Faszien & BGM Extremitäten

Lernziele HPS Luzern

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S. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bindegewebsmassage (BGM) und deren Anwendung an den Extremitäten. Sie behandeln die Indikationen und Kontraindikationen, verschiedene Hautveränderungen wie Blasen, Pusteln und Makeln, sowie die Wirkungsprinzipien der BGM, einschließlich reflektorischer, psychogener und biomechanischer Effekte. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Therapeuten, die ihre Kenntnisse über die BGM vertiefen und ihre Fähigkeiten in der Behandlung von Haut- und Bindegewebsstörungen verbessern möchten.
Karten
85
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
26.09.2023 / 01.02.2026

Flashcards

Geschichte der Bindegewebsmassage

- Elisabeth Dicke 1884- 1951 Ausbildung alas Krankengymnastin

 

- Hede Teirich- Leube 1903-1979 Weiterentwickung der Griffe (Lehrkraft Krankengymnastikschule in Freiburg),

  Verfeinerung der Technick und unterteilung in 2 Schichten, obere (OVS) und untere (UVS) Verschiebeschicht

 

- Sir Henry Head 1861-1940 Head- Zonen (Neurologe) Hautareale mit Organen in verbindung gebracht

 

Wo liegt die obere Verschiebeschicht

- OVS

- zwischen Dermis und Subkutis (Hypodermis)

Wo liegt die Untere Verschiebeschicht

- UVS

- zwischen Subkutis (Hypodermis) und Faszien

Was ist eine Head'sche Zone

Als Head-Zonen bezeichnet man die Hautareale (Dermatome) des so genannten "übertragenen Schmerzes". Dabei handelt sich um Hautabschnitte, die eine nervale Beziehung zu bestimmten inneren Organen besitzen. Die Erkrankung des betreffenden Organs führt zu Schmerzen im korrespondierenden Hautgebiet.

- Übertragener Schmerz (Temperatur, Berührungsschmerz) vom Organ auf die Haut

z.B. Ausstrahlung bei Myokardinfarkt in den linken Arm

Was ist eine Mackenzie Zone

Was ist ein Myotom?

- Muskelabschnitt

In der Anatomie versteht man unter einem Myotom die Muskulatur, die von einem Spinalnerven innerviert wird. Damit ist es die muskuläre Entsprechung eines Dermatoms. Myotome lassen sich entsprechenden MacKenzie-Zonen zuordnen, analog wie Dermatome den Head-Zonen.

Was ist ein Angiotom

- Gefäss

- Unter einem Angiosom versteht man das Versorgungssegment eines bestimmten Blutgefässes.

Was ist ein Neurotom

- Nerven

- Als Neurotomie bezeichnet man in der Medizin die vollständige oder teilweise Durchtrennung eines Nerven (Denervierung). Im Gegensatz zur Neurektomie wird die Durchtrennung der Nervenfasern ohne Substanzverlust durchgeführt.

Was ist ein Osteotom

- Knochen

- Als Osteotomie bezeichnet man die chirurgische Durchtrennung von Knochen beziehungsweise die Entfernung von Knochenfragmenten.

Was ist ein Viszerotom

- Organe

Was ist ein Segment

- beinhaltet verschiedene Funktionseinheiten die ein Körpergebiet umfasst

- stellt die Wechselbeziehung zwischen Körperoberfläche und Körperinneren her

- Gesetze des Spinalnervensystem, ergänzt durch das vegetative Nervensystem

- jedes Organ bleibt mit einem definierten Abschnitt des Rückenmarks ein Leben lang durch segmentgebundene Nervenbahnen in Verbindung

- Haut-, Muskeln- und Knochenabschnitte an der Körperoberfläche über einen gemeinsamen Spinalnerv mit einem inneren Organ in Beziehung steht

- zu jedem Segment gehört ein Spinalnerv

Was ist ein Dermatom

- ein Hautabschnitt

- Dermatome sind Hautbereiche, die einem Rückenmarkssegment und dem dazugehörenden Rückenmarksnerv bezüglich Empfindung zugeordnet sind. 

- sie haben eine nervale Beziehung zu bestimmten Organen

- die erkrankung des betroffenen Organs führt zu Veränderungen im korrepondierenden Hautgebiet

- Zeichen: Einziehungen oder Quellungen 

- lassen sich den Head- Zonen zuordnen

Was ist ein Enterotom

- innere Organe

- Eingeweidezone, Einflussbereich vegetativer Anteil eines Spinalnervs auf bestimmte innere Organe, bzw. deren Gefässe

Welches sind die Bausteine eines Segments

Dermatom= Hautareal

Myotom= Muskelabschnitt

Sklerotom= Skelett

Viszerotom= Organ

Neurotom= Nerven

Was ist ein Spinalnerv

- es sind gemischte Nerven

- sie bestehen aus sensiblen, motorischen und vegetativen Fasern, die ausschliesslich ihr segmentanteil versorgt

- Als Spinalnerven bezeichnet man die Nerven, die paarig aus dem Rückenmark entspringen

- Sie sind Teil des peripheren Nervensystems

Bestandteile des Bindegewebes

- Ortsständige/ fixe Zellen- Abstammung von den undifferenzierten Mesenchymzellen

- Bewegliche/ mobile Zellen- Abstammung von hämatoetischen Stammzellen

- Extrazelluläre Bestandteile- Matrix

Ortsständige/ fixe Zellen im Bindegewebe

Abstammung von den undifferenzierten Mesenchymzellen

  • Fibroblasten und Fibrozyten
  • Chondroblasten und Chondrozyten
  • Osteoblasten und Osteozyten produzieren die extrazelluläre Matrix
  • Fettzellen deponieren Fett als Energiespeicher und mechanischen Schutz
  • Mastzellen können Mediatroren freisetzen und spielen die zentrale Rolle bei Entzündungsprozesse

Fibroblasten

- Teilungsaktive Zellen des Bindegewebes

- Die Zelle stammen aus dem Mesoderm und sind nicht voll differenziert

- sie können sich zu verschiedenen Bindegewebszellen differenzieren z.B. zu Fibrozyten

Mesoderm

- ist das mittlere der drei Keimblätter, die wärend der Embryogenese entsteht

- bildet sich im laufe der 3. Entwicklungswoche durch Einwanderung der Zellen zwischen Epiblast und Hypoblast im Rahmen der Gastrulation

Fibrozyten

- sind fixe (unbewegliche) Zellen des Bindegewebes mit einem langovalen Kern sowie lange Fortsätzen

- dies verbindet die zellen untereinander und bilden ein dreidimensionales Gefüge, welches das ansonst lockere Bindegewebe stabilisiert

Chondroblasten

- teilungsunfähige Vorläufer der Knorpelzellen (Chondrozyten)

- sie sind ein Zellstadium der Chondrogenese

Chondrozyten

- Knorpelzellen

- sie bilden gemeinsam mit den Interzellularsubstanzen die Knorpel

Mastzellen

- sind körpereigene Zellen, die mithelfen Krankheitserreger abzuwehren

- spielen bei der allergischen reaktion eine Rolle

- befinden sich in der Haut, Knochenmark, oder anderen Organen

Bewegliche/ mobile Zellen im Bindegewebe

Abstammung von hämatopoetischen Stammzellen

  • Makrophagen
  • Leukozyten sind hauptsächlich an der Auflösung von Immunreaktionen beteiligt und besitzen Phagozytosewirkung

hämatopoetischen Stammzellen

- HSC

- Stammzelle, aus denen sich durch Zellteilung und zunehmende Differenzierung die Blutzelle (z.B. Erythrozyten) entwickeln

Makrophagen

- gehören zu den sogenannten Fresszellen

- weisse Blutkörperchen

- sie entwickeln sich aus den im Knochenmark gebildeten Monozyten

- werden ins Blut abgegeben und zirkulieren durch den Körper

Monozyten

- sind zelluläre Bestandteile des menschlichen Bluts

- gehören zur Zellklasse der Leukozyten

- sind im Blut zirkulierende Zellen des Immunsystems und die Vorläufer der im Gewebe lokalisierten Makrophagen

Leukozyten

- hauptsächlich an der Auslösung von Immunreaktioen beteiligt und besitzen Phagozytosewirkung

- weisse Blutkörperchen

- beim gesunden Menschen nur in geringen Mengen im Blut vorhanden

- wesentlicher Bestandteil des Immunsystems

Phagozytose

- auflösung und unschädlich machen von Fremdkörper im Organismus

- Aufnahme extrazellulärer Partikel, Mikroorganismen oder Flüssigkeit 

- eliminierung der geschädigten oder sterbenden Zellen

Extrazelluläre Bestandteile- Matrix im Bindegewebe

die Matrix besteht aus den folgenden extrazellulären Bestandteilen

  • Wasser
  • Grundsubstanz
  • Elastische Fasern
  • kollagene Fasern
  • Nicht- kollagene Proteine

Das Netzwerk der Matrix hat die Funktion, Gewicht zu tragen und Stösse zu dämpfen. Es stellt ein Hindernis für das Eindringen von Fremdkörpern in das Gewebe dar und dient dem Austausch von Nährstoffen und Abfallprodukte

elastische Fasern

- dehnbare Fasern der extrazellulären Matrix des Bindegewebes

- werden von Fibroblasten produziert

- besteht aus Proteinpolymeren elastin und Fibrillin

Matix

- Hüllen der Chromosome

kollagene Fasern

- Faserförmiges Sekretionsprodukt

- Reiss- und Zugfestigkeit

- Hauptbestandteil von Bindegewebe und Skelettmuskulatur

Retikulären Fasern

  • ist eine spezielle Form des fasrigen Bindegewebes und besteht aus retikulum Zellen, die mit ihrer Fortsätzen ein weiteres Netz bilden
  • werden von den Retikulum Zellen gebildet und festigt das Gewebe

Grundsätze der BGM

  • jeder Zug wird 3x gezogen
  • nicht über das Gewebe rutschen

Funktion des Bindegewebes

  • Stützfunktion
  • Schutzfunktion
  • verbindende Funktion
  • Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger
  • Ernährungs- und Transportfunktion
  • Informationsfunktion
  • reich an Zwischenzellmasse
  • für den Körper unverzichtbar
  • dient als wasserspeicher

eigentliches Bindegewebe

- lockeres und straffes Bindegewebe

spezielles Bindegewebe

- retikuläres Bindegewebe

- Blut- .Knochen- .Knorpel- und Fettgewebe

Straffes Bindegewebe

Zellen: Fibroblasten

Fasern: Kollagenfasern, die dicht in der EZM eingelagert sind

lockeres Bindegewebe

Zelle: Fibroblasten

Fasern: locker in der EZM verteilte Kollagenfasern

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