Ausbildung NFS: Spezielle Pharmakologie nach Kompendium

Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)

Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)


F. M.
Diese Lernkarten vermitteln gezielt pharmakologisches Grundwissen für Notfallsanitäter, angepasst an die Anforderungen der Berufslehre. Im Fokus stehen Wirkstoffe, deren Dosierungen in mg oder kg, Wirkungen, Nebenwirkungen sowie Kontraindikationen und Besonderheiten bei der Anwendung. Praktische Aspekte wie Nutzen-Risiko-Abwägungen und Verlaufskontrollen werden anhand konkreter Medikamente wie Opioiden, Antikoagulanzien oder Notfallanalgetika vertieft. Ideal für Auszubildende, die sich auf spezielle pharmakologische Herausforderungen im Rettungsdienst vorbereiten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
18.02.2025 / 09.09.2025

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Was ist der Wirkstoff von Furosemid?

In welcher Konzentration ist Furosemid verfügbar?

Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Furosemid?

***Furosemid: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***

  • Der Wirkstoff von Furosemid ist Furosemid
  • Fursosemid liegt in folgender Konzentration vor: 10mg / ml (20mg / 2ml, 40mg / 4ml)
  • Furosemid gehört zur Gruppe der Diuretika

Bei welcher Indikation ist Furosemid angezeigt?

***Furosemid: Indikation***

  • kardiales Lungenödem (bei akutem Linksherzversagen)

 

Nicht im Kompendium

  • Hypertonus
  • Herzinsuffizienz
  • Niereninsuffizienz
  • Aszites
  • generalisierte Ödeme im Rahmender Intensivbehandlung

Welche Kontraindikationen müssen bei Gabe von Furosemid berücksichtigt werden?

***Furosemid: Kontraindikationen***

  • bekannter Allergie und Unverträglichkeit
  • Hypovolämie und schwergradige Dehydratation
  • Nierenversagen mit Anurie
  • Leberversagen mit Bewusstseinsstörung (Praecoma, Coma hepaticum)
  • schwere Hypokaliämie
  • schwere Hyponatriämie (sofern präklinisch bekannt)
  • Stillzeit
  • Keine Anwendung durch NFS bei Pat. < 12 Jahre

Welche UAW können nach der Gabe von Furosemid auftreten?

***Furosemid: UAW***

  • allergische Haut- und Schleimhautreaktionen
  • Blutdruckabfall, Hypotonie, Orthostase
  • Elektrolytstörung (Hypokaliämie, Hyponatriämie)
  • Hörstörungen
  • Gastrointestinale Beschwerden (z.B. Übelkeit)

 

Nicht im Kompendium

  • Stillzeit

Wie wird Furosemid dosiert und worauf ist bei der Applikation zu achten?

***Furosemid: Dosierung und Applikation***

  • 20 mg Furosemid langsam i.v.
  • einmalige Repetition nach 15 Minuten möglich

Wie ist der Wirkerfolg von Furosemid zu prüfen?

***Furosemid: Erolgsprüfung***

  • Steigerung der Diurese (oft erst in der Klinik feststellbar)
  • klinische Besserung (in der Regel auch aufgrund weiterer Maßnahmen gemäß BPR "Lungenödem")

Worauf ist bei der Verlaufskontrolle nach Gabe von Furosemid zu achten?

***Furosemid: Verlaufskontrolle***

  • Re-Evaluation ABCDE

Auf welche Besonderheiten ist bei der Applikation von Furosemid zu achten?

***Furosemid: Besonderheiten***

  • Cave: Inkompatibilitäten (pH) -> keine Mischung und/oder Injektion mit anderen Substanzen
  • Wirkeintritt nach 2 - 15 Minuten

Was ist der Wirkstoff von Glucagon?

In welcher Konzentration ist Glucagon verfügbar?

Zu Welcher Arzneimittelgruppe gehört Glucagon?

***Glucagon: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***

  • Der Wirkstoff von Glucagon ist Glucagon
  • Glucagon liegt als Trockensubstanz vor. Es ergibt sich eine Lösung mit 1 mg / ml alternativ auf mit 3 mg für die intranasale Gabe (liegt dann als Pulver vor)
  • Glucagon ist ein Hormon zur Therapie der Hypoglykämie

Wann ist die Gabe von Glucagon indiziert?

***Glucagon: Indikation***

  • Hypoglykämie < 60 mg / dl oder 3,3 mmol/l
  • und Fremdhilfe erforderlich

Welche Kontraindikationen sind bei Gabe von Glucagon zu beachten?

***Glucagon: Kontraindikationen***

  • bekannte Allergien und Unverträglichkeiten
  • leere Glykogenspeicher (schwere Leberfunktionsstörung, Alkoholmissbrauch etc.)
  • gleichzeitige Einnahme von Indometacin (paradoxe Wirkung möglich)

Altersbegrenzung

  • intramuskulär: keine
  • nasal: ab 4 Jahren

 

- steht nicht im Kompendium -

  • Phäochromozytom

Welche UAW können nach Gabe von Glucagon auftreten?

***Glucagon: UAW***

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Tachykardie
  • Hypotonie

Wie lautet die Dosierung von Glukagon und worauf ist bei der Applikation zu achten?

***Glucagon: Dosierung und Applikation***

Erwachsene und Kinder > 25 Kg KG (ca. 8 Jahre)

  • 1mg i.m.

 

Kinder unter 25kg KG

  • 0,5 mg i.m.

 

Alternativ: Erwachsene und Kinder > 4 Jahre

  • 3 mg Glucagon i.n.

Wie ist der Wirkerfolg von Glucagon festzustellen?

***Glucagon: Erfolgsprüfung***

  • Verbesserung der Vigilanz
  • Anstieg des Blutzuckerspiegels auf über 90 mg/dl oder 5,0 mmol/l

Welche Folgemaßnahmen können nach der Gabe von Glucagon ergriffen werden?

***Glucagon: Folgemaßnahmen***

  • bei nicht adäquatem Blutzuckeranstieg:
  • Glukose i.v. gemäß BPR "Hypoglykämie"

Worauf ist bei der Verlaufskontrolle nach Glucagongabe zu achten?

***Glucgaon: Verlaufskontrolle***

  • Re-Evaluation ABCDE

Welche Besonderheiten müssen bei der Gabe von Glucagon beachtet werden?

***Glucagon: Besonderheiten***

  • GlucaGen(R) HypoKit Fertigspritzen als Bedarfsmedikation verfügbar
  • Glucagon zur nasalen Applikation verfügbar (z.B. Baqsim(R))
  • DOKUMENTATION der Charge erforderlich

Welchen Wirkstoff enthält Glucose?

In welchen Konzentrationen ist Glucose verfügbar?

Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Glucose?

***Glucose: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***

  • Der Wirkstoff von Glucose ist Glucose (wer hätte es gedacht)
  • Glucose ist in folgenden Konzentrationen verfügbar: 10%, 20%, 40% und mehr
  • Glucose ist ein Einfachzucker (Monosaccharid)

Bei welcher Indikation ist die Gabe von Glucose angezeigt?

***Glucose: Indikation***

  • Hypoglykämie: BZ < 60 mg/dl oder < 3,3 mmol/l
  • und es ist Fremdhilfe erforderlich

Auf welche Kontraindikationen muss vor der Gabe von Glucose geachtet werden?

***Glucose: Kontraindikationen***

  • keine
  • keine Altersbegrenzung

Welche UAW können bei der Gabe von Glucose auftreten?

***Glucose: UAW***

  • Venenreizung (Brennen)
  • Nekrosen bei paravasaler Gabe
  • Hyperglykämie
  • Hypokaliämie

Wie wird Glucose dosiert und worauf ist bei der Applikation zu achten?

***Glucose: Applikation und Dosierung***

  • auf sichere intravasale Lage des Venenzugangs achten
  • höherkonzentrierte Lösungen verdünnen (maximal 20%ige Lösung i.v. applizieren)
  • Glucose i.v. immer zusätzlich mit VEL applizieren

 

Erwachsene und Kinder > 30 kg KG

  • Einzeldosis 8 - 10g i.v.

 

Kinder

  • 0,2 g pro kg KG

ACHTUNG: Bei wachen Patienten mit erhaltenen Schutzreflexen und Schluckfähigkeit ist die Gabe von Glucose p.o. zu bevorzugen.

Wie ist der Wirkerfolg von Glucose zu prüfen?

***Glucose: Erfolgsprüfung***

  • adäquater Anstieg des Blutzuckers (Zielwert laut BPR)

Welche Folgemaßnahmen können nach Gabe von Glucose erfolgen?

***Glucose: Folgemaßnahmen***

  • Repetition bis BZ-Zielwert erreicht
  • wache Patienten mit erhaltenem Schluckreflex sollen glucosehaltige Getränke trinken und
  • langwirksame Kohlenhydrate (z.B. Brot, Kartoffeln) essen

Worauf ist bei der Verlaufskontrolle nach Gabe von Glucose zu achten? 

***Glucose: Verlaufskontrolle***

  • regelmäßige Blutzuckerkontrolle
  • Re-Evaluation ABCDE
  • regelmäßige Vigilanzkontrolle

Welche Besonderheiten sind bei der Gabe von Glucose zu berücksichtigen?

***Glucose: Besonderheiten***

  • Cave: unterschiedliche Konzentrationen verfügbar
  • Alternativen lt. BPR "Hypoglykämie" prüfen (orale Gabe, Glucagon)

Welchen Wirkstoff beinhaltet Glyceroltrinitrat?

In welcher Konzentration liegt GTN vor?

Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört GTN?

***GTN: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***

  • Der Wirkstoff von GTN ist Glyceroltrinitrat
  • 0,4mg / Hub, 0,8mg Zerbeißkapsel
  • GTN gehört zu den organischen Nitraten
  • außerdem gehört es zur Gruppe der Vasodilatatoren und Antianginosia
  • und Antianginosa

Bei welchen Indikationen ist die Gabe von GTN angezeigt?

***GTN: Indikationen***

  • hypertensiver Notfall mit kardialer Symptomatik
  • akute Linksherzinsuffizienz mit kardialem Lungenödem
  • Myokardinfarkt (keine routinemäßige Gabe)

 

Steht nicht im Kompendium

  • stabile Angina Pectoris
  • NSTE-ACS
  • selten Nieren- und Gallenkolikg (als Off-Lable-Use)
  • kontrollierte Blutdrucksenkung

Welche Kontraindikationen müssen bei der Gabe von GTN berücksichtigt werden?

***GTN: Kontraindikationen***

  • bekannte Allergie oder Unverträglichkeit
  • Schock
  • Hypotonie mit RR sys < 100 mmHg
  • Inferiorer Infarkt mit rechtsventrikulärer Beteiligung
  • gleichzeitige Einnahme von PDE-5-Hemmern (Phosphodiesterase-5-Hemmer, z.B. Viagra, Levitra, Cialis -> bis zu 72h)
  • schwere stenosierende Herzklappenfehler
  • bekannte HOCM (hypertrophe obstuktive Cardiomyopathie)
  • v.a. Erhöhung des intrakraniellen Drucks z.B. bei intrakranieller Blutung
  • Altersbegrenzung: keine Anwendung durch NFS bei Pat. < 12 Jahre

Welche UAW können nach Gabe von GTN auftreten?

***GTN: UAW***

  • Kreislaufdysregulation: Blutdruckabfall, Tachykardie
  • Flush
  • Schwindel
  • Kofpschmerzen
  • Anstieg des intracraniellen Drucks

 

Nicht im Kompendium

  • Benommenheit
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • allergische Hautreaktion
  • AP-Beschwerden
  • Synkopen

Wie ist GTN zu Dosieren und worauf ist bei der Applikation zu achten?

***GTN: Dosierung und Applikation***

  • Anlage eines sicheren i..v-Zugangs vor Gabe von Glyceroltrinitrat
  • Spray nicht schüttteln!
  • Dosierung: 1x 0,4mg (1 Hub) sublingual
  • einmalige Repetition nach 5 MInuten möglich

Worauf ist bei der Verlaufskontrolle nach der Gabe von GTN zu achten?

***GTN: Verlaufskontrolle***

  • regelmäßige Blutdruckkontrolle (alle 5 Minuten)
  • Re-Evaluation ABCDE

Auf welche Besonderheiten ist bei der Gabe von GTN zu achten?

***GTN: Besonderheiten***

  • Interaktion: verstärkter Blutdruckabfall bei Vormedikation mit Antihypertensiva möglich
  • Sofrtmaßnahmen bei RR-Abfall: Flachlagerung, Infusion von VEL,
  • Cave: Reflextachykardie

Welchen Wirkstoff enthält Heparin?

In welcher Konzentration ist Heparin verfügbar?

Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Heparin?

***Heparin: Wirkstoff, Konzentration, Arzneimittelgruppe***

  • Der Wirkstoff von Heparin ist Heparin-Natrium
  • Hepain liegt in einer Konzentration von 25.000 I.E./ml vor (5.000 I.E. / 0.2ml), 5000 I.E./ml (Amp. 25.000 I.E. / 5ml, 5.000 I.E. / 1ml)
  • Heparin gehört zur Gruppe der Antikoagulanzien

Bei welchen Indikationen ist die Gabe von Heparin angezeigt?

***Heparin: Indikationen***

  • akutes Coronarsyndrom
  • Lungenembolie (nach Wells-Score laut BPR)
  • akuter peripherer arterieller Verschluss

 

Steht nicht im Kompendium

  • Antikoagluation bei neu aufgetretenem VHF
  • ergänzende Therapie bei diversen Fibrinolytika

Welche Kontraindikationen müssen bei der Gabe von Heparin berücksichtig werden?

***Heparin: Kontraindikationen***

  • bekannte Allergie bzw. Unverträglichkeit
  • z.n. bekannter Heparininduzierter Thrombozytopenie (HIT)
  • erhöhte Blutungsgefahr (z.B. bei schwerer Leberinsuffizienz, hochgradiger Niereninsuffizienz, schwere Thrombozytopenie)
  • z.n. großem operativen Eingriff oder schweren Trauma in den letzten vier Wochen
  • Z.n. chrirurgischen Eingriffen an ZNS und Augen in den letzten vier Wochen
  • akuter zerebrovaskulärer Prozess (z.B. ICB, SAB, Apoplex)
  • gastrointestinale oder urogenitale Blutung
  • aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
  • akutes Aortensyndrom
  • hypertensive Krise bzw. unkontrollierbare schwergradige Hypertonie
  • Antikoagulation im therapeutischen Bereich (Außer bei ACS)

 

 

Steht nicht im Kompendium

  • akute Blutungen

Welche UAW können nach Gabe von Heparin auftreten?

***Heparin: UAW***

  • allergische Reaktionen
  • Blutungsgefahr
  • Heparin-induzierte Thrombozytopenie

 

Nicht im Kompendium

  • Blutungen an der Einstichstelle (bei s.c.-Gabe)
  • Ansteig der Leberwerte
  • Haarausfall
  • Hautnekrosen
  • Hautrakeionen
  • Bronchospasmus
  • Gliederschmerzen
  • Hyperkaliämie

Wie wird Heparin dosiert und worauf ist bei der Applikation zu achten?

***Heparin: Dosierung und Applikation***

  • 5.000 I.E. i.v.
  • keine Repetition

Wie lässt sich der Wirkerfolg von Heparin prüfen?

***Heparin: Erfolgsprüfung***

  • Bestimmung der Gerinnungsparameter (präklinisch meist nicht möglich)

Worauf ist bei der Verlaufskontrolle nach der Gabe von Heparin zu achten?

***Heparin: Verlaufskontrolle***

  • Re-Evaluation ABCDE
  • auf Blutungen achten

Étudier