BBUS - Kommunikation

Kommunikationswissenschaften

Kommunikationswissenschaften


N. L.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Konzepte der Kommunikation, mit Schwerpunkt auf Watzlawicks Axiomen, die die Grundsätze der zwischenmenschlichen Interaktion erklären. Sie decken Themen wie digitale und analoge Kommunikation, die Bedeutung von Mimik, Gestik und Sprache, sowie die Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Botschaften ab. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die ihre Kommunikationsfähigkeiten vertiefen und verstehen möchten, wie nonverbale Signale und Beziehungsaspekte die Wirkung von Nachrichten beeinflussen.
Cartes-fiches
21
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
22.12.2023 / 23.09.2024

Cartes-fiches

Kommunikation = Interaktion

Aktion und Reaktion zwischen zwei Menschen 

Entsteht durch:

  • primäre Medien - Sprache, Mimik (persönlich, direkte Kommunikation)
  • sekundäre Medien - Bücher, Zeitung, Radio, Social Media, Internet etc. (in Masse)

Sachebene

Worüber ich informiere

Selbstoffenbarung/Selbstkundgabe

Was ich von mir zu erkennen gebe 

  • ungewollte Selbstoffenbarung: Nervosität
  • gewollte Selbstoffenbarung: Souveränität

Beziehungsebene

Was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe

Appell (gehört zum Beziehungsaspekt)

Was ich bei dir erreichen möchte

Explizite Botschaften

ausdrücklich formulieren

implizite Botschaft

indirekt vermitteln

Kongruent

Man nennt die Nachricht, wenn alle Signale in die gleiche Richtung weisen

Inkongruent

Wenn die sprachlichen und nichtsprachlichen Signale nicht zueinander passen.

Bsp: Ex Bundesrat Ammann, über Lachen sprechen, aber selbst keine Miene ziehen

Axiom

ist ein Grundsatz, der konkret ist, aber wissenschaftlich nicht fundiert ist als absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keinen Beweis bedarf

Mit den Axiomen veranschaulicht Paul Watzlawick, dass die zwischenmenschliche Kommunikation nicht nur einen rein Informationsaustausch ist. Beeinflusst durch Beziehung, Gefühle und Stimmung

paralinguistische Phänomene

Paralinguistische Phänomene sind all die Informationen, die wir durch unsere Stimme übermitteln, wie Tonfall, Lautstärke und Betonung, zusätzlich zu den eigentlichen Worten, die wir sprechen.

Syntax

Syntax bezieht sich auf die korrekte Anordnung von Wörtern in einem Satz gemäß den grammatischen Regeln. Beispiel: "Der Hund spielt mit dem Ball."

Semantik

Semantik betrifft die Bedeutung von Wörtern und Sätzen in einer Sprache. Beispiel: "Der Hund jagt den Ball" hat eine andere Bedeutung als "Der Ball jagt den Hund."

Pseudosymmetrie

Pseudosymmetrie erzeugt den Eindruck von Gleichheit in Beziehungen, obwohl tatsächlich Machtungleichgewichte bestehen.

Beispiel: Ein Chef, der vorgibt, auf gleicher Ebene mit seinen Mitarbeitern zu stehen, während die Machtverteilung ungleich ist.

Metakomplementär

Metakomplementarität tritt auf, wenn Partner unterschiedliche, sich ergänzende Kommunikationsstile oder Rollen übernehmen.

Beispiel: In einer Gruppenarbeit übernimmt eine Person die organisatorische Rolle, während eine andere kreative Idee einbringt. Beide ergänzen sich durch unterschiedliche Fähigkeiten.

Was beinhaltet das Kommunikationsquadrat?

  • Sachinhalt
  • Appell
  • Beziehung
  • Selbstoffenbarung

1. Axiom von Watzlawick

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Wir kommunizieren in jeder Situation. Man kommuniziert nicht nur verbal, sondern auch nonverbal.

Jede Verhaltensweise, sei es verbal oder nonverbal, sendet Informationen und beeinflusst die Beziehung zwischen den Menschen.

2. Axiom von Watzlawick

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt, wobei der letzterer den ersten bestimmt

Der Inhaltsaspekt bezieht sich auf den offensichtlichen Sinn der Worte (=Sachinformationen), welche man dem Gesprächspartner mitteilen möchte.

Während der Beziehungsaspekt die Art und Weise betrifft, wie die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern gestaltet ist (=Beziehung zum Gesprächspartner). Dies wird hauptsächlich über die Mimik, Gestik und Tonfall gemacht.

3. Axiom von Watzlawick

Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.

Alles, was der Mensch sagt oder macht, bewirkt eine Reaktion seines Gegenübers (Kommunikation à Reaktion).

Was der Mensch kommuniziert, ist die Ursache für seine Reaktion. Seine Reaktion bewirkt wieder eine Reaktion von mir.

Jeder interpretiert und strukturiert die Realität auf seine Weise, was zu unterschiedlichen Perspektiven und Missverständnissen führen kann.

4. Axiom von Watzlawick

Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitalen Modalitäten

Digitale Kommunikation bezieht sich auf den verbalen Inhalt (Sprache, Schrift) der Nachricht, während analoge Kommunikation nonverbale Elemente wie Tonfall, Mimik und Gestik umfasst. Bei der digitalen Kommunikation weiss, was der gegenüber sagt und bei der analogen Kommunikation kann das Gegenüber nur vermuten, was du sagen willst.

Beispiel: Ein Freund sitzt weinend da, ich kann also nur vermuten, was er hat. Wenn er jedoch sagt, dass er sich verstritten hat, dann weiss ich nachher, was er hat.

5. Axiom von Watzlawick

Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Symmetrische Beziehungen sind durch Gleichheit und Ähnlichkeit gekennzeichnet (=Gesprächspartner auf Augenhöhe), während komplementäre Beziehungen durch Unterschiede und Gegensätze geprägt sind (=Gesprächspartner dem anderen untergeordnet). à superior/inferior

Étudier