Beobachtungkriterien bei Anomalien.


M. L.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Beobachtung von Haut, Nägeln, Mundschleimhaut und anderen Körperteilen, wobei der Fokus auf Farbveränderungen, Texturen und pathologischen Zuständen liegt. Sie eignen sich besonders für medizinisches Personal, das lernen möchte, wie man Anomalien wie Hautrötungen, Blässe oder Veränderungen der Mundschleimhaut erkennt und bewertet.
Flashcards
197
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
02.11.2024 / 04.11.2024

Flashcards

Fischgeruch

Ein fischartiger Geruch bedingt durch eine vermehrte Ausscheidung von Trimethylamin über Harn und Schweiss. Es handelt sich um ein farlbloses Gas, welches im Scheidensekret vorkommt. 

hemihyperhidrosis

Als Hemihyperhidrosis wird eine einseitige übermässig gesteigerte Schweissekretion bezichnet. Meist ist eine gesichthäfte betroffen. Ist zu beobachten bei Reizung des Halssympatikus, Hirntumoren, Enzephalitis oder einer Hemiplegie. 

Hyperhidrosis axillaris

Dies ist der Achselschweiss.Er kann auch in Form einer Bromhidrosis auftreten. Tritt oft bei Menschen auf mit einer hohen Anzahl an Schweissdrüsen in den Achselhlen. 

Hyperhidrosis manuum

Wird die vermehrte Schweissabsonderung an den Handinnenflächen bezeichnet. 

Hyperhidrosis peduum

Dies ist der Fußschweiß. 

 

Hyperhidrosis perinealis

Unter dem Hyperhidrosis perinealis wird die vermehrte Schweisssekretion aus der Perinealregion (Region, die im Bereich des Beckenausgangs liegt und die Genitalorgane, den Damm (Perineum) und den After einschließt) bezeichnet. Wird auch als Dammschweiss bezeichnet und kommt oft bei adipösen Menschen vor. 

 

Anhidrosis tropics

Bei der kommt es zu einem Schweissüberströmten Gesicht bei vollständig trockenem Körper. 

Die Beobachtungskriterien von Stuhlgang

  • Die Menge 

  • Die Konsistenz 

  • Die Farbe 

  • Der Geruch 

  • Beimengungen im Stuhl 

  • Die Häufigkeit 

  • Die chemische Zusammensetzung 

 

Was ist die normale Stuhlmenge?

Die normale Stuhlmenge schwankt beim Erwachsenen zwischen 100 und 500 g täglich. Sie ist u. a. von den aufgenommenen Ballaststoffen abhängig und kann bei Ernährung mit Vollkornprodukten bis zu 1.000 g betragen

Wann sind grosse Stuhlmengen zu verzeichnen?

Dies kann bei Durchfall oder anderen gastro-intestinalen Erkrankungen auftreten. Ursachen können Infektionen, Unverträglichkeiten (wie bei Laktoseintoleranz), entzündliche Darmerkrankungen oder das Vorhandensein von bestimmten Parasiten sein

Was sind anzeichen bei geringen Stuhlmengen?

sind Zeichen bei Hungerzuständen (Hungerstuhl). Der Stuhl ist schwarz-grünlich und besteht aus Schleim und Darmzellen. Die Häufigkeit der Stuhlentleerung ist sehr individuell. Im Durchschnitt kann abhängig von der Ernährung ein Rhythmus zwischen 3–4-mal wöchentlich und 1–2-mal täglich als normal gelten. Viele Menschen gehen immer zur gleichen Tageszeit auf die Toilette. 

Braunschwarzer Stuhlgang

Viel Fleisch, Blaubeeren, Rotwein

Grünbrauner Stuhlgang

 Chlorophyllhaltige Kost (grünes Gemüse, Salat, Spinat)

Rotbrauner Stuhlgang

Rote Bete

Gelbbrauner Stuhlgang

 Viele Milchprodukte, Eier, stärkehaltige Kost. 

Einige Medikamente verändern die Stuhlfarbe in Schwar und Weiss. Welche? 

Schwarz: Kohle, Eisenpräparate 

Weiss: Röntgenkontrastmittel.

Grau-lehmfarben (Stuhlgang)

 Fehlendes Sterkobilin bei Gallensteinen, Pankreastumor, Hepatitis 

Hellbraun, gelb Stuhlgang

 Durchfall

Rotbraun marmorierter Stuhlgang

Blutungen im unteren Dickdarm 

Rotbraun bis dunkelroter Stuhlgang

 Blutungen im oberen Dickdarm

Hellrote Blutauflagerung beim Stulgang

Blutung aus Hämorrhoiden, Fissuren oder Dickdarmpolypen 

Schwarzer Stuhlgang

lutungen im oberen Verdauungstrakt, z. B. Ösophagusvarizenblutung  

Grünlich, flüssiger Stuhlgang

Salmonellose (Durchfallerkrankung durch Salmonellen). 

Dünnflüssig-schleimiger Stuhlgang

Diarrhö 

Dünnflüssig-schaumiger Stuhlgang

Gärungsdyspepsie (Verdauungsstörung, bei der unverdaute Kohlenhydrate durch Darmbakterien vergoren werden) 

Fest harter Stuhlgang

Obstipation

Extrem eingedickt, harter Stuhlang

Kotstein 

Erbsenbreiähnlicher Stuhgang

Typhus abdominalis

Reiswasserähnlicher Stulgang

Cholera 

Blutig-schleimig, eitriger Stuhlgang

Colitis ulcerosa, Morbus Croh

Voluminös, salbenartig glänzender Stuhlgang

Fettstuhl (Steatorrhö), Störung der Fettverdauung als Folge einer chronischen Pankreatitis 

Bleistiftförmiger Stuhlgang

Verengung (Stenosen) im Bereich des Enddarms 

Schafkotähnlich (sehr fest, bis ca. 3cm grosse Stuhlbrocken) (Stuhlgang#)

Verengung in den oberen Dermaabschnitten

Farbe des Stuhlgangs normal

Die normale Stuhl Farbe ist hell- bis Dunkelbraun und wird durch Nahrungsfarbstoffe und Sterkobilin verursacht welches aus dem Gallenfarbstoff (Bilirubin) gebildet wird

Normaler Geruch des Stuhlgangs

Der Stuhlgeruch sollte meist nicht unangenehm sein, Er ist bedingt durch Sakol, einem Abbau Produkt unverdaulicher Eiweisse. Blähende Speisen und eiweissreiche Kost können den Stuhlgeruch verstärken. 

 

Pathologische Beimengungen im Stuhlgang

  • Schleim, beispielsweise bei Reizdarmsyndrom oder Tumoren 

  • Auflagerungen von Blut, Schleim oder Eiter, wie sie bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn auftreten 

  • Blutauflagerungen bei Tumoren, Entzündungen oder Hämorrhoiden 

  • Unverdaute Nahrung bei Verdauungsstörungen, ungenügenden Kauen 

  • Parasiten, Oxyuren (Madenwürmer), Askariden (Spulwürmer) 

 

Maldigestion

Eine Störung der Verdauung, bei der Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt nicht richtig aufgespalten werden. Dies kann durch Probleme mit Enzymen, Galle oder Magensäure verursacht werden, sodass die Nährstoffe nicht in eine resorbierbare Form umgewandelt werden.

Malabsorption

Eine Störung der Aufnahme von Nährstoffen im Darm, obwohl die Verdauung normal abläuft. Hierbei können Vitamine, Mineralien und andere

Pollakisurie 

Häufige Entleerung von kleiner Urinmengen

Nykturie 

Vermehrtes nächtliches Wasserlassen

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