HFRB


M. W.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die menschliche Anatomie und Physiologie auf Mittelschulniveau, mit Fokus auf Organe wie Herz, Leber, Magen und Lunge. Sie decken Themen wie die Struktur und Funktion von Blutgefäßen, die Rolle der Schleimhaut und die Bedeutung von Hormonen wie Angiotensin ab. Ideal für Schüler, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie vertiefen möchten.
Cartes-fiches
259
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
17.11.2023 / 10.04.2024

Cartes-fiches

Lungenkontusion

  • Direkte oder indirekte Gewalteinwirkung
  • Verletzung des Lungengewebes --> Einblutungen und Plasmaverschiebungen -->  eingeschränkter Gasaustausch

Pleuraerguss

  • Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt
  • Durch lokale Entzündungen oder Mitreaktion der Pleura bei Tumoren

Pleuritis

  • Entzündung der Pleurablätter
  • Fibrin an glatten Oberflächen

Was braucht es für die Atemmechanik?

  • Zwerchfell/Diaphragma
    • Breite, gewölbte Muskelplatte
    • Trennt Brust- und Bauchhöhle
    • Innervation durch N. Phrenicus
    • Wichtigste Muskel für Inspiration
  • Zwischenrippenmuskulatur
    • Innere und äussere

Welche Muskeln gehören zur Atemhilfsmuskulatur?

  • M. pectoralis major und minor (Brustmuskel)
  • M. serratus anterior, M. serratus posterior superior (Sägezahnmuskel)
  • Mm. Scaleni (Treppenmuskel)
  • M. sternocleidomastoideus (Kopfwender)

Aus- und Einatmung

  • Atmung dient dem Gasaustausch zwischen Körper und Umgebung
  • Einatmung/Inspiration
    • Lungen dehnen sich aus/aktiver Prozess
    • Sauerstoffreiche Atemluft gelangt in Alveolen
  • Ausatmung / Exspiration
    • Lungen ziehen sich zusammen
    • passiver Prozess
    • Kohlendioxidreiche, sauerstoffarme Luft gelangt nach Aussen
    • Bei Atemnot --> Hilfsausatmer = Bauchmuskeln

Gasaustausch

  • Ort des Geschehens = Alveolen
    • Alveolarendothel + Basalmembran + Kapillarendothel = Blut-Luft Schranke
    • Dauer des Gasaustausch = 0.3 Sek.
  • Sauersoff diffundiert ins Blut (Oxygenierung)
    • Ableitende Schenkel der Kapillaren
    • Linker Vorhof – Körperkreislauf
  • Kohlendioxid diffundiert aus dem Blut in die Alveolen
    • Zuführende Schenkel der Kapillaren
    • Rechte Herzkammer – Lungenkreislauf

Komponenten des Gasaustausches

  • Ventilation
    • Lungenbelüftung
  • Diffusion
    • Übertritt O2 + CO2
  • Gastransport
    • Gase werden an Trägersystem gebunden und transportiert
  • Perfusion
    • Lungendurchblutung

Diffusion & Partialdrücke

  • Der Gasaustausch folgt stets einem Konzentrationsgefälle
    • Von hoher Konzentration zur niedrigen Konzentration
  • Die Blut-Luft-Schranke stellt beim Gesunden kein nennenswertes Diffusionshindernis dar
  • Diffusionshindernis:
    • Austauschweg zwischen Alveolen und Kapillarinnenraum wird länger = Blut-Luft-Schranke ist dicker --> Diffusionsweg ist verlängert
    • Pneumonie, Lungenödem, Lungenfibrose

Sauerstofftransport im Blut

  • Sauerstoff diffundiert sofort in Erythrozyten (zum grössten Teil an das Eisen des Hämoglobins)
  • Bei Anämie kann nur wenig Blut transportiert werden
  • O2-Kapazität ist abhängig von Hämoglobinkonzentration im Blut und wie viel vom Hämoglobin mit Sauerstoff gesättigt ist.
  • O2-Abgabe von O2-Kapazität, Herzleistung und Herzminutenvolumen abhängig

der Weg eines Sauerstoffmoleküls

  1. Ventilation --> Sauerstoff gelangt in die Alveolen und diffundiert durch die Blut-Luft-Schranke
  2. bindet sich direkt an das Eisen des Hämoglobins
  3. Transport des Erythrozyten im Körperkreislauf
  4. am Zielort (Gewebe) Abgabe des Sauerstoffs mittels Diffusion (Konzentrationsgefälle)
  5. Weiterverarbeitung des Sauerstoffs im Gewebe (aerober Stoffwechsel)

der Weg des Kohlendioxids

  1. Gewbe --> CO2 diffundiert ins Blut
    1. 45% als Bikarbonat im Plasma
    2. 45% im Erythorzyten
    3. 10 % gelöst im Plasma
  2. Transport des Kohlendioxids im Körperkreislauf
  3. CO2-Abgabe im Lungenkreislauf 

Wichtig: CO2 braucht es nur zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Wertes und für die Steuerung der Atmung 

Zyanose

  • Blauverfärbung der Haut oder Schleimhaut aufgrund unzureichender Sauerstoffbesetzung des Hämoglobins
  • Tritt erst bei einer Sauerstoffsättigung unter 80% auf
  • Zentrale Zyanose: gesamtes Blut sauerstoffarm
  • Periphere Zyanose: Blutfluss lokal verlangsamt (Finger, Zehen)
  • Ursache: erhöhter Sauerstoffausschöpfung im Gewebe oder auch Kälte

Atemzugvolumen

  • normales In- bzw. Exspirationsvolumen (ca. 500ml)
    • 2/3 in Alveolen
    • 1/3 anatomischer Totraum

alveolarer Totraum

bestimmte Aleveolenbezirke sind belüftet aber nicht durchblutet

anatomischer Totraum

Kehlkopf, Trachea, Bronchien

funktioneller Totraum

= anatomischer Totraum + alveolarer Totraum

inspiratorisches Reservevolumen

durch verstärkte Inspiration kann zusätzlich 2-3 Liter eingeatmet werden

exspiratorisches Reservevolumen

durch verstärkte Ausatmung kann zusätzlich 1 Liter ausgeatmet werden

Vitalkapazität

= Exspiratorisches Reservevolumen + Atemzugvolumen + inspiratorisches Reservevolumen

Residualvolumen

Luft, die nach Exspiration in Lunge zurückbleibt

Totalkapazität

= Vitalkapazität + Residualvolumen

funktionelle Residualkapazität

= exspiratorische Reservenvolumen + Residualvolumen

Hypoxie

Versorgung der Zielzellen ist beeinträchtigt

Hypoxämie

Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt

Atemzentrum

  • Medulla oblongata (verlängertes Mark)
  • Steuert gesamte Atemmuskulatur
  • Bestehend aus Inspirations- und Exspirationskerne

Mechanisch-reflektorische Atemkontrolle

  • Dehnungsrezeptoren in Alveolen lösen Gegenbewegungen aus
  • Feineinstellungen erfolgt über Dehnungsrezeptoren in der Zwischenrippenmuskulatur

chemische Atmungskontrolle (Blutgase)

  • Ausgelöst durch niedrigen pH-Wert (Azidose), erhöhten Kohlendioxidgehalt, erniedrigte Sauerstoffsättigung
  • Erhöhte Atemtätigkeit = vermehrt CO2 wird abgeatmet und pH-Wert steigt
  • Werden über Chemorezeptoren gemessen, welche die Werte ans Atemzentrum übermitteln

periphere Chemorezeptoren

  • im Geflecht der peripheren Nervennetze des Parasympathikus (IX und X Hirnnerven)
  • Teilungsstelle A. carotis, zwischen Lungenarterie und Aortenbogen

zentrale Chemorezeptoren

  • in der Medulla Oblongata
  • Reagiert auf Steigerung des pCO2 und sinkenden pH-Wert

Kussmaul-Atmung

  • Gleichmässig, tiefe Atemzüge, keine Atempausen --> CO2 wird abgeatmet
  • Aufgrund metabolischer Azidose

Cheyne-Stokes-Atmung

  • Periodische Atmung --> zu- und abnehmende AF und Tiefe wechseln sich mit Atempausen ab
  • Aufgrund erhöhten Hirndruck, Azidose etc.

Biot-Atmung

  • Sich wiederholendes Muster --> rasche Atemzüge werden von Atempausen unterbrochen
  • Aufgrund ZNS-Störung

Schnappatmung

Terminale Atmung --> kurz vor Herz-Kreislauf-Stillstand

Hyperventilation

  • Zu schnelle und zu tiefe Atmung
  • es wird vermehrt CO2 abgeatmet
  • es entsteht eine Alkalose (im Blut gelöstes Kalzium sinkt) -->  Missempfindungen in den Händen und um den Mund, Muskelkrämpfe (Pfötchenstellung), Schwindel, Benommenheit. = Hyperventilationstetanie

Pulsoxymetrie

  • Verfahren zur Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung
  • Wird SpO2 bezeichnet
  • Pulsoxymeter benötigen für eine korrekte Funktion pulsierenden Blutfluss und Lichtdurchlässigkeit des Gewebes
  • Pulsoxymeter besteht aus Mess- & Monitoreneinheit und einem Sensor
  • Sensor kann z.B. Fingerclip sein
  • Sensoren verfügen über duale Lichtquelle und einen Photodetektor
  • Lichtquelle sendet Infrarotlicht und Rotlicht mit unterschiedlichen Wellenlängen durch das Gewebe
  • Zur Messung der art. Sauerstoffsättigung muss der Sensor an einer Körperstelle angebracht werden, an der art. Blutgefässe durchstrahlt werden können
  • Photodetektoren des Sensors misst das nicht absorbierende Licht
  • Mit O2 beladenes Hämoglobin (Oxyhämoglobin) absorbiert das Infrarotlicht stärker als unbeladenes Hämoglobin (Desoxyhämoglobin)
  • Das ausgestrahlte Rotlicht wird vom Desoxyhämoglobin stärker absorbiert
  • Fehlerquellen: periphere Durchblutungsstörungen, Hypothermie, Hypovolämie, Schock, Vasokonstriktion, Bewegungsartefakte und Nagellack

Mechanische Verdauung

Zerkleinerung der Nahrung

chemische Verdauung

Einwirkung von Verdauungsenzymen

Beschreibung Peritoneum

  • Spiegelglatte Haut
  • Besteht aus 2 Blättern
  • Innere Peritoneum viscerale (überzieht innere Organe)
  • Äussere Peritoneum parietale (kleidet die Bauchwand aus)

Intraperitoneal

vollständig von Peritoneum überzogen am Ende der Embroynalzeit (Magen, Dünndarm, Leber, Milz)

Étudier