.


E. K.
Diese Lernkarten vermitteln die neuroanatomischen Grundlagen des Gehirns und seiner Funktionen, von der makroskopischen Organisation bis zu zellulären Mechanismen. Sie behandeln Aufbau und Aufgaben der Großhirnrinde, Basalganglien, limbisches Systems sowie Neurotransmitter und deren Rezeptoren. Ideal für Studierende der Biologie oder Medizin, die sich mit den somatischen Grundlagen des Nervensystems vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
51
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.05.2025 / 05.07.2026

Flashcards

Nennen Sie die Hauptfunktionen des Ventrikel Systems. 

Bildung, Zirkulation und Resorption von Cerebro-Spinal-Flüssigkeit; Schutzfunktion (Puffer), Stoffwechselregulation des Gehirns

Wie funktioniert die Blut-Hirn-Schranke? 

Schutzbarriere, bestehend aus Endothelzellen mit tight junctions; verhindert das Eindringen toxischer Substanzen, reguliert Stoffaustausch.

Beschreiben Sie grob den Aufbau eines Neurons. 

Zellkörper (Soma), Dendriten (Signalaufnahme), Axonhügel, Axon (Signalweiterleitung), Myelin (Isolierung), Ranvier-Schnürringe, präsynaptische Endigung.

Was versteht man unter einem exzitatorischen bzw. inhibitorischen postsynaptischen Potential? 

Exzitatorisch = Depolarisation (z.B. durch Na⁺-Einstrom), erhöht AP-Wahrscheinlichkeit
Inhibitorisch = Hyperpolarisation (z.B. durch Cl⁻-Einstrom), senkt AP-Wahrscheinlichkeit

Was sind postsynaptische Summationsprozesse? 

Räumlich (mehrere Synapsen gleichzeitig) oder zeitlich (mehrere Impulse rasch hintereinander); Integration exzitatorischer/inhibitorischer Signale

Welche drei Kräfte sind wesentlich für das Ruhemembranpotential verantwortlich?

  • Diffusionskraft (Chemischer Gradient)
  • Elektrostatische Kraft
  • Na+/K+ Pumpe

Beschreiben Sie die Entstehung eines Aktionspotentials. 

Reiz → Schwellenwert → Na⁺-Kanäle öffnen → Depolarisation → K+ Ausstrom  Na⁺-Kanäle schließen→ Repolarisation → Hyperpolarisation → Ruhepotential durch Na+/K+ Pumpe

Wofür sind Ranvier-Schnürringe wichtig? 

Unterbrechungen der Myelinscheide; ermöglichen saltatorische Erregungsleitung → schnellere Signalweiterleitung.

Beschreiben Sie die Anatomie der Synapse. 

Mikrotubuli, Präsynaptischer Endknopf mit Vesikeln, synaptischer Spalt, postsynaptische Membran mit Rezeptoren.

Was ist der Unterschied zwischen nieder- und hochmolaren Neurotransmittern? 

Nieder: kleine Moleküle (Bildung im Cytoplasma der Endknöpfchen)

Hoch: Neuropeptide (Bildung im Cytoplasma des Zellkörpers an den Ribosomen); Transport zum Endknöpfchen über Mikrotubuli

Wie unterscheiden sich direkte und indirekte Synapsen? 

  • Direkt: spezifisch, zielgerichtet (klassische Synapsen), eng beieinander

  • Indirekt: großflächig, größerer Abstand

Was passiert bei der Exocytose? 

Stimulation durch AP löst Ca2+ Einstrom aus, dieser Einstrom bewirkt Vermscheltzung von Vesikeln mit präsynaptischer Membran → Freisetzung des Neurotransmitters in synaptischen Spalt.

Erfolgt die Übertragung von Nervenimpulsen zwischen Zellen immer auf chemischem Wege? 

Nicht immer chemisch – auch elektrische Synapsen (Gap Junctions/Connexine) existieren, aber chemische dominieren im ZNS.

Beschreiben Sie die Funktionsweise einer Synapse. Welche Schritte laufen bei der Signalübertragung von prä- zu postsynaptischer Zelle ab? 

AP erreicht Endknopf → Ca²⁺-Einstrom → Vesikel fusionieren → Transmitterfreisetzung → Bindung an postsynaptische Rezeptoren → PSP

Wie verschwindet der Neurotransmitter wieder aus dem synaptischen Spalt? 

Wiederaufnahme (Reuptake), enzymatischer Abbau (z.B. durch MAO, ACh-Esterase)

Was sind die Unterschiede zwischen ionotropen und metabotropen Rezeptoren? 

Ionotrop: ligandengesteuerte Ionenkanäle, schnelle Wirkung

Metabotrop: G-Protein-vermittelt, langsamer, aber länger anhaltend.

 

Welche Klassen von Neurotransmittern gibt es? 

Aminosäuren, Monoamine, Neuropeptide, Acetylcholin, lösliche Gase, Endocannabinoide

Was sind Monoamine? Warum heißen sie so? 

Abgeleitet von Aminosäuren; besitzen eine Aminogruppe (z.B. Dopamin, Serotonin, Noradrenalin)

Welche Funktion hat Dopamin / Noradrenalin / Serotonin? 

  • Dopamin: Belohnung, Bewegung,

  • Noradrenalin: Aufmerksamkeit, Stressreaktion vermitteln

  • Serotonin: Stimmung, Schlaf, Appetit.

Welche grundlegenden Typen von Acetylcholin-Rezeptoren gibt es? Woher kommt ihr Name?

  • Nikotinerg (ionotrop), Agonist: Nikotin

  • Muskarinerg (metabotrop); Agonisten: Muskari

Warum bezeichnet man lösliche Gase und Endocannabinoide auch als „unkonventionelle Neurotransmitter“? 

Lösliche Gase (NO, CO) und Endocannabinoide diffundieren direkt --> Nicht in Vesikeln gespeichert, wirken retrograd.

Was sind Neuropeptide? Wie wirken sie? 

Ketten von Aminosäuren; wirken auf Zellfunktionen und Zellstruktur; Verteilung als Hormone über Blutbahn

Was bewirkt ein Neurotransmitter-Agonist / -Antagonist? 

  • Agonist: aktiviert Rezeptor wie natürlicher Transmitter

  • Antagonist: blockiert Wirkung des Transmitters

Welche Möglichkeiten der pharmakologischen Modulation neuronaler Prozesse gibt es? 

Synthetisierung/Freisetzung/Bindung/Hemmung/Wiederaufnahme/Abbau beeinflussen

Inwiefern kann man durch pharmakologische Modulation die neuronalen Mechanismen psychischer Prozesse untersuchen? 

Durch gezielte Modulation lassen sich neuronale Korrelate psychischer Funktionen untersuchen (z.B. durch Serotonin-Wiederaufnahmehemmer).

Beschreiben Sie die grobe Organisation des Gehirns. 

Rückenmark --> Rautenhirn --> Mittelhirn --> Vorderhirn

Geben Sie die drei neuroanatomischen Richtungsbezeichnungen an und beschreiben Sie die jeweilige Richtungsangabe.

  • Cranial (anterior): zum Kopf hin

  • Caudal (posterior): zum Rücken bzw. Steiß hin

  • Dorsal / Ventral: rückenseitig (oben beim Gehirn) / bauchseitig (unten beim Gehirn)

Beschreiben Sie die drei Schnittebenen durch das Gehirn.

  • Axial (horizontal): parallel zur Bodenfläche

  • Koronal (frontal): von vorne nach hinten, senkrecht zur Sagittalebene

  • Sagittal: zwischen den Hemisphären (links/rechts) verlaufend

Welche Afferenzen und Efferenzen befinden sich am Rückenmark?

  • Afferenzen (sensorisch): über das Hinterhorn – pseudounipolare Neurone

  • Efferenzen (motorisch): über die Vorderwurzel – multipolare Neurone

Woraus setzt sich der Hirnstamm zusammen?

  • Medulla oblongata, Pons und Mesencephalon

  • Funktionen: Regulation von Schlaf-Wach-Rhythmus, Muskeltonus, Kreislauf und Atmung

Wofür wird das Cerebellum benötigt? Was passiert bei Läsionen dieser Struktur?

  • Koordination von Bewegung, Körperhaltung, Planung von Bewegungsabläufen

  • Läsionen führen zu Ataxien (Bewegungsstörungen)

Woraus besteht das Diencephalon und was sind seine Hauptfunktionen?

  • Thalamus: sensorisches Relais zum Cortex

  • Hypothalamus: Regulation des autonomen Nervensystems und hormoneller Prozesse (über die Hypophyse), Homoestase

Womit hat die Hypophyse etwas zu tun? Was unterscheidet Neuro- und Adenohypophyse?

  • Verbindet Hypothalamus mit hormoneller Steuerung

  • Neurohypophyse: Ausschüttung von Oxytocin und Vasopressin (vom Hypothalamus produziert)

  • Adenohypophyse: produziert diverse Hormone wie Wachstumshormon, ACTH, FSH

Aus welchen Regionen besteht das „limbische System“?

  • Amygdala, Hippocampus, Hypothalamus, Cingulärer Cortex

Was sind die Hauptaufgaben des „limbischen Systems“?

  • Emotionen, Motivation, Gedächtnis, vegetative Funktionen (z.B. Regulation Essen, Schlaf, Sexualität)

Warum ist der Begriff „limbisches System“ problematisch?

  • Funktionell sehr heterogen

  • unklare anatomische Grenzen

Woraus bestehen die Basalganglien und was ist ihre Funktion?

  • Putamen, Nucleus caudatus, Nucleus accumbens

  • Funktion: Ausführung von Willkürbewegung, Belohnung

Woraus setzt sich das Telencephalon zusammen?

  • Großhirnrinde (Cortex)

  • Basalganglien

  • limbische Strukturen (inkl. Hippocampus, Amygdala)

Welche zwei Größen bestimmen den Grad der Faltung der Großhirnrinde?

  • Oberfläche (Fläche)

  • Volumen (Größe des Gehirns) 

= Faltung vergrößert Oberfläche bei geringem Volumen

Nennen Sie die vier großen Lappen der beiden Großhirnrinden.

Frontallappen, Parietallappen, Temporallappen, Okzipitallappen

Étudier