1 Leben und Energie - Fotosynthese
1.4 Fotoautotrophe Lebewesen stellen energetisch nutzbare Stoffe her. 1.5 Laubblätter grüner Pflanzen zeigen spezifische strukturelle und funktionale Angepasstheiten.
1.4 Fotoautotrophe Lebewesen stellen energetisch nutzbare Stoffe her. 1.5 Laubblätter grüner Pflanzen zeigen spezifische strukturelle und funktionale Angepasstheiten.
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Lernkarten
Blattanpassung an Trockenheit
- kleine oder nadelförmige Blätter
- dicke Cuticula)
- eingesenkte Stomata
- reduzierte Blattfläche
Sekundärreaktion/ Dunkelreaktion
Die Sekundärreaktion, auch Dunkelreaktion genannt, ist der zweite Teil der Fotosynthese. Sie läuft im Stroma der Chloroplasten ab und wandelt Kohlenstoffdioxid mithilfe von ATP und NADPH aus der Lichtreaktion in Zucker um.
Versuch von Melvin Calvin
Melvin Calvin wollte herausfinden, wie Pflanzen aus Kohlenstoffdioxid Zucker herstellen. Dafür gab er Pflanzen CO₂, das mit einem radioaktiven Stoff markiert war. So konnte er verfolgen, welchen Weg der Kohlenstoff im Inneren der Pflanze nimmt. Auf diese Weise entdeckte er Schritt für Schritt den Reaktionsweg der Dunkelreaktion.
Drei Teilreaktionen des Calvin-Zyklus
Der Calvin-Zyklus besteht aus drei Teilreaktionen: der CO₂-Fixierung, der Reduktion und der Regeneration des CO₂-Akzeptormoleküls.
Geschehnisse in der CO2-Fixierungsphase
In der CO₂-Fixierungsphase wird Kohlenstoffdioxid durch das Enzym Rubisco an das Molekül RuBP gebunden. Das dabei entstehende instabile Zwischenprodukt zerfällt sofort in zwei Moleküle 3-Phosphoglycerat.
Geschehnisse in der Reduktionsphase
In der Reduktionsphase wird 3-Phosphoglycerat mithilfe von ATP und NADPH zu Glycerinaldehyd-3-phosphat umgewandelt. Ein Teil dieses Stoffes wird zur Bildung von Glucose genutzt, während der restliche Teil zur Regeneration von RuBP dient.
Geschehnisse in der Regenerationsphase
Die Regenerationsphase ist der dritte Abschnitt des Calvin-Zyklus und findet im Stroma des Chloroplasten statt. In dieser Phase werden die zuvor gebildeten drei-Kohlenstoff-Verbindungen unter Verbrauch von ATP wieder zu Ribulose-1,5-bisphosphat (RuBP) umgewandelt. Dadurch wird der CO₂-Akzeptor regeneriert, sodass der Zyklus erneut beginnen kann.
Bruttogleichung der Fotosynthese
6 CO₂ + 6 H₂O → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂. Sie beschreibt die Bildung von Glucose und Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid und Wasser unter Nutzung von Lichtenergie, ohne dabei die Gleichung der Zellatmung mit einzunehmen.
Unterschied zwischen Brutto- und Nettofotosyntheserate
Die Bruttofotosyntheserate gibt die gesamte Menge an gebildeter Glucose beziehungsweise produziertem Sauerstoff an. Die Nettofotosyntheserate berücksichtigt zusätzlich die Zellatmung der Pflanze und ergibt sich aus der Bruttofotosynthese minus der durch Atmung verbrauchten Stoffmenge. Die Nettofotosyntheserate ist daher stets geringer als die Bruttofotosyntheserate.
Lichtsättigung
Von Lichtsättigung spricht man, wenn eine weitere Erhöhung der Lichtintensität nicht mehr zu einer Steigerung der Fotosyntheserate führt. In diesem Bereich ist das Licht nicht mehr der begrenzende Faktor, sondern ein anderer.
Lichtkompensationspunkt
Der Lichtkompensationspunkt ist die Lichtintensität, bei der die Fotosyntheserate genau der Zellatmungsrate entspricht. In diesem Punkt ist die Nettofotosynthese gleich null, da die Pflanze genauso viel Sauerstoff produziert, wie sie verbraucht.
CO2 Kompensationspunkt
Der CO₂-Kompensationspunkt ist die CO₂-Konzentration, bei der die CO₂-Aufnahme durch Fotosynthese und die CO₂-Abgabe durch Zellatmung gleich groß sind. Hier ist die Nettofotosynthese null.
Absorptionsmaxima
Wellenlängen des Lichts, bei denen ein Farbstoff (z. B. Chlorophyll) Licht besonders stark aufnimmt.
Blackman-Versuche
Experimente von Frederick Frost Blackman, die zeigen, dass die Fotosynthese aus lichtabhängigen und lichtunabhängigen Reaktionen besteht.
Kompartimentierung
Aufteilung von Zellen in abgegrenzte Reaktionsräume (z. B. Organellen), damit Stoffwechselprozesse effizient und parallel ablaufen können.
Chemiosmose
Mechanismus, bei dem ein Protonengradient über eine Membran zur Bildung von ATP genutzt wird.
Chemiosmotisches Modell der Energiegewinnung
Von Peter Mitchell entwickeltes Modell: Energie aus Elektronentransport wird genutzt, um einen Protonengradienten aufzubauen, der die ATP-Synthese antreibt.