Delegieren

Delegieren Unterricht SMT

Delegieren Unterricht SMT


M. L.
Diese Lernkarten richten sich an Universitätsstudenten im Bereich BWL und behandeln die Kunst des Delegierens. Sie beleuchten die Übertragung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung an Mitarbeitende, sowie die Vermeidung von Rückdelegationen durch klare Kommunikation und Unterstützung. Führungspersonen lernen, wie sie durch Delegation Zeit gewinnen, ihre Teams motivieren und von deren Fähigkeiten profitieren, während sie typische Delegationsfehler vermeiden.
Karten
18
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.11.2025 / 10.11.2025

Lernkarten

Was heisst Delegieren 

Eine Aufgabe an eine andere Person zu übertragenzusammen mit den dafür notwendigen
Befugnissen (Kompetenzen) und der entsprechenden Verantwortung für die Aufgabenerfüllung

Was ist die Voraussetztung das man Aufgaben Delegiren kann?

Loslassen können und nicht alles stets unter Kontrolle haben wollen

Vorteile von Delegieren

-Entlastung des eigenen Zeitbudgets

-Zeitgewinn für Führungsaufgaben

-Motivation und Förderung der Mitarbeitenden

-Profitieren vom Können und von den Erfahrungen der
Mitarbeitenden

Warum können dann viele Führungspersonen nicht gut delegieren?

Sie haben kein / nicht genug Vertrauen in die Mitarbeiter 

Was sind die Konsequenzen wenn Führungspersonen nicht delegieren? 

Führungspersonen enden so in einer chronischen Selbstüberlastung und demotivieren damit gleichzeitig die
Mitarbeitenden.

Welche Aufgaben kann man delegieren?

-Routinearbeiten, vorbereiten, organisatorische und unterstützende Aufgaben

-Aufgaben, die Mitarbeitende selbstständig erledigen können. 

-Spezial- oder Projekraufgaben (Konzepte, gegenseitige Unterstützung, inhaltlich-fachliche Einarbeitung usw.) 

-Teilnahme in Arbeits- oder Projektgruppe

Welche Aufgaben kann man nicht delegieren?

-Direkte Führungs- und Teamentwicklungsaufgaben

- Repräsentative Aufgabe an offiziellen Anlässen

-Heikle, sensible oder streng vertrauliche Aufgaben 

-Aufgaben die an Sie persönlich delegiert wurde oder deren Erledigung ausdrücklich von Ihnen erwartet wird

 

Erwartungen der Mitarbeitenden bei Delegation.

Fehler machen dürfen ( Tolerierbare) ohne sofortigen Eingriff der Führungsperson

Handlungsspielraum haben ( Weg ins Ziel selber definieren/finden) 

Zuversicht spüren. ( Vertrauen in den Mitarbeiter) 

Feedback erhalten. (Ehrliches und faires Feedback) 

Anerkennung bekommen. (Anerkennung für die erbrachte Leistung)

Wofür steht (AKV)

Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung .

 

Erkläre konsequentes Delegieren AKV

Eine Aufgabe konsequent zu delegieren, heisst, sie inklusive der dafür notwendigen Rechte
und Pflichten (Kompetenzen und Verantwortung) zu übertragen.

-Aufgabe: Verpflichtung eine bestimmte Aufgabenerfüllung

-Kompetenz: Befugniss, Entscheidungen zu treffen

-Verantwortung: Pflicht zur Aufgabenerfüllung und für Geschehenes einstehen

 

Was ist eine Rückdelegation.

Eine Rückdelegation liegt vor, wenn eine delegierte Aufgabe nur teilweise erledigt oder
unerledigt zurückkommt.

-Delegation ist fehlgeschlagen

Anders ausgedrückt: Sie erledigen die Aufgaben der Mitarbeitenden anstatt Ihre eigenen!

Wie kann man Rückdelegation verhindern.

Schaffen Sie das Prinzip der offenen Türe ab!

Mitarbeiter zur selbstständigkeit erziehen.

Beweggründe für eine Rückdelegation

-Unfähigkeit / Unzulänglichkeit

-Bequemlichkeit

-Hilflosigkeit / Unsicherheit

-Unzuverlässigkeit

-Unselbstständigkeit

Ablauf eines Delegationsgesprächs

Gesprächseinstieg 

Aufgabe

Erwartungen 

Vereinbarungen 

Gesprächsabschluss

Um Rückdelegationen seitens der Mitarbeitenden zu verhindern, sollten Sie sich einen einfach
klingenden, aber nicht immer so einfach umzusetzenden Grundsatz merken:

Niemand -ausser Sie selbst - verlässt Ihr Büro mit einer Aufgabe weniger!

Rückdelegation -Gegenmassnahmen:

-Ursachen im Gespräch klären

-Aktive Unterstützung oder Entlastung

-Fähigkeitsdefizite gezielt fördern durchSchulungsmassnahmen usw.

-Mitarbeiterin an die Vereinbarung erinnern,Rückdelegation strikt ablehnen.

-Ausreden als solche offenlegen, bei Wiederholung ein Kritikgespräch führen.

-Fragen usw. schriftlich einfordern .

-Arbeitsfortschritte bewusst loben, zu selbstständigem Denken anregen.

-Erinnerung (Reminder)

-Klare Termine festlegen

-Halb fertige Aufgaben konsequent zurückerweisen mit Auftrag zur Nachbesserung.

 

Beim Delegieren sind die folgenden Kryterien zu beachten:

 

Aufgabentyp

AKV-Prinzip

Adressatengerecht

Zumutbar

Verbindlich

Überprüfbar 

Fünf typische Delegationsfehler

-Unklare Aufgabenstellung

-Fehlende Kontrolle

-Mikromanagement

-Falsche Personenauswahl

-Keine Rückmeldung oder Anerkennung

 

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