Kommunikation und Präsentation 2
Kommunikation und Präsentation 2
Kommunikation und Präsentation 2
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Flashcards
Fünf Axiome nach Watzlawick
Man kann nicht nicht kommunizieren.
→ Auch Schweigen, Wegschauen oder Nichtstun ist Kommunikation.Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
→ Was gesagt wird und wie es gemeint ist (Tonfall, Haltung).Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
→ Jeder sieht sein Verhalten als Reaktion auf den anderen
(z. B. „Ich schreie, weil du mich ignorierst“).Kommunikation erfolgt digital und analog.
→ Digital = Worte, Zahlen
→ Analog = Mimik, Gestik, KörperspracheKommunikation ist symmetrisch oder komplementär.
→ Symmetrisch: gleichgestellt (Kollegen)
→ Komplementär: ungleich (Chef–Mitarbeiter)
Kommunikationsmodell Shannon-Weaver
Verbale, Nonverbale & Paraverbale Kommunikation
Verbal: Worte, Inhalt
Nonverbal: Körperhaltung, Mimik, Gestik
Paraverbal: Stimme, Lautstärke, Tempo, Betonung
Kommunikationsstörungen
Typische Ursachen:
- Missverständliche Sprache oder Fachbegriffe
- Emotionen (Wut, Stress, Müdigkeit)
- Fehlende Aufmerksamkeit / Zuhören
- Unterschiedliche Erwartungen oder Kulturen
Wirkungvolle Kommunikation
Sachebene → Was wird gesagt?
Beziehungsebene → Wie ist es gemeint / wie stehen wir zueinander?
1-Sachebene
Inhaltliche Informationen
Fakten, Daten, Zahlen
Sachliche Aussagen
Was objektiv gemeint ist
Beispiel:
„Der Bericht ist noch nicht fertig.“
2-Beziehungsebene
Emotionale & soziale Botschaft
Tonfall, Mimik, Gestik
Wertschätzung, Kritik, Respekt
Wie der Sender zum Empfänger steht
Beispiel (gleicher Satz):
freundlich → Unterstützung
genervt → Vorwurf
Die Beziehungsebene dominiert die Sachebene Ist die Beziehung gestört, wird der Sachinhalt oft falsch interpretiert
Mini-Beispiel (klassisch)
Aussage:
„Du bist schon wieder zu spät.“
Sachebene: Du bist zu spät gekommen
Beziehungsebene: Vorwurf / Ärger / Geringschätzung
Merksatz
Kommunikation besteht aus einer Sach- und einer Beziehungsebene.
Die Beziehungsebene beeinflusst, wie der Sachinhalt verstanden wird.
Sachebene = Information
Beziehungsebene = Gefühl & Haltung
Fragetechnik
Definition: Fragetechniken sind Methoden der Gesprächsführung, mit denen Informationen gewonnen, Gespräche gelenkt
oder Meinungen und Gefühle geklärt werden.
Wichtige Fragetechniken
1-Offene Fragen
Regen zum Erzählen an
Beispiel:
„Wie sind Sie zu dieser Entscheidung gekommen?“
2-Geschlossene Fragen
Kurze, eindeutige Antworten (Ja/Nein)
Beispiel:
„Haben Sie den Auftrag erhalten?“
3-Alternativfragen
Auswahl zwischen Möglichkeiten
Beispiel:
„Möchten Sie Lösung A oder B?“
4-Suggestivfragen
Beeinflussen die Antwort
Beispiel:
„Sie sind doch auch der Meinung, dass …?“
5- Kontroll- / Rückfragen
Prüfen Verständnis
Beispiel:
„Habe ich Sie richtig verstanden, dass …?“
6-Warum-Fragen
Können als Vorwurf wirken
Beispiel:
„Warum haben Sie das nicht erledigt?“
Ziele der Fragetechnik
Informationen sammeln
Gespräche steuern
Missverständnisse vermeiden
Entscheidungen vorbereiten
Merksatz
Durch gezielte Fragetechniken können Gespräche strukturiert, Informationen gewonnen und das Verständnis gesichert werden.
Offen: Informationen gewinnen
Geschlossen: Entscheidungen klären
Alternativ: Auswahl herbeiführen
Suggestiv: Meinung lenken
Kontroll: Verständnis prüfen
Ich-Botschaften
Ich-Botschaften beschreiben eigene Wahrnehmung, ohne zu verurteilen
Bestehen aus 3 Teilen:
1.Verhalten beschreiben
2.Wirkung benennen
3.Gefühl ausdrücken
Wenn du oft zu spät kommst (1), kann ich den Ablauf nicht planen (2), und das stresst mich (3).
Aktives Zuhören
Aktives Zuhören ist eine Kommunikationstechnik,
bei der der Zuhörer dem Gesprächspartner Aufmerksamkeit, Verständnis und Wertschätzung zeigt,
indem er nachfragt, paraphrasiert und Gefühle spiegelt.
Zentrale Elemente
Aufmerksamkeit zeigen (Blickkontakt, Nicken, nicht unterbrechen)
Paraphrasieren: Gesagtes mit eigenen Worten wiederholen
Gefühle spiegeln: Emotionen benennen
Nachfragen: Unklarheiten klären
Feedback geben: Verständnis signalisieren
Ziel
Missverständnisse vermeiden
Vertrauen aufbauen
Konflikte entschärfen
Gesprächspartner ernst nehmen
Merksatz:
Aktives Zuhören bedeutet, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören, das Gesagte zusammenzufassen
und Gefühle sowie Inhalte zurückzumelden, um Verständnis sicherzustellen.
1- Ich bin OK – Du bist OK
*Ideale Haltung
gegenseitige Wertschätzung
respektvolle, offene Kommunikation
Kooperation & Vertrauen
Beispiel:
„Wir haben unterschiedliche Meinungen, lass uns eine Lösung finden.“
2-Ich bin OK – Du bist nicht OK
*Herablassend / dominant
andere werden abgewertet
Machtgefälle
Konfliktpotenzial hoch
Beispiel:
„Du verstehst das sowieso nicht.“
3- Ich bin nicht OK – Du bist OK
*Unsicher / unterwürfig
geringes Selbstwertgefühl
Angst vor Konflikten
passt sich stark an
Beispiel:
„Ich traue mich nicht, meine Meinung zu sagen.“
4-Ich bin nicht OK – Du bist nicht OK
*Resigniert / hoffnungslos
Misstrauen
negative Grundhaltung
schlechte Zusammenarbeit
Beispiel:
„Das bringt doch sowieso nichts.“
Kernaussage
Nur die Haltung
„Ich bin OK – Du bist OK“
ermöglicht wirkungvolle, konstruktive Kommunikation.
Merksatz:
Die vier Grundhaltungen beschreiben, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen.
Ziel ist die Haltung Ich bin OK – Du bist OK.
30-Sekunden-Spickzettel
OK / OK → gesund
OK / nicht OK → dominant
nicht OK / OK → unsicher
nicht OK / nicht OK → hoffnungslos
Unterschiedliche Ausdrucksweisen der Kommunikation
1-Verbale Ausdrucksweise
Was gesagt wird
Wörter, Sätze, Inhalte
Sachinformationen
Beispiel:
„Der Auftrag ist fertig.“
2-Paraverbale Ausdrucksweise
Wie etwas gesagt wird
Tonfall
Lautstärke
Sprechtempo
Betonung
Beispiel:
freundlich → Motivation
genervt → Kritik
3-Nonverbale Ausdrucksweise
Was ohne Worte ausgedrückt wird
Mimik
Gestik
Körperhaltung
Blickkontakt
Beispiel:
verschränkte Arme → Ablehnung
Lächeln → Zustimmung
Mini-Beispiel
Aussage:
„Das ist schon okay.“
verbal: Zustimmung
paraverbal: gereizter Ton
nonverbal: Augenrollen
Empfänger hört: Ablehnung
Spickzettel
Verbal = Worte
Paraverbal = Stimme
Nonverbal = Körpersprache
Was bedeutet Lösungsfokussierung
Lösungsfokussierung heisst:
Den Blick nach vorne richten und gemeinsam konkrete Lösungen entwickeln, statt lange über Ursachen, Schuld oder Fehler zu sprechen.
Ziel: Verbesserung & Handlungsfähigkeit
Unterschied: Problem- vs. Lösungsfokus
Problemfokussiert
Warum ist das passiert?
Wer ist schuld?
Was lief falsch?
Blick in die Vergangenheit
Führt oft zu Rechtfertigung, Blockade, Konflikten
Lösungsfokussiert
Was wollen wir stattdessen?
Was funktioniert bereits gut?
Was ist der nächste kleine Schritt?
Blick in die Zukunft
Motiviert, beruhigt, fördert Zusammenarbeit.
Grundhaltung der Lösungsfokussierung
Grundhaltung der Lösungsfokussierung
Menschen sind kompetent
Jede Situation enthält Ressourcen
Kleine Schritte bewirken Veränderung
Was funktioniert → mehr davon
Was nicht funktioniert → anders machen
Typischer Merksatz: „Wenn etwas funktioniert, mach mehr davon.
Wenn es nicht funktioniert, probiere etwas anderes.“
Lösungsfokussiert kommunizieren
Typische lösungsfokussierte Fragen:
„Was genau soll sich verbessern?“
„Was funktioniert im Moment schon gut?“
„Was ist dein erster Schritt?“
„Woran merken wir, dass es besser läuft?“
„Wie kann ich dich dabei unterstützen?“
Beispiel aus der Logistik
Problemfokus:
„Warum hast du die Kommissionierung schon wieder falsch gemacht?“
Lösungsfokus:
„Was brauchst du, damit die Kommissionierung beim nächsten Mal fehlerfrei läuft?“
Oder:
„Was hat beim letzten Auftrag gut funktioniert und wie können wir das wiederholen?“
Lösungsfokussierung in Führungsgesprächen
Besonders geeignet für:
Feedbackgespräche
Konfliktgespräche
Kritikgespräche
Teammeetings
Verbesserungs- & KVP-Gespräche
Wirkung:
weniger Widerstand
mehr Eigenverantwortung
bessere Motivation
(Merksatz):
„Ich spreche das Problem kurz an, richte den Fokus aber auf Lösungen und konkrete nächste Schritte"
Nonverbale Kommunikation
Was ist nonverbale Kommunikation?
Nonverbale Kommunikation umfasst alle Botschaften ohne Worte, die wir über unseren Körper senden.
* Sie wirkt ständig – auch wenn wir nichts sagen.
Wichtige Elemente der nonverbalen Kommunikation
Körperhaltung (offen / geschlossen)
Mimik (Gesichtsausdruck)
Gestik (Handbewegungen)
Blickkontakt
Distanz / Nähe
Bewegungen & Haltung
Kleidung & Erscheinungsbild
*Nonverbal zeigt oft echte Gefühle und Haltung.
Abgrenzung
Verbal: was ich sage (Worte)
Nonverbal: wie ich wirke (Körpersprache)
Paraverbal: wie ich spreche (Tonfall, Lautstärke, Tempo)
* Nonverbal + paraverbal wirken stärker als Worte
Typische nonverbale Signale & Bedeutung
Signal / Mögliche Wirkung
Offene Körperhaltung = Interesse, Offenheit
Verschränkte Arme = Abwehr, Distanz
Blickkontakt = Aufmerksamkeit, Respekt
Kein Blickkontakt = Unsicherheit, Desinteresse
Lächeln = Wertschätzung
Hektische Bewegungen = Stress, Nervosität
Nonverbale Kommunikation in der Führung (sehr wichtig)
Als Führungsperson:
Vorbildfunktion
Körpersprache muss klar & ruhig sein
Haltung beeinflusst Stimmung im Team
In schwierigen Gesprächen:
ruhig sitzen oder stehen
offene Haltung
kontrollierte Gestik
ruhiger Blickkontakt
Warum ist nonverbale Kommunikation wichtig?
Nonverbale Kommunikation beeinflusst stark, wie eine Botschaft ankommt. Sie zeigt Haltung, Emotionen und Beziehung. Wenn Worte und Körpersprache nicht übereinstimmen, wird meist der nonverbalen Botschaft mehr geglaubt.
Was ist ein Führungsgespräch?
Ein Führungsgespräch ist ein geplantes, zielorientiertes Gespräch
zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden, mit dem Ziel:
Informationen auszutauschen
Verhalten oder Leistung zu klären
Zusammenarbeit zu verbessern
Lösungen zu vereinbaren
Ziele und Arten Führungsgescpràchs
Ziele eines Führungsgesprächs
Klarheit schaffen
Motivation fördern
Konflikte klären
Entwicklung unterstützen
Vereinbarungen treffen
Arten von Führungsgesprächen
Informationsgespräch
Feedbackgespräch
Kritikgespräch
Konfliktgespräch
Ziel- / Entwicklungsgespräch
Schlechte-Botschaft-Gespräch
Ablauf eines Führungsgesprächs (sehr wichtig)
1- Vorbereitung
Ziel des Gesprächs festlegen
Gesprächsart bestimmen (Einzel- oder Teamgespräch)
Fakten sammeln
Zeitpunkt & Rahmen klären
Eigene Haltung reflektieren (ruhig, respektvoll)
Prüfungssatz:
„Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für den Gesprächserfolg.“
2- Gesprächseinstieg
Freundliche Begrüssung
Anlass & Ziel nennen
Ablauf & Dauer erklären
Bereitschaft des Mitarbeiters klären
Bei heiklen Themen: Spielregeln festlegen
Beispiel:
„Ich möchte heute mit dir über den Ablauf in der Kommissionierung sprechen und gemeinsam Verbesserungen festlegen.“
3- Gesprächsführung
Dialog statt Monolog
Aktiv zuhören
Ich-Botschaften verwenden
Offene Fragen stellen
Sach- und Beziehungsebene beachten
Lösungsfokussiert bleiben
Wichtig: Mitarbeiter einbeziehen
4- Gesprächsabschluss
Ergebnisse zusammenfassen
Konkrete Vereinbarungen treffen
Verantwortlichkeiten klären
Positiver Abschluss
Beispiel:
„Wir haben vereinbart, dass du ab nächster Woche die neue Checkliste nutzt.“
5- Nachbearbeitung
Gespräch dokumentieren
Massnahmen umsetzen
Vereinbarungen kontrollieren
Bei Bedarf Folgetermin planen
Selbstreflexion
Wichtige Gesprächsregeln (Führungsgescprächs)
Wichtige Gesprächsregeln
Respektvoll
Klar & verständlich
Keine Schuldzuweisungen
Wertschätzung zeigen
Lösungen statt Probleme betonen
Rolle der Kommunikation
Verbal: klare Worte
Nonverbal: offene Haltung, Blickkontakt
Paraverbal: ruhiger Tonfall
Alles muss zusammenpassen
Beispiel aus der Logistik (prüfungsnah)
Situation: Fehlerhafte Kommissionierung
Führungsperson:
„Mir ist aufgefallen, dass es letzte Woche mehrere Fehlkommissionierungen gab. Das beeinflusst die Lieferqualität. Was brauchst du, damit wir das künftig vermeiden?“
Lösungsfokussiert, respektvoll, klar
Wie führen Sie ein schwieriges Führungsgespräch?
Musterantwort (kurz):
„Ich bereite mich gut vor, schaffe einen ruhigen Rahmen, spreche Beobachtungen sachlich an, höre aktiv zu, bleibe lösungsfokussiert und halte am Schluss klare Vereinbarungen fest.“
Typische Prüfungsfrage
Ein gutes Führungsgespräch ist vorbereitet, respektvoll, lösungsorientiert und endet mit klaren Vereinbarungen.
Was ist ein Feedbackgespräch?
Ein Feedbackgespräch ist ein Führungsinstrument, um:
positives Verhalten zu verstärken
unerwünschtes Verhalten zu korrigieren
Lernen & Entwicklung zu fördern
Zusammenarbeit zu verbessern
Ziele eines Feedbackgesprächs
Klarheit schaffen
Motivation steigern
Missverständnisse vermeiden
Vertrauen aufbauen
Arten von Feedback
Positives Feedback (Lob)
Korrigierendes Feedback (Kritik)
Entwicklungsfeedback
Vier Elementen des Kurz Feedback
Gesamte Rückmeldung - Positive Beobachtung - Negative Beobachtung - Empfehlung
Aufbau eines Feedbackgesprächs
1- Einstieg
Freundlich, wertschätzend
Anlass & Ziel nennen
Beispiel:
„Ich möchte dir ein Feedback zur Zusammenarbeit letzte Woche geben.“
2- Beobachtung schildern (Sachlich!)
Konkrete Situation
Keine Bewertungen oder Vorwürfe
„Du arbeitest immer ungenau.“
„Bei der Kommissionierung vom Montag gab es zwei Fehlpositionen.“
3- Wirkung erklären
Auswirkungen auf Ablauf, Team oder Kunden
Beispiel:
„Das führt zu Nacharbeit und Lieferverzögerungen.“
4- Gefühl / Haltung ausdrücken (Ich-Botschaft)
Beispiel:
„Das ist für mich wichtig, weil Qualität und Termintreue zentral sind.“
5- Lösung & Vereinbarung
Mitarbeiter einbeziehen
Konkrete Massnahmen festlegen
Beispiel:
„Was brauchst du, damit das künftig nicht mehr passiert?“
Vier Regeln für Feedback geben
Konstruktiv
Zeitnah
Subjektiv (Ich-Botschaften)
Fair & respektvoll
Feedback richtig annehmen
Nicht rechtfertigen
Aktiv zuhören
Nachfragen bei Unklarheit
Eigene Schlüsse ziehen
Johari-Fenster (Kurz erklärt)
Öffentlicher Bereich → bekannt mir & anderen
Blinder Fleck → andere sehen es, ich nicht
Privater Bereich
Unbewusster Bereich
*Feedback hilft, den blinden Fleck zu verkleinern
Wie führen Sie ein Feedbackgespräch?
Ich bereite das Gespräch vor, beschreibe konkrete Beobachtungen sachlich, erkläre die Wirkung, nutze Ich-Botschaften, höre aktiv zu und vereinbare gemeinsam konkrete Verbesserungsmassnahmen.
Merksatz:
„Feedback ist konkret, respektvoll, zeitnah und lösungsorientiert.“
Was bedeutet „eigene Haltung“ im Verhandlungsgespräch?
Die eigene Haltung beschreibt, wie ich innerlich zur Verhandlung stehe:
Wie sehe ich mich?
Wie sehe ich die andere Person?
Wie gehe ich mit Interessen, Macht und Konflikten um?
Die Haltung entscheidet oft mehr als die Argumente.
Grundhaltung: Win–Win
Ziel eines professionellen Verhandlungsgesprächs ist eine Win–Win-Lösung:
Beide Seiten fühlen sich ernst genommen
Interessen beider Parteien werden berücksichtigt
Die Lösung ist nachhaltig und verbessert die Zusammenarbeit
Leitsatz:
„Ich bin o.k. – du bist o.k.“
Drei Arten, Verhandlungen zu führen
Drei Arten, Verhandlungen zu führen
Macht anwenden
(Hierarchie, Druck, Drohung)Recht / Regeln durchsetzen
(Vorschriften, Verträge, Instanzen)Interessen ausgleichen (ideal)
In der Prüfung immer betonen:
Interessen stehen im Mittelpunkt
Win–Lose vs. Win–Win
X- Win–Lose-Haltung
Eine Seite gewinnt, die andere verliert
Kurzfristiger Erfolg
Folgen: Widerstand, schlechtes Klima, Vertrauensverlust
* Win–Win-Haltung
Gemeinsame Lösung
Vertrauen & Verbindlichkeit
Dauerhafte Ergebnisse
Weniger Folgekonflikte
Ist- und Wunsch-Situation (Prüfungsklassiker)
Ist-Situation:
Entscheidungen über Macht oder RegelnWunsch-Situation:
Interessen stehen im Zentrum, Regeln unterstützen, Macht ist nebensächlich
Beispiel aus der Logistik- Verhandlungsgespräch – eigene Haltung
Verhandlung mit einem Lieferanten wegen Lieferverzug:
Macht:
„Wenn das nochmal passiert, wechseln wir den Lieferanten.“
Interessen:
„Uns ist Termintreue wichtig, damit wir unsere Kunden beliefern können. Was brauchen Sie, um die Lieferzeiten zuverlässig einzuhalten?“
Was ist ein schwieriges Führungsgespräch?
Ein schwieriges Führungsgespräch liegt vor, wenn:
sensible oder belastende Themen angesprochen werden müssen
mit starken Emotionen zu rechnen ist
Widerstand, Unsicherheit oder Konflikte entstehen können
Ziel: Klarheit schaffen und Lösungen finden, trotz schwieriger Situation.
Typische Anlässe für schwierige Führungsgespräche
1- Kritikgespräch
Anlass:
Leistung entspricht nicht den Erwartungen
Fehler häufen sich
Regeln werden nicht eingehalten
Beispiel (Logistik):
Fehlkommissionierungen
Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften
Terminverzögerungen
2- Konfliktgespräch
Anlass:
Spannungen zwischen Mitarbeitenden
unterschiedliche Sichtweisen oder Interessen
gestörte Zusammenarbeit
Beispiel:
Konflikt zwischen Lager und Disposition
Streit im Team über Zuständigkeiten
3- Schlechte-Botschaft-Gespräch
Anlass:
negative Entscheidung muss mitgeteilt werden
Beispiele:
Versetzung
Rückstufung
Ablehnung eines Antrags
Kündigung
4- Verhaltensgespräch
Anlass:
unangemessenes Verhalten
fehlender Respekt
mangelnde Zusammenarbeit
Beispiel:
respektloser Umgangston
wiederholtes Zuspätkommen
fehlende Teamfähigkeit
4- Veränderungs- oder Krisengespräch
Anlass:
organisatorische Veränderungen
neue Prozesse oder Strukturen
erhöhter Druck oder Unsicherheit
Beispiel:
Umstrukturierung im Lager
Einführung eines neuen Systems (WMS)
Typische Reaktionen der Mitarbeitenden (Schwierige Führungsgespräche)
Typische Reaktionen der Mitarbeitenden
Rückzug / Schweigen
Abwehr / Rechtfertigung
Ärger / Aggression
Verunsicherung / Angst
Führungsperson bleibt ruhig & professionell
Grundsätze im schwierigen Führungsgespräch
Grundsätze im schwierigen Führungsgespräch
Gute Vorbereitung
Sachlich bleiben
Ich-Botschaften verwenden
Aktiv zuhören
Emotionen anerkennen
Lösungsorientiert vorgehen
Typische Prüfungsfrage
„Wann führen Sie ein schwieriges Führungsgespräch?“
Ein schwieriges Führungsgespräch führe ich, wenn Leistung, Verhalten oder Zusammenarbeit nicht den Erwartungen entsprechen, bei Konflikten im Team oder wenn ich eine negative Entscheidung kommunizieren muss.
Ein schwieriges Führungsgespräch ist notwendig, wenn Klarheit, Korrektur oder Entscheidungen erforderlich sind und Emotionen eine Rolle spielen.
Was ist Informationsmanagement?
Informationsmanagement bedeutet:
Informationen systematisch beschaffen, auswählen, strukturieren, weitergeben und sichern, damit Mitarbeitende ihre Aufgaben richtig, effizient und termingerecht ausführen können.
Ziel des Informationsmanagements
Ziel des Informationsmanagements
Richtige Information
Zur richtigen Zeit
Für die richtige Person
In der richtigen Form
Am richtigen Ort
* Vermeidung von Fehlern, Doppelarbeit und Missverständnissen
Aufgaben des Informationsmanagements
Aufgaben des Informationsmanagements
Informationen sammeln
Relevante von irrelevanten Informationen trennen
Informationen strukturieren & aufbereiten
Informationen gezielt weitergeben
Informationen schützen (Datenschutz)
Informationsfluss sicherstellen
Informationsflut managen
Durch moderne Technologien gibt es zu viele Informationen.
Aufgabe der Führung:
Prioritäten setzen
Informationen filtern
Überforderung vermeiden
Muss- vs. Soll-Informationen
Muss- vs. Soll-Informationen
Muss-Informationen: zwingend notwendig (z. B. Sicherheitsvorschriften)
Soll-Informationen: unterstützend, Hintergrundwissen
Bring- und Holschuld Informationen
Bring- und Holschuld
Bringschuld: Führungsperson bei wichtigen Informationen
Holschuld: Mitarbeitende bei allgemeinen Informationen (z. B. Intranet)
Interne und externe Informationen
Interne und externe Informationen
Interne Informationen: nur für Mitarbeitende, Datenschutz beachten
Externe Informationen: Kunden, Lieferanten → korrekt & abgestimmt
Adressatengerechtes Informationsmanagement
Adressatengerechtes Informationsmanagement
Sprache anpassen
Fachbegriffe erklären
Medium passend wählen
Kulturelle Unterschiede berücksichtigen
Was verstehen Sie unter Informationsmanagement?
Informationsmanagement bedeutet, Informationen gezielt zu beschaffen, zu filtern, strukturiert weiterzugeben und zu schützen, damit Mitarbeitende effizient und fehlerfrei arbeiten können.“
Merksatz:
„Gutes Informationsmanagement sorgt dafür, dass jede Person genau die Informationen erhält, die sie braucht – nicht mehr und nicht weniger.“