Synthese Prüfung April
Synthese
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Flashcards
Grading
Das Grading bei Krebs bewertet, wie sehr sich Tumorzellen von normalen Zellen unterscheiden und wie schnell sie wachsen mit anderen worten wie aggresiv der Tumor ist:
- **G1**: Tumorzellen ähneln normalen Zellen und wachsen langsam.
- **G2**: Tumorzellen sehen weniger wie normale Zellen aus und wachsen schneller.
- **G3**: Tumorzellen sehen sehr abnormal aus und wachsen schnell.
- **G4** (falls verwendet): Tumorzellen sind extrem abnormal und sehr aggressiv.
wieso ist das stadienbestimmung grading so wichtig?
- Behandlungsentscheidung
- Prognosse
Behandlung bei Krebs
1. **Chirurgie**: Entfernung des Tumors und manchmal des umgebenden Gewebes.
2. **Strahlentherapie**: Verwendung von hochenergetischen Strahlen, um Krebszellen abzutöten.
3. **Chemotherapie**: Einsatz von Medikamenten, um Krebszellen im Körper zu bekämpfen.
4. **Zielgerichtete Therapie**: Medikamente, die spezifisch auf die genetischen Veränderungen in Krebszellen abzielen.
5. **Immuntherapie**: Stärkung des Immunsystems, um Krebszellen besser zu erkennen und zu bekämpfen.
6. **Hormontherapie**: Blockiert oder entfernt Hormone, die bestimmte Krebsarten wachsen lassen.
7. **Stammzelltransplantation**: Ersetzt kranke Knochenmarkzellen durch gesunde.
Chemotherapie
Chemotherapie, oft mit Zytostatika durchgeführt, ist eine systemische Behandlungsmethode zur Bekämpfung maligner Neoplasien. Die Therapie zielt darauf ab, die Proliferation von Tumorzellen zu inhibieren, indem sie in verschiedene Phasen des Zellzyklus eingreift. Hier sind die wichtigsten Eigenschaften der Chemotherapie in fachsprachlicher Ausführung zusammengefasst:
Spektrum der Zytostatika
- **Alkylanzien**: Induzieren DNA-Quervernetzungen, was zur Störung der DNA-Replikation und Transkription führt.
- **Antimetabolite**: Hemmen die DNA- und RNA-Synthese durch Imitation und Ersatz der natürlichen Substrate in den Nukleinsäuresynthesewegen.
- **Topoisomerase-Inhibitoren**: Stören die DNA-Topologie und damit die Replikation und Transkription durch Hemmung der Topoisomerasen.
- **Mitosehemmer (Spindelgifte)**: Verhindern die Zellteilung durch Störung der Mikrotubulidynamik.
- **Antitumor-Antibiotika**: Binden an DNA, wodurch sie die DNA- und RNA-Synthese behindern und freie Radikale erzeugen, die zur Zellschädigung führen
- Wirkmechanismus: Induktion von DNA-Schäden, die zu Apoptose führen.
- Nebenwirkungen: Die Toxizität der Chemotherapie ist signifikant und umfasst Myelosuppression, Mukositis, Übelkeit, Erbrechen, Alopezie, Kardiotoxizität, Nephrotoxizität und neurologische Nebenwirkungen. Die Selektivität gegenüber Tumorzellen ist begrenzt, was zu Schäden an schnell teilenden normalen Zellen führt.
- Resistenzmechanismen: Tumorzellen können Resistenz gegen Zytostatika entwickeln, was durch verschiedene Mechanismen wie erhöhte DNA-Reparaturkapazität, Veränderungen in der Arzneimitteltargetstruktur, Effluxpumpenaktivität und Vermeidung von Apoptose erreicht wird.
- Zyklen angwendet
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie (Radiatio) ist eine lokale, zielgerichtete Behandlungsmethode zur Kontrolle oder Eliminierung maligner Zellen durch ionisierende Strahlung. Sie zielt darauf ab, DNA-Schäden in den Krebszellen zu induzieren, was zu Zelltod oder Unterbrechung der Zellteilung führt.
- Wirkmechanismus: Die Strahlentherapie wirkt primär durch Induktion von DNA-Doppelstrangbrüchen. Diese Schäden überfordern die Reparaturmechanismen der Zelle und führen zur Apoptose oder Mitosekatastrophe. Normalgewebe kann sich im Allgemeinen besser erholen als Tumorgewebe.
- Nebenwirkungen: Die Toxizität variiert je nach Behandlungsgebiet und kann akute Effekte (Hautreaktionen, Mukositis) und langfristige Folgen (Fibrose, sekundäre Malignome) umfassen. n.
Plattenepithelkarzinom
Krebsart, die in Bereichen mit Plattenepithelzellen entsteht. Kann Hautkrebs, Lungenkrebs, Ösophaguskarzinom, Gebärmutterhals.
Plattenepithelzellen sind flache Zellen, die Teil des Epithelgewebes
Schutz vor mechanischer Beanspruchung und Infektion
Potenzial zur Selbstheilung und Erneuerung
PEK obere
Lungenoberlappen
- Diese Zellen kleiden normalerweise die Atemwege aus.
Das Plattenepithelkarzinom der Lunge entsteht häufig in oder nahe den größeren Bronchien, also den Hauptluftwegen, die Luft in die Lungen transportieren. Diese Lokalisation beeinflusst die Symptome und die Früherkennung des Karzinoms.
Rauchen, als Hauptursache für Plattenepithelkarzinome der Lunge, setzt direkte Exposition der Lungenzellen gegenüber Karzinogenen – Stoffen, die Krebs auslösen könne, die DNA-Schäden verursachen und die Zellen entarten lassen.
Wenn ein Patienten fragt der einen bösartigen Tumor hat ob dies Lebensgefährlich sein kann wie antworte ich als Pflegefachperson HF auf diese Frage und welche Problematik gibt es da?
Als Pflegefachperson HF ist es wichtig, auf die Frage eines Patienten mit einem bösartigen Tumor nach der Lebensgefahr empathisch, ehrlich und informativ zu reagieren. Hier ein Vorschlag für eine kompakte Antwort:
"Die Diagnose eines bösartigen Tumors kann ernst sein und wirkt sich unterschiedlich auf jeden aus. Es gibt viele Faktoren, wie den Typ und das Stadium des Tumors, die beeinflussen, wie wir ihn behandeln und welchen Verlauf wir erwarten können. Wir sind hier, um Sie durch alle Schritte zu begleiten, Ihnen Unterstützung anzubieten und alle Ihre Fragen zu beantworten. Es ist wichtig, dass wir zusammenarbeiten und Sie alle Informationen haben, die Sie benötigen, um Entscheidungen über Ihre Behandlung zu treffen."
**Problematik:**
1. **Emotionale Sensibilität:** Die Frage berührt oft tiefe Ängste und Unsicherheiten.
2. **Fachliche Grenzen:** Als Pflegefachperson sollten Sie keine spezifischen medizinischen Prognosen abgeben.
3. **Balance zwischen Hoffnung und Realität:** Wichtig ist, Hoffnung zu unterstützen, ohne unrealistische Erwartungen zu wecken.
Ziel ist es, Unterstützung anzubieten und den Patienten zu ermutigen, offen über seine Gefühle und Ängste zu sprechen, während man ihn zugleich an das zuständige Fachpersonal für detaillierte Informationen verweist.
Metastasierung
Metastasierung bezeichnet den Prozess, bei dem Krebszellen von ihrem ursprünglichen Standort (Primärtumor) zu anderen Körperteilen wandern und dort neue Tumore (Metastasen) bilden.
- Lokale Invasion: Krebszellen lösen sich vom Primärtumor und dringen in das umliegende Gewebe ein.
- Intravasation: Die invasiven Krebszellen erreichen Blut- oder Lymphgefäße. Sie durchbrechen die Gefäßwand, um in den Blutstrom oder das Lymphsystem einzudringen.
- Transport: Einmal im Kreislauf, überleben die Krebszellen die Reise durch den Körper, trotz der Herausforderungen wie Immunangriffe. Viele Zellen sterben in dieser Phase, aber einige überleben und setzen die Metastasierung fort.
- Extravasation: Überlebende Krebszellen verlassen den Blutstrom oder das Lymphsystem und dringen in das Gewebe eines neuen Organs ein.
- Mikrometastasenbildung: Nach der Extravasation beginnen die Krebszellen, sich in ihrem neuen Standort zu teilen und kleine Tumore zu bilden.
- Angiogenese: Für weiteres Wachstum benötigen die Mikrometastasen eine eigene Blutversorgung. Die Krebszellen senden Signale aus, die die Bildung neuer Blutgefäße anregen, ein Prozess genannt Angiogenese. Dies ermöglicht den Mikrometastasen zu wachsen und sich zu voll entwickelten Metastasen zu entwickeln.
- Wachstum von Metastasen: Mit einer gesicherten Blutversorgung wachsen die Metastasen und stören die Funktionen des betroffenen Organs. Dieser Schritt markiert oft eine fortschreitende und schwerer zu behandelnde Krankheitsphase.
Gehirnmetastasen
Gehirnmetastasen entstehen, wenn Krebszellen aus einem Primärtumor in einem anderen Körperteil (z.B. Lunge, Brust, Melanom) über das Blut ins Gehirn gelangen und dort neue Tumore bilden.
- Symptome: Können Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Übelkeit, Veränderungen der Persönlichkeit oder der kognitiven Funktionen, Schwäche oder sensorische Veränderungen in bestimmten Körperteilen umfassen.
Blut Hirn Schranke und Liquor
Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Schutzbarriere, die das Gehirn vor schädlichen Substanzen schützt und die Zusammensetzung der zerebrospinalen Flüssigkeit reguliert. Der Liquor umgibt und schützt das Gehirn und das Rückenmark und wird ständig produziert und abgeleitet, wobei Störungen im Abfluss zu Erkrankungen wie dem Hydrozephalus führen können.
Blut-Hirn-Schranke
Trannt Gehirn vom Blutkreislauf. Ihre Hauptfunktion besteht darin, das neurologische Milieu zu schützen und zu regulieren, indem sie die Passage von Substanzen aus dem Blut ins Gehirn kontrolliert. Die BHS hilft, das Gehirn vor Toxinen und Pathogenen zu schützen, lässt aber gleichzeitig essentielle Nährstoffe und Sauerstoff passieren.
Zerebrospinale Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis)
Der Liquor cerebrospinalis, oder kurz Liquor, ist eine klare, farblose Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt und in den Ventrikeln des Gehirns sowie im Zentralkanal des Rückenmarks zirkuliert. Der Liquor dient mehreren wichtigen Funktionen:
- Er schützt das Gehirn und das Rückenmark vor physischen Stößen.
- Er entfernt Abfallprodukte des Stoffwechsels.
- Er versorgt das Gehirn mit Nährstoffen und reguliert dessen chemisches Milieu.
Liquorabfluss
Der Liquor wird kontinuierlich in den Choroidplexus der Gehirnventrikel produziert, zirkuliert durch das Ventrikelsystem und den Subarachnoidalraum um Gehirn und Rückenmark, und wird schließlich in den venösen Blutkreislauf absorbiert. Dies geschieht hauptsächlich über die Arachnoidalzotten (Pacchioni-Granulationen) in den venösen Sinus des Gehirns. Eine Störung dieses Abflusses kann zum Hydrozephalus führen, einer krankhaften Ansammlung von Liquor, die den Druck im Schädel erhöht und zu Schädigungen des Gehirns führen kann.
Komplikationen von Gehirnmetastasen
Hirnödem
Ein Hirnödem ist eine Schwellung des Gehirngewebes, die durch eine Ansammlung von Flüssigkeit verursacht wird. Gehirnmetastasen können diese Schwellung auf verschiedene Weise verursachen:
- **Direkte Schädigung der Blut-Hirn-Schranke:** Die Metastasen können die normale Funktion der Blut-Hirn-Schranke stören, was dazu führt, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gehirngewebe austritt und ein Ödem verursacht.
- **Entzündungsreaktion:** Die Anwesenheit von Metastasen kann zu einer entzündlichen Reaktion des Körpers führen, die ebenfalls zur Flüssigkeitsansammlung beiträgt.
Liquorabflussstörung
Die Gehirnmetastasen können den normalen Fluss des Liquors (zerebrospinale Flüssigkeit) behindern, indem sie:
- **Die Ventrikel blockieren:** Die Tumore können die Wege blockieren, durch die der Liquor normalerweise fließt, insbesondere die Ventrikel im Gehirn oder die Verbindungen zwischen ihnen.
- **Den Druck erhöhen:** Die durch die Metastasen verursachte Schwellung und das Ödem können den Druck im Gehirn erhöhen und dadurch den normalen Abfluss des Liquors behindern.
Erhöhter Hirndruck
Der Hirndruck kann aus verschiedenen Gründen steigen:
- **Raumforderung:** Die Metastasen selbst nehmen Platz ein, was den Druck im Schädel erhöht.
- **Hirnödem:** Wie oben beschrieben, führt die durch die Metastasen verursachte Schwellung zu einem Anstieg des Drucks im Gehirn.
- **Liquorabflussstörung:** Wenn der Liquor nicht richtig abfließen kann, sammelt er sich an und erhöht ebenfalls den Druck.
Behandlung
Die Behandlung dieser Komplikationen kann die Verabreichung von Kortikosteroiden (zur Verringerung des Hirnödems), die Anwendung von Medikamenten zur Senkung des Hirndrucks, die chirurgische Entlastung bei Hydrozephalus, sowie antiepileptische Medikamente zur Kontrolle von Anfällen umfassen. Darüber hinaus zielen spezifische Behandlungen wie die stereotaktische Radiochirurgie oder systemische Therapien darauf ab, das Wachstum der Metastasen zu kontrollieren und damit die Ursache der Komplikationen anzugehen.
Epilepsie
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch das wiederholte Auftreten von Anfällen gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen aufgrund von plötzlichen, abnormalen elektrischen Entladungen in den Gehirnzellen, die die normale Funktion des Gehirns stören.
- Ursachen: Gehirnverletzungen, CVI, Meningitis, Tumor, genetische Faktoren.
- Symptome: Zuckungen oder Krämpfe in einem Teil des Körpers, während andere das Bewusstsein verlieren und unkontrollierbare Bewegungen im ganzen Körper haben.
- Zusätzlich können vor, während oder nach einem Anfall weitere Symptome wie Verwirrtheit, Müdigkeit, Starren, vorübergehende Bewusstseinsstörungen oder ungewöhnliche Sinneswahrnehmungen auftreten.
- Obwohl Epilepsie nicht heilbar ist, können Medikamente, sogenannte Antiepileptika, bei vielen Betroffenen die Anfälle kontrollieren. Die Auswahl des Medikaments und die Dosierung müssen oft individuell angepasst werden.
- In Fällen, in denen Medikamente nicht wirksam sind, können chirurgische Eingriffe, eine spezielle Diät (wie die ketogene Diät) oder Nervenstimulationsverfahren als Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden.
- Fokale Anfälle** beginnen in einem spezifischen Bereich des Gehirns. Sie können weiter unterteilt werden in:
- Fokal bewusst erlebte Anfälle (einfach-fokale Anfälle):** Bei diesen Anfällen bleibt das Bewusstsein erhalten. Symptome können sensorische Veränderungen, motorische Zuckungen oder emotionale Veränderungen sein.
- Fokal bewusstseinsgestörte Anfälle (komplex-fokale Anfälle):** Das Bewusstsein ist bei diesen Anfällen eingeschränkt. Betroffene können verwirrt sein und automatische Bewegungen ausführen, wie z.B. Kauen oder Reiben der Hände.
- Generalisierte Epilepsie: betreffen von Anfang an beide Seiten des Gehirns. Es gibt verschiedene Typen:
- Absencen:** Kurze Bewusstseinspausen, oft bei Kindern auftretend.
- Plötzliche, kurze Zuckungen der Muskeln oder Muskelgruppen.
- Tonische Anfälle:** Versteifung der Muskeln, oft mit Sturz verbunden.
- Atonische Anfälle (Sturzanfälle):** Plötzlicher Verlust des Muskeltonus, führt oft zum Fallen.
Epilepsie im Zusammenhang mit Gehirnmetastasen
Gehirnmetastasen können epileptische Anfälle auslösen, indem sie die normale elektrische Aktivität des Gehirns stören. Dies kann durch direkte Irritation des umliegenden Gehirngewebes durch die Metastasen oder durch Hirnödem, Liquorabflussstörung und erhöhten Hirndruck verursacht werden.Epileptische Anfälle können sich als generalisierte oder fokale Anfälle manifestieren und erfordern eine schnelle medizinische Behandlung, um weitere Schädigungen des Gehirns zu verhindern und das Risiko zukünftiger Anfälle zu verringern
Neurotransmitter
- Glutamat: Stimuliert Gehirnzellen, erhöht ihre Aktivität für Lernen und Gedächtnis. Ungleichgewicht: Zu viel Aktivierung kann Überstimulation
GABA: Beruhigt Gehirnzellen, verringert ihre Aktivität, hilft beim Entspannen Zu wenig GABA führt zu Angst, Schlafstörungen und kann epileptische Anfälle begünstigen
Acetylcholin: Fördert Lernprozesse und Gedächtnis, steuert auch Muskelbewegungen. Ungleichgewicht: Mangel ist verbunden mit Alzheimer-Krankheit und Schwierigkeiten bei Lernprozessen; Überfluss kann Muskelzucken verursachen
Dopamin: Belohnungssystem, motiviert, steuert auch Bewegungen. Mangel führt zu Parkinson-Krankheit, Überschuss kann zu Schizophrenie oder Suchtverhalten beitragen
Serotonin: Reguliert Stimmung, Appetit und Schlaf, hat Einfluss auf das Schmerzempfinden. Mangel führt zu Depression, Angststörungen und Schlafproblemen
Noradrenalin: Erhöht Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, wichtig für Stressreaktionen. Mangel kann zu Depressionen führen; Überschuss kann Angstzustände und Hyperaktivität
Endorphine: Natürliche Schmerzkiller, fördern ein Gefühl des Wohlbefindens und Glücks. erhöhter Schmerzempfindlichkeit führen künstliche Steigerung (durch Drogen) kann zu Sucht führen
Was ist Ethik?
Ethik ist ein Zweig der Philosophie, der sich mit Fragen des richtigen und falschen Verhaltens, der Moral und den Werten befasst. Sie untersucht die Gründe und Motive für menschliches Handeln, die Prinzipien, die dieses Handeln leiten sollten, und die Natur dessen, was als gutes oder wünschenswertes Leben angesehen wird. Ethik befasst sich mit Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung, Freiheit und dem Wohl des Einzelnen und der Gemeinschaft.
Ethisches Dilemma?
Respektierung der Autonomie: Herr K. äußert den Wunsch, keine weiteren Behandlungen (wie Chemotherapie oder Bestrahlung der Hirnmetastasen) zu erhalten und möchte nach Hause gehen. Es ist ethisch wichtig, seine Wünsche zu respektieren und ihn in Entscheidungen über seine Behandlung und Pflege einzubeziehen, solange er entscheidungsfähig ist.
Ethische Prinzipien
- Autonomie**: Die Achtung der Autonomie bezieht sich auf die Achtung der Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung von Personen. Individuen sollten frei sein, über ihr eigenes Leben und ihre Körper zu entscheiden, basierend auf ihren Werten und Überzeugungen.
- Nichtschaden (Nonmalefizienz)**: Dieses Prinzip besagt, dass Handlungen vermieden werden sollten, die anderen Schaden zufügen könnten. Im medizinischen Kontext beinhaltet dies, unnötige Risiken oder Leiden zu vermeiden.
- Fürsorge (Benefizienz)**: Dieses Prinzip verlangt, positiv zum Wohlergehen anderer beizutragen, indem man Gutes tut, Vorteile maximiert und Schaden minimiert
- Gerechtigkeit**: Gerechtigkeit bezieht sich auf die faire und angemessene Verteilung von Ressourcen und Lasten in der Gesellschaft. Es geht um die Gleichbehandlung von Individuen und Gruppen ohne Diskriminierung.
Advokatiosfunktion und ihre Bedeutung
Die Advocacy- oder Advokatiosfunktion spielt eine wichtige Rolle in vielen Bereichen, insbesondere in der Gesundheitsversorgung, da sie sicherstellt, dass die Rechte und Interessen von Individuen oder Gruppen vertreten und geschützt werden. Im Gesundheitswesen bedeutet dies, dass Ärzte, Pflegekräfte und andere Gesundheitsdienstleister als Fürsprecher für ihre Patienten agieren, um deren Autonomie zu unterstützen, ihnen den Zugang zu notwendigen Ressourcen zu erleichtern, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren und sicherzustellen, dass sie eine angemessene, faire und ethische Behandlung erhalten. Die Advokatiosfunktion ist besonders wichtig für vulnerable Personen oder Gruppen, die möglicherweise nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sprechen oder ihre Rechte und Interessen effektiv zu vertreten.
Was sind die Merkmale eines qualitativ gut geführten Assessment?
- Ganzheitlichkeit: Erfasst den Patienten in seiner Gesamtheit (physisch, psychisch, sozial, spirituell).
- Individualität: Berücksichtigt individuelle Bedürfnisse, Werte und Präferenzen.
- Genauigkeit: Basierend auf präzisen und aktuellen Informationen.
- Objektivität und Subjektivität: Kombiniert objektive Daten (messbar) mit subjektiven Daten (persönliche Berichte).
- Systematischer Ansatz: Folgt einer strukturierten Methodik, um keine relevanten Informationen zu übersehen.
- Kontinuität: Wird regelmäßig wiederholt, um Veränderungen im Zustand des Patienten zu erfassen.
- Partizipation: Involviert den Patienten und ggf. seine Angehörigen aktiv in den Prozess.
- Dokumentation: Sorgfältige und genaue Aufzeichnung der gesammelten Daten für eine nachvollziehbare Pflegeplanung.
- Datenschutz: Gewährleistet die Vertraulichkeit und Sicherheit der Patienteninformationen.
Was sind primäre, sekundäre, subjektive und objektive Daten?
- Primäre Daten: Direkt vom Patienten (Gespräche, Verhalten).
- Sekundäre Daten: Aus zweiter Hand (medizinische Aufzeichnungen, Familienmitglieder).
- Subjektive Daten: Patientenäußerungen (Empfinden, Schmerzen, Gefühle).
- Objektive Daten: Messbar/beobachtbar (Vitalzeichen, Testergebnisse).
Was wird unter dem Pflegeprozess verstanden und welches sind die sechs Schritte des Pflegeprozesses?
Der Pflegeprozess beschreibt die strukturierte und zielgerichtete Vorgehensweise von professionellen Pflegekräften bei der Versorgung eines pflegebedürftigen Patienten.
Sechs-Phasen-Modell nach Fiechter und Meier
- Informationen sammeln (Anamnese)
- Pflegediagnosen stellen
- Pflegeziele festlegen
- Pflegemaßnahmen planen
- Pflegemaßnahmen durchführen
- Pflegemaßnahmen evaluieren
Was wird unter Assesment verstanden?
Dabei geht es um das "Messen", "Einschätzen" und "Bewerten" von pflegebezogenen oder pflegerelevanten Zuständen.
Es beinhaltet die Bewertung der gesundheitlichen Situation und der Fähigkeiten des Patienten, um eine individuelle und zielgerichtete Pflegeplanung zu ermöglichen. Das Assessment stützt sich auf Beobachtungen, Gespräche, medizinische Unterlagen und gegebenenfalls Tests, um ein vollständiges Bild der Bedürfnisse und Ressourcen des Pflegebedürftigen zu erstellen.
Bezogen auf Pflegemanagment was ist das Lean hispital und was sind die prinzipien in einem Satz?
Lean Hospital bezieht sich auf die Anwendung der Lean-Management-Prinzipien im Gesundheitswesen, um Prozesse zu optimieren, Verschwendung zu reduzieren und die Patientenversorgung zu verbessern; zu den Kernprinzipien gehören Wertschöpfung aus Patientensicht, kontinuierliche Verbesserung und Respekt vor den Mitarbeitern.
Wie können Pflegemodelle die Patientenversorgung verbessern?
Pflegemodelle verbessern die Patientenversorgung durch strukturierte Ansätze, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.
Wie kann man effektive Kommunikation in multidisziplinären Teams fördern?
Effektive Kommunikation in multidisziplinären Teams wird durch regelmäßige Besprechungen, klare Kommunikationsprotokolle und Team-Building-Aktivitäten gefördert.
Wie wirken sich gesetzliche und politische Rahmenbedingungen auf das Pflegemanagement aus?
Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen beeinflussen das Pflegemanagement durch Vorgaben zu Qualitätssicherung, Personalquoten und Finanzierung.
Was ist der Unterschied zwischen
Pflegetheorie
Pflegemodelle
Pflegeleitbilder
Pflegekonzepte
- Beinhalet eine allgemeine und abstraktes Pflegeverstädnis
- Wetden aus Pflegetheorien abgeleitet, Sie definieren die aufgabe der Pflegende, verdeutlicht die Zielsetzung der Pflege und liefert Strukturvorgaben für Pflegeplanung
- Sind einrichtungsspezifisch idealen Wertvorstellungen an dene sich die pflegerische Handlen ausrichtet
- Beinhalten aussagen zum jeweiligen Pflegemodell , Pflegesstem und Pflegeprozess
ICN Ethikkodex
Der ICN für Pflegende ist das bedeutestende Dokument, das die ethische Standards der Pflegeprofession festlegt
- Kodex bassiert auf Achtung der Menschliche Würde und Menschenrecht und Respekt
- Verstärkt ethische Handeln der PP
- Optimale Pflege: Selbständigkeit erhalten
- Angemessene Pflege: Punktuelle Unterstützung
- Sichere Pflege: Sicherheit von pat zu wahren
- Gefährliche Pflege
Pflege Charta
Definiert Grundrecht von hilfsbedürftige Pat.
Schritte der Rntscheidungsfindung
- Identifikation des ethischen Problems
- Informationssammlung: Pat. medizinisch
- Anylse mithilfe Ethik Prinzipien
- Entwicklung Analsyse Vergleich
- Auswahl
- Kritische Reflexion
Krisemodell nach Caplan
- Bekannte Strategien anwenden
- Überforderung da Strategien nicht wirkungsvoll sind
- Alle Ressourcen ausnützen
- Bewältigung oder verschlechterung
Die Sieben Säulen der Ressilienz
Immunsystem der Seele
- Akzeptanz
- Optimismus
- Selbstverwirklichung
- Verantwortung
- Netzwerkorientierung
- Lösungsorientierung
- Zukunfsorientierung
Coping
- Primäre Bewertung
- Sekundäre Bewertung
- Neuorientierung
- Problemorientiert --> aktiv problem nach Lösungen recherche
- Emotional --> gefühle abbauen ohne das Problem anzugehen
- Bewertungsorientiert --> Belastung als Herausforderung sehen komibination aus verschiedne copingstrategien
Mit welchhen Massnahmen kann die Adhärenz gefördert werden?
1. **Einfache Therapieschemata:** Vereinfachung der Behandlungspläne, um die Einhaltung zu erleichtern.
2. **Individuelle Beratung:** Aufklärung und persönliche Beratung der Patienten über die Wichtigkeit ihrer Therapietreue.
3. **Erinnerungshilfen:** Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie Apps oder SMS-Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme.
4. **Einbeziehung von Angehörigen:** Unterstützung durch Familie und Freunde in den Behandlungsprozess integrieren.
5. **Follow-up und Feedback:** Regelmäßige Nachsorge und offene Kommunikation, um Probleme frühzeitig zu adressieren und die Therapietreue zu stärken.
Adhärenz und Compliance
Adhärenz beschreibt das Ausmaß, in dem Patienten ihre medizinische Behandlung gemäß den Vereinbarungen mit ihren Gesundheitsdienstleistern befolgen, wobei der Fokus auf einer partnerschaftlichen Beziehung liegt, die Patientenautonomie und -beteiligung betont. Im Gegensatz dazu bezieht sich Compliance auf das Ausmaß der Übereinstimmung zwischen dem Verhalten eines Patienten und den Empfehlungen des Gesundheitsdienstleisters, wobei der Begriff eine eher passive Rolle des Patienten und eine Betonung der ärztlichen Anweisung impliziert.
Rubikmodell bassierent auf die Situation
1. **Abwägungsphase (Prädezisionale Phase):** In dieser Phase bewertet der Patient seine Situation, indem er die Vor- und Nachteile der Behandlungsoptionen abwägt, einschließlich der Dialyse und der Behandlung seines Krebses. Emotionaler Zustand: ambivalent, da er zwischen Hoffnung und Realität schwankt.
2. **Planungsphase (Präaktionale Phase):** Hat der Patient sich entschieden, die Dialyse fortzusetzen oder abzubrechen, tritt er in die Planungsphase ein. Hier plant er konkret, wie er seine Entscheidung umsetzen wird, z.B. wie er mit seiner Familie kommunizieren und welche medizinischen Vorkehrungen er treffen wird. Emotionaler Zustand: zielorientiert, da er sich auf die Umsetzung seiner Entscheidung vorbereitet.
3. **Handlungsphase (Aktionale Phase):** In dieser Phase setzt der Patient die geplante Handlung um, beispielsweise die Fortsetzung oder Beendigung der Dialyse. Emotionaler Zustand: fokussiert, da die gesamte Aufmerksamkeit auf die Durchführung der Handlung gerichtet ist.
4. **Bewertungsphase (Postaktionale Phase):** Nachdem der Patient seine Entscheidung umgesetzt hat, bewertet er das Ergebnis seiner Handlung. Er reflektiert, ob die Entscheidung zur Beendigung oder Fortführung der Dialyse die richtige war und wie sie sein Wohlbefinden beeinflusst hat. Emotionaler Zustand: reflektierend, da er die Konsequenzen seiner Entscheidung betrachtet.
Rubikonmodell
Ziel des Modells ist es, das Handeln eines Menschen zu erklären: Wie kommt es dazu, dass und wie du handelst?
Das Rubikon Modell betrachtet menschliches Handeln als einen chronologischen Ablauf. Dieser kann in vier voneinander getrennte Phasen unterteilt werden. Dabei beginnt Handeln mit der Wahl eines Ziels und endet mit dessen Umsetzung.
Hauptziel Palliativ Care
Lebensqualität
Ab wan wird es eine Palliative Situation?
So lange Heilung --> kurativ
keine Heilung --> palliativ