Ausbildung NFS: Spezielle Pharmakologie nach Kompendium
Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)
Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)
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F. M.
F. M.
Diese Lernkarten vermitteln gezielt pharmakologisches Grundwissen für Notfallsanitäter, angepasst an die Anforderungen der Berufslehre. Im Fokus stehen Wirkstoffe, deren Dosierungen in mg oder kg, Wirkungen, Nebenwirkungen sowie Kontraindikationen und Besonderheiten bei der Anwendung. Praktische Aspekte wie Nutzen-Risiko-Abwägungen und Verlaufskontrollen werden anhand konkreter Medikamente wie Opioiden, Antikoagulanzien oder Notfallanalgetika vertieft. Ideal für Auszubildende, die sich auf spezielle pharmakologische Herausforderungen im Rettungsdienst vorbereiten.
Karten
320
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
18.02.2025 / 09.09.2025
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Lernkarten
***Morphin: Gegenmaßnahmen bei Überdosierung***
- Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall der SpO2 = Sauerstoff applizieren
- assistierte Beatmung (Beutel-Masken-Kombination): BPR Atemwegsmanagement
- Als Ultima ration: titrierte Gabe von Naloxon (SAA Naloxon)
- Bei Übelkeit / Erbrechen: SAA Dimehydrinat
***Morphin: Besonderheiten***
- insbesondere beim ACS zur Vorlastsenkung und Sedierung gut geeignet
- langsame Applikation vermindert Übelkeit
- Wirkungsverstärkung und erhöhtes Risiko von Atemdepression in Kombination mit Alkohol
- Drongenkonsum / zentral dämpfende Medikamente (Benzodiazepine o.ä.)
- Ampullen mit unterschiedlichen Konzentrationen im Handel
***Nalbuphin: Wirkstoff, Konzentration, Arznemittelgruppe***
- Der Wirkstoff von Nalbuphin ist Nalbuphinhydrochlorid
- Nalbuphin liegt in einer Konzentration von 10 mg/ml (20 mg / 2 ml) vor
- Nalbuphin gehört zur Gruppe der µ - Opioidrezeptor-Partialantagonisten und der K - Opioidrezeptor-Agonisten
- Es ist KEIN BtM nach BtMG
***Nalbuphin: Kontraindikationen***
- bekannte Allergie bzw. Unverträglichkeit
- schwere Bewusstseinsstörung - Sopor, Koma
- Atemdepressionen
- Schwangerschaft
- schwere Leberschäden und Nierenschäden
- Dauertherapie mit µ - Rezeptoragonisten
- Opioidabhängigkeit: Substitution mit Methadon
- Altersbegrenzung: keine Anwendung durch NFS bei Patienten < 21 kg KG (ca. 6 Jahre)
Steht nicht im Kompendium
- akute hepatische Porphyrie
***Nalbuphin: Gegenmaßnahmen bei Überdosierung***
- Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall der SpO2 = Sauerstoff applizieren
- assistierte Beatmung (Beutel-Masken-Kombination): BPR Atemwegsmanagement
- Als Ultima ration: titrierte Gabe von Naloxon (SAA Naloxon)
- Bei Übelkeit / Erbrechen: SAA Dimehydrinat
***Nalbuphin: Besonderheiten***
- kein BMTG-pflichtiges Opioid daher keine erweiterte Dokumentationspflicht
- analgetische Wirkung durch Agonismus am K-Rezeptor
- Antagonismus am y-Rezeptor (wie Naloxon)
- Wirkstärke im Vergleich zu Morphin bei 0,7
- Cave: Ceiling-Effekt keine Wirkverstärkung bei Dosissteigerung
- geringes Risiko einer Atemdepression
- Cave: Risiko einer Entzugssymptomatik bei Opioidabhängigkeit und Methadonsubstitution
- Cave: Auftreten starker Schmerzen bei Patienten mit chronischen Schmerzen unter Behandlung mit µ - Rezeptoragonisten möglich
- i.m. - Gabe schmerzhaft
***Naloxon: Dosierung und Applikation***
- Verdünnung der Ampulle zu 1 ml mit 3 ml NaCl 0,9% auf 4 ml, sodass 1 ml = 0,1 mg
- fraktionierte langsame Gabe i.v. in 0,1 mg Schritten alle 2 Minuten bis suffiziente Spontanatmung und Schutzreflexe vorhanden sind
- Kinder 0,01 mg / kg KG i.v. - alle 2 Minuten
- intramuskuläre und intranasale Gabe möglich (Dosisanpassung)
***Ondansetron: UAW***
- Flush -> mglw. über Hemmung der gefäßverengenden Wirkung von Serotonin -> Vasodilatation -> Hauterwärmung -> Flush
- Hypotonie -> mglw. über Hemmung der gefäßverängenden Wirkung von Serotonin durch Vasodilatation
- Kopfschmerzen -> mglw. durch Dilatation zerebraler Gefäße und Beeinflussung des antinozizeptiven Systems
- Sehstörungen -> Beteiligung am Schlaf-Wach-Rhythmus daher mglw. auch an visuellen Prozessen (temp. Erblindung möglich)
- Dyskinesien -> Beeinflussung des extrapyramidalen Neuronensystems
- QT-Zeit-Verlängerung -> blockiert ähnlich wie Dimenhydrinat spezielle Kalium-Kanäle
Steht nicht im Kompendium
- Krampfanfälle
- toxische Hauteruptionen (sehr selten)
***Paracetamol: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***
- Der Wirkstoff von Paracetamol ist Paracetamol
- Paracetamol liegt in einer Konzentration von 10 mg / ml (1g / 100ml) vor
- Außerdem als Suppositorium in 75mg, 125mg, 250mg, 500mg,
- Paracetamol gehört zur Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika, NSAR / NSAID/ COX-Hemmer, Antipyretika,