Leder und Textilien

Zusammenfassung

Zusammenfassung


L. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Eigenschaften und Verarbeitung von Leder und Textilien, ideal für die Berufslehre im Innenausbau. Sie behandeln die Unterschiede zwischen verschiedenen Lederarten wie Rind, Ziege und Schaf, sowie deren Herstellung und Oberflächenbehandlungen. Die Karteikarten erklären auch die Eigenschaften von Textilien wie Baumwolle, Wolle und Seide, und deren Verwendung in verschiedenen Anwendungen. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Auszubildende, die sich mit Materialkunde und Verarbeitungstechniken auseinandersetzen.
Karten
41
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Innenausbau
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
20.10.2025 / 04.11.2025

Lernkarten

Welche Tiere liefern Leder

Kalb, Rind, Ochs, Pferd, Schwein, Ziege Schaf,

Welche Leder werden für Möbel eingesetzt

Häute des männlichen Rindes (ca. 18 Monate alt); muss zäh und strapazierfähig)

Tierischer Hautaufbau

Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Corium), Unterhaut (Subcutis).

Welche Schicht der Haut wird weiterverarbeitet

mittlere Schicht: die Lederhaut (Corium)

Hautaufbau

Erklärung Spalten und Endprodukt

-Rindshäute sind zu dick(5-10mm)

-Mit Spezialmaschine in 2 Lagen gespalten

-Die obere Schicht (Haar oder Narbenseite) ergibt: Voll-Rindsleder (Vachette)

-Untere Schicht (Fleischseite): Spaltleder

ENDPRODUKT: Voll-Rindsleder ist wertvoller. Spaltleder ist weniger fest und strapazierfähig. Spaltleder wird als Sohlleder oder für technische Zwecke Anwendung

Tierhaut in die gängigen Flächeneinteilungen unterteilen

-Möbelleder werden in Ihrer Grösse belassen: Möbelvachetten

-Kern oder Croupon: setzt sich aus dem Rücken, Schild und der Kratze zusammen, 50% der Gesamtfläche, dichtes Fasergefüge, gleichmässige Stärke

-Hals: besteht aus Halsteil, Fasergefüge ist lockerer Struktur

-Flanken: Seiten oder Bäuche gennant. losere Struktur, Seiten sind meistens dünner als Kern

Erklärung vegetabile und mineralische Gerbung

vegetabile Gerbung:

-aus pfalnzlichen Produkten wie Baumrinde, speziellen Hökzern, Blättern oder Früchten wird eine Gerbbrühe (Lohe) hergestellt.

-Prozess wird mehrmals wiederholt dass Gerbstoff in Haut eindringen kann

-Dauer bis 12 Monate

-Gerbsäuren aus Hölzern werden als Konzentrat verwendet

- Im Gerbfass dringt durch die Bewegung der Gerbstoff schneller in die Haut

-wird bei festem und kernigem Leder angewendet: Zeugleder, Treibriemenleder, Sohlleder. Erhält eine natürlcihe braune Farbe

 

mineralische Gerbung: 

- Alaunsalz, Kochsalz und Chromsalz wird verwendet.

-Gerbvorgang findet in rotierenden Behälter statt

-Dauert wenige Stunden.

-hat hohe Reissfestigkeit, geschmeidig und widerständig gegen Hitze und Kälte

-Nach gerben ist Leder graublau

-Wird als Möbelleder, Schuhoberleder und Lederbekleidung gebraucht

 

 

Welche Lederfärbungen sind möglich

Jenach Gerbverfahren unterschiedlich

Pfalnzliche Gerbung: bräunlich

Tran-Gerbung: gelblich

Alaungerbung: weiss

Chromgerbung: grau-bläulich

BÜRSTENFÄRBUNG (nur oberfläche gefärbt)

TAUCHFÄRBUNG ( durchgefärbtes Leder)

TROMMELFÄRBUNG ODER FÄRBUNG IM SPRÜHVERFAHREN

Erklärung Begriff Prägung

eine künstliche Narbung wird aufgepresst

Erklärung Begriff Glanzstossen

ein Glas oder Achatzylinder wird mit hohem Druck schnell über die Oberfläche gezogen

-man erhält eine sehr glänzende Oberfläche (natürliche Struktur des Leders erkennbar)

Reinanilin Erklärung, Eigenschaften

Offenporiges Glattleder

-5% der Häute haben schöne, unverletze Stücke

-nicht lichtecht und sehr schmutzempfindlich

gedeckte Leder Erklärung, Eigenschaften

grösste Teil der Häute weist eine beschädigte, unansehnliche Oberfläche auf

-nach der Färbung mit einem gefärbten Lackfinish, einer Narbenprägung versehen

- erhält eine gleichmässige, ruhige Oberfläche

-weniger weich und geschmeidig

-weniger schönes Aussehen, lichtecht und abwaschbar

Herstellung Velourleder (Vachette und Spalt)

aus grossem Teil der beschädigten Häute wird Veloursleder hergestellt

- Rückseite (Fleischseite) wird bearbeitet und nach aussen gekehrt

-wird auch als Wildleder bezeichnet

- sehr weich und geschmeidig, aber nicht lichtecht und schmutzempfindlich

Herstellung Nubukleder

Beim Nubukleder wird die Narbenseite leicht angeschliffen (pfirsichhaut)

Rindsleder Unterschiede

gleichmässige Narben

-regelmässig verteilte Poren

-Porenöffnung rund 

Ziegenleder Unterschiede

Kernige Narben

-gleichmässige Haarporen (angeordnet in 2 bis 6 Stück)

Schweinsleder Unterschiede

Faltige, hochwertige Narben

- weitauseinanderstehenden Poren sind in dreieckförmigen Gruppen angeordnet

-Poren sind auch auf der Fleischseite sichtbar

Erkennung Boxcalf

Tier: Kalb

Herstellung: rein anilingefärbt, wenig bis zu stark gkänzend

Verwendung: Hochwertige Taschen, Lederwaren

Griff,Aussehen: vollnarbig, glattes Leder, geschmeidig

Erkennung Rindbox

Tier: Rind

Herstellng: Aniligefärbt mit Pigmentfarben zugerichtet, wenig bis stark glänzend

Verwendung: strapazierfähig Schuhe Mappen Lederwaren

Griff+ Aussehen: Vollnarbiges kräftige geschmeidiges Leder

Erkennung Nappaleder

Tier: Rind, Pferd, Kalb, Ziege; Schaf, Lamm, Schwein

Herstellung; Durchgefärbt mit Deckfarbe zugerichtet oder im farlosen Finish

Verwendung: Schuhe, Möbel, Bekleidung, Lederwaren

Griff+Aussehen: Vollnarbiges, tuchweiches, elastisches Leder

Erkennung Sportleder

Tier: Rind, Kalb

Herstellung; Evtl. kombinierte Gerbung, anilingefärbt, mit Deckfarbe oder farblosen Finish

Verwendung; Sport und Bergschuhe

Griff+Aussehen: Vollnarbiges, kräftiges Leder, wasserabweisend, wasserdicht

Erkennung Lackleder

Tier: Rind, Kalb, Ziee

Herstellung: Vorgefärbt und mit Lackschicht,FOlie überzogen

Verwendung; Schuhe, Taschen, Lederwaren

Griff+Aussehen: Hochglänzendes, spiegelglattes Leder, dessen Oberfläche wasserdicht

Erkennung Nubuk

Tier: Rind,Kalb, Ziege, Schwein

Herstellung: Anilingefärbt, narbenseitig leicht angeshliffen und zugerichtet

Verwendung: Möbel, Bekleidung, Schuhe, Taschen, Lederwaren

Griff+Aussehen: Mattes, weiches, samartiges Leder

Erkennung Velour

Tier: RInd, Pferd, Kalb, Ziege, Schaf, Lamm, Schwein

Herstellung: Anilingefärbt, fleischseitig geschliffen und zugerichtet

Verwendung: Schuhe, Taschen, Lederwaren, Bekleidung

Griff+Aussehen: Vollnarbiges, samartiges, weiches Leder

Erkennung Sämischleder

Tier: Schaf, Lamm, Hirsch, Reh, Gämse, Ziege

Herstellung: Trangegerbt (Fettgerbung), abgespaltene oder abgeschliffene Narben

Verwendung: Fensterleder, Waschleder

Griff+Aussehen: Tuchweiches Leder

TEXTIL: Naturfasern in Unterkategorien unterteilen

Baumwolle Steckbrief

Herstellung: Haupterzeuger China, USA, Brasilien, Indien, Türkei, Pakistan, Ägypten, Mexico, Sudan -> Nach Blüte wird der Fruchtknoten zu einer Kapsel-> springt dann auf und ergibt Baumwollfasern-> Nach trocknen werden Samenkörner von Fasern getrennt und gepresst

Eigenschaften: weiss-gelblichbraun, widerstandsfähig, strapazierfähig, feuchtigkeitsaufnahmefähig

Verwendung: Vorhänge, Baumwolle für Textilware, Möbelstoff

Steckbrief Leinen/Flachs

Herstellung: Leinenfaser wird aus Stengel der Flachspflane gewonnen-> Pflanzen mit Wuchshöhe von 80-120cm angebaut -> Anbaugebiere in Frankreich, China, Polen-> Riffeln Rotten Brechen Schwingen Hecheln werden sie aus Stengel herausgelöst-> Bastfaserspinnverfahren zu Garnen versponnen

Eigenschaft: blassblond bis silbergrau, widerstandsfähig, strapazierfähig, hohe feuchtigkeitsaufnahme

Verwendung: Möbelstoffe Wohnbereich, Tisch-,Bett-,Küchenwäsche

Steckbrief Jute

Herstellung: stammen von 3-6m hohen Pflanze in Ostindien

Eigenschaft: hell, gelb silbergrau, geringe Reissfestigkeit als Flachs und Hanf, durch Feuchtigkeit wird Faser zerstört

Verwendung: Gewebe für Verpackungszwecke, gestickte und getufte Teppiche, als Isolation und Unterlagen-Filz

Steckbrief Kokosfasern

Herstellung: aus Faserschicht der Kokosnuss (Sri Lanka, Indien, Südseeinseln. EInzige verwendbare Fruchtfaser

Eigenschaft: zähe und strapazierfähige Faser

Verwendung: Türvorlage, Bürsten, Polsterwaren

Steckbrief Wolle

Herstellung: Länder-> Australien, Neuseeland. nach Schur der Schafe wird VLies nach Faserlänge Kräuselung Feinheit Verunreinigung und Farbe sortiert-> Schmutzige Teile werden gewaschen-> dann zu glatten feinen gröberen Garnen versponnen

Eigenschaften: schwer entflammbar, dehnbar, elastisch, Dämmvermögen, kann keine feuchtigkeit aufnehmenn

Verwendung: Teppiche, Vorhänge, Tuche, Stoffe, Decken, Kleider, Dämmmaterial

Steckbrief Seide

Herstellung: Raupenfaserstoffe-> nennt man Tussahfaser-> Zucht der Seidenraupe-> Kokon besteht aus 3000m langen Faden-> wird von Raupe aus zwei Spinndrüsen  ausgeschieden. Länder: Türkei, Frankreich, Spanien

Eigenschaft: hohe Reissfestigkeit, elastisch, dehnung, empfindlich auf UV Strahlung

Verwendung: Vorhänge Teppiche Wandbespannungen, Garne

Steckbrief Asbest

Herstellung: einzige mineralische Textilfaser, die sich zu einem Faden verspinnen lässt

Eigenschaften: wird auch Wunderfaser genannt, grosse Festigkeit, hitze säurebeständig, langlebig

Verwendung: Schifffahrtsindustrie, Dämmstoffproduktion, Bauindustrie, Autoreifenindustrie, Wegen Gesundheitsgefahren ist es in vielen Ländern Verboten, stellt Entsorgungsproblem dar

Erklärung Fasern

Länge der Fasern ist begrenzt

Erklärung Garn

Fasern bestehend, gedrehter Faden, unbegrenzte Länge

Erklärung Faden

Faden aus endlosen Fibrillen (Endlosfaden)

Erklärung Zwirn

ein Faden der aus zwei oder mehreren Komponenten zusammengedreht ist (gezwirnt)

Erklärung Vliesen

Herstellung: Vliesschicht aus Spinnfasern wird auf einem Zufuhrtisch der Nadelungsvorrichtung, bestehend aus Nadelbrett und Rost zugeführt, vertikaler Richtung beweglichen Nadelbrett sind Filznadeln angeordnet, Bewegung der Nadeln bewirken mechanische Verfestigung, danach auf Walze aufgewickelt. Verfestigung kann auch mit Bindemittel erreicht werden

Eigenschaften: formstabil, elastizität je nach Herstellungsverfahren abhängig

Anwendung: Trennung von Schichten, Bodenbelag, Innenschicht für Teppiche

Erklärung Gewebe

Herstellungsverfahren: auf Kettbaum werden in Querrichtung mit Webschützen, einem Projektil einem Greifer oder Düsen ablaufende Schussfäden rechtwinklig verkreuzt. gewebe wird auf Warenbaum aufgewickelt. Schäfte bewerkstelligen die Fadenverkreuzung erforderlich Heben und Senken der Kettfäden. schwingende Weblade presst lockerren Schussfaden an Geweberand

Eigenschaften: formstabil , wenig Elastisch

 

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