Hämatologie
BMA 21-24
BMA 21-24
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Lernkarten
Beim LPL, wie auch beim Plasmazellmyelom, kann ein Hyperviskositätssyndrom auftreten. a. Erkläre den Begriff. b. Wie kommt es beim LPL dazu?
= Verminderte Fliessgeschwindigkeit des Blutes, welche zu diversen Symptomen führt. Grund kann z.B. eine erhöhte Plasmaviskosität oder auch ein hoher Hämatokrit sein.
Die Hyperproduktion von IgM durch die klonal entarteten lymphoplasmazytischen BLymphozyten (B-Lymphozyten mit Plasmazelldifferenzierung) und Plasmazellen führt zu einer erhöhten Plasmaviskosität
Was verstehen wir unter einer Kryoglobulinämie? Erkläre
= Gefässentzündung (Vaskulitis), welche aufgrund von Ablagerungen von Immunkomplexen an den Kapillarwänden erfolgt. Dafür verantwortlich sind Kryoglobuline, d.h. Immunglobuline, die unterhalb 37°C ausfallen und bei Wiedererwärmung wieder vollständig in Lösung gehen. Dies kann zu schweren Nekrosen in Fingern, Zehen, Nase, Kinn führen durch schwere Entzündungsherde. Oder zu Thrombosen in den Netzhautgefässen bis hin zur Erblindung.
Welche Mutation ist diagnostisch für die Haarzellleukämie?
BRAF Mutationsnachweis
Welches Regulatorprotein ist typischerweise beim Mantelzelllymphom überexprimiert?
Bei welchem Lymphom ist das MYC Regulatorprotein typischerweise überexprimiert
Nenne knlinische Symptome eines Lymphoms
Lymphadenopathie − Zervikal, axillär, paraaortal, inguinal Oropharyngeale Beteiligung − Halsschmerzen, laute Atemgeräusche, Atemprobleme Leukämischer Verlauf mit KM-Befall − Auswirkungen der Verdrängung der Hämatopoese: Anämie, Infektanfälligkeit (dies auch wegen nicht funktionierender Ly) und ev. Blutungen Zytopenien aufgrund Autoimmunprozessen − Z. B. Autoimmunhämolyse Extranodale Manifestationen − Gastrointestinaltrakt (GI-Trakt) − Kutan (v.a. T-Zell Lymphomen) B-Symptomatik − Unerklärbares Fieber − Starker, ungewollter Gewichtsverlust − Ausgeprägter Nachtschweiss aggressivere Varianten zeigen ausgeprägtere Symptome, wie z.B. die B-Symptomatik
Haarzellleukämie indolente B-Zellneoplasie typischer Befall von Knochenmark und Milz häufig KM-Fibrose peripheres BB: oft Panzytopenie inkl. abs. Monozytopenie Morphologie: − Mittelgross − Ovaler bis bohnenförmiger Kern mit relativ lockerer Chromatinstruktur − Verbreiterter hellbasophiler Zytoplasmasaum mit zahlreichen villösen Ausläufern rundherum BRAF V600E-Mutation
Follikuläres Lymphom
indolente B-Zell-Neoplasie des Keimzentrums in Europa und USA häufigster Lymphomtyp vorwiegend in den Lymphknoten Morphologie: − Typisches Nebeneinander zweier Populationen − Zentrozyten (cleaved cells) und Zentroblasten t(14;18) Überexpression von BCL2, daraus folgt eine Hemmung der Apoptose
MCL - Mantelzelllymphom Indolentes B-Zell-Lymphom mit meist aggressivem Verlauf Ursprung in der Mantelzone der Follikel Morphologie der atypischen Lymphozyten: − Mittelgross, monomorph − Irregulär geformte Kerne mit Einkerbungen (ähnlich Zentrozyten) Überexpression von Cyclin D1 (bewirkt vermehrte Zellproliferation) t(11;14)
BL - Burkitt Lymphom aggressives B-Zell-Lymphom häufig extranodaler Befall (bulky disease) häufig ZNS-Befall assoziiert mit Epstein-Barr-Virus endemische Variante: v. a. bei Kindern in Äquatorialafrika sporadische Variante: weltweit, medianes Patienalter 30 J. Morphologie: − monomorph, mittelgross − runde Kerne mit lockerer Chromatinstruktur und Nukleolen (blastär) − dunkelbasophiler, schmaler Zytoplasmasaum mit zahlreichen Lipidvakuolen extrem hohe Proliferationsrate mit hoher Apoptoserate Überexpression des MYC-Gen (bewirkt ungehemmte
Was bedeutet MGUS und was kann sich daraus entwickeln?
Als monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz, kurz MGUS, wird das vermehrte Vorkommen von kompletten oder inkompletten, monoklonalen Immunglobulinen (Paraproteinen) im Serum bezeichnet, ohne dass Kriterien des Multiplen Myeloms erfüllt sind.
Was sind die typischen trias eines Multiplen Myeloms?
Paraproteinämie (M-Gradient), Infiltration es KM mit klonalen Plasmazellen, CRAB Kriterien (endorganschäden)
Morphologische Atypien der Plasmazellen: - Feinmaschig aufgelockertes Kernchromatin («blastenartig») - Vereinzelt prominente Nukleolen - Doppel- oder mehrkernige Formen - Aufgehellte Zytoplasmafärbung - Fehlende perinukleäre Aufhellung des Zytoplasmas - Nicht exzentrisch liegende Kerne - Unterschiedliches Reifestadium von Kern und Zytoplasma
LPL – Lymphoplasmazytisches Lymphom malignes reifes indolentes B-Zell-Lymphom Ursprungszellen: Post-Keimzentrum-B-Zellen Makroglobulinämie: übermässige Sekretion von IgM durch klonal entartete lymphoplasmazytische B-Zellen und Plasmazellen Meist Befall von KM, teils auch LK und Milz mit KM-Befall und Paraprotein IgM = Makroglobulinämie Morbus Waldenström Morphologie der atypischen, neoplastischen Ly: − Monomorph, klein, − Kern rund und leicht exzentrisch gelegen, dichte Chromatisntrukur, (Nukleolus möglich), − Zytoplasmasum leicht verbreitert und mittelbasophil − dazwischen vereinzelt Plasmazellen Mut. MYD88 Medianes Alter > 70
Wir kennen zwei Maligne reife T-Zell Neoplasien nenne sie und die jeweils typische Morphologie:
T-PLL: T-Prolymphozyten Leukämie Leukozytenwerte oft > 100 G/l Reifer postthymischer T-Zell-Phänotyp Morphologie: − Klein bis mittelgross − Kern rund, oval oder irregulär mit prominentem Nukleolus − Schmaler mittelbasophiler Zytoplasmasaum, häufig mit Pseudopodien Hepatosplenomegalie, Lymphadentopathie, KMBefall Hautbefall möglic
LGL-Leukämie: large granular lymphocyte leukemia Mind. 6 Monate > 2 G/l LGL im peripheren Blut Normalwert LGL: < 10 % der Leukozyten abs. Neutropenie Morphologie: − gross, rundkernig mit kondensiertem Chromatin − breiter, hellbasophiler Zytoplasmasaum mit ungleichmässiger azurophiler Granulation indolenter Verlauf starke Assoziation zu Autoimmunerkrankungen
Welcher CD-Marker ist im Zusammenhang mit einer Rituximab-Therapie von grossem Interesse?
CD 20
Wähle potenzielle Komplikationsmöglichkeiten als Folge einer EBV-Infektion.
Ist die IP diagnostisch für eine APL?
Nein, Diagnostisch ist der Nachweis der Translokation 15;17 respektive das PML-RARA und / oder Faggotzellen.
AML-> blasten mit singulären feinen Auerstäbchen....welche genetische abberration?
Reziproke Translokation t(8;21) • Fusionstranskript RUNX1-RUNX1T1
Myelomonozytär Typische Morphologie im Knochenmark: Eosinophile > 5 % Eosinophile atypisch: − unreife, grobe, basophile bis dunkelviolette Granulation − Zonal fehlende Granulation − unsegmentierter Kern-> welche gentische abberration?
AML mit Inv16 Fusionstranskript CBFβ-MYH11
Atypische Promyelozyten Kerne nierenförmig, gefaltet, bilobuliert Hypergranuliert: dichte, grobe Granulation Multiple Auerstäbchen: Faggotzellen Peroxidase stark positiv-> welche genetische Abberration
AML mit t(15;17) Fusionstranskript PML-RARα
APL
Bei welcher AML haben wir cup-like blasten?
AML mit mut. NPM1 und zusätzlicher FLT3-Mutation:
Welche AML, NOS kennen wir?
AML, NOS: WHO 2022: AML, morphologisch definiert Akute monozytäre/monoblastäre Leukämie Häufigkeit: 30 % der AML Im Knochenmark ≥ 20 % Blasten (inkl. Promonozyten!) ≥ 80 % der blastären Population gehören zur monozytären Linie Extramedullärer Befall häufig: − Gingivahyperplasie (Zahnfleischwucherung) − Kutane Infiltration (Hautbefall) vermehrt Gerinnungskomplikationen
Welche andere Leukämie fom ausser CML hat auch t(9;22)
Akute B-lymphoblastische Leukämie
Welche Auffälligkeiten im peripheren Blutbild (Hämatogramm und mikroskopische Differenzierung) stellst du typischerweise bei einer Akuten Leukämie fest?
>20 % Blasten, Thrombozytopenie, Anämie (normozytär oder makrozytär), ev. absolute Neutropenie
typiscche merkmale einer beta-Thalassämie?
Blutbild Hypochrom, mikrozytär, Ec-Zahl im Verhältnis zur Anämie ↑ Anisozytose, Poikilozytose, Polychromasie, Targetzellen, rote Vorstufen je nach Schweregrad der Thalassämie
Leichte Anämie, oft Zufallsbefund (asymptomatisch) − Leichte Ermüdbarkeit, Blässe − Leichte Milz-, Lebervergrösserung (Subikterus)
Retikulozyten leicht ↑, RPI <2 − Eisenstatus (Ferritin, Transferrinsättigung, Zinkprotoporphyrin)