BBUS - Kommunikation
Kommunikationswissenschaften
Kommunikationswissenschaften
-
- 1 / 21
-
Cartes-fiches
Kommunikation = Interaktion
Aktion und Reaktion zwischen zwei Menschen
Entsteht durch:
- primäre Medien - Sprache, Mimik (persönlich, direkte Kommunikation)
- sekundäre Medien - Bücher, Zeitung, Radio, Social Media, Internet etc. (in Masse)
Sachebene
Worüber ich informiere
Selbstoffenbarung/Selbstkundgabe
Was ich von mir zu erkennen gebe
- ungewollte Selbstoffenbarung: Nervosität
- gewollte Selbstoffenbarung: Souveränität
Beziehungsebene
Was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe
Appell (gehört zum Beziehungsaspekt)
Was ich bei dir erreichen möchte
Explizite Botschaften
ausdrücklich formulieren
implizite Botschaft
indirekt vermitteln
Kongruent
Man nennt die Nachricht, wenn alle Signale in die gleiche Richtung weisen
Inkongruent
Wenn die sprachlichen und nichtsprachlichen Signale nicht zueinander passen.
Bsp: Ex Bundesrat Ammann, über Lachen sprechen, aber selbst keine Miene ziehen
Axiom
ist ein Grundsatz, der konkret ist, aber wissenschaftlich nicht fundiert ist als absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keinen Beweis bedarf
Mit den Axiomen veranschaulicht Paul Watzlawick, dass die zwischenmenschliche Kommunikation nicht nur einen rein Informationsaustausch ist. Beeinflusst durch Beziehung, Gefühle und Stimmung
paralinguistische Phänomene
Paralinguistische Phänomene sind all die Informationen, die wir durch unsere Stimme übermitteln, wie Tonfall, Lautstärke und Betonung, zusätzlich zu den eigentlichen Worten, die wir sprechen.
Syntax
Syntax bezieht sich auf die korrekte Anordnung von Wörtern in einem Satz gemäß den grammatischen Regeln. Beispiel: "Der Hund spielt mit dem Ball."
Semantik
Semantik betrifft die Bedeutung von Wörtern und Sätzen in einer Sprache. Beispiel: "Der Hund jagt den Ball" hat eine andere Bedeutung als "Der Ball jagt den Hund."
Pseudosymmetrie
Pseudosymmetrie erzeugt den Eindruck von Gleichheit in Beziehungen, obwohl tatsächlich Machtungleichgewichte bestehen.
Beispiel: Ein Chef, der vorgibt, auf gleicher Ebene mit seinen Mitarbeitern zu stehen, während die Machtverteilung ungleich ist.
Metakomplementär
Metakomplementarität tritt auf, wenn Partner unterschiedliche, sich ergänzende Kommunikationsstile oder Rollen übernehmen.
Beispiel: In einer Gruppenarbeit übernimmt eine Person die organisatorische Rolle, während eine andere kreative Idee einbringt. Beide ergänzen sich durch unterschiedliche Fähigkeiten.
Was beinhaltet das Kommunikationsquadrat?
- Sachinhalt
- Appell
- Beziehung
- Selbstoffenbarung
1. Axiom von Watzlawick
Man kann nicht nicht kommunizieren.
Wir kommunizieren in jeder Situation. Man kommuniziert nicht nur verbal, sondern auch nonverbal.
Jede Verhaltensweise, sei es verbal oder nonverbal, sendet Informationen und beeinflusst die Beziehung zwischen den Menschen.
2. Axiom von Watzlawick
Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt, wobei der letzterer den ersten bestimmt
Der Inhaltsaspekt bezieht sich auf den offensichtlichen Sinn der Worte (=Sachinformationen), welche man dem Gesprächspartner mitteilen möchte.
Während der Beziehungsaspekt die Art und Weise betrifft, wie die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern gestaltet ist (=Beziehung zum Gesprächspartner). Dies wird hauptsächlich über die Mimik, Gestik und Tonfall gemacht.
3. Axiom von Watzlawick
Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
Alles, was der Mensch sagt oder macht, bewirkt eine Reaktion seines Gegenübers (Kommunikation à Reaktion).
Was der Mensch kommuniziert, ist die Ursache für seine Reaktion. Seine Reaktion bewirkt wieder eine Reaktion von mir.
Jeder interpretiert und strukturiert die Realität auf seine Weise, was zu unterschiedlichen Perspektiven und Missverständnissen führen kann.
4. Axiom von Watzlawick
Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitalen Modalitäten
Digitale Kommunikation bezieht sich auf den verbalen Inhalt (Sprache, Schrift) der Nachricht, während analoge Kommunikation nonverbale Elemente wie Tonfall, Mimik und Gestik umfasst. Bei der digitalen Kommunikation weiss, was der gegenüber sagt und bei der analogen Kommunikation kann das Gegenüber nur vermuten, was du sagen willst.
Beispiel: Ein Freund sitzt weinend da, ich kann also nur vermuten, was er hat. Wenn er jedoch sagt, dass er sich verstritten hat, dann weiss ich nachher, was er hat.
5. Axiom von Watzlawick
Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär
Symmetrische Beziehungen sind durch Gleichheit und Ähnlichkeit gekennzeichnet (=Gesprächspartner auf Augenhöhe), während komplementäre Beziehungen durch Unterschiede und Gegensätze geprägt sind (=Gesprächspartner dem anderen untergeordnet). à superior/inferior