Blockprüfung 3
HFRB
HFRB
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Lernkarten
Stuhl
- Unverdauliche, tlw. zersetzte Nahrungsbestandteile
- Abgestossene Epithelzellen der Darmschleimhaut
- Schleim
- Bakterien
- Sterkobilin
- Gärungs- und Fäulnisprodukte
- Entgiftungsprodukte
Beschreibung Leber
- Ist in 2 unterschiedlich grosse Lappen eingeteilt (rechts > links)
- Folgt den Atembewegungen des Zwerchfells
- Wird die lieber von der Eingeweideseite her betrachtet, sind noch weitere zwei Lappen zu erkennen: Lobus quadrantus und Lobus caudatus
- Zwischen den beiden Lappen befindet sich die Leberpforte (Porta hepatis)
- An der Porta heptais treten die Leberarterie (A. hepatica) und Pfortader (V. portae) als zuführende Blutgefässe in die Leber ein
- Ductus hepaticus sinister und dexter verlässt die Leber
- Zusätzlich sind an der Leberpfote Lymphgefässe und Nervenfasern (zum autonomen NS gehörend)
- Ist an Aussenseite von derbem Bindegewebe und fast gänzlich von Bauchfell überzogen --> liegt intraperitoneal
- Ist schmerzempfindlich
Feinbau der Leber
- In jedes Leberläppchen fliesst Leberarterien und Pfortaderblut
- Gleichzeitig wird Galle und Lebervenenblut abgeleitet
Funktion der Leber
- Produktion von Gallenflüssigkeit
- Eiweiss-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel
- Entgiftet z.B. Alkohol, Medikamente
- Speichert Vitamine, Kohlenhydrate und Fette
- An der Regulation des pH-Wertes beteiligt
Leber als Entgiftungsorgan
- Ausscheidung über Niere
- Gut wasserlösliche Abbauprodukte werden von Leberzellen in Lebersinusoide abgegeben
- gelangen über Blutkreislauf zur Niern
- werden über Urin ausgeschieden
- z.B. Alkohol und Mehrzahl der Medikamente
- Ausscheidung über Galle
- Schlecht wasserlösliche werden in Gallenkapillare abgegeben
- Gallensäure hat emulgierende Wirkung und werden somit in der Galle gehalten
- Gelangen in den Darm, wo sie dann über den Stuhl ausgeschieden werden
- Z.B. Digitalis
First-Pass-Effekt
- Wirkungsverlust von Medikamenten nach oraler Einnahme
- Die Leber ist eingebunden in den Pfortaderkreislauf
- Wirkt wie ein Filter für alle Stoffe die im Magen-Darmtrakt resorbiert werden
Pfortader
- Die Pfortader nimmt das venöse Blut aus dem Magen, der Milz, der Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und dem grössten Anteil des Dickdarms auf und leitet es zur Leber
- Dort wird es verstoffwechselt und über die Lebervenen (Vena hepaticae) zur Unteren Hohlvene (Vena cava) abgeleitet
Kohlenhydratstoffwechsel
- Stimuliert durch das Hormon Insulin
- Leber nimmt Glukose aus Blutbahn und speichert es als Glykogen in Leberzellen
- Freisetzung der Glukose aus Glykogen durch Adrenalin und Glukagon
- Glukoneogenese: nach 24h sind Glykogenvorräte erschöpft, Leber bildet dann Zucker
Eiweissstoffwechsel
- Leber stellt die meisten Eiweisse her
- Albumine und andere Proteine des Blutes
- Blutgerinnungsfaktoren
- Für die Um- und Abbauvorgänge bildet die Leber ca. 20-25g Harnstoff
Fettstoffwechsel
- Speicherung Triglyzeride
- Im Hungerzustand können Fettsäuren mobilisiert werden
Aufgaben Gallenblase
- Sammelbehälter für die Galle
- Wird durch Wasserentzug eingedickt
- Schleimhautfalten verhindern ein spontanes Abfliessen
- Verantwortlich für die Fettverdauung und Resorption
- Gallensäure wird aus Cholesterin gebildet
Gallenwege
Ductus hepaticus dexter und sinister komme aus der Leber und vereinigen sich an der Leberpforte zu einem gemeinsamen Gang: Ductus hepaticus communis. Von diesem geht der Ductus cysticus ab, der die Verbindung zur Gallenblase herstellt. Nach Abgang des Ductus cysticus wird der Gallengang nur noch als Ductus choledochus bezeichnet
Galle
- Pro Tag werden 0.5 L gebildet
- Wird über Gallengang in Duodenum abgegeben
- Bei Verschluss des Gallenganges durch Muskel staut Galle zurück und gelangt in Gallenblase
- Cholesterin setzt die Oberflächenspannung zwischen Fetten und Wasser herab
Zusammensetzung Galle
- Wasser
- Elektrolyte
- Bilirubin
- Gallensäure
- Cholesterin
- Lezithin
Pankreas (innere und äussere Sekretion)
- Äussere Sekretion
- exokrine Drüse
- Pankreassaft
- Dünndarm
- innere Sekretion
- endokrine Drüse
- Hormone für den Stoffwechsel
- Blut
Pankreassaft
- Pro Tag ca. 1.5 L Sekret
- Enzyme des Pankreassaft verlieren bei saurem pH ihre Spaltfunktion
- Daher wird Speisebrei im Dünndarm neutralisiert. Dazu trägt Pankreassaft mittels Bikarbonat massgeblich dazu bei
- Entscheidend bei der Verdauung von:
- Kohlenhydraten
- Fetten
- Eiweissen
Langerhans Inselzellen
- A-Zellen: bilden Glukagon
- Fällt der Blutzucker im kapillaren Blut einer Pankreasinsel: Hormon Glucagon wird produziert
- Glucagon stimuliert in der Leber den Abbau von Glykogen und fördert den Aufbau von Glucose
- B-Zellen: bilden Insulin
- Insulin fördert die Glucoseaufnahme aus dem Blut in die Zelle
- Insulin fördert den Aufbau von Fett und Glykogen aus Glucose
- Senkt somit den Blutzuckerspiegel
- D-Zellen: Somatostatin (Verdauungsförderung)
Pankreasenzyme
- Enzyme, die für Spaltung von Eiweissen und Kohlenhydrate und Fett wichtig sind
- Trypsin und Chymotrypsin wichtig
- Trypsin wird über Enteropeptidase in Dünndarm aktiviert
Aufgaben Harnsystem
- Harnbildung
- Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten
- Entgiftungsfunktion
- Regulation der Elektrolytkonzentrationen
- Konstanthaltung des Wassergehalts
- Regulation des Blutdrucks
- Säure-Basen-Gleichgewicht
- Endokrine Aufgaben
- Bildung Erythropoetin
- Umwandlung von Vitamin D
Beschreibung Nieren
- Im oberen Abschnitt des Retroperitonealraumes (nicht vom Peritoneum bedeckt)
- 11. BW-2. LW bzw. 12. BW-3. LW
- Rechte Niere liegt tiefer (Leber)
- Bohnenförmig
- ca.12 cm lang, ca. 6 cm breit
- ca. 3 cm dick
- Ca. 150 g
- Von Fettpolster umgeben und in bindegewebigen Fasziensack eingehüllt Nierenkapsel
- Nebennieren liegen oben auf den Nieren auf
Blutversorgung der Nieren
- Ca 20% des Herz-Zeitvolumens
- 1Liter/min (1’500 Liter täglich)
- Zwei hintereinandergeschaltete Kapillarnetze Wundernetz
- 1 für primäre Harnbildung und eines für Rückresorption
Glomerulus
- im Nierenkörperchen Knäuel parallel geschalteter Kapillaren
- Normalerweise geht Arterie in Vene über. Hier aber geht Kapillarnetz wieder zu Arterie über. Dies wird als arterielles Wundernetz (Rete mirabile) bezeichnet
Blutversorgung Nierenmark
- Nahe beim Übergang von Nierenrinde zum Nierenmark befinden sich juxtamedulläre Glomeruli
- sie bilden Gefässe, die gerade und lang gestreckt verlaufen (Vasa recta) und reichen weit in Nierenmark hinein
- ihre Kapillare umschlingen hauptsächlich die Sammelrohre
- wichtig für die Konzentration des Harns im Nierenmark
venöses System der Niere
Peritubuläre Kapillare und Kapillaren der Vasa recta geben Blut in Zwischenläppchenvenen (Vv. Interlobulares) --> Zwischenlappenvenen (Vv. Interlobares) --> Bogenvenen (Vv. Arcuatae) --> Nierenvene (V. renalis) --> V. cava inferior
Nephron
- Zuständig für die Uringewinnung
- Liegt in Nierenmark und Nierenrinde
- Ca. 1 Mio. Nephrone pro Niere
- Besteht aus Nierenkörperchen (Corpusculum renale) und den dazugehörigen kleinsten Harnkanälchen (Tubulusapparat) --> Bilden zusammen eine funktionelle Einheit
- Im Nierenkörperchen wird der Primärharn oder das Glomerulusfiltrat durch Filtrierung des Bluts gewonnen, das durch das Gefässknäuel fliesst
- Im Tubulusapparat wird Primärharn durch Resorptionsvorgänge stark konzentriert, durch Sekretionsvorgänge mit Stoffwechselprodukte angereichert und als Sekundärharn weitergeleitet
Glomerulusfiltration
- Blutgefässknäuel in von Bowman-Kapsel umgeben
- Besteht aus innerem und äusserem Kapselblatt, dazwischen der Kapselraum
3 Schritte der Glomerulusfiltration (Blut-Harn-Schranke)
1.Das Kapillarendothel: Da es Poren bis zu 70nm hat ist es lediglich für Blutzellen eine Barriere
2.Die Basalmembran: Sie ist ca. 400nm dick und porös. Ihre negative Ladung hindert negativ geladene Proteine am Durchtritt
3.Podozythenfortsätze / Schlitzmembran: Deren Poren sind höchstens 5nm weit und somit ein sehr effektiver «Feinfilter» (verhindern Durchtritt von Plasmaproteinen)
Das nach der Filtration im Kapselraum befindliche Ultrafiltrat setzt sich hauptsächlich aus Wasser, Elektrolyten und anderen Molekülen zusammen. Blutzellen und grosse Plasmaproteine werden durch Filtrationsbarriere zurückgehalten
Gefäss- und Harnpol des Nierenkörperchens
- Zuleitendes und ableitendes Blutgefäss liegen dicht zusammen am Gefässpol des Nierenkörperchens (zeigt Richtung Nierenrinde)
- Am gegenüberliegenden Ende liegt der Harnpol (Richtung Nierenmark weisend)
- Am Harnpol geht Kapselraum in proximalen Tubulus über
Bau des Tubulusapparates
- Beginnt mit proximalem Tubulus: im Anfangsteil stark gewunden
- An gewundenen Teil legt sich gerad verlaufender Teil, der bis in Nierenmarkraum zieht
- Gerader Teil wird intensiv von Kapillarnetz umschlungen --> intensiver Flüssigkeitsaustausch
- Im Anschluss ans gerade Stück verengt sich der Tubulus zu dem sehr dünnen intermediären Tubulus.
- Intermediärer Tubulus bildet Henle-Schleife und zieht im aufsteigenden Schenkel des distalen Tubulus zurück in Nähe des Nierenkörperchens
- Im distalen Tubulus windet er sich und berührt die zuleitende Arteriole = juxtaglomulärer Apparat
juxtaglomerulärer Apparat
- Macula densa --> osmotischer Rezeptor zur Regulierung des Filtrationsdrucks im Nierenkörperchen
- Ist Harnkonzentration zu hoch, wird Adenosin ausgeschüttet --> Verengung Vas afferens --> glomeruläre Filtrationsrate sinkt
- Epitheloidzellen in Muskelzellen des Vas afferens --> bilden das Hormon Renin --> wirken systemisch auf ganzen Organismus
- extraglomerulären Mesangiumzellen
- haben Fähigkeit zur Phagozytose
- sind kontraktil
- können auf Hormonreize mit einer Änderung der Nierenaktivität reagieren
Im juxtaglomerulären Apparat wird über die Messung des Salzgehaltes und der Wandspannung des Vas efferens das Hormon Renin ausgeschüttet.
Sammelrohre
- schliessen an distale Tubuli an
- 8-10 Tubuli vereinen sich zu einem Sammelrohr
- Ca. 5 Sammelrohre vereinigen sich zu einem Papillengang
- Harn erreicht dadurch das Nierenbecken und wird von dort über Harnleiter in Harnblase gegeben
- Wirkungsort des in der Hypophyse gebildeten Adiuretin
- Einfluss auf die Menge des auszuscheidenden Harns
- Rückresorption im distalen Tubulus und Sammelrohren
- Fehlt das Hormon kommt es zum Diabetes insipidus
Glomeruläre Filtration
Glomerulärer Filtrationsdruck --> Druck mit dem der Primärharn abgepresst wird = zwischen 18 mmHg und 0 mmHg
- 120ml pro Minute
- 170-180 Liter pro Tag
- Blutplasma wird 60 mal täglich filtriert
- 99% wird rückresorbiert
Welche Kräfte wirken der GFR entgegen?
- kolloidosmotischer Druck im Blut
- hydrostatischer Druck der Bowmannkapsel
Autoregulation des Nephrons
Das Nephron ist in der Lage den BD in bestimmten Bereichen konstant zu halten. Der renale Blutfluss bleibt bei systolischen Blutdrücken zwischen 80 und 180 mmHg konstant.
Bayliss-Effekt
Glatte Muskelfasern der zu- und ableitenden Arteriolen stellen autoregulatorisch ihre Weite so ein, dass am Anfang der Glomeruluskapillaren ein glomerulärer BD von ca. 50 mmHg beibehalten wird
Tubuloglomeruläre Rückkopplung
steigt Kochsalzkonzentration im distalen Tubulus, wird über die Macula densa eine Verengung der zuführenden Arteriole veranlasst --> glomeruläre Filtrationsrate wird verringert
hormonelle Beeinflussung der Nierendurchblutung
- RAAS
- ANP: wenn intravasales Volumen steigt, kommt es zur Vorhofdehnung --> Freisetzung ANP --> inhibitorische Wirkung auf RAAS --> Vasodilatation & Erhöhung Natriumausscheidung
proximaler Tubulus
Von peritubulären Kapillaren umschlungen --> Flüssigkeitsaustausch
intermediärer Tubus
ragt ins Nierenmark hinein
distaler Tubulus
- Berührt Gefässpol der Nierenkörperchens
- Teil des juxtaglomerulären Apparates