Blockprüfung 3
HFRB
HFRB
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Cartes-fiches
Retroperitoneal
nur Vorderseite von Bauchfell überzogen (Pankreas, Zwölffingerdarm, Nieren, Bauchaorta)
Extraperitoneal
kein Kontakt zum Peritoneum (Rektum)
Peritonitis
Peritonitis: entzündliche Prozesse am Bauchfell. Sie kann örtlich begrenzt sein (SZ-areal eingrenzbar = Peritonitis circumscripta) oder einen diffusen Charakter haben (= Peritonitis libera).
Peritonitis libera ist meist durch Blut, Galle oder Urin ausgelöst.
Vorkommen ist meist iatrogen oder durch Perforation des Darms. Kann schlussendlich zur Sepsis führen
Gefässversorgung des Bauchraumes (Arterien)
- Truncus coeliacus: erste Abzweigung der Bauchaorta unmittelbar nach deren Zwerchfelldurchtritt
- Truncus coeliacus: erste Abzweigung der Bauchaorta unmittelbar nach deren Zwerchfelldurchtritt
- Hat 3 Äste: A. gastrica sinistra, A. hepatica communis, A. lienalis
- Zweigen sich noch weiter auf und versorgen Leber, Gallenblase, Magen und tlw. Pankreas und Duodenum
Gefässversorgung des Bauchraums (A. mesenterica superios)
- entspringt unterhalb des Truncus coeliacus
- Kleine Äste gehen in Duodenum, Magen und Pankreas
- Versorgt gesamten Dünndarm sowie etwa die Hälfte des Dickdarms
Gefässversorgung des Bauchraums (A. mesenterica inferior)
- Versorgt untere Hälfte des Dickdarms
- A. rectalis superior versorgt Rektum
Mesenterialinfarkt
Ursache: meist Arteriosklerose, Embolie bei VHF und/oder KHK
Symptome: stärkste abdominelle SZ, blutige Durchfälle, Peristaltikverlust, septischer Schock
Venen des Bauchraums
Das Blut sammelt sich in V. portae. Sie bringt das Blut direkt zur Leber, wo es in ein Kapillarsystem geführt wird. Dort wird es gereinigt und entgiftet. Die Venen aus dem mittleren und unterem Rektum gehen direkt über die Vv. Iliacase in die untere Hohlvene
Lymphgefässe
- Lymphgefässe halten sich wesentlich an den Verlauf der Arterien
- Münden in Cisterna chyli
- Direkt unter Schleimhaut ist Dünndarm mit Lymphfollikeln ausgestattet
Was sind die Aufgaben des Verdauungssytems?
- «Passagesystem im Körper, dass die Aufnahme, Zerkleinerung, Verdauung und Resorption von Nährstoffen sowie Ausscheidung von nicht verwertbaren Stoffen, z.B. Zellulose übernimmt»
- Deckung des Stoff- und Energiebedarfs des Organismus
Die Verdauung beginnt im Mund: Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung für die weitere Verdauung im Magen-Darmtrakt
Mundhöhle
- Bildet Anfangsteil des Verdauungsrohrs
- Zahlrieche schleimabsondernden Drüsen
- Dient der Aufnahme und Vorbereitung für die weitere Verdauung
- Innenfläche wird von einem mehrschichtigen unverhornten Plattenepithel gebildet
Speicheldrüse
= Glandula
- Speichel: 99,5% Wasser 0,5% Kalksalze und Schleimstoffe
- Enzym Ptyalin (Spaltet Kohlenhydrate bereits in kleinere Moleküle)
Zunge
= Lingua
- Mit Schleimhaut überzogenes quergestreiftes, willkürliches muskuläres Transportorgan
- Zungenrücken trägt Sinnesorgane (Papillen) für Tast-, Tiefen-, Temperatur- und Schmerzempfinden
- Geschmackspapillen für sauer, salzig, bitter und süss
Aufgaben
- Nahrungstransport
- Mundhöhlenverschluss gegen aussen beim Schluckakt
- Hilft bei Kau- und Saugbewegungen
- Formt den Bissen und beginnt mit der Schluckbewegung
- Ist für die Lautbildung mitbeteiligt
Rachen
= Pharynx
- Im Rachen kreuzen sich Luft und Speiseweg
- Durch einen Reiz an der Rachenwand wird der Schluckreflex ausgelöst
- Besteht aus quergestreifter Muskulatur
Schluckvorgang
- Die Zunge formt einen schluckfähigen Bissen und schiebt diesen nach hinten in den Rachen
- Durch diese willkürliche Bewegung wird der Schluckreflex ausgelöst
- Nach Beginn des Schluckaktes kommt es zur Erschlaffung des oberen Ösophagusphinkter --> Bolus geht in Speiseröhre --> Bolus geht weiter Richtung Magen durch Kontraktion der beiden muskulären Wandschichten im Ösophagus
Speiseröhre
= Ösophagus
- Ca. 25cm langer Muskelschlauch
- Keine Verdauungsvorgänge
- Lumen kann sich auf bis 3.5cm dehnen ausser an 3 physiologischen Engstellen
- Ringknorpelenge
- Aortenenge
- Zwerchfellenge
- Der Tonus des Speiseröhremuskels ist zu Beginn und am Ende deutlich erhöht = funktioneller Verschlussmechanismus --> oberer und untere Ösophagussphinkter
- Sobald der Speisebrei den unteren Teil erreicht, erschlafft die Muskulatur des Mageneingangs (Kardia) und der Brei gelangt in den Magen
Aufbau des Verdauungstrakts (Feinbau)
Die Wand des Verdauungstraktes besteht aus 4 übereinanderliegenden Geweben, die jedoch unterschiedlich aufgebaut sind. Von innen nach aussen sind dies: Mukosa (Schleimhaut), Submukosa, Muskularis, Serosa.
Mukosa: besteht aus dünnem Epithel, welches in direkter Verbindung zur Nahrung steht.
Submukosa: trennt als schmale Bindegewebsschicht die Schleimhaut von der Muskelschicht
Muskularis: von Mund, Rachen und oberen Teil der Speiseröhre besteht sie aus quergestreiften Muskelfasern. Im übrigen Teil besteht sie aus glatten Muskelfasern. Sie wird vom enterischen Nervensystem gesteuert (Durchblutung, Sekretion und Motorik).
Seorsa: sehr dünne Membran, die Schleimstoffe absondert und damit das leichte Übereinandergleiten mit anderen Organen ermöglicht. Wird auch als Peritoneum viscerale bezeichnet. Sie kommt in Mundhöhlen, Rachen und Speiseröhre nicht vor. Dort findet mach lockeres Bindegewebe
Peristaltik
Das wellenförmige Zusammenziehen der Muskulatur an der Wand des Verdauungstrakts fördert die mechanische Zerkleinerung und das ständige Durchmischen des Nahrungsbrei
Aufgaben des Magens
- Zerkleinerung
- Reservoir von Speisebrei
- Andauung durch Pepsin
- Keimabtötung (HCI)
- Schutz
- Blutbildung
- Portionierte Weiterleitung des Chymus (Speisebrei) an das Duodenum
- Fassungsvermögen etwa 1.5l
- Chemische Zerkleinerung und Verflüssigung der Nahrung durch Magensaft (pH 1,2)
- Neben Ring und Längsmuskulatur auch schrägverlaufende Muskulatur (Knetbewegung)
- Bindegewebige Bänder stabilisieren Magen in seiner Position
- Portionierte Weiterleitung des Chymus (Speisebrei) an das Duodenum
Muskelschicht der Magenwand
3 übereinandergelegte Schichten. Von aussen nach innen:
- Längsmuskelfasern als Fortsetzung der Muskelschicht der Speiseröhre
- Ringförmig verlaufende Muskelfasern
- Schräg verlaufende Muskelfasern
Magenschleimhaut
- entleerter Magen hat Längsfalten = Magenstrasse
- Magenfalten mit kleinen Magengrübchen
- Schlauchförmige Drüsen bestehen aus Neben-, Beleg- und Hauptzellen die den verdauenden Magensaft produzieren. (Nur im Fundus und Korpus)
- Nebenzellen: Magenschleim
- Belegzellen: Salzsäuere & Intrinsic Factor
- Hauptzellen sind auf Spaltung von Eiweissen spezialisiert (Pepsinogen)
- Im Bereich des Pförtners befinden sich G-Zellen. (Diese bilden das Hormon Gastrin, welches die Magenbeweglichkeit steigert, sowie die Haupt- und Belegzellen anregt)
Magensaft
- Ca. 2 L Magensaft pro Tag
- Nebenzellen bilden Magenschleim, die die Magenoberfläche vor Salzsäure und der Selbstverdauung schützt.
- Belegzellen produzieren Salzsäure (HCI, wandelt Pepsinogen zu Pepsin um) und bildet den «Intrinsic Faktor»
- (Intrinsic Faktor wird benötigt um das Vitamin B12 im Dünndarm aufzunehmen)
- Hauptzellen sind auf die Bildung der eiweissspaltenden Enzyme Pepsinogene spezialisiert. Die endgültige Zerlegung der Peptide in resorbierbare Aminosäuren erfolgt im Dünndarm
Salzsäure
- Produktion durch Belegzellen
- Physiologischer Reiz ist Nahrungsaufnahme und verstärkte Histamin- und Gastrinproduktion
- pH-Wert ca. 1
- denaturiert Eiweisse
Pepsinogen und Pepsine
- Pepsinogen-Bildung in Hauptzellen
- pH-Wert unter 6
- Pepsinogen wird durch Magensäure in aktive Pepsine umgewandelt
Steuerung der Magensaftbildung
- Nervale Phase: findet statt, bevor sich Nahrung im Magen befindet. Auslösende Reize sind Geruchs- & Geschmackssinn, optische Reize, erlernte Situationen, seelische Vorgänge (z.B. Stress)
- Magenphase: wird ausgelöst sobald sich Nahrung im Magen befindet. Durch Freisetzung von Gastrin
- Intestinale Phase: zunächst wird Magensekretion angeregt. Befinden sich jedoch grössere Menge stark saurer Nahrung und Fette im Dünndarm, wird Sekretin ausgeschüttet. Es drosselt die Salzsäureproduktion und hemmt die Magenentleerung
Durchmischung des Speisebreis
- Bei leerem Magen sind Muskelfasern und Muskelwand stark zusammengezogen.
- Speisebrei im Magen erzeugt Füllungsdruck
- Füllungsdruck führt zu reflektorischer Erschlaffung und damit Verlängerung der Muskelfasern
- Die Magenwände gehen auseinander
- Peristaltische Kontraktionswellen durchmischen die Nahrung
- Im Abstand von ca. 20sek
- Schlechtverdauliches Fett bilden dadurch kleine Fetttröpfchen --> Lipasen arbeiten so besser
Entleerung des Magens
- Wird in kleinen Portionen weitergegeben
- Magenverweilzeit zwischen 2-7 Stunden
- Geschwindigkeit stark abhängig von Nahrungzusammensetzung
Dünndarm (allgemein)
- Länge: 3-5m
- Durchmesser ca. 2.5cm
- Vorverdauten Speisebrei zu Ende zu verdauen
- Über die Dünndarmschleimhaut die kleinen Moleküle in den Kreislauf aufnehmen
- Ca. 7l Verdauungssäfte (Speichel, Magensaft, Galle, Bauchspeicheldrüsen-, und Dünndarmsekret) werden rückresorbiert
- Riesige Oberfläche
Abschnitte des Dünndarms
- Zwölffingerdarm (Duodenum)
- ca. 25cm lang
- C-Form
- retroperitoneal
- Leerdarm (Jejunum)
- Frei beweglich
- Krummdarm (Ileum)
Dünndarmsaft
Verbessert Kontakt zwischen gelösten Substanzen und resorbierenden Mikrovilli der Erythrozyten
Dünndarmbewegungen
- Autonomie der Darmbewegungen: Nervensystem unabhängig
- Sympathikus und Parasympathikus führen zu einer Modifikation der Darmbewegungen (keine Steuerung)
- Eigenbeweglichkeit der Zotten durch Kontraktionen der Eigenmuskelschicht der Schleimhaut. Wird vom Meissner-Plexus der Submukosa gesteuert und verbessert Kontakt zwischen Epithel und Speisebrei
- Mischbewegungen durch rhythmische Einschnürungen der Ringmuskulatur sowie Pendelbewegungen. Mischbewegungen werden durch lokale Dehnungen der Dünndarmwand ausgelöst
- Peristaltische Wellen zur Fortbewegung des Darminhaltes Richtung Dickdarm
Resorptionsfläche des Dünndarms
- Kerckring Falten
- Krypten (Einsenkung)
- Zotten (Ausstülpung)
- Mikrovilli (Bürstensaum)
Dickdarm und Rektum
- Letzter Abschnitt des Verdauungsrohrs
- 1,2 bis 1,4 Meter
- Endet mit dem Schliessmuskel
- Rückresorption von Wasser und Elektrolyten
- Eindickung vom Darminhalt
- Speicherung im Mastdarm
Aufgaben Dickdarm und Rektum
- Eindickung des Stuhls, etwa 70 bis 85 % des Wassers, das mit dem Dünndarmsaft in den Dickdarm gelangt wird rückresorbiert
- Elektrolytrückresorption
- Schleimproduktion
- Gärungs- und Fäulnisprozesse
- Darmgase werden zu 90% rückresorbiert
Dickdarmschleimhaut
- Keine Zotten dafür tiefe Einstülpungen = Dickdarmkrypten
- Aus schleimbildenden Becherzellen
Bauchfellüberzug Dickdarm
- Blinddarm, Colon transversum und Sigma vollständig von Serosa überzogen
- Über Mesokolon (Dickdarmgekröse) mit hintere Bauchwand verbunden
- Über Mesokolon wird Dickdarm mit Blut- und Lymphgefässen sowie Nerven versorgt
Kolon
- Colon ascendens: Verläuft der rechten Bauchwand anliegend vom Blinddarm bis zur Leber
- Colon transversum: Verläuft zum linken Oberbauch in die Nähe der Milz
- Colon descendens: Verläuft an linker Bauchwand anliegend nach unten
- in Höhe der linken Darmbeinschaufel löst sich das Kolon von der seitlichen Bauchwand und geht in einer S-förmigen Krümmung in das Sigma (Colon sigmoideum) über.
- Das Sigma verlässt den Bauchraum, tritt in das kleine Becken ein und geht ins Rektum über
Rektum
- Letzter Abschnitt des Verdauungsrohrs
- Sammelbehälter für Stuhl
- innerer Afterschliessmuskel (kann nicht willkürlich beeinflusst werden)
- Äusserer Afterschliessmuskel (kann willkürlich beeinflusst werden)
Transport Dickdarminhalt
- Segmentationen
- Entstehen durch rhythmische Einschnürungen der Ringmuskulatur
- Verzögert die Passage des Darminhalts, sodass Elektrolyte und Wasser resorbiert werden können
- Propulsive Massenbewegungen
- Kontrolliert durch vegetatives Nervensystem
- Zuerst Erschlaffung, danach starke Kontraktionswelle
- Kontraktionswellen kommen 3-4x täglich vor, bevorzugt am Morgen nach dem Aufstehen sowie nach den Mahlzeiten
- Peristaltische Wellen (sind selten)
Stuhlentleerung
= Defäkation
- Reflexmässig Vorgang, kann jedoch willentlich beeinflusst werden
- Dehnungsrezeptoren leiten Impulse zum Defäkationszentrum in Sakralmark