NIN

NIN Kapitel 5.4-5.6

NIN Kapitel 5.4-5.6


M. G.
Diese Lernkarten decken die Anforderungen an Sicherheitsstromversorgungen nach NIN ab, insbesondere für Notstromsysteme, Sicherheitsbeleuchtung und Brandschutzeinrichtungen. Im Fokus stehen Schutzmaßnahmen, Normen wie EN 1838 oder ISO 8528-12, zulässige Stromquellen (Batterien, Generatoren), Umschaltzeiten nach Klassen A–F sowie Prüfintervalle und Leiterquerschnitte. Elektrofachkräfte profitieren von diesem Set, da es praxisnah die komplexen Vorgaben für zuverlässige Sicherheitsstromversorgung erklärt und so die Planung und Wartung solcher Anlagen erleichtert.
Cartes-fiches
92
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
08.01.2026 / 21.04.2026

Cartes-fiches

Ziel von Erdung und Schutzleiter?

Schutz von Menschen und Anlagen: Fehlerstrom sicher zur Erde ableiten, damit Schutzgeräte (Sicherung/FI) schnell abschalten.

Was ist eine Erdungsanlage?

Die Verbindung zwischen elektrischer Anlage und Erde.

Schutz- vs. Funktionserdung: Priorität?

Schutzzwecke haben immer Vorrang vor Funktionszwecken.

Womit muss ein vorhandener Erder verbunden sein?

Mit der Haupterdungsschiene (HES).

Welche Eigenschaften muss eine Erdung erfüllen?

Zuverlässig, Fehlerströme sicher ableiten, mechanisch stabil, korrosionsbeständig, auch bei Frost/Trockenheit/Alterung wirksam.

Darf Strom absichtlich über Gebäudeteile fliessen?

Nein, z.B. nicht absichtlich über Stahlträger oder Gebäudeteile.

Nenne erlaubte Erderarten.

Fundamenterder, Erdungsstäbe/-rohre, Erdungsbänder/-drähte, Bewehrung im Beton (unter Bedingungen).

Welche Leitungen sind als Erder verboten?

Wasser-, Gas- oder Ölleitungen; Metallteile im Wasser.

Warum sind unterschiedliche Metalle problematisch?

Elektrochemische Korrosion: Metalle können sich gegenseitig korrodieren.

Typische Verlegetiefe für horizontalen Banderder?

In der Regel ca. 70 cm.

Der Anschlusspunkt des Erdungsleiters: Anforderung?

Er muss zugänglich sein.

Was verbindet der Erdungsleiter?

Er verbindet den Erder mit der Haupterdungsschiene (HES).

Mindestquerschnitt Erdungsleiter (Cu)?

Mindestens 16 mm² Kupfer (typisch; zudem oft mind. Hälfte des Aussenleiters).

Wie wird der Erdungsleiter sicher verbunden?

Z.B. durch Schweissen, Pressen oder geprüfte Klemmen; fest und dauerhaft.

Was ist die Haupterdungsschiene (HES)?

Zentraler Erdungspunkt: dort werden Erdungsleiter, PE, Potenzialausgleichsleiter und ggf. Funktionserdungsleiter angeschlossen.

Was gilt für Leiter an der HES?

Jeder Leiter muss einzeln trennbar sein (nur mit Werkzeug), damit Messungen/Prüfungen möglich sind.

Aufgabe des Schutzleiters (PE)?

Verhindert gefährliche Berührungsspannungen, indem er Fehlerstrom sicher führt.

Mindestquerschnitt PE mit mechanischem Schutz?

2,5 mm² Cu.

Mindestquerschnitt PE ohne mechanischen Schutz?

4 mm² Cu.

Dürfen Schalter/Sicherungen im PE sein?

Nein, Schutzleiter dürfen keine Schalter oder Sicherungen enthalten.

Welche Dinge sind als PE nicht erlaubt?

Rohre mit brennbaren Gasen/Flüssigkeiten, bewegliche Metallteile; Kabelpritschen nur für Potenzialausgleich.

Was ist ein PEN-Leiter?

Kombinierter Schutz- und Neutralleiter (PE+N in einem Leiter).

Wann ist PEN erlaubt (Cu/Al)?

Nur in fest installierten Anlagen; ab 10 mm² Cu oder 16 mm² Al; muss isoliert sein.

Was gilt nach Trennung PEN in PE und N?

PE und N dürfen danach nie mehr verbunden werden; Neutralleitertrenner muss vorgesehen sein.

Darf im Normalbetrieb Strom im PE fliessen?

Normalerweise nein; der Schutzleiter soll im Normalbetrieb stromlos sein.

Was, wenn im Normalbetrieb > 10 mA im PE fliessen?

PE verstärken (z.B. 10 mm² Cu) oder zweiten PE verlegen; kann FI-Probleme verursachen.

Zweck des Schutz-Potenzialausgleichs?

Alle leitfähigen Teile auf gleiches Potenzial bringen, um gefährliche Spannungsunterschiede zu vermeiden.

Mindestquerschnitt Hauptpotenzialausgleich (ohne Blitzschutz)?

6 mm² Cu.

Geltungsbereich NIN 5.5.1?

Für Niederspannungsstromversorgungsanlagen zur dauernden oder zeitweiligen Versorgung; gilt für Niederspannung und Kleinspannung (ELV).

Mögliche Betriebsarten von Stromquellen?

Inselbetrieb, Ersatzstrombetrieb, Parallelbetrieb mit öffentlichem Netz.

Was braucht es beim Anschluss ans öffentliche Netz?

Bewilligung des Netzbetreibers und Planvorlage beim ESTI.

Zulässige Energiequellen (Beispiele)?

Verbrennungsmotoren, Turbinen, Elektromotoren, Photovoltaik, Akkumulatoren sowie weitere geeignete Quellen.

Was muss zu Kurzschluss-/Erdschlussströmen beachtet werden?

Sie müssen berechnet/bewertet werden; Schutzeinrichtungen dürfen ihr Ausschaltvermögen nicht überschreiten.

Welche Grundanforderung gilt für Spannung und Frequenz?

Sie müssen innerhalb zulässiger Grenzen bleiben.

Was muss bei Überlast passieren?

Automatische Abschaltung bei Überlast.

Was gilt für jede Stromquelle bezüglich Trennung?

Jede Stromquelle muss trennbar sein.

Zusatz: Erder bei Ersatzstromversorgung?

Ein geeigneter Erder ist erforderlich.

Wechselrichter: Was ist bei DC-Fehlerströmen wichtig?

DC-Fehlerströme dürfen RCDs nicht beeinträchtigen; ggf. spezielle Schutzmassnahmen nötig.

Was gilt für mobile/temporäre Anlagen?

Schutzleiter zwingend; RCD ≤ 30 mA vorgeschrieben (TN/TT/IT), z.B. bei transportablen Generatoren.

Überstromschutz: Wo möglichst platzieren?

Überstrom-Schutzeinrichtungen nahe am Generator.

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