Kommunikation und Präsentation 2

Kommunikation und Präsentation 2

Kommunikation und Präsentation 2

Diese Lernkarten decken Kommunikation und Präsentation auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Visualisierung von Informationen, die Bedeutung von Farben und die Strukturierung von Inhalten. Die Karteikarten behandeln auch das stufengerechte Informieren, vollständige Informationen mit W-Fragen und die Unterschiede zwischen internen und externen Informationen. Sie richtet sich an Studierende und Berufstätige, die ihre Präsentationstechniken verbessern und effektiver kommunizieren möchten.
Cartes-fiches
48
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Affaires sociales
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
25.12.2025 / 14.03.2026

Cartes-fiches

Fünf Axiome nach Watzlawick

  • Man kann nicht nicht kommunizieren.
    → Auch Schweigen, Wegschauen oder Nichtstun ist Kommunikation.

  • Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
    → Was gesagt wird und wie es gemeint ist (Tonfall, Haltung).

  • Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
    → Jeder sieht sein Verhalten als Reaktion auf den anderen
    (z. B. „Ich schreie, weil du mich ignorierst“).

  • Kommunikation erfolgt digital und analog.
    → Digital = Worte, Zahlen
    → Analog = Mimik, Gestik, Körpersprache

  • Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.
    → Symmetrisch: gleichgestellt (Kollegen)
    → Komplementär: ungleich (Chef–Mitarbeiter)

Definition Komminikation

Komminikation ist Prozess der Informationsübertragung.

Kommunikationsmodell Shannon-Weaver

  1. Sender – formuliert eine Nachricht

  2. Encoder (Codierung) – wandelt die Nachricht in ein Signal um

  3. Kanal – Übertragungsweg (z. B. Sprache, Telefon, E-Mail)

  4. Störung (Rauschen) – alles, was die Übertragung verfälscht

  5. Decoder (Decodierung) – entschlüsselt das Signal

  6. Empfänger – erhält die Nachricht

Eisbergmodell der Komminikation

Sachebene: Inhalt der Nachricht

Beziehungsebene: Zwischenmenschliche Aspekte; Verbale und nonverbale signale 

Verbale, Nonverbale & Paraverbale Kommunikation

Verbal: Worte, Inhalt

Nonverbal: Körperhaltung, Mimik, Gestik

Paraverbal: Stimme, Lautstärke, Tempo, Betonung

Kommunikationsstörungen

Typische Ursachen:

  • Missverständliche Sprache oder Fachbegriffe
  • Emotionen (Wut, Stress, Müdigkeit)
  • Fehlende Aufmerksamkeit / Zuhören
  • Unterschiedliche Erwartungen oder Kulturen

 

Wirkungvolle Kommunikation 

  • Sachebene → Was wird gesagt?

  • Beziehungsebene → Wie ist es gemeint / wie stehen wir zueinander?

1-Sachebene

 Inhaltliche Informationen

  • Fakten, Daten, Zahlen

  • Sachliche Aussagen

  • Was objektiv gemeint ist

Beispiel:

„Der Bericht ist noch nicht fertig.“

2-Beziehungsebene

 Emotionale & soziale Botschaft

  • Tonfall, Mimik, Gestik

  • Wertschätzung, Kritik, Respekt

  • Wie der Sender zum Empfänger steht

Beispiel (gleicher Satz):

  • freundlich → Unterstützung

  • genervt → Vorwurf

Die Beziehungsebene dominiert die Sachebene Ist die Beziehung gestört, wird der Sachinhalt oft falsch interpretiert

Mini-Beispiel (klassisch)

Aussage:

„Du bist schon wieder zu spät.“

  • Sachebene: Du bist zu spät gekommen

  • Beziehungsebene: Vorwurf / Ärger / Geringschätzung

Merksatz

Kommunikation besteht aus einer Sach- und einer Beziehungsebene.
Die Beziehungsebene beeinflusst, wie der Sachinhalt verstanden wird.

Sachebene = Information
Beziehungsebene = Gefühl & Haltung

Fragetechnik

Definition: Fragetechniken sind Methoden der Gesprächsführung, mit denen Informationen gewonnen, Gespräche gelenkt
oder Meinungen und Gefühle geklärt werden.

Wichtige Fragetechniken

1-Offene Fragen

Regen zum Erzählen an
Beispiel:

„Wie sind Sie zu dieser Entscheidung gekommen?“

2-Geschlossene Fragen

Kurze, eindeutige Antworten (Ja/Nein)
Beispiel:

„Haben Sie den Auftrag erhalten?“

3-Alternativfragen

Auswahl zwischen Möglichkeiten
Beispiel:

„Möchten Sie Lösung A oder B?“

4-Suggestivfragen 

Beeinflussen die Antwort
Beispiel:

„Sie sind doch auch der Meinung, dass …?“

5- Kontroll- / Rückfragen

Prüfen Verständnis

 Beispiel:

„Habe ich Sie richtig verstanden, dass …?“

6-Warum-Fragen 

Können als Vorwurf wirken
Beispiel:

„Warum haben Sie das nicht erledigt?“

Ziele der Fragetechnik

  • Informationen sammeln

  • Gespräche steuern

  • Missverständnisse vermeiden

  • Entscheidungen vorbereiten

Merksatz

Durch gezielte Fragetechniken können Gespräche strukturiert, Informationen gewonnen und das Verständnis gesichert werden.

Offen: Informationen gewinnen

Geschlossen: Entscheidungen klären

Alternativ: Auswahl herbeiführen

Suggestiv: Meinung lenken

Kontroll: Verständnis prüfen

Ich-Botschaften

Ich-Botschaften beschreiben eigene Wahrnehmung, ohne zu verurteilen

Bestehen aus 3 Teilen:

1.Verhalten beschreiben

2.Wirkung benennen

3.Gefühl ausdrücken

 

Wenn du oft zu spät kommst (1), kann ich den Ablauf nicht planen (2), und das stresst mich (3).

Aktives Zuhören

Aktives Zuhören ist eine Kommunikationstechnik,
bei der der Zuhörer dem Gesprächspartner Aufmerksamkeit, Verständnis und Wertschätzung zeigt,
indem er nachfragt, paraphrasiert und Gefühle spiegelt.

Zentrale Elemente

  • Aufmerksamkeit zeigen (Blickkontakt, Nicken, nicht unterbrechen)

  • Paraphrasieren: Gesagtes mit eigenen Worten wiederholen

  • Gefühle spiegeln: Emotionen benennen

  • Nachfragen: Unklarheiten klären

  • Feedback geben: Verständnis signalisieren

Ziel

  • Missverständnisse vermeiden

  • Vertrauen aufbauen

  • Konflikte entschärfen

  • Gesprächspartner ernst nehmen

Merksatz:

Aktives Zuhören bedeutet, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören, das Gesagte zusammenzufassen
und Gefühle sowie Inhalte zurückzumelden
, um Verständnis sicherzustellen.

Vier Grundhaltungen zwischenmenschlicher Beziehungen

1- Ich bin OK – Du bist OK 

 *Ideale Haltung

  • gegenseitige Wertschätzung

  • respektvolle, offene Kommunikation

  • Kooperation & Vertrauen

Beispiel:

„Wir haben unterschiedliche Meinungen, lass uns eine Lösung finden.“

 2-Ich bin OK – Du bist nicht OK 

 *Herablassend / dominant

  • andere werden abgewertet

  • Machtgefälle

  • Konfliktpotenzial hoch

Beispiel:

„Du verstehst das sowieso nicht.“

3- Ich bin nicht OK – Du bist OK 

*Unsicher / unterwürfig

  • geringes Selbstwertgefühl

  • Angst vor Konflikten

  • passt sich stark an

Beispiel:

„Ich traue mich nicht, meine Meinung zu sagen.“

 4-Ich bin nicht OK – Du bist nicht OK 

 *Resigniert / hoffnungslos

  • Misstrauen

  • negative Grundhaltung

  • schlechte Zusammenarbeit

Beispiel:

„Das bringt doch sowieso nichts.“

Kernaussage

Nur die Haltung
 „Ich bin OK – Du bist OK“
ermöglicht wirkungvolle, konstruktive Kommunikation.

 Merksatz:

Die vier Grundhaltungen beschreiben, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen.
Ziel ist die Haltung Ich bin OK – Du bist OK.

30-Sekunden-Spickzettel

  • OK / OK → gesund

  • OK / nicht OK → dominant

  • nicht OK / OK → unsicher

  • nicht OK / nicht OK → hoffnungslos

Unterschiedliche Ausdrucksweisen der Kommunikation

1-Verbale Ausdrucksweise

 Was gesagt wird

  • Wörter, Sätze, Inhalte

  • Sachinformationen

Beispiel:

„Der Auftrag ist fertig.“

2-Paraverbale Ausdrucksweise

 Wie etwas gesagt wird

  • Tonfall

  • Lautstärke

  • Sprechtempo

  • Betonung

Beispiel:

  • freundlich → Motivation

  • genervt → Kritik

3-Nonverbale Ausdrucksweise

 Was ohne Worte ausgedrückt wird

  • Mimik

  • Gestik

  • Körperhaltung

  • Blickkontakt

Beispiel:

  • verschränkte Arme → Ablehnung

  • Lächeln → Zustimmung

Mini-Beispiel

Aussage:

„Das ist schon okay.“

  • verbal: Zustimmung

  • paraverbal: gereizter Ton

  • nonverbal: Augenrollen

 Empfänger hört: Ablehnung

Spickzettel

  • Verbal = Worte

  • Paraverbal = Stimme

  • Nonverbal = Körpersprache

Was bedeutet Lösungsfokussierung

Lösungsfokussierung heisst:

Den Blick nach vorne richten und gemeinsam konkrete Lösungen entwickeln, statt lange über Ursachen, Schuld oder Fehler zu sprechen.

Ziel: Verbesserung & Handlungsfähigkeit

Unterschied: Problem- vs. Lösungsfokus

Problemfokussiert

  • Warum ist das passiert?

  • Wer ist schuld?

  • Was lief falsch?

  • Blick in die Vergangenheit

Führt oft zu Rechtfertigung, Blockade, Konflikten

Lösungsfokussiert

  • Was wollen wir stattdessen?

  • Was funktioniert bereits gut?

  • Was ist der nächste kleine Schritt?

  • Blick in die Zukunft

Motiviert, beruhigt, fördert Zusammenarbeit.

Grundhaltung der Lösungsfokussierung

Grundhaltung der Lösungsfokussierung

  • Menschen sind kompetent

  • Jede Situation enthält Ressourcen

  • Kleine Schritte bewirken Veränderung

  • Was funktioniert → mehr davon

  • Was nicht funktioniert → anders machen

Typischer Merksatz: „Wenn etwas funktioniert, mach mehr davon.

Wenn es nicht funktioniert, probiere etwas anderes.“

Lösungsfokussiert kommunizieren

Typische lösungsfokussierte Fragen:

  • „Was genau soll sich verbessern?“

  • „Was funktioniert im Moment schon gut?“

  • „Was ist dein erster Schritt?“

  • „Woran merken wir, dass es besser läuft?“

  • „Wie kann ich dich dabei unterstützen?“

Beispiel aus der Logistik 

Problemfokus:

„Warum hast du die Kommissionierung schon wieder falsch gemacht?“

 Lösungsfokus:

„Was brauchst du, damit die Kommissionierung beim nächsten Mal fehlerfrei läuft?“

Oder:

„Was hat beim letzten Auftrag gut funktioniert und wie können wir das wiederholen?“

Lösungsfokussierung in Führungsgesprächen

Besonders geeignet für:

  • Feedbackgespräche

  • Konfliktgespräche

  • Kritikgespräche

  • Teammeetings

  • Verbesserungs- & KVP-Gespräche

 Wirkung:

  • weniger Widerstand

  • mehr Eigenverantwortung

  • bessere Motivation

(Merksatz):

„Ich spreche das Problem kurz an, richte den Fokus aber auf Lösungen und konkrete nächste Schritte"

Nonverbale Kommunikation

Was ist nonverbale Kommunikation?

Nonverbale Kommunikation umfasst alle Botschaften ohne Worte, die wir über unseren Körper senden.

* Sie wirkt ständig – auch wenn wir nichts sagen.

Wichtige Elemente der nonverbalen Kommunikation

  • Körperhaltung (offen / geschlossen)

  • Mimik (Gesichtsausdruck)

  • Gestik (Handbewegungen)

  • Blickkontakt

  • Distanz / Nähe

  • Bewegungen & Haltung

  • Kleidung & Erscheinungsbild

*Nonverbal zeigt oft echte Gefühle und Haltung.

Abgrenzung 

  • Verbal: was ich sage (Worte)

  • Nonverbal: wie ich wirke (Körpersprache)

  • Paraverbal: wie ich spreche (Tonfall, Lautstärke, Tempo)

* Nonverbal + paraverbal wirken stärker als Worte

 

Typische nonverbale Signale & Bedeutung

Signal  /  Mögliche Wirkung

Offene Körperhaltung  = Interesse, Offenheit

Verschränkte Arme  =  Abwehr, Distanz

Blickkontakt  =  Aufmerksamkeit, Respekt

Kein Blickkontakt  =  Unsicherheit, Desinteresse

Lächeln  =  Wertschätzung

Hektische Bewegungen  =  Stress, Nervosität

 

Nonverbale Kommunikation in der Führung (sehr wichtig)

Als Führungsperson:

  • Vorbildfunktion

  • Körpersprache muss klar & ruhig sein

  • Haltung beeinflusst Stimmung im Team

In schwierigen Gesprächen:

  • ruhig sitzen oder stehen

  • offene Haltung

  • kontrollierte Gestik

  • ruhiger Blickkontakt

Warum ist nonverbale Kommunikation wichtig?

Nonverbale Kommunikation beeinflusst stark, wie eine Botschaft ankommt. Sie zeigt Haltung, Emotionen und Beziehung. Wenn Worte und Körpersprache nicht übereinstimmen, wird meist der nonverbalen Botschaft mehr geglaubt.

Was ist ein Führungsgespräch?

Ein Führungsgespräch ist ein geplantes, zielorientiertes Gespräch

zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden, mit dem Ziel:

  • Informationen auszutauschen

  • Verhalten oder Leistung zu klären

  • Zusammenarbeit zu verbessern

  • Lösungen zu vereinbaren

Ziele und Arten Führungsgescpràchs

Ziele eines Führungsgesprächs

  • Klarheit schaffen

  • Motivation fördern

  • Konflikte klären

  • Entwicklung unterstützen

  • Vereinbarungen treffen

 Arten von Führungsgesprächen

  • Informationsgespräch

  • Feedbackgespräch

  • Kritikgespräch

  • Konfliktgespräch

  • Ziel- / Entwicklungsgespräch

  • Schlechte-Botschaft-Gespräch

Ablauf eines Führungsgesprächs (sehr wichtig)

1- Vorbereitung

  • Ziel des Gesprächs festlegen

  • Gesprächsart bestimmen (Einzel- oder Teamgespräch)

  • Fakten sammeln

  • Zeitpunkt & Rahmen klären

  • Eigene Haltung reflektieren (ruhig, respektvoll)

Prüfungssatz:

„Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für den Gesprächserfolg.“

2- Gesprächseinstieg

  • Freundliche Begrüssung

  • Anlass & Ziel nennen

  • Ablauf & Dauer erklären

  • Bereitschaft des Mitarbeiters klären

  • Bei heiklen Themen: Spielregeln festlegen

Beispiel:

„Ich möchte heute mit dir über den Ablauf in der Kommissionierung sprechen und gemeinsam Verbesserungen festlegen.“

3- Gesprächsführung

  • Dialog statt Monolog

  • Aktiv zuhören

  • Ich-Botschaften verwenden

  • Offene Fragen stellen

  • Sach- und Beziehungsebene beachten

  • Lösungsfokussiert bleiben

 Wichtig: Mitarbeiter einbeziehen

4- Gesprächsabschluss

  • Ergebnisse zusammenfassen

  • Konkrete Vereinbarungen treffen

  • Verantwortlichkeiten klären

  • Positiver Abschluss

 Beispiel:

„Wir haben vereinbart, dass du ab nächster Woche die neue Checkliste nutzt.“

5- Nachbearbeitung

  • Gespräch dokumentieren

  • Massnahmen umsetzen

  • Vereinbarungen kontrollieren

  • Bei Bedarf Folgetermin planen

  • Selbstreflexion

Wichtige Gesprächsregeln (Führungsgescprächs)

Wichtige Gesprächsregeln

  • Respektvoll

  • Klar & verständlich

  • Keine Schuldzuweisungen

  • Wertschätzung zeigen

  • Lösungen statt Probleme betonen

Rolle der Kommunikation

  • Verbal: klare Worte

  • Nonverbal: offene Haltung, Blickkontakt

  • Paraverbal: ruhiger Tonfall

Alles muss zusammenpassen

Beispiel aus der Logistik (prüfungsnah)

 Situation: Fehlerhafte Kommissionierung

Führungsperson:

„Mir ist aufgefallen, dass es letzte Woche mehrere Fehlkommissionierungen gab. Das beeinflusst die Lieferqualität. Was brauchst du, damit wir das künftig vermeiden?“

Lösungsfokussiert, respektvoll, klar 

Wie führen Sie ein schwieriges Führungsgespräch?

Musterantwort (kurz):

„Ich bereite mich gut vor, schaffe einen ruhigen Rahmen, spreche Beobachtungen sachlich an, höre aktiv zu, bleibe lösungsfokussiert und halte am Schluss klare Vereinbarungen fest.“

 

Typische Prüfungsfrage

Ein gutes Führungsgespräch ist vorbereitet, respektvoll, lösungsorientiert und endet mit klaren Vereinbarungen.

Was ist ein Feedbackgespräch?

Ein Feedbackgespräch ist ein Führungsinstrument, um:

  • positives Verhalten zu verstärken

  • unerwünschtes Verhalten zu korrigieren

  • Lernen & Entwicklung zu fördern

  • Zusammenarbeit zu verbessern

Ziele eines Feedbackgesprächs

  • Klarheit schaffen

  • Motivation steigern

  • Missverständnisse vermeiden

  • Vertrauen aufbauen

Arten von Feedback

  • Positives Feedback (Lob)

  • Korrigierendes Feedback (Kritik)

  • Entwicklungsfeedback

 

Vier Elementen des Kurz Feedback

Gesamte Rückmeldung - Positive Beobachtung - Negative Beobachtung - Empfehlung

Aufbau eines Feedbackgesprächs 

1- Einstieg

  • Freundlich, wertschätzend

  • Anlass & Ziel nennen

 Beispiel:

„Ich möchte dir ein Feedback zur Zusammenarbeit letzte Woche geben.“

2- Beobachtung schildern (Sachlich!)

  • Konkrete Situation

  • Keine Bewertungen oder Vorwürfe

 „Du arbeitest immer ungenau.“
 „Bei der Kommissionierung vom Montag gab es zwei Fehlpositionen.“

3- Wirkung erklären

  • Auswirkungen auf Ablauf, Team oder Kunden

Beispiel:

„Das führt zu Nacharbeit und Lieferverzögerungen.“

4- Gefühl / Haltung ausdrücken (Ich-Botschaft)

 Beispiel:

„Das ist für mich wichtig, weil Qualität und Termintreue zentral sind.“

5- Lösung & Vereinbarung

  • Mitarbeiter einbeziehen

  • Konkrete Massnahmen festlegen

 Beispiel:

„Was brauchst du, damit das künftig nicht mehr passiert?“

Vier Regeln für Feedback geben

  1. Konstruktiv

  2. Zeitnah

  3. Subjektiv (Ich-Botschaften)

  4. Fair & respektvoll

Feedback richtig annehmen

  • Nicht rechtfertigen

  • Aktiv zuhören

  • Nachfragen bei Unklarheit

  • Eigene Schlüsse ziehen

Johari-Fenster (Kurz erklärt)

  • Öffentlicher Bereich → bekannt mir & anderen

  • Blinder Fleck → andere sehen es, ich nicht

  • Privater Bereich

  • Unbewusster Bereich

*Feedback hilft, den blinden Fleck zu verkleinern

 

Wie führen Sie ein Feedbackgespräch?

Ich bereite das Gespräch vor, beschreibe konkrete Beobachtungen sachlich, erkläre die Wirkung, nutze Ich-Botschaften, höre aktiv zu und vereinbare gemeinsam konkrete Verbesserungsmassnahmen.

Merksatz:

„Feedback ist konkret, respektvoll, zeitnah und lösungsorientiert.“

Was bedeutet „eigene Haltung“ im Verhandlungsgespräch?

Die eigene Haltung beschreibt, wie ich innerlich zur Verhandlung stehe:

  • Wie sehe ich mich?

  • Wie sehe ich die andere Person?

  • Wie gehe ich mit Interessen, Macht und Konflikten um?

 Die Haltung entscheidet oft mehr als die Argumente.

Grundhaltung: Win–Win 

Ziel eines professionellen Verhandlungsgesprächs ist eine Win–Win-Lösung:

  • Beide Seiten fühlen sich ernst genommen

  • Interessen beider Parteien werden berücksichtigt

  • Die Lösung ist nachhaltig und verbessert die Zusammenarbeit

 Leitsatz:

„Ich bin o.k. – du bist o.k.“

 Drei Arten, Verhandlungen zu führen

Drei Arten, Verhandlungen zu führen

  1. Macht anwenden
    (Hierarchie, Druck, Drohung)

  2. Recht / Regeln durchsetzen
    (Vorschriften, Verträge, Instanzen)

  3. Interessen ausgleichen  (ideal)

 In der Prüfung immer betonen:
Interessen stehen im Mittelpunkt

Win–Lose vs. Win–Win

X- Win–Lose-Haltung

  • Eine Seite gewinnt, die andere verliert

  • Kurzfristiger Erfolg

  • Folgen: Widerstand, schlechtes Klima, Vertrauensverlust

* Win–Win-Haltung

  • Gemeinsame Lösung

  • Vertrauen & Verbindlichkeit

  • Dauerhafte Ergebnisse

  • Weniger Folgekonflikte

Ist- und Wunsch-Situation (Prüfungsklassiker)

  • Ist-Situation:
    Entscheidungen über Macht oder Regeln

  • Wunsch-Situation:
    Interessen stehen im Zentrum, Regeln unterstützen, Macht ist nebensächlich

 

 Harvard-Konzept (direkter Prüfungsbezug)

Grundhaltung nach Harvard:

  • Sachlich

  • Fair

  • Kooperativ

  • Lösungsorientiert

Vier Grundprinzipien:

  1. Menschen und Probleme trennen

  2. Interessen statt Positionen

  3. Optionen zum beiderseitigen Vorteil entwickeln

  4. Objektive Kriterien nutzen

Beispiel aus der Logistik- Verhandlungsgespräch – eigene Haltung

Verhandlung mit einem Lieferanten wegen Lieferverzug:

Macht:

„Wenn das nochmal passiert, wechseln wir den Lieferanten.“

Interessen:

„Uns ist Termintreue wichtig, damit wir unsere Kunden beliefern können. Was brauchen Sie, um die Lieferzeiten zuverlässig einzuhalten?“

Was ist ein schwieriges Führungsgespräch?

Ein schwieriges Führungsgespräch liegt vor, wenn:

  • sensible oder belastende Themen angesprochen werden müssen

  • mit starken Emotionen zu rechnen ist

  • Widerstand, Unsicherheit oder Konflikte entstehen können

 Ziel: Klarheit schaffen und Lösungen finden, trotz schwieriger Situation.

Typische Anlässe für schwierige Führungsgespräche

1- Kritikgespräch

Anlass:

  • Leistung entspricht nicht den Erwartungen

  • Fehler häufen sich

  • Regeln werden nicht eingehalten

 Beispiel (Logistik):

  • Fehlkommissionierungen

  • Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften

  • Terminverzögerungen

2- Konfliktgespräch

Anlass:

  • Spannungen zwischen Mitarbeitenden

  • unterschiedliche Sichtweisen oder Interessen

  • gestörte Zusammenarbeit

Beispiel:

  • Konflikt zwischen Lager und Disposition

  • Streit im Team über Zuständigkeiten

3- Schlechte-Botschaft-Gespräch

Anlass:

  • negative Entscheidung muss mitgeteilt werden

Beispiele:

  • Versetzung

  • Rückstufung

  • Ablehnung eines Antrags

  • Kündigung

4- Verhaltensgespräch

Anlass:

  • unangemessenes Verhalten

  • fehlender Respekt

  • mangelnde Zusammenarbeit

Beispiel:

  • respektloser Umgangston

  • wiederholtes Zuspätkommen

  • fehlende Teamfähigkeit

4- Veränderungs- oder Krisengespräch

Anlass:

  • organisatorische Veränderungen

  • neue Prozesse oder Strukturen

  • erhöhter Druck oder Unsicherheit

Beispiel:

  • Umstrukturierung im Lager

  • Einführung eines neuen Systems (WMS)

Typische Reaktionen der Mitarbeitenden (Schwierige Führungsgespräche)

Typische Reaktionen der Mitarbeitenden

  • Rückzug / Schweigen

  • Abwehr / Rechtfertigung

  • Ärger / Aggression

  • Verunsicherung / Angst

Führungsperson bleibt ruhig & professionell

Grundsätze im schwierigen Führungsgespräch

Grundsätze im schwierigen Führungsgespräch

  • Gute Vorbereitung

  • Sachlich bleiben

  • Ich-Botschaften verwenden

  • Aktiv zuhören

  • Emotionen anerkennen

  • Lösungsorientiert vorgehen

Typische Prüfungsfrage

„Wann führen Sie ein schwieriges Führungsgespräch?“

Ein schwieriges Führungsgespräch führe ich, wenn Leistung, Verhalten oder Zusammenarbeit nicht den Erwartungen entsprechen, bei Konflikten im Team oder wenn ich eine negative Entscheidung kommunizieren muss.

Ein schwieriges Führungsgespräch ist notwendig, wenn Klarheit, Korrektur oder Entscheidungen erforderlich sind und Emotionen eine Rolle spielen.

Was ist Informationsmanagement?

Informationsmanagement bedeutet:

Informationen systematisch beschaffen, auswählen, strukturieren, weitergeben und sichern, damit Mitarbeitende ihre Aufgaben richtig, effizient und termingerecht ausführen können.

 

Ziel des Informationsmanagements

Ziel des Informationsmanagements

  • Richtige Information

  • Zur richtigen Zeit

  • Für die richtige Person

  • In der richtigen Form

  • Am richtigen Ort

* Vermeidung von Fehlern, Doppelarbeit und Missverständnissen

Aufgaben des Informationsmanagements 

Aufgaben des Informationsmanagements 

  • Informationen sammeln

  • Relevante von irrelevanten Informationen trennen

  • Informationen strukturieren & aufbereiten

  • Informationen gezielt weitergeben

  • Informationen schützen (Datenschutz)

  • Informationsfluss sicherstellen

Informationsflut managen

Durch moderne Technologien gibt es zu viele Informationen.

Aufgabe der Führung:

  • Prioritäten setzen

  • Informationen filtern

  • Überforderung vermeiden

Muss- vs. Soll-Informationen

Muss- vs. Soll-Informationen

  • Muss-Informationen: zwingend notwendig (z. B. Sicherheitsvorschriften)

  • Soll-Informationen: unterstützend, Hintergrundwissen

Bring- und Holschuld Informationen

Bring- und Holschuld

  • Bringschuld: Führungsperson bei wichtigen Informationen

  • Holschuld: Mitarbeitende bei allgemeinen Informationen (z. B. Intranet)

Interne und externe Informationen

Interne und externe Informationen

  • Interne Informationen: nur für Mitarbeitende, Datenschutz beachten

  • Externe Informationen: Kunden, Lieferanten → korrekt & abgestimmt

 Adressatengerechtes Informationsmanagement

 Adressatengerechtes Informationsmanagement

  • Sprache anpassen

  • Fachbegriffe erklären

  • Medium passend wählen

  • Kulturelle Unterschiede berücksichtigen

Was verstehen Sie unter Informationsmanagement?

Informationsmanagement bedeutet, Informationen gezielt zu beschaffen, zu filtern, strukturiert weiterzugeben und zu schützen, damit Mitarbeitende effizient und fehlerfrei arbeiten können.“

 

Merksatz:

„Gutes Informationsmanagement sorgt dafür, dass jede Person genau die Informationen erhält, die sie braucht – nicht mehr und nicht weniger.“

Étudier