Kardiologie

Kardiologie Prüfung MEDI

Kardiologie Prüfung MEDI


D. Z.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über kardiologische Erkrankungen und deren Behandlung. Sie decken Themen wie Herzinsuffizienz, Schock, Hypotonie, Tachykardie, Bradykardie und EKG-Interpretation ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über Herzrhythmusstörungen, deren Diagnose und Therapie vertiefen möchten. Sie bieten praktische Einblicke in den Umgang mit verschiedenen Medikamenten und deren Nebenwirkungen, was für die tägliche Arbeit in der Kardiologie essenziell ist.
Flashcards
123
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
20.11.2025 / 27.11.2025

Flashcards

Risikofaktoren KHK? 

- Adipositas

- Rauchen

- erhöhtes LDL-Cholesterin 

 

- Alter

-männliches Geschlecht

 

 

 

Die Herzkranzgefässe

Was ist eine Koronarstenose? 

= Missverhältnis Sauerstoffangebot vs. Sauerstoffbedarf

 

Vermindertes Sauerstoffangebot aufgrund Koronarstenose

 

Erhöhter Sauerstoffbedarf aufgrund: 

-Tachykardie

- Erhöhte Kontraktilität

- Erhöhte Wandspannung

Wie findet die Myokardperfusion statt? 

= von aussen nach innen

 

Endokard als innerste Schicht am empfindlichsten. Braucht lange bis O2 dort ankommt weil es am weitesten entfernt von der Blutversorgung ist und leidet deshalb als erstes bei Hypotonie/STEMI

Definition Ischämie?

 

- Ursachen

- Folgen

= Minderdurchblutung oder vollständiger Durchlutungsausfall eines Gewebes/Organes

Folge davon ist: Sauerstoffmangel im Gewebe, gestörter Zellstoffwechsel, Zellnekrose

 

Ursachen: 

- Verengung (Stenose)

- Verschluss von Blutgefässen

Symptome KHK?

Retrosternale Schmerzen/Angina Pectoris

 

- Ausstrahlung li Schulter/Arm/Hals

- belastungsabhängig

- nitrosensibel (Besserung nach 2-3min)

- Dauer: <10min

- atypische Beschwerden bei Frauen/Diabetiker

Trigger: Kälte (macht Vasokonstriktion und erhöhte Gerinnung), grosse Mahlzeiten

Therapie der koronaren Herzkrankheit?

- Risikofaktoren bekämpfen

- ASS, Clopidogrel

- Statintherapie

- Betablocker. ACE-Hemmer

-  ggf. Koro

Differenzialdiagnosen Myokardinfarkt?

Aortendissektion, Lungenembolie, Pankreatitis am gefährlichsten

 

- Pneumothorax

- Perikarditis

- Muiskoskelettal

BIG Five Thoraxschmerzen?

- Akutes Koronarsyndrom

- Aortendissektion

- Lungenembolie

- Pneumothorax

- Perikarderguss

Wie entsteht das ACS?

Was ist das ACS? Was sind die häufigsten Ursachen?

= akute Form der koronaren Herzkrankheit -> Ischämietoleranz Myokard 30min!!

Typen: STEMI, NSTEMI, UA (Instabile Angina Pectoris, macht im Unterschied zu NSTEMI keine Troponin Erhöhung)

 

Ursachen:

- Plaqueruptur, Plaqueblutung

- Entzündungen

- Gefässspasmen

- Kokain

           = Ischämie 

ACS Behandlungsziele Präklinik?

- EKG innert 10min (Reperfusion innter 90min)

- Behandlung lebensbedrohlicher Komplikationen (KF, Bradykardien)

- Anamnese (Schmerzbeginn, Sz-Charakter, Sz-Dauer, Risikofaktoren, frühere Infarkte)

- Patient mit erhöhtem Oberkörper lagern, ca 30° 

- Anstrengungen vermeiden, Talk Down 

Wie zeigt sich das ACS?

- Thoraxschmerzen (drückend, brennend, >20min, keine Besserung auf Nitrat)

- Atemnot

- Vegetative Begleitsymptome (Nausea/Erbrechen, Kaltschweissig)

- blass, graues Hautkolorit

- Angst

Wie zeigt sich der "Vorderwandinfarkt"?

 

  • V1, V2 (septal)
  • V3, V4 (anterior)
  • V5, V6 mit Abl. 1, aVL (lateral)

 

Mögliche Komplikationen: Hypotonie, Lungenödem

Therapie: Katecholamine 

Wie zeigt sich der "inferiore Infarkt"?

  • Abl.  II, III, aVF

Häufigster Infarkt! (haben häufig abdominelle Schmerzen)

 

Mögliche Komplikationen: AV-Block, Rechtsherzinfakrt

Therapeutisch wichtig: Volumen!, Pacing, KEINE NItrate! 

Was ist wichtig im EKG nach ROSC? 

Initial ist es möglich das keine ST-Hebungen vorhanden sind. Das EKG sollte bei Vd. a. Infakrt als Ursache nach 1h wiederholt werden! 

Was beeinhaltet das "MONA" Schema?

  • Morphin/Fentanyl: Analgesie, Anxiolyse, senkt Sympathikotonus, macht Vasodilatation, senkt O2 Verbrauch Herz (Nicht bei BD <100Syst)
  • O2: nur bei SpO2 <90% oder Dyspnoe/Herzinsuffizienz, -> 4-8L für Ziel SpO2 >94% (CAVE: übermässige O2 Zufuhr macht Gewebeschädigung durch freie O2 Radikalen + zerebrale Hypoxie durch Vasokonstriktion
  • Nitrate: senkt Preload & Afterload durch geringe Dosen, durch hohe Dosen Diltatation der Koronararterien, wirkt analgetisch -> Dosis 2 Hübe (Cave: Reflektorische Tachykardie)
  • ASS: hilft als einziges Medi bei Myokardinfarkt durch Thrombozytenaggregation, frühre Gabe rettet Leben! -> 250mg i.v. oder 300mg p.o (bei vorbestehender täglicher Einnahme weglassen)

Kontraindikationen Nitrate?

  • BD Systolisch <90mmHg
  • extreme Brady oder Tachykardie
  • v.a. Rechtsherzinfarkt
  • Einnahme potenzbeeinflussender Medikamente in den letzten 48h
  • schwere Aortenklappenstenose 

Komplikationen beim ACS?

  • Perikarditis
  • Rhythmusstörungen
  • Kardiogener Schock
  • Wandruptur
  • Perikardtamponade

Was ist wichtig beim Rechtsherzinfarkt? 

Bei 50% beim inferioren STEMI ist ein Rechtsherzinfarkt möglich! = Höhere Komplikationsrate = Höhere Mortalität! 

-> Rechtsherzableitungen schreiben (V3r, V4r ST-Hebung >1mm)

 

  • Verlust der Pumpleistung im kleinen Kreislauf
  • Gefahr der Hypotonie und Bradykardie
  • CAVE MONA: niederige Dosierung bei Morphin, Nitro, Diuretika
  • Volumengabe 500-1000ml Kristalloide

Wieso kann es nach Kokain Konsum zu einem ACS kommen?

Risiko 1h nach Konsum 24fach erhöht! -> Bis zu 4 Tage nach Konsum möglich, hohes Risiko Aortendissektion

 

  • Kokain blockiert die Wiederaufnahme von Katecholaminen (Noradrenalin, Dopamin) an den präsynaptischen Adrenalinrezeptoren -> Akkumulation von Katecholaminen postsynaptisch
  • Starke sympathomimetische Wirkung
  • Vasokonstriktion der Koronargefässe

 

Therapie beim ACS durch Kokainkonsum?

  • MONA (Nitrate reichen häufig nicht, Vasokonstriktion zu stark)
  • Benzodiazepine (zur Sedation)
  • KEINE Betablocker -> fixiert koronare Vasokonstriktion
  • isoliert Alphablocker (nicht Ebrantil)
  • Coro

 

 

Definition kardiogener Schock?

Dysfunktion des Myokards, akute Herzinsufizienz, "Pumpversagen" -> Kreislaufversagen trotz adäquatem intravasalem Volumen

(10% der Myokardinfarkte)

3 diagnostische Kriterien:

  • systolischer BD <90mmHg während >30min
  • Zentralisation
  • Lungenödem

 

Pathophysiologie kardiogener Schock?

  • erhöhter Füllungsdruck
  • erniedrigtes Schlagvolumen
  • verminderte Kontraktilität
  • (kompensatorisch) erhöhter systemischer Widerstand 

Ursachen kardiogener Schock?

  • Myokardinfarkt 
  • Myokarditis
  • Medikamentenintoxikation
  • Rhythmusstörungen

 

Symptome kardiogener Schock?

  • Bewusstseinstrübung (cerebrale Minderperfusion)
  • Blässe + Kaltschweissig (Zentralisation)
  • Thoraxschmerzen
  • Hypotonie (Syst <90mmHg oder MAP <65mmHg = Vorwärtsversagen)
  • Tachykardie oder Bradykardie (je nachdem was der Sinusknoten noch macht)
  • gestaute Halsvenen + Lungenödem (=Rückwärtsversagen)

Therapieansätze kardiogener Schock?

  • Ischämie behandeln!!
  • flache Lagerung oder Oberkörper erhöht
  • Morphin, O2, ASS
  • zurückhaltende Volumentherapie (hat genug Volumen, kann es nicht transportieren!)
  • Vasopressoren -> Adrenalin, Noradrenalin
  • ev. Lasix

 

Pre- und Afterload reduzieren -> Senken des myokardialen O2-Verbrauchs

Definition Herzinsuffizienz?

Unfähigkeit des Herzmuskels, das vom Organismus benötigte Blutvolumen zu befördern

 

akute Herzinsuffizienz = akute Erkrankung führt zum Pumpversagen des li oder re Ventrikel (Bsp. Myokardinfarkt, LE)

chronische Herzinsuffizienz = häufiger, Herzmuskelschwäche 

 

Wie entsteht die Herzinsuffizienz?

Pathophysiologie Links- und Rechtsherzinsuffizienz?

Linksherzinsuffizienz:

  • Leistungsschwäche der linken Herzkammer
  • Auswirkung auf Organdurchblutung und Lunge

 

Rechtsherzinsuffizienz:

  • Leistungsschwäche der rechten Herzkammer
  • Auswirkung auf Venensystem, Leber, Beine

 

Kombination: biventrikuläre Herzinsuffizienz

Pathophysiologie "diastolische" und "systolische" Herzinsuffizienz?

Diastolische (=konzentrische Hypertrophie):

  • Füllung des Herzens ist behindert weil Muskel sehr dick ist (weniger Füllvolumen hat Platz)-> relaxiert nicht mehr komplett, versteift sich 
  • Normale LVEF (>50%)
  • bei langjährigem hohem BD

Systolische (exzentrische Hypertrophie):

  • LVEF eingeschränkt <50%
  • Herzkontraktion abnormal, Ventrikel vergrössert sich, der Muskel wird klein + schwach
  • bei Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Aortenstenose

Was ist das Vorwärtsversagen?

Was ist das Rückwärtsversagen?

Vorwärtsversagen: 

  • Unfähigkeit des Herzens, im arteriellen System einen ausreichenden BD aufzubauen

Rückwärtsversagen:

  • Rückstau des Blutes in die vorgeschalteten Gefässabschnitte (Lungenstrombahn, venöses System) = drückt in Körperkreislauf zurück

Wie entstehen die Symptome der Herzinsuffizienz?

Mögliche Symptome der Herzinsuffizienz?

Präklinisch relevante Symptome der Herzinsuffizienz?

  • Dyspnoe, Tachypnoe, Orthopnoe
  • Zyanose
  • rötlich-schaumiger Auswurf
  • Tachykardie, Hypotonie (Hypertonie)
  • Stauungszeichen (feuchte Rasselgeräusche, gestaute Halsvenen)

Eintelung der Herzinsuffizienz nach Symptome?

Therapieziele Lungenödem bei der Herzinsuffizienz?

Zuerst interstitielles, dann alveoläres Lungenödem! 

= Oxygenierungsstörung bei verminderter Gasaustauschfläche (Rechts-Links-Shunt)

 

  • Oxygenierung verbessern (O2, NIV)
  • Vor- und Nachlast senken (Vasodilatatoren, Diuretika)
  • Inotropie verbessern (Vasopressoren)

Diagnostik der Herzinsuffizienz?

  • Anamnese (Gewichtsverlauf!)
  • Vitalfunktionen (AF, SpO2, Puls, BD)
  • Herz- und Lungenauskultation
  • EKG
  • BZ
  • Halsvenenstauung

Therapie präklinisch bei Herzinsuffizienz?

  • Pat. nicht mehr anstrengen lassen, Oberkörper hochlagern
  • Sauerstoffgabe
  • Beatmung mit PEEP (NIV)
  • Absaugen: zurückhaltend sein! -> Surfactant, Hypoxie Gefahr
  • i.v. Zugang aber wenig Volumen
  • Fentanyl/Morphin
  • Lasix
  • Hypotonie mit positiv inotropen Substanzen behandeln
  • KEINE BETABLOCKER bei akuter Herzinsuffizienz

Risikofaktoren LE?

  • Immobilisation (>3Tage, Flug/Busreise >4h)
  • Adipositas
  • Extremitäten Frakturen
  • orale Antikonzeptiva 
  • Schwangerschaft
  • Chirurgische Eingriffe

Study