Ausbildung NFS: Spezielle Pharmakologie nach Kompendium
Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)
Spezielle Pharmakologie nach dem gemeinsamen Kompendium Rettungsdienst 2025 (Kreis Gütersloh)
-
- 1 / 320
-
Flashcards
Welchen Wirkstoff enthält Lidocain?
In welcher Konzentration kann Lidocain vorliegen?
Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Lidocain?
Wann ist bei der Gabe von ASS eine besondere Nutze-Risiko-Abwägung erforderlich?
***ASS: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- Überempfindlichkeit gegen andere NSAR
- Asthmaanfall
- aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- schwerer Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
- Methotrexat-Einnahme
- Schwangerschaft
Wann ist bei Atropin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Atropin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- Myasthenia Gravis
- Ileus
- Schwangerschaft
Wann ist bei BS eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Butylscopolamin: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- kardiale Vorerkrankungen, z.B. KHK und hochgradige Herzklappenstenosen
- Harnverhalt
- Vorbehandlung mit anticholinerg wirkenden Medikamenten (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Antihistaminika)
Wann muss bei der Gabe von Dimetinden eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen?
***Dimetinden: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Glaukom
- Epilepsie
Wann ist bei der Anwendung von Esketamin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Esketamin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (rel. Kontraindikationen)***
ZNS
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- zentral dämpfende oer psychotrope Substanzen in der Anamnese
- Pat. mit schweren psychotischen Störungen
- Pat. unter akutem Alkoholeinfluss
- bei erhöhtem Augeninnendruck und perforierenden Augenverletzungen
- RRsys < 100 mmHg bei Volumenmangelschock
Wann ist bei der Gabe von Fentanyl eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Fentanyl: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative KI)***
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- Myasthenia gravis
- obstruktive Darmerkrankungen
- Opioidabhängigkeit & Substitution mit Methadon
Wann ist bei der Gabe von Furosemid eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Furosemid: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- Schwangerschaft
- Hypotonie
Wann ist bei der Gabe von GTN eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***GTN: Besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- Hypotonie, RRsys < 120 mmHg
- Schwangerschaft und Stillzeit
Wann ist bei der Gabe vo Heparin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Heparin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägunge (relative KI)***
- Schwangerschaft
Wann ist bei der Gabe von Ibuprofen eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Ibuprofen: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (rel. Kontraindikationen)***
- Kombination mit anderen NSAR (Zeitfenster beachten)
- Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (z.B. Colitis ulzerosa, Morbus Crohn)
- Herzinsuffizienz (NYHA II - III)
- ischämische Herzkrankheit
- Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz (Dosisreduktion)
- Dehydratation
- Störung des Porphyrin-Stoffwechsels (Porphyrie)
Wann ist bei der Gabe von Ipratropium eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Ipratropium: Besondere Nutzen Risiko Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Schwangerschaft
Wann ist bei der Gabe von Ketamin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Ketamin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- RR sys < 100 mmHg bei Volumenmangelschock
- Pat. unter akutem Alkoholeinfluss, zentral dämpfende oder psychotrope Substanzen in der Anamnese
- Pat. mit schweren psychotischen Störungen
- bei erhöhtem Augeinnendruck (Glaukom) und perforierenden Augenverletzungen
Wann ist bei Midazolam eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Midazolam: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikation)***
Bei Analgosedierung:
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- chron. - resp. Insuffizienz
- schwere Leber und / oder Nierenfunktionsstörung
- schwere Herzinsuffizienz (ab Klasse NYHA III)
- Pat. unter akutem Alkoholeinfluss, zentral dämpfenden oder psychotropen Substanzen in der Anamnese
Welche Maßnahmen können bei einer Überdosierung mit Morphin ergriffen werden?
***Morphin: Gegenmaßnahmen bei Überdosierung mit Morphin***
Anzeichen: Atemdepression, Atemstillstand und Bewusstseinsverlust
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall der SpO2 -> Sauerstoff applizieren
- assistierte Beatmung (Beutel-Maske-Beatmung), BPR Atemwegsmanagement
- Ultimat ratio: Naloxon titrieren, SAA Naloxon
Bei Übelkeit und Erbrechen
- SAA Dimenhydrinat
Wann ist bei der Gabe von Morphin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Morphin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- Schwangerschaft, Stillzeit
- obstuktive Atemwegserkrankungen
- Myasthenia gravis
- obstruktive Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Ileus
- Phäochromozytom
- Epilepsie
- Opioidabhängigkeit / Substitution mit Methadon
Wann ist bei der Gabe von Nalbuphin eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Nalbuphin: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- Stillzeit
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- obstruktive Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Ileus,
- Epilepsie
Wann ist bei der Gabe von Paracetamol eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Paracetamol: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- schwere Niereninsuffizienz
- Leberfunktionsstörung (z.B. bei schwerer Mangelernährung, Alkoholabusus)
- Schwangerschaft, Stillzeit
- Blutbildungsstörungen angeboren oder erworben
Wann ist bei der Gabe von Prednisolon eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Prednisolon: Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikation)***
- Schwangerschaft
Wann ist bei der Gabe von Salbutamol eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Salbutamol: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich***
- schwere Herzerkrankungen - ACS, HOCM
- Phäochromozytom
- Schwangerschaft
Wie heißt der Wirkstoff von Tranexamsäure?
In welche Konzentration liegt Tranexamsäure vor?
Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Tranexamsäure?
***Tranexamsäure: Wirkstoff, Konzentration und Medikamentengruppe***
Der Wirkstoff von Tranexamsäure heißt Tranexamsäure
Tranexamsäure liegt in einer Konzentration von 100 mg / ml vor (Amp. 500 mg / 5 ml und 1000 mg / 10 ml)
Tranexamsäure gehört zur Gruppe der Antifibrinolytika
Bei welcher Indikaiton ist die Gabe von Tranexamsäure angezeigt?
***Tranexamsäure: Indikation***
- Blutungen nach schwerem Trauma oder hämorrhagischen Schock
Welche Kontraindikationen müssen bei der Gabe von Tranexamsäure berücksichtigt werden?
***Tranexamsäure: Kontraindikationen***
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwangerschaft
- Altersbegrenzung: keine Anwendung durch NFS bei Kindern < 6 Jahre
Wann ist bei der Gabe von Tranexamsäure eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***Tranexamsäure: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung***
- akute arterielle / venöse Thrombosen / Lungenarterienembolie
- schwere Nierenfunktionsstörung
Welche UAW müssen bei der Gabe von Tranexamsäure berücksichtigt werden?
***Tranexamsäure: UAW***
- allergische Reaktionen
- Übelkeit / Erbrechen
- Krampfanfälle
- Sehstörungen inkl. Störungen des Farbsehens
- Unwohlsein mit Hypotonie mit oder ohne Bewusstlosigkeit (im Allgemeinen nach schneller i.v.-Applikation)
- arterielle oder venöse Thrombosen und Embolien
Wie erfolgen Dosierung und Applikation von Tranexamsäure?
***Tranexamsäure: Dosierung und Applikation***
- 15 mg / kg KG TXA langsam i.v.
- KI über 15 Minuten
- max. 1000 mg
Welche Besonderheiten müssen bei der Gabe von Tranexamsäure berücksichtigt werden?
***Tranexamsäure: Besonderheiten***
- Gave nur innerhalb der ersten 3 Stunden nach Trauma
- Gabe von TXA bei SHT als Monotrauma, ICB ohne Polytraumatisierung oder gastrointestinalen Blutungen nicht empfohlen
Wann ist bei der Gabe von VEL eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich?
***VEL: besondere Nutzen-Risiko-Abwägung (relative Kontraindikationen)***
- Herzinsuffizienz
- pulmonale Stauung
Erkläre das myokardiale Aktionspotenzial
***Amiodaron: myokardiales Aktionspotenzial***
- Phase 0 = schnelle Depolarisation -
- Vorübergehende Öffnung spannungsabhängiger Na+ Kanäle
- Na+ Einstrom in die Zelle
- Phase 1 = initiale Repolarisation -
- schnelle, kurze, partielle Repolarisation
- transienter K+ - Auswärtsstrom (kurze Öffnung von Kaliumkanälen)
- Phase 2 = Plateuphase -
- Öffnung spannungsabhängiger Ca2+ Kanäle durch die Depolarisation
- Einwärtsstrom von Ca2+ Ionen
- Transiente K+ Kanäle schließen
- Aktivierung der K+ Kanäle für Phase 3
- Plateu entsteht durch Gleichgewicht aus K+ Auswärts und Ca2+ Einwärtsstrom
- Na+ Kanäle sind gechlossen -> Spannung wird trotzdem aufrecht erhalten
- Durch die geschlossenen Natrium Kanäle befindet sich die Myokardzelle in der absoluten Refraktärphase
- Durch den Calziumeinstrom wird zudem die Kontraktion der Myokardzelle ausgelöst.
- Phase 3 = Repolarisation -
- Ca2+ Kanäle werden iaktiviert
- spannungsaktivierte K+ Kanäle sind geöffnet
- Phase 4: Ruhemembranpotenzial -
- x
Welche Opioidrezeptoren kenne Sie?
***Fentanyl: Opioidrezeptoren***
µ == (MOR - My-Opioid-Rezeptor)
- Analgesie
- Euphorie
- Sedierung
- Anxiolyse
- Atemdepression
- Miosis
- Übelkeit
- Abhängigkeit
- Obstipation
Kappa (KOR)
- Analgesie (untergeordnet)
- Euphorie
- Sedierung
- Dysphorie
- Miosis
Delta (DOR)
- Analgesie (untergeordnet)
- Euphorie
- Sedierung
- Anxiolyse
- Obstipation