SIM

Simulation betrieblicher Prozesse (wichtige Begrifflichkeiten)

Simulation betrieblicher Prozesse (wichtige Begrifflichkeiten)


L. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Simulation von Systemen auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie die Simulation, Ereignisanalyse und Parameteroptimierung, wobei Methoden wie die Response Surface Methode und der Evolutionary Optimizer im Fokus stehen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Forscher, die sich mit der Modellierung und Analyse komplexer Systeme beschäftigen, um optimale Parameterwerte zu ermitteln und die Ergebnisse zu interpretieren.
Karten
64
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
03.01.2024 / 17.01.2024

Lernkarten

(Ergebnysanalyse, Systemvergleich)

Welche Aussagen können über das Konfidenzintervall hinsichtlich der empirischen Differenz gezogen werden?

siehe bild!

 

(Ergebnisanalyse, Systemvergleich)

Weshalb will man eine Korrelation zwischen den Simulationsläufen?

 

Die Varianz wird verringert, wenn man eine positive Korrelation zwischen den Performancewerten LA' und LB' erzeugt.

 

(Ergebnisanalyse, Systemvergleich)

WIe kann man eine Korreöation zwischen den Performancenwerten zweier Systeme erzeugen?

Ziel?, Idee?, Lösung?

Ziel: Zwei Systeme vergelichen mit geringer Varianz in der empirischen Differenz

Idee: positive Korrelation zwischen den Performancewerten erzeugen.

Lösung: Die Common Random Numbers Methode (CRN)

Die CRN Methode synchronisiert die Zufallszahlenströme in den Simulationen beider Systeme!

(Ergebnisanalyse, Systemvergleich)

Wie ist die Vorgehensweise in der CRN Methode?

- Zufallszahlenstrom in beiden Systemen gleich eingeben (bei mehreren Simulationsläufen muss dies wiederholt werden)

- Zum selben Objekt gehörenden Werte stets auch der selben Zufallszahl zuordnen (erhöht Korrelation noch weiter!)

Negativ: - Zwischen verschiedenen Aspekten ist CRN nicht sinnvoll. Z.B. Auftragseingänge und Maschinenwartungszeiten sollten unabhängige         Zufallszahlen haben.

               - CRN erhöht die Korrelation nicht immer! Korrelation kann sogar kliener werden. Immer vorab testen!

Für CRN im ExtendSin siehe Bild!

(Ergebnisanalyse, Sensitivitätsanalyse)

Was möchte man mit der Sensitivitätsanalyse bezwecken?

Bei der Sensitivitätsanalyse wird der Einfluss der Parameter (Z) auf den Performance-Wert (L) untersucht. (Welche Tendenz und Änderungen gibt es?)

- Um die Sensitivität (Einfluss) der Parameter herauszufinden, wird die Steigung (Ableitung) der Funktion betrachtet.

 

(Ergebnisanalyse, Sensitivitätsanalyse)

Der Einfluss von Parameter auf L soll anhand von 2 Systemen untersucht werden. Dazu wird die Finite Differenz (Steigung) berechnet. Da nun der Performancewert (L) geschätzt wurde müssen die Fehler der Schätzungen beachtet werden.

1. Wie kann man sicherstellen, dass der Gesamtfehler das Resultat (Finite Differenz) nicht schlecht beeinflusst?

2. Wie ist die Finite Differenz als Resultat zu interpretieren?

 

 1. Indem man die Varianz des Gesamtfehler reduziert:

     - Varianz der Fehler einzeln verringern indem man die Simulationsdauer erhöht.

     - oder die CoVarianz erhöhen indem man die CRN Methode anwendet.

2. Es sollten nur grosse Differenzen beachtet werden, dort hat die Varianz einen kleineren Einfluss ( Bei 0 ist schwierig eine Aussage zu treffen). Wünschenswert ist eine kleine breite des Konfidenzintervalls.Somitist das Urteil über den Einfluss eines Parameters auf L genauer.

(Ergebnisanalyse, Parameter Optimierung)

Wir wollen den Parameter so wählen, dass wir einen optimalen Performancewert erhalten.

Wie kann man erkennen, ob man den Parameter optimal gewählt hat?

Man plottet den Performancewert mit unterschiedlichen Parameterwerten und versucht ein lokales minimum (Normalfall kommt auf den Wunsch an) zu lokalisieren.

Z.b. Dort wo die Kosten am tiefsten sind sind die Parameter am besten gewählt.

(Ergebnisanalyse, Parameter Optimierung)

Welche Methodengibt es um die optimalen Parameterwerte zu ermitteln?

- Iterativer Algorithmus von Kiefer und Wolfowitz: Gut, wenn ein klares konkaves Minimum vorhanden ist!

Wenn mehrere lokale minimas besser:

- Globale Optimierungsverfahren wie z.B. Simulated Annealing, Random Search, Evolutionäre Algorythmen

 

(Ergebnisanalyse, Parameter Optimierung)

Was macht der Evolutionary Optimizer-Block im Extend Sim?

Ein evolutionärer Algorithmus minimiert eine Kostenfunktion über einen zulässigen Parameterbereich hinweg, unter Berücksichtigung der angegebenen Nebenbedingungen.

(Ergebnisanalyse, Parameteroptimierung)

Warum ist die Optimierung mehrerer Parameter (gleichzeitig) relevant? Welche Lösung gibt es?

(Die Gleichzeitige Änderung ist relevant!) Wechselwirkungen zwischen Parametern möchte man sichtbar machen. Alles isoliert zu testen wäre zu aufwändig.

Um Wechselwirkungen zwischen den Parametern zu untersuchen wird ein Versuchsplan verwendet.  Für jeden Parameter muss dazu eine Liste aller möglichen Werte festgelegt werden (diskreter Wertebereich). Der Versuchsplan testet alle mögliche Kombinationen aus Parameterwerten. z.B. gibt es bei k Parametern je 2 möglichen Werten (stufen) genau 2^k Kombinationen. (Auch 2^k-Versuchplann genannt)

(Ergebnisanalyse, Parameteroptimierung)

2^k - Versuchsplan: Kontrastmethode

Diese Methode erklären!

Ermittelt wird der Effekt Ez des Parameters Z auf das System.

- zeigt due durchschnittliche Änderung eines Performance-Werts L

- Effekt entsteht durch den Stufenwechsel des Parameters unter Beibehaltung aller anderen Parameter

- Effekt wird über alle 2^k Versuche hinweg betrachtet

- Vorgehensweise: Versuche

(Ergebnisanalyse, Parameteroptimierung)

2^k-Versuchsplan: Wechselwirkungseffekt

Bitte erklären!

Wechslwirkungseffekt Ezx zwischen zwei Parametern Z und X

- zeigt die durchschnittliche Änderung des Performance Wertes L.

- Vorgehensweise: siehe Bild!

(Ergebnisanalyse, Parameteroptimierung)

Was macht die Response Surface Methode?

- Statistische Approximation von Parameterantworten

- Anstatt eines vollständigen Versuchplans

Negativ:

- Intelligente Wahl von Simulationsexperimenten: erfordert Versuchplan

- Lineare Annäherungen sind meistens nur lokal präszise (Allenfalls Funktionen anders fitten (z.B. durch neuronales Netzwerk)

Vorgehensweise: siehe Bild!

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Ereignisdiskretisierung)

Was wird unter Ereignisdiskretisierung vertsanden?

Grundidee: Zustände ändern sich ausschliesslich zu diskreten Zeitpunkten

- Es gibt nur abzählbare viele Zustandsänderungen

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Ereignisdiskretisierung)

Was wird unter einem Ereignis verstanden?

Unter einem Ereignis versteht man die sprunghafte Zustandsänderung eines Objekts zu einem gewissen Zeitpunkt.

- Ereignis bildet unendlich kurzen Zeitraum ab.

Negativ: Im Rechner verursacht das Ereignis aber Rechenzeit, um den neuen Zustand zu berechnen.

(Systemmechanik, Programmablauf, Ereignisdiskretisierung)

Was versteht man unter Aktivität?

Unter Aktivität versteht man den Zeitraum zwischen zwei Ereignissen eines Objekts.

- Aktivität bildet eine reale Zeitdauer ab.

- Ereignisdiskrete Simulationen gelten als Recheneffizient im Vergleich zu kontinuierlichen Simulationen, da sich dort der Zustand immer ändert.

(Im Rechner verursacht die Aktivität keine Rechenzeit, weil ein Objekt zwischen zwei Ereignissen denselben Zustand behält.)

 

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Ereignisdiskretisierung)

Was versteht man unter Nebenläufigkeit bzw. Glechzeitigkeit?

Nebenläufige Aktivitäten: Aktivitäten die zur gleichen Zeit stattfinden.

Gleichzeitige Ereignisse: Ereignisse, die zur gleichen Zeit stattfinden.

▼ Ereignisse k¨onnen in der Simulation nicht gleichzeitig stattfinden
Warum? Ein Rechner arbeitet im Grundsatz stets sequenziell.
▶ Gleichzeitige Ereignisse m¨ussen k¨unstlich in eine Reihenfolge gebracht und nacheinander
abgearbeitet werden
▼ Die Reihenfolge ist undefiniert
▼ Wiederholbarkeit von Simulationen ist dann problematisch
▶ Reihenfolge festlegen!

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Simulationssteuerung)

Was ist eine Ereignisliste?

Bringt momentan geplante Ereignisse in eine zeitliche Reihenfolge. Man könnte sie auch To Do Liste nennen.

(Ereignisorientierte Simulation)

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Simulationssteuerung)

Wie sieh ein Simulationslauf aus? (ereignisorientierte Sim.)

1. Start-Ereignisse erzeugen

2. Falls die Ereignisliste leer oder die Simulation zu Ende ist, stoppen

3. Aus der Ereignisliste das nächste Ereignis e nehmen.

4. Aktuelle Zeit auf den Eintrittszeitpunkt von e setzten.

5. Für Ereignis e die passende Ereignisroutine ausführen

    - Systemzustand anpassen

    - neue Ereignisse planen (zur aktuellen Zeit oder später)

    - Statistiken fortschreiben.

6. Zu Schritt 2 springen.

(Simulationsmechanik, Programmablauf)

Was lässt sich ¨über die Ereignisroutine sagen?

- Gilt stets nur für einen bestimmten Ereignistyp.

- Entscheidet, was geschieht und welche neuen Ereignisse entstehen.

- Grundablauf, der sich für jedes Ereignis wiederholt:

   1. Neuen Zustand des Modells berechnen.

   2. Eventuelle neue Ereignisse erzeugen

   3. Statistiken fortschreiben.

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Ereignisroutine)

Machen sie ein Beispiel für eine Ereignisroutine mit 2 Ereignistypen!

siehe Bild!

(Simulationsmechanik, Programmablauf)

Was gehört alles zum Kapitel Programmablauf?

- Ereignisdiskretisierung

- Simulationssteuerung

- Ereignisroutinen

- Ereignisliste

(Simulationsmechanik, Ereignisliste)

Welche Technik gibt es für die Ereignisliste?

siehe bild!

(Simulationsmechanik, Programmablauf, Ereignisliste)

Was ist  die Min-Heap (Prioritätsliste)`?

- Min-Heap Eigenschaft: ein Element ist nicht grösser als seine Kinder.

- Ein Min-Heap Baum ist ein Binärbaum mit Min-Heap-Eigenschaften bei jedem Element.

- Extrahiert man das kleinste Element, werden Elemente systematisch so umsortiert, dass die Min-Heap Eigenschaft wieder gilt.

- Fügt man ein Element dazu, werden Elemente systematisch so umsortiert, dass die Min-Heap-Eigenschaft wieder gilt.

-Extrahieren und Hinzufügen kann jeweilslog n Schritte erfolgen.

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