Erwachsenenpsychiatrie

Uni Würzburg - Psychotherapie

Uni Würzburg - Psychotherapie


A. K.
Diese Lernkarten vermitteln vertieftes Wissen zur Erwachsenenpsychiatrie mit Fokus auf Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und Adipositas sowie Suchterkrankungen, insbesondere Alkoholabhängigkeit. Neben Diagnosekriterien, Therapieansätzen und neurobiologischen Grundlagen werden auch psychische Komorbiditäten, Entzugserscheinungen und gesellschaftliche Aspekte behandelt. Studierende und Fachkräfte profitieren gleichermaßen von der fundierten Aufbereitung, die klinische Relevanz und aktuelle Forschung verbindet.
Flashcards
268
Students
17
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
18.06.2024 / 07.07.2026

Flashcards

Wann hat das Konstrukt Lebensqualität an Bedeutung gewonnen? 

1970er

Wie wird die Lebensqualität erfasst?

  • Patientenperspektive (epidemiologisch-klinisch)
    • Messung der subjektiven Gesundheit mittels validierter Fragebögen
    • Skalen bilden verschiedene Dimensionen ab
  • Generische / Krankheitsspezifische Instrumente

Welche Bedeutung hat Lebensqualität in der Medizin?

  • zunehmende Bedeutung in der Bewertung medizinischer Interventionen
  • physische, psychische und soziale BEreiche der Gesundheit werden abgefragt
  • Erwartungen, Erfahrungen, Überzeugungen und Wahrnehmungen einer Person  beeinflusst
  • Prädiktor

Wie sehen die Dimensionen der Lebnsqualität im Modell aus?

Warum wächst die Bedeutung der Lebensqualität / von HRQoL /PRO

  • Wandel im Krankheitsspektrum
    • mehr Ältere und chronsich Kranke
  • Fokus Verschiebung von Heilung auf Linderung von Beschwerden
  • Wandel der Patientenrolle
    • Stärkere Einbeziehung der Patientensicht

Welche Ansätze zur Erfassung von Lebensqualität gibt es (spezifischere)

  • generische Instrumente
  • KRankheitsspezifische Instrumente
  • Entitätsspezifische Instrumente

Welches krankheitsspezifische Instrument zur ERfassung von Lebensqualität gibt eS?

European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC)

Wie ist das European Organization for Research and Treatment of Cancer aufgebaut?

  • 9 Subskalen
  • global
  • funktional (Körperlich, emotional, sozial, kognitiv, ..)
  • Symptomebende (Schmerz, Fatigue, Überlkeit)
  • 0-100 (very poor - excellent)

Welche Beisppiele gibt es zu genereischen Instrumenten zur ERfassung von Lebensqualität?

  • SF-36
  • SF-12

Welche Beisppiele gibt es zu entitätsspezifischen Modulen zur ERfassung von Lebensqualität?

MY20

Welche Scalen hat der EORTC

  • Psychische Funktionsskala
  • Rollenfuktionsskala
  • Emotionale Funktionsskala
  • Kognitive FS
  • Soziale FS
  • Globaler Gesundheitszustand
  • Symptomskala Müdigkeit
  • SS Übelkeit / Erbrechen
  • SS Schmerzen
  • SS Dyspnie
  • SS Schlafstörungen
  • SS Appetitlosigkeit
  • SS VErstopfung
  • SS Diarrhoe
  • SS finanzielle Schwierigkeiten

Wer entwickelte das Biopsychosoziale Modell

George L. Engel

Wer führte das Subjekt in die Medizin ein?

Viktor von Weizsäcker

Wie viel Prozent der Krankenhauspatienten haben keine psychische Störung? Wie viele haben es als Hauptdiagnose? Wie viele als Nebendiagnose?

  • Keine : 64%
  • Hauptd.: 13%
  • Nebend.: 23%

Wie hängen Angst und Depressivität bei Patienten mit chronischer Herzinsuffiziez mit dem NYHA-Stadium zusammen?

Welche Auswirkungen haben Depressionen auf Patienten mit Diabetes mellitus?

erhöht das Auftreten diabetischer Folgeschäden um ca. 25%

  • Retionapathie (+17%)
  • Nephropathie (+25%)
  • Neuropathie (+28%)
  • Makroangiopathie (+20%)

Wie hängen Depressionen (BDI-Wert) mit der Überlebenszeit nach einem Myocardinfarkt zusammen?

Welche Risikofaktoren für psychische Erkrankungen bei chronischen ERkrankungen gibt es?

  • Frailty (Gebrechlichkeit) und Schmerzen
  • Multimorbidität
  • Funktionseinschränkungen
  • Polypharmazie
  • depressive Phasen in der Anamnese
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Entwurzelung
  • Sozialer Abstieg
  • Konflikte mit nahestehenden Menschen / mangelnde emotionale Unterstützung

Was bedeutet INTERMED ausgeschrieben?

Integrated Heralth risks and health needs assessment

Was ist das INTERMED?

  • Interview mit Leitfragen
  • ermöglich rasch und umfassend die Einschätzung
    • der sozialen Situation eines älteren Menschen
    • Behandlungsbedürfitgkeit

Über welche Systeme (Domänen) und Zeitperioden  erhebt der INTERMED? Wie viele Fragen gibt es pro Domäne

  • Domänen
    • somatisch
    • psychisch
    • sozial
    • Gesundheitswesen
  • Zeitperioden
    • Vergangenheit
    • Gegenwart
    • Zukunft (Prognose)
  • pro Domäne 5 Fragen mit je 0-3 Punkten

Wie sieht das Intermed Rating aus?

  • 20 Fragen (in 4 Domänen je 5)
  • Punktesystem 0-1-2-3
  • max. 60 Punkte
  • Hilfestellung im Manual

Welche Aspekte umfasst die Theorie erfolgreichen Alterns (SOK)? Was bedeutet das?

  • Selektion (Repetoire anpassen)
  • Optimierung (Übung)
  • Kompensation (Tempo anpassen)

Was ist ein neuer Ansatz für Altersheime

Pfleger fokussieren darauf, Bewohner und ihre Geschichte durch Gespräche kennenzulernen

Welche psychosozialen Versorungssysteme in der Psychoonkologie gibt es?

  • Deutsche Krebshilfe
  • DKG (Krebsgesellschaft)

Was ist die Schlussfolgerung der neueren Entwicklung in der Medizin bei chronischen Erkrankungen?

  • gesundheitsbezogene Lebensqualität hat hohen Stellenwert
  • integriertes psychosmatisches Versorgungsmodell
  • Beziehung zum Patienten / persönliche Betreuung
  • mam hat die Wahl

Was sind die Versorgungsbereiche der Psychoonkologie?

  • Versorgung stationärer Patienten und ihrer Angehörigen
  • Beratung im Rahmen erblicher Krebserkrankungen
  • Spezielle Betreuung von Familien und Kindern
  • Einzel- und Gruppenbetreuung
    • Progredienzangst
    • Achtsamkeitsbasierte Stressredukton
    • Angehörigengruppe
    • Yoga
    • ACT
  • Beratung om Kontext der Krebsberatungsstellen

Was ist Progedienzangst

Nach erfolgreicher Behandlung: Angst, dass Krankheit zurückkehr

Was ist Psychoonkologie?

  • biopsychosozial
  • Nutzung dieses Wissens zur Prävention, Früherkrennung, Doagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Patienten
  • Einbezug: Patienten, Angehörigen und Behandler

Was sind die häufigsten komorbiden psychischen Störungen bei Krebs und chrpnischen Erkankungen?

  • affektive Störungen
  • Angststörungen

Was sind eindeutige Risikofaktoren für psychische Komorbiditäten bei chronischen Erkrankungen?

  • Schmerzen, hohe kröperliche Symtombelastung, Fatigue (oder sind das die Risikofaktoren dafür?)
  • junges Lebensalter
  • Tumorentitäten mit schlechter Prognose
  • Fortschreitende Erkrankung

Was soll bei der Diagnostik von psychischen Erkrankungen bei chronischen Erkrankungen beachter werden

  • Belastung und Behandlungsbedürftigkeit so früh wie möglich erfassen
  • Screeening durch validierte Instrumente
  • Erfassung des subjektiven Bedarfs
  • Befundübersicht und Kontaktaufnahme
  • Psychosoziale Situation
  • Einbezug der Familie / Angehörige

Welche Instrumente können zum Screening auf psychische Erkrankungen bei chronischen Erkrankungen verwendet werden?

  • Distressthermometer
  • PHQ-9
  • GAD-7

Wie sieht ein Verlaufsscreening des Distress (als Sechster Vitalparameter) aus?

Was kann ein Scrrening auf psychische Erkrankungen bei chronischen Erkrankungen beinhalten?

  • Lebens- &Wohnsituation
  • beruflicher Status
  • Distress-Thermometer
  • psychisches und körperliches Wohlbefinden
  • Ernährung, Gewicht und Körpergröße
  • körperliche und mentale Leistungsfähigkeit
    • Erschöpfungssymptome 
    • chrinische Mpdigkeit
  • Schmerzerfassung

Welche Effektstärke hat psychoonklogische Therapie laut einer Metaanalyse?

  • Effektstärke klein bis mittel 
  • Cohen's d = 0.2-0.5

Sind psychosoziale Interventionen wie Interventionen bei Pat mit erhöhter Belastung, Einzeltherapie, Gruppentherapie, Paartherapie, Entspannungstrainings und Psychoedukation signifikant wirksam bei der Reduktion von Distress, Angst, Depression und der ERhöhung der Lebsnqualität?

  • alles signifikant
  • außer:
    • Interventionen bei PAt mit erhöhter Belastung auf Lebensqualität
    • Paartherapie nur bei Distress signifikant

Wie viele Patienten mit psychischen Erkankungen bei chronischen Erkrankungen werden stationär behandelt? Wie viele ambulant?

  • stationäre_ 37%
  • ambulant 3-7%

Was könnten Gründe für die geringe Inanspruchnahme psychosozialer Unterstützung bei psychischen Erkankungen bei chronischen Erkrankungen sein?

  • Vorbehalte
  • Eingeschränkte Mobilität
  • Fehlende zeitliche Ressourcen

Wie werden Personen mit  psychischen Erkankungen bei chronischen Erkrankungen behandelt?

  • Vollbild psychischer Störung
    • Psychotherapie
    • Psychopharmakotherapie
  • Patienten ohne Belastung brauchen ebenfalls Versorgung

Study