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M. SZ.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Handhabung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe, insbesondere im medizinischen Kontext. Sie decken Themen wie CMR-Stoffe, GHS-Piktogramme, Vorsichtsmaßnahmen und die Bedeutung von Schutzausrüstung ab. Die Karteikarten sind ideal für Mittelschüler, die sich auf Prüfungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit vorbereiten, und bieten praktische Einblicke in die korrekte Lagerung, Entsorgung und Handhabung von Chemikalien sowie die Prävention von Infektionen durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.
Flashcards
64
Students
1
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
02.11.2023 / 12.11.2023

Flashcards

Bauliche und technische Hilfsmittel, welche im Brandfall helfen ein Feuer in der Ausbreitung einzudämmen, oder frühzeitig zu erkennen

bauliche Massnahmen: Brandschutztüre, welche Materialien werden verbaut, Fluchtwege
 

technische Massnahmen: Sprinkleranlage, Rauchmelder

Türen beim Verlassen vom Raum immer schliessen

Grundregeln Bekämpfung von Feuer

- Aufmerksam sein
- Mögliche Gefahren erkennen
- Hitze und Rauch beachten
- Sich nicht überschätzen
- Wenn möglich zu 2. Feuer bekämpfen

- Objekt, welches gelöscht war im Blick behalten

Bedeutung Exposition, beschreiben, was damit gemeint ist

exopnoere=aussetzen

Exposition = menschlicher Körper setzt sich einem chemischen, physikalischen und biologischen Stoff aus, welche teilweise schwerwiegende Krankheiten hervorrufen können.

Drei Viren, die über Blut übertragen werden und zu einer chronischen Infektion führen können

Hepatitis B, Hepatitis C und HIV ->Humane Immundifizienzvirus 

Situationen, welche als Expopsitionsereignis verstanden werden

Blut oder andere Körperflüssigkeiten gelangen auf:

- Schleimhäute (Mund, Augen, Nase)
- nicht intakte Hautstellen (offene Wunden, Schürfwunden, entzündete Hautstellen)
- peruktane (durch Haut hindurch) Verletzungen mit scharfen Objekten

Risiko einer Exposition mit Berücksichtigung von Art und Zusammensetzung des Probematerials

Nicht infektiöns - in Formalin fixiertes Gewebe / wenn nicht mit Blut kontaminiert: Sputum (Auswurf), Schweiss, Tränen, Speichel, Nasensekret, Stuhl (Faeces)


Potenziell (denkbar) infektiös - Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit, Pleuraflüssigkeit (Brusthöhle), Liquor, Ejakulat (Sperma) Perikard (Flüssigkeit aus Herzbeutel, Gelenkflüssigkeit / Blut
 

Schutzmassnahmen um Expositoinsereignisse zu verhindern und entsprechende passende Kategorie (technisch, personenbezogen, organisatorisch & arbeitsmedizinisch)

Technische Massnahmen: Benutzung von Sicherheitswerkbänken, Pipettierhilfen, Sicherheitskanülen, Multisafebox
Personenbezogene Massnahmen: Handschuhe, Schutzbrille, Schutzmaske
Organisatorische Massnahmen: Information & Schulung des Personals, erstellen von Richtlinien, Hygiene- Sicherheitskonzept
Arbeitsmedizinische Massnahmen: Schutzimpfungen gegen HBV, medikamentöse Behandlung nach dem Ereignis

6 Grundregeln präexpositionsprophylaktischen (krankheitsvorbeugend, vor einer Handlung betreffend Exposition)  Standartmassnahmen

1. Blut und andere Körperflüssigkeiten sind von Arbeitnehmenden immer als potenziell infektiös zu beachten
2. Vermeidung von Verletzungen mit kontaminiertem Material (Kanülen, Skalpelle)
3. Verhinderung von direktem Kontakt mit Blut der anderen Körperflüssigkeiten (Handschuhe, Schutzmaske, Schutzbrille, Schutmantel)
4. Sichere Entsorgung von kontaminiertem Einwegmaterial (Objektgläser, Kanülen), kein Recapping, Multisafebox nur zu 2/3 befüllen
5. Sofortige Desinfektion & Reinigung von kontaminierten Flächen
6. Schutzimpfung gegen Hepatitis B

Übertragungsrisiko (in %) für exponierte Person, wenn Quellenpatien*in mit HIV, HBV oder HCV infiziert ist

HIV: 0.3%
HCV: 3%
HBV (exponierte Person ist ungeimpft) : 30%

Notwendigkeit der Dokumentation einer Stich-, Schnitt-, oder Bissverletzung

Gemäss der Verordnung über Schutz der Arbeitnehmer*innen vor Gefährdung durch Mikroorganismen (SAMV), muss das Expositionsereignis in der Gesundheitsakte der betroffenen Person während 40 Jahren aufbewahrt werden & Unfallversicherung sofort informieren

4 Sofortmassnahmen nach einem Expositionsereignis

Erkennen: Betroffene müssen selber erkennen dass eine Exposition geschehen ist und diese als Notfall behandeln
Sofortmassnahmen:  - Entfernung und Entsorgung von Fremdkörpern aus der Sich-,Schnitt-, Bisswunde
Spontanen Blutfluss nicht stoppen (Extremität nach unten halten), keine Manipulation (Quetschen, Aussaugen oder Ausdrücken Einstichsstelle)
- Betroffene Stelle 1-2 Minuten mit Wasser und Seife waschen
- Betroffene Stelle desinfizieren (hygienische Händedesinfektion), Desinfektionsvorgang wiederholen
- Einstichstelle mit Pflaster versorgen
- Wenn möglich, Identifikation der Infektionsquelle (Indexpatient*in)
Exposition Augen: mit Augendusche 5 min. spülen (Chemikalien 15 min.)
Exposition Mundschleimhaut: aufgenommenes Material muss sofort ausgespuckt werden, anschliessend Mund mehrmals spülen (15. Sek)
Exposition lädierte Haut: betroffene Hautstelle sofort mit Wasser und Seife gründlich waschen. Anschliessende mehrmalige Desinfektion mit Hautantiseptikum getränkten Tupfer -> keinen Druck anwenden!
Meldung: Zuständiger Arzt, Notfall Insel, Lehrperson
Angemessene Intervention: Schweregrad der Exposition wird mit Arzt auf potentielle Indikation für medikamentöse HIV Postexposionsprophylaxe geprüft
Quelle infektiös? Infektionskrankheiten, intravenöser Drogenmissbrauch, bekannte Hepatiten (Immigrant aus bek. HIV-Epidemieland), multibler Partnertausch mt ungeschützem Geschlechtsverkehr, allfällige Bluttransfusion etc. wenn unbekannt, immer vom schlimmsten ausgehen!
War Exposition relevant? Schweregrad der Exposition wird geprüft (Art zugefügter Flüssigkeit, Art Verletzung, Haut-, Schleimhaut- oder perkutane Exposition
Exponierte Person empfindlich? Krankengeschichte der exponierten Person beurteilen, wird bei Gesamtsituation einbezogen. 
Impfung Hepatitis-B, Vorerkrankungenk (geschwächtes Immunsystem), Sofortmassnahmen nach Ereignis?

Laboranalysen, welche beim Quellenpatienten bestimmt werden müssen, welche postexpositionelle Massnahmen werden getroffen, wenn Test positiv?

HBsAg = Hepatitis surface Antigen in einer Blutprobe, des Indexpatienten-> positiv; exponierte Person muss Hepatitis B-Impfstatus prüfen, wenn kein Impfschutz sofort impfen und zusätzliche Spender-Antikörper verabreichen.
HCV-Ak = Hepatitis C-Antikörper in Blutprobe des Indexpatienten -> positiv; exponierte Person während 6 Monaten eng überwachen, in regelmässigen Abständen Leberwerte messen und HCV-AK-Test durchgeführen
Kombinierter HIV Test: p24 (p24 Antigen = Bestandteil Virusoberfläche) HIV Ak (HIV-Antikörper) -> nach 6 Wochen nach einer Infektion nachweisbar, Antikörper gegen HIV-Virus nach 3 Monaten in genügend hoher Konzentration vorhanden um vorzuweisen Test positiv:  ¨ bei exponierten Person sofort medikamentöse Postexpositionsprophylaxe einleiten, innerhalb von 1-2 h Infektionsvorbeugung, Opfer ununterbrochen während 4 Wochen, mit 3 verschiedenen gegen Viren gerichtete Medikamente behandeln.
 

Alle Laboranalysen Quellenperson negativ -> werden keine Analysen der betroffenen Person durchgeführt. Blut der Quellenperson wird aus versicherungstechnischen und rechtlichen Gründen zur Archivierung eingefroren
 

Bei Quellenperson fallen die HIV-, HBV- und/oder die HCV-Testung positiv aus, oder Quellenperson nicht auffindbar, verweigert die Blutentnahme -> bei exponierten Person wird ein kombinierter HIV p24/Ak-Test, ein HCV-AK-Test und ein HBsAg-Test durchgeführt. Zusätzlich Hepatitis B-Impfstatus überprüfen, Konzentration gegen Hepatitis B gerichteten Antikörper (HBs-Ak) werden gemessen

Nach 3 Monaten erneut Blut abgenommen um wiederholt einen kombinierten HIV-Test, ein HBsAG-Suchtest und ein HCV-Ak-Suchtest durchzuführen. Fallen alle Tests negativ aus, kann betroffene Person aufatmen

Kennzeichnung gefährlicher Stoffe (GHS)

neues Kennzeichnungssystem für Chemikalien, vorher Giftgesetz CH, Chemikalengesetz EU
Gilt weltweit, globales Sicherheitssystem

Gefahrensymbole, Signalwort, Gefahrenhinweis (H-Sätze) Sicherheitshinweis (P-Sätze)
Gefahrenklassen (Art der Gefahr)
Sicherheitsdatenblatt
 

Bedeutung GHS-Piktogramm Explosiv & Vorsichtsmassnahmen: 

Gefahr: kann durch Kontakt mit Flammen, oder Funken nach Schlägen, Reibung oder Erhitzung explodieren
Handhabung: Schlag, Stoss, Reibung, Funkenbildung, Hitzeeinwirkung vermeiden

Bedeutung GHS-Piktogramm Hochentzündlich & Vorsichtsmassnahmen:

Gefahr: Durch Kontakt mit Flammen & Funken, durch Schläge, Reibung, Erhitzung, Luft-, oder Wasserkontakt entzünden 

bei falscher Lagerung auch ohne Fremdeinwirkung entzündbar
 

Handhabung: Zündquellen vermeiden, Geeignete Löschmittel bereithalten, Bildung von entzündlichen Stoff-Luft-Gemischen meiden, nach Gebrauch sorgfältig verschliessen

Bedeutung GHS-Piktogramm Brandfördernd & Vorsichtsmassnahmen

Gefahr: Brennt selbst oft nicht, kann Brände verursachen oder beschleunigen, Setzt bei Brand Sauerstoff frei, ein Ersticken der Flammen fast unmöglich
Handhabung: Immer entfernt von brennbaren Materialien aufbewahren, nach Gebrauch sorgfälltig verschliessen

Bedeutung GHS-Piktogramm Giftig & Vorsichtsmassnahmen:

Gefahr: Kann schon in kleinen Mengen zu schweren Vergiftungen oder zum Tod führen.
Handhabung: Mit grösster Vorsicht anwenden, Geeignete Schutzkleidung wie Handschuhe & Maske verwenden, Gefährdung Unbeteiligter ausschliessen, Nach Gebrauch sorgfälltig verschliessen

Bedeutung GHS-Piktogramm Gesundheitsschädigend & Vorsichtsmassnahmen: 

Gefahr: Bei Aufnahme mit Körper verursachen Stoffe Gesundheitsschäden von:
- Schädigung best. Organe
- sofortige & langfristige massive Beeinträchtigung Gesundheit
- Erzeugen Krebs, Erbgut & Fruchtbarkeit, oder Entwicklung werden geschädigt
- kann bei Eindringen in Atemwege tödlich sien
H-Sätze müssen beachtet werden, damit man weiss, welche der oben genannten Gefahren gelten

Handhabung: Niemals einnehmen, jeden unnötigen Kontakt meiden, nicht einatmen, langfristige Schäden bedenken, nach Gebrauch sorgfälltig verschliessen

Bedeutung GHS-Piktogramm Ätzend & Vorsichtsmassnahmen:

Gefahr: Kann schwere Hautverätzungen & Augenschäden verursachen, bestimmte Materialien lösen Kleidung auf. Ist schädlich für Tiere, Pflanzen & organische Materialien

Handhabung: Bei Umgang immer Handschuhe & Schutzbrille tragen, nie über Augenhöhe lagern, nach Gebrauch vorsichtig verschliessen. 

Bedeutung GHS-Piktogramm Vorsicht & Vorsichtsmassnahmen: 

Gefahr: Haut irritieren, Augenreizungen, Allergien oder Ekzeme, Schläfrig machen, nach einmaligem Kontakt Vergiftung & schädigt Ozonschicht

Sammelzeichen für div. Gefahren, wobei Ausprägung für "Gesundheitsschädigend, "Ätzend" nicht genügend erfüllt, daher H-Sätze beachten

Handhabung:  Dämpfe nicht einatmen, Hautkontakt meiden, nur benötigte Menge verwenden, nach Gebrauch sorgfälltig schliessen

Bedeutung GHS-Piktogramm Umweltgefährlich & Vorsichtsmassnahmen: 

Gefahr: Kann Wasserorganissmen wie Fische, Wasserinsekten und Wasserpflanzen in geringen Konzentrationen akut, oder durch Langzeitwirkung schädigen

Handhabung: Nicht in Kanalisation, Boden, oder Umwelt gelangen lassen. Entsorgungsvorschriften beachten!

CMR steht für:

Carcinogenic, Mutagenic and toxic to Reproduction

krebserzeugend, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoff

Prinzip vom Ames-Test:

Methode, um erste Einteilung von Stoffen der CMR-Wirkung zu erstellen. Gezielt veränderte Bakterien (die best. Aminosäure nicht herstellen können) werden auf ein Nährmedium (welches sie keine Proteine bilden lässt=nicht überlebensfähig) gegeben. Eigentlich sollten sie nicht wachsen können, einige Stämme können wachsen, da sich diese rückmutieren und die Aminosäure wieder herstellen können. Wenn ein CMR-Wirkstoff hinzugefügt wird, mutieren noch mehr Bakterien zurück, womit der Mutagene Wirkstoff des CMR nachgewiesen werden kann. 
Bei manchen Stoffen ist Abbauprodukt problematisch, Rattenleberxtrakt wird beigefügt, enthaltene Enzyme simulieren Verstoffwechselung in Leber. Test ist nicht 1:1 auf Mensch übertragbar, gibt jedoch erste Einordnungsmöglichkeit. 

 CMR-Stoffe anhand vom SDB erkennen und erklären, wie CMR-Stoffe gekennzeichnet werden müssen

Erkennung anhand der H-Sätze, welche Gefahr der CMR Stoff mit sich bringt 

 

Study