Krankenbeobachtung (Urin/ Stuhlgang/ Mobilität/ Haut usw.
Beobachtungkriterien bei Anomalien.
Beobachtungkriterien bei Anomalien.
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Flashcards
Hyperämie
Bei einer Kälteberührung, weiten sich die Blutgefässe anschliessend, dies wird Hyperämie genannt.
Z.B. wird die Nase rot. Jedoch kann auch bei hohen Temperaturen die Haut erröten, da der Körper
wärme abgibt um die Körpertemperatur stabil zu halten
Physiologische Hautrötung
Eine Hautrötung ist immer ein Zeichen vermehrter Durchblutung. Die Gefässe weiten sich um Wärme abzugeben, dies dient der Temperaturregulation.
Auch emotionale Ereignisse wie z.B. Scham wird vom Nervensystem gesteuert und regelt die Weit- oder Engstellung der Gefässen und können z.B. zu einem roten Kopf führen.
Physiologische Hautblässe
Angst löst einen gesteigerten Vagusreiz (eine Kontraktion der Gefässkapillaren) aus und lässt die Haut blass erscheinen.
Menschen die Bettlägerig sind oder kaum aus dem Haus gehen haben auch meist eine blase Hautfarbe. Jedoch kann Blässe auch Anlagebedingt sein
Striae
Während der Schwangerschaft kann es zu Dehnungsstreifen kommen, welche zunächst blau-rötlich und im späteren Verlauf gelblichen-weisse Narben bildet. Vor allem Bauch, Gesäss und Brüste sind betroffen.
Physiologische Hautbräune
Durch Sonneneinwirkung kann die Haut eine bräunliche- bis tiefbräunliche Farbe annehmen. In der Schwangerschaft können Pigmentflecken entstehen welche Hormonell bedingt entstehen und anschliessend wieder verschwinden.
Physiologische Blaufärbung
Bei Kälteeinwirkung wird die Haut aufgrund der Gefässkontraktion blass-blau bis blau. Die Stärke der Färbung liegt an der Dauer und Intensität der Kälte. Zum Beispiel: Blaue Lippen. Jedoch kann es auch eine blaurote netzförmige Zeichnung annehmen. Normalerweise erholen sich gesunde Gefässe
schnell wieder.
Physiologische Gelbfärbung
Übermässigen Karottengenuss führt zur einer Gelbfärbung der Haut da sich das erhaltene Provitamin A in der Haut ablagert. Die teilweise gelbe Hautfarbe der Asiaten ist darauf zurückzuführen.
Pathologische Hautrötung
Fieber, Verbrennungen 1. Grades, Dekubitus 1. Grades, Bluthochdruck ,Ekzeme -> flächenförmige Rötungen, dies wird durch Überempfindlichkeit verursacht , Exantheme -> fleckenförmige Strukturen, treten häufig in Verbindung mit Infektionskrankheiten auf, Petechien=punktförmige Blutungen welche durch Blutgerinnungsstörungen verursacht werden
Wann ensteht eine Eine kirschrote Hautfarbe?
entsteht wenn eine Kohlenmonoxyd-Vergiftung mit Sauerstoffverarmung vorhanden ist. Die Menschen wirken «nicht krank, sterbend» aufgrund der Farbe. Der Organismus erstickt innerlich.
Pathologische Hautblässe
Die entsteht meist durch eine Blutzirkulationsstörung oder eine Blutarmut. Die Venen in den Extremitäten und Haut werden eng gestellt um Lebenswichtigen Organe zu Versorgen. Auch kann diese Zirkulationsstörung auch nur an einer Extremität oder Stelle betreffen. Zum Beispiel:
Gefässverschluss an der Hand. Blasse Haut kann auch bei Anämie auftreten da weniger Hämoglobin vorhanden ist.
Pathologische weisse Haut
Hier fehlen die Pigmentkörperchen. Dies ist angeboren und wird als Albinismus bezeichnet.
Die Haut ist hellrosafarben und die Haare weissblond. Die Augen sind lichtempfindlich. Da das
Schützende Melanin fehlt erkranken diese Menschen häufiger an Hauttumoren.
Vitilligo: Besonderheit des Albinismus, flächenhaft, punktuell Verteilt am Körper.
Pathologische fahle graue Haut
Bei starkem Kräfteverfall und Auszehrung wie z.B. Tumorerkrankungen, kann häufig eine graue
Hautfarbe beobachtet werden
Pathologische Hautbräunung (Hyperpigmentierung)
Morbus Addison, eine Erkrankung der Nebennierenrinde, kann zu einer Hautveränderung führen.
Durch fehlende Hormone werden Hautstellen welche Licht und Druck ausgesetzt ist brauner.
Pathologische Blaufärbung
Wird auch Zyanose genannt und entsteht durch eine mangelnde Sauerstoffsättigung im Blut. Zum
Beispiel: Luftnot, chronische Lungenerkrankungen. Für die Blaufärbung ist die Menge an
Kohlendioxid angereichertes Hämoglobin verantwortlich
Pathologische Gelbfärbung
Dies wird auch Ikterus bezeichnet. Das entsteht wenn Gallenfarbstoff durch Leber und
Gallenerkrankung ins Blut und anschliessend in die Haut gelangen. In den Augen ist dies besonders
schnell zusehen da diese normalerweise sehr weiss sind
Pathologische Schmutziggelbe Haut
Bei einer chronischen Niereninsuffizienz kann Urochrom (Stoffwechselprodukte welche dem Urin die
Farbe verleiht) sich in der Haut einlagern. In Kombination mit einer Anämie kann dies zu einer
schmutziggelbe Haut führen.
Normzustand der Hautturgor
Der Spannungszustand wird auch Turgor genannt. Turgor ist abhängig von der
Wasserbindungsfähigkeit der Haut, dem Gehalt an elastischen Bindegewebsfasern und dem Anteil an
Fettgewebe. Man Beobachtet indem man entweder die Haut mit zwei Finger anhebt und diese
loslässt. Glättet sich diese schnell ist die Hautspannung im Normzustand. Drückt man auf die Haut
und es entsteht eine Delle welche sich auch direkt wieder zurück bildet ist das auch in Ordnung.
Physiologische Veränderung des Hautturgors
Im Alter nimmt die natürliche Hautspannung um 1/3 ab aufgrund des nachlassen der
Wasserbindungsfähigkeit. In der Schwangerschaft lagert der Körper aufgrund des hohen
Östrogenspiegels Wasser im Gesicht, Arme, Händen und Beinen ein. Dies verschwindet jedoch nach
beendeter Schwangerschaft wieder. Nach dem Weinen können sich Lid-Ödeme bilden
Pathologisch herabgesetzter Hautturgor
Hebt man die Haut an und diese Glättet sich nicht direkt sondern bleibt abstehend, kann dies
mehrere Ursachen haben:
Starker Wasserverlust -> z.B. Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall und Erbrechen
Krebserkrankungen-> Gewichtsverlust und Schwund des Fettgewe
Pathologische Erhöhung des Hautturgor
Lokal begrenzt: Tumoren, entzündliche Schwellungen und Hämatome.Eine flächenhafte Wasseransammlung: Ödeme können mehrere Ursachen haben.
Normzustand der Hauttemperatur
Auch als Schalentemperatur bezeichnet, ist diese abhängig von der Kapillardurchblutung, der Hautfeuchtigkeit, der Raumtemperatur und der Tageszeit. Etwa zwischen 28-32 Grad. Die Beurteilung der Hauttemperatur dient zur Einschätzung der peripheren Kreislaufsituation (Durchblutung) und die Grobeinschätzung des Fiebers. (Die Kerntemperatur ist wichtiger.)
Physiologische Hauttemperaturerniedrigung
Das unsere Hauttemperatur sinkt gibt es Gründe wie: kalte Umgebungstemperatur, bei Aufregung
und das Schwitzen. Die Gefässe stellen sich eng damit möglichst wenig Wärme abgegeben wird. Beim
Schwitzen wird die Haut über Verdünstungskälte abgekühlt
Pathologische Veränderung der Hauttemperatur
Die Hauttemperatur kann sowohl krankhaft erhöht als auch erniedrigt sein. Bei Fieber ist die Schalentemperatur zusammen mit der Kerntemperatur erhöht. Eine erhöhte Hauttemperatur kann auch eine Folge eines gesteigerten Grundumsatzes sein. Zum
Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion. Eine lokal begrenzte Temperaturerhöhung der Haut ist bei verstärkt durchbluteten Hautentzündungen wie z.B. Abszessen zu beobachten.
Normzustand Hautoberfläche
Die Normale Haut ist glatt, weich und frei von Defekten. Sie wird aber auch als: fett-glänzend,
trocken, zart, grobporig, glatt, rau, faltig, schuppig, pickelig, beharrt, unbehaart etc. beurteilt
Beobachtungskriterien der Mundschleimhaut:
Lippen
• Mundgeruch
• Zahnfleisch
• Zunge
Normzustand Mundschleimhaut
Die Mundschleimhaut ist feucht, rosig und intakt. Der harte Gaumen hat eine unregelmässige
Oberfläche und ist blasser als die übrige Mundschleimhaut. Auch die Zunge gehört dazu und sollte:
feucht, rosig und ohne Belag sein.
Physiologische Mundschleimhaut/Zunge
Verfärbungen durch den Genuss bestimmter Nahrungsmittel: Braunfärbung durch Kaffee, Rotfärbung durch Rote Beete, Blaufärbung durch Blaubeeren.
Pathologische Veränderung der Mundschleimhaut
Mukositis = Schleimhautentzündung
Herpes labialis = Lippenherpes
Aphten
Stomatitis = Entzündung der Mundschleimhaut
Normzustand Analschleimhaut
Diese ist von aussen nicht zu sehen, sehen kann man nur die Afterhaut. Diese ist braun gefärbt und
faltig wodurch eine Dehnung möglich ist
Haare können an folgenden Kriterien beobachtet werden:
1. Wachstum und Wachstumsgeschwindigkeit
2. Länge
3. Menge
4. Dicke
5. Form
6. Farbe
7. Beschaffenheit
8. Körperverteilung
9. Haarwuchsrichtung
Normalzustand Nägel
Im Normzustand sind die Finger und Zehennägel elastisch und quergewölbt. Sie sind glatt, scheinen
rosig und besitzen auch eine gewisse Festigkeit.
Formveränderung der Nägel
Löffelnägel: Nagel mit muldenförmiger Eindellung – Eisenmangel
Uhrglas Nägel: Lungenfunktionsstörungen
Querrillen: Infektionserkrankung
Farbveränderung der Nägel
Gelbgrau: Pilzbefall des Nagels
Gelblich: Erkrankung der Leber mit Ikterus
Blauschwarze Flecken unter dem Nagel: Hämatom (Stoß Verletzung) oder Melanom
Bräunlich: Rauchen
Zähne Normalzustand
Das Erwachsenengebiss umfasst im unter und Oberkiefer jeweils 16 Zähne. In der mitte vier
scharfkantige Schneidezähne, nebenan schliesst sich beidseits eines Eckzahns, anschliessend folgen
auf beiden Seiten je zwei Backenzähne und drei Mahlzähne. Das Milchgebiss umfasst jedoch nur 20
Zähne.
Plaque (Zahnbelag)
entsteht, wenn die Zähne nicht regelmässig geputzt werden
Parodontose
Ist ein Schwund des Zahnhalteapparates und entsteht durch unzugängliche oder falsche Mundhygiene mit Bildung von Zahnbelägen. Es bilden sich Zahnfleischtaschen, die sich durch Bakterien entzünden. Wird dies dann nicht behandelt greift sie aus tieferen Strukturen des Zahnhalteapparats, dann entsteht eine Parodontitis.
Karies
Darunter versteht man eine meist unter Braunfärbung verlaufende Erweichung der Zahnhartsubstanzen, vor allem des Zahnschmelzes und des Zahnbeins.