswege

Nachteile:

  • Geringe Flexibilität
  • Bereichsdenken („Silos“)

 

Vor und Nachteile von Divisionale Organisation

Vorteile:

  • Hohe Marktnähe
  • Schnelle Entscheidungen

Nachteile:

  • Doppelarbeiten
  • Höherer Kostenaufwand

 

Aufbau einer Stellenbeschreibung

Bezeichnung der Stelle
Hauptaufgaben der Stelle
Nebenaufgaben der Stelle
Ziele der Stelle
Verantwortungsbereich der Stelle
Kompetenzen, Befugnisse & Pflichten des Stelleninhabers
Vorgesetzte
Kollegen & Stellvertreter

Aufbau/Inhalt eines Projektauftrages

Name / Start und Ende / Projektleiter / Auftraggeber / Ziel / IST / SOLL / Weg zum Ziel / Nutzen / Meilensteinplanung

Was heißt SMART

Spezifisch, Messbar, Attraktiv (oder Akzeptiert), Realistisch und Terminiert

Nenne 4 Handlungskompetenzen

Fach- , Soziale - , Methoden- und persönliche Kompetenz 

Welche Auswahlmethoden gibt es um den Personalbedarf auswählen - 3 nennen 

Interviews , Bewerbungsunterlagen, Eignungstests, Assessment Center, Praktikum, Probearbeiten, Referenzen 

Erkläre Fachkompetenz 

Bedeutung:

Fachwissen und fachliche Fähigkeiten zur sachgerechten Aufgabenerfüllung.

Beispiel:

Eine Mitarbeitende erstellt eine korrekte Kostenrechnung.

Merksatz:Fachkompetenz = Ich weiß, was zu tun ist.

Erkläre Methodenkompetenz

Bedeutung:

Fähigkeit, geeignete Methoden, Techniken und Arbeitsmittel anzuwenden.

Beispiel:

Ein Projekt wird mit einem Zeitplan und Meilensteinen organisiert.

Merksatz: Methodenkompetenz = Ich weiß, wie ich vorgehe.

Erkläre Soziale Kompetenz 

Bedeutung:

Fähigkeit zur Zusammenarbeit, Kommunikation und Konfliktlösung.

Beispiel:

Ein Teamkonflikt wird sachlich moderiert und gelöst.

Merksatz: Sozialkompetenz = Ich weiß, wie ich mit anderen umgehe.

Erkläre Persönliche Kompetenz 

Bedeutung:

Fähigkeit zur Selbstreflexion, Eigenverantwortung und Weiterentwicklung.

Beispiel:

Eigene Fehler erkennen und aktiv daraus lernen.

Merksatz:Persönliche Kompetenz = Ich weiß, wie ich mit mir selbst umgehe.

Was sind Groblernziele und wie sind sie zu definieren 

Bedeutung:

Beschreiben, was der z.b. der Auszubildende nach einem Ausbildungsabschnitt können soll.

Merkmale:

  • Allgemein formuliert
  • Nicht direkt messbar
  • Orientieren sich am Ausbildungsrahmenplan

Beispiel:

Der Auszubildende soll den Einkaufsprozess verstehen.

Merksatz: Groblernziel = das große Ganze

Was sind Feinlernziele und wie sind sie zu definieren 

Bedeutung:

Beschreiben konkret und messbar, welche Handlung der Auszubildende ausführen kann.

Merkmale:

  • Präzise formuliert
  • Beobachtbar & überprüfbar
  • Grundlage für Beurteilung

Beispiel:

Der Auszubildende kann eine Bestellung selbstständig im System erfassen.

Merksatz:Feinlernziel = genau, sichtbar, überprüfbar

Wo finde ich die Richtlernziele?

Im Berufsbild

Was bedeutet SWOT und wie wird es definiert 

SWOT ist ein zentrales strategisches Planungsinstrument, das interne Stärken (Strengths) und Schwächen (Weaknesses) mit externen Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) verknüpft

Stärken und Schwächen sind intern 

Chancen und Risiken sind extern bzw. das Umfeld 

Nenne 6 Inhalte eines Lastenheftes 

Auftraggeber, Budgetrahmen, allgemeine od. Vertragliche Rahmenbedingungen, Zieltermine, Ziele, unverzichtbare Anforderungen 

Corporate Identity (CI) – Definition

Corporate Identity beschreibt die einheitliche Identität eines Unternehmens nach innen und außen.

Sie zeigt, wer das Unternehmen ist, wofür es steht und wie es wahrgenommen werden möchte.

Ziel:

  • Wiedererkennbarkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Einheitliches Auftreten

Merksatz:Corporate Identity = die Persönlichkeit eines Unternehmens

Bestandteile der Corporate Identity am Beispiel Apple

Corporate Design:

  • Schlichtes Logo, klare Formen, minimalistisches Design

Corporate Communication:

  • Emotionale Werbung
  • Einfache, klare Botschaften („Think different“)

Corporate Behaviour:

  • Premium-Anspruch
  • Starker Fokus auf Innovation & Nutzererlebnis

Ergebnis:Apple wird als innovativ, hochwertig und modern wahrgenommen.

Merksatz:Alles bei Apple passt zusammen – deshalb ist die Marke so stark.

Nenne die 3 Symbole für ein Flussdiagramm 

Viereck mit Rundung für Start und Ende 

Viereck für Tätigkeit 

Raute für Entscheidung

Wieviele Azubis darf ich maximal im Unternehmen haben ? Wie ist die Gewichtung ?

Maximal 1/3 der Gesamtbeschäftigenzahl

Was sind die Anforderungen an einen Projekt nach DIN 69901

Einmalig, Zeitliche Begrenzung, Zielvorgabe, Abgrenzung zu anderen Vorhaben, Projektspezifische Organisation 

Was ist der kritische Pfad beim Netzplan ?

Der Pfad wo keine Pufferzeit ist 

Was ist eine Prozesslandkarte und nenne die drei Elemente 

Ist eine grafische Darstellung von wesentlichen Geschäftsprozessen und deren Zusammenhängen.

Oben - Führungsprozesse

Mitte - Wertschöpfungsprozesse

Unten- Unterstützungsprozesse

Was sind die 4 SWOT Strategien 

S-O-Strategie (Matching):Stärken nutzen, um Chancen zu ergreifen

S-T-Strategie (Neutralisierung):Stärken nutzen, um Risiken zu neutralisieren

W-O-Strategie (Umwandlung):Schwächen ausbessern, um Chancen zu nutzen

W-T-Strategien (Verteidigung):Schwächen reduzieren, um Risiken zu entgehen

Was ist die ALPEN Methode und was ist wichtig zu beachten 

  • A steht für Aufgaben aufschreiben

  • L steht für Länge einschätzen

  • P steht für Pufferzeit einplanen (40% Puffer ist wichtig)

  • E steht für Entscheidungen treffen (Priorität setzen-Eisenhower ABC)

  • N steht für Nachkontrollieren

Was sind strategische Instrumente für Planung / Controlling oder auch Marketing (gilt für alle)

SWOT-Analyse , Balanced Scorecard, Portfolio Analyse, GAP Anaylse, Benchmarking

Nenne 4 Management Systeme 

Qualitätsmanagement, Wissensmanagement, Risikomanagement, CRM, Umweltmanagement, Dokumentenmanagement

Nenne die vier Bestandteile einer Qualitätsmanagement Dokumentation nach ISO9000 ff

QM-Handbuch, Aufzeichnung, Verfahrensdokumente, Arbeitsanweisung 

Was sind die Grundsätze des QM

Kundenorientierung, Prozessorientierung, Verantwortlichkeit der Führung, Einbeziehen der Mitarbeiter und Beteiligten 

Wie heißen die vier Bereiche einer Balanced Scorecard

Finanzen, Kunden, Interne Prozesse und Entwicklungsperspektive

Was ist der Unterschied zwischen BVW und KVP

BVW (Betriebliches Vorschlagswesen):

  • Einzelne, oft punktuelle Vorschläge
  • Meist freiwillig
  • Häufig prämiert
  • Idee kommt vom Mitarbeitenden

KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess):

  • Ständiger, systematischer Prozess
  • Teil der Unternehmenskultur
  • Oft team- und prozessorientiert
  • Umsetzung z. B. mit PDCA-Zyklus

Merksatz:

BVW = einzelne Idee

KVP = dauerhafter Verbesserungsprozess

Was ist das Ziel und die Definition von Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens, um Kundenbeschwerden systematisch zu erfassen, zu bearbeiten und auszuwerten.

Ziele:

  • Kundenzufriedenheit sichern
  • Kundenbindung stärken
  • Fehler erkennen & vermeiden
  • Qualitätsverbesserung

 

Was bedeutet Direktes Beschwerdemanagement und welche Maßnahmen gibt es 

Definition:

Direktes Beschwerdemanagement befasst sich mit der unmittelbaren Bearbeitung einer konkreten Kundenbeschwerde.

Typische Maßnahmen:

  • Freundliche Annahme der Beschwerde
  • Klärung des Sachverhalts
  • Entschuldigung & Lösung anbieten
  • Wiedergutmachung (z. B. Ersatz, Rabatt)

Beispiel:

Ein Kunde reklamiert eine falsche Lieferung → Ersatz wird sofort veranlasst.

Merksatz: Direkt = mit dem Kunden sprechen & lösen

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