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R. L.
Diese Lernkarten behandeln Umweltbelastungen und deren Auswirkungen auf Ökosysteme und Gesundheit, insbesondere auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Luftverschmutzung durch Ozon, Feinstaub, Stickoxide und den Abbau der Ozonschicht, sowie auf Wasserbelastungen durch Nährstoffe, Mikroverunreinigungen und invasive Arten. Die Karteikarten eignen sich für Studierende der Umweltwissenschaften, da sie komplexe Zusammenhänge verständlich darstellen und praktische Anwendungen in der Umweltpolitik und Nachhaltigkeit aufzeigen.
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Allemand
Catégorie
Chimie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.09.2023 / 22.09.2023

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Was ist der A-Horizont?

A-Horizont: organische Substanz – wir nennen es umgangssprachlich auch Humus und das ist wohl das, was wir gemeinhin als "Erde" oder "Herd" bezeichnen. Sie entsteht aus belebten Teilen des Bodens (Wurzeln, Lebewesen), besteht also aus abgestorbenen und umgewandelten (aber noch nicht vollständig durch Destruenten abgebauten!) Resten von Pflanzen und Tieren 

 

 

In dieser Handvoll Boden befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde (!) 

Der Gewichtsanteil dieser Organismen beträgt jedoch <1% der gesamten Bodensubstanz.  
Daraus folgt: die Dinger sind extreeeeeeeeem klein! 

Was ist der B-Horizont?

B-Horizont: mineralische Substanz - entsteht durch Verwitterung der Gesteine aus dem C-Horizont somit sind mehr als 90% der Bodenbestandteile unveränderlich. 

In Bezug auf die Inhaltsbestandteile ist der B-Horizont also von der Zusammensetzung des Ausgangsgesteins abhängig. 

Was ist Boden?

Boden (Pedosphäre) ist der von pflanzlichem und tierischem Leben erfüllte ober Teil der Erdkruste, der auf dem Ausgangsgestein der Erdkruste (Lithosphäre) liegt. Die Grenze zwischen Boden und Gestein ist meist unscharf.

 

Oberste Schicht der Erdkruste

Belebt

Grenzen: Oben Pflanzendecke/ Atmosphäre unten Ausgangsgestein

Besteht aus Mineralien und organischem Material

 

Die Organische Substanz ist vorallem Humus mit Pflanzenwurzeln und Lebewesen

Was sind die wichtigen Faktoren für eine Entstehung eines Bodens?

-Ausgangsgestein

-Klima

-Lebewesen (Vegetation und Mensch)

-Zeit

Was können Sie zum Ausgangsgestein bezüglich den Bodenaufbau sagen?

Das Gestein, das sich unter dem Boden, den wir uns anschauen, befindet, bestimmt die Zusammensetzung des jungen Bodens. Ist ein Boden schon sehr alt, können andere Prozesse dazu geführt haben, dass sich der B-Horizont vom Gestein darunter inhaltlich abhebt. 

Das verwitterte/zerstörte Ausgangsgestein bildet also die Bodenpartikel des mineralischen Bodens. Grob gesagt bestehen die mikroskopisch kleinen Teile des B-Horizontes aus verkleinertem Muttergestein aus dem C-Horizont.

Was können Sie zum Faktor Vegetation sagen?

Die Vegetation (seien das abgestorbene Gräser, Laubfall im Herbst, absterbende Wurzeln im Boden, …) liefert Streu welches das Ausgangsmaterial für Humus ist. Somit ist ein Bodentyp auch durch die vorherrschende Vegetation geprägt und ein A-Horizont in der Tundra ist demzufolge anders zusammengesetzt als einer im Regenwald!

 

Wurzeln der Pflanzen können Gestein im C-Horizont lockern und organische Säuren ausscheiden, welche ebenfalls Verwitterungsvorgänge unterstützen. Bodentiere mischen das Bodenmaterial.

 

Was können Sie zum Faktor Mensch sagen?

Kulturmassnahmen in der Landwirtschaft beschleunigen bzw. hemmen die Bodenbildung: 
Düngung, Rodung, Entwässerung, Ackerbau, Abtorfung führen zu Prozessen, welche den Abbau von Boden beschleunigen, das heisst, wir verlieren dadurch wertvollen Kulturboden.

Was können Sie zum Faktor Klima sagen?

Das Klima hat einen grossen Einfluss auf die Bildung von Boden.

 

Temperaturschwankungen und Frostsprengungen (Eis dehnt sich in Ritzen aus) führen zur Zerkleinerung des Gesteins.

Wasser und Wind schleifen das Gestein ab.

Druck lässt Risse entstehen, welche durch Wind, Regen und Pflanzen weiter ausgedehnt werden.

 

Die Sonnenstrahlung beeinflusst die Gesteins- und später die Bodentemperatur: 

Je höher die Bodentemperatur, desto grösser ist die Zersetzung und Verwitterung des Ausgangsgesteins und die Bildung von Streu (Humus).

Sauerstoff und Wasser helfen, das Ausgangsgestein zusätzlich zu "zerkleinern" (Chemische Verwitterung).

Da die Temperatur auch für die Verwitterung von Vegetation von hoher Bedeutung ist, ist die Bodenbildung in feuchten Tropen stärker als in Polnähe oder im Hochgebirge. 

Können Sie das Thema Boden zusammenfassen?

  • Der Boden ist die oberste Schicht der Erdkruste (und tendenziell dünner, als wir uns das bewusst sind)
  • Er besteht aus Mineralien (Herkunft: Muttergestein) und organischem Material (Herkunft: Pflanzen und Tiere). Der Boden entsteht also von "unten" und von "oben" her.
  • Er ist belebt: Bodenorganismen sehr klein und zahlreich
  • Die Bildung von Bodenbildung ist abhängig vom Muttergestein, Klima, Vegetation und dauert ganz schön lang!
  • Boden ist also ein schützenswertes Gut!

Wie lange dauert der Bodenaufbau eines typischen Bodens in Mitteleuropa?

Die Bildung von 1cm Boden dauert in Mitteleuropa ca. 250 Jahre

Entwicklung einer Braunerde in Mitteleuropa deuert ca. 10'000 Jahre

Sie wissen was Stoffkreisläufe charakterisiert und wie sich Stoffkreisläufe von Energieflüssen in Ökosystemen unterscheiden?

Charakterisiert:

  • Stoffe werden in verschiedenen Formen über alle Sphären geschickt und liegen am Ende wieder in der Ausgangsform vor (Bsp: C-Kreislauf: CO2 à C6H12O6 à CO2)

  • Stoffkreisläufe werden auch Biogeochemische Kreisläufe genannt
    à die Elemente werden zwischen den lebenden ("bio") und nicht-lebenden ("geo") Teilen von Ökosystemen herumgereicht

    – lebende Teile: Pflanzen, Tiere (inkl. Menschen), Mikroorganismen – nicht-lebende Teile: Wasser, Luft, Gestein, Böden

  • Kreisläufe gehen durch alle Sphären und können z.T. den gesamten Globus und geologische Zeiträume umfassen

  • Massenerhaltung ≠ Energieflüsse (“Verlust” von Energie über Wärme und Fäkalien, Stoffelemente bleiben erhalten)

 

Stoffe in der Biosphäre:

  • Pflanzen nehmen chemische Stoffe gelöst durch das Bodenwasser auf und wandeln sie um in Biomasse

  • Über das Nahrungsnetz warden die Stoffe weitergereicht und in den Organismen eingebaut (DNA, Aminosäuren,...)

  • Ausscheidungen und tote Biomasse werden durch die Destruenten verstoffwechselt. Die Stoffe werden wieder freigesetzt und können durch die Pflanzen wieder aufgenommen werden

 

Unterschied Stoffkreislauf und Energiekreislauf:

  • Pflanzen nehmen chemische Stoffe gelöst durch das Bodenwasser (oder die Atmosphäre) auf und wandeln sie um in Biomasse (sie “wachsen”: Blatt-, Stamm- und Fruchtwachstum)

  • Diese Biomasse wird auf verschiedene Arten weitergereicht:

• •

•

Tiere fressen die Pflanzen, scheiden einen Teil aus und bilden mit dem Rest eigene Biomasse.

Tote Biomasse (oder Ausscheidungen, abfallende Blätter etc.) werden durch Destruenten wieder in Bestandteile zersetzt und die Stoffe verbleiben im Boden, können so weitergegeben werden.

Vegetation kann verbrennen, so gehen ein paar Stoffe direkt in die Atmosphäre (Rauch, Gas, Asche) und weitere Stoffe können ebenfalls abgebaut werden.

• Destruenten sind wichtige Player bei den Stoffkreisläufen!

Beschreiben Sie den Stickstoffkreislauf

•

Grösster Speicher von N in der Luft Kreislauf

• • • •

Fixierung von N durch Bakterien im Boden, Pflanzen nehmen N auf – N geht weiter in Nahrungskette.

Mensch kann durch Haber-Bosch-Verfahren (extrem energieintensiver Vorgang) N in Form von Kunstdüngern in den Boden bringen

N wird als Nitrat in Gewässer ausgewaschen (wenn nicht durch Pflanzen aufgenommen)àEutrophierung, Artenverlust

Verbrennung von fossilen Brennstoffen führt zum Ausstoss von NOx, klimarelevantes Lachgas aus Reispflanzungen und Viehaltung.

 

  • Stickstoff ist Bestandteil von DNA und Aminosäuren (Bausteine der Proteine) und

    somit für alle Lebewesen lebenswichtig.

  • Der irdische Stickstoff befindet sich aber zu 99% (!) in der Atmosphäre. Wie kommt er von dort in die Lebewesen?

  • Gewisse Bakterien die oft in Symbiose mit Pflanzen vorkommen, können N2 aus der Luft fixieren. Über weitere bakterielle Umwandlungsprozesse kann Nitrat entstehen, das nun in dieser Form für Pflanzen verfügbar ist. Über die Nahrung kommt Stickstoff dann in die weiteren Lebewesen.

  • Via Fäkalien und Ernterückstände, die auf den Feldern verbleiben, kommt der Stickstoff wieder in die Erde, wo er den Pflanzen wieder zur Verfügung steht.

  • Das Problem: seit gut 100 Jahren mischt der Mensch beim natürlichen Kreislauf tüchtig mit...

Beschreiben Sie den Phosphorkreislauf

  • Phosphorkreislauf à “nur” in Litho-/Pedosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre

  • P kommt aus Gesteinen oder ist organisch gebunden. Pflanzen können P aus

    Gesteinen lösen, Mensch kann Phosphate abbauen. Ist limitiert!

  • Pflanzen bauen P über den Boden in ihre Zellen ein, somit gelangt es in die

    Nahrungskette und steht beim Absterben der Zelle wieder zur Verfügung

  • P reichert sich nicht in der Atmosphäre an, da es keine gasförmigen natürlichen P- Verbindungen gibt. P wird entweder in wässriger Lösung oder an Partikel adsorbiert transportiertàDepot in Seen oder in Ozeanen

  • Mensch bringt durch Fäkalien, phosphathaltige Dünger und Waschmittel P in die Umwelt (in der ARA kann P mit Hilfe von Aluminium- und Eisensulfaten gefällt und somit aus dem Wasser entfernt werden).

 

 

  • Alle Lebewesen brauchen Phosphat in ihrer DNA und für den Energie– stoffwechsel in Form von ATP

  • Phosphorverbindungen sind sehr selten gasförmig und kaum wasserlöslich

  • Bewegt sich vor allem in lokalen Kreisläufen (Tiere und Menschen verursachen “Fernmobiliät” des Phosphors)

  • Phosphor ist das wichtigste limitierende Element beim Pflanzenwachstum

  • Organische Phosphatdünger wären: Gülle, Guano, Hornspäne, etc.

  • Herstellung von mineralischen Phosphatdüngern braucht relativ viel Energie und Chemie.

Was sind die wichtigsten Formen von Phosphor inkl chemischer Formel?

PO43-
Organisches Phosphat in DNA & ATP

Was sind die wichtigsten Formen von Stickstoff inkl chemischer Formel?

N2, NOx, N2O, Nitrat, Nitrit, Ammonium NH4+ Ammoniak NH3 Organischer Stickstoff DNA, ATP, Proteine

Von wo kommt Phosphatdünger (organische und mineralische Formen)

Organische Phosphatdünger wären: Gülle, Guano, Hornspäne, etc.

 

Herstellung von mineralischen Phosphatdüngern braucht relativ viel Energie und Chemie.

(mineralischer Dünger – eben aus Gesteinen oder dann organischer Dünger aus Fäkalien von Tieren und Vögeln) oder den Stoffen, die Destruenten wieder in den Kreislauf bringen.

Was sind die wichtigsten Stoffkreisläufe?

Kohlenstoffkreislauf

Phosphorkreislauf

Stickstoffkreislauf

Wasserkreislauf

Wie beeinflusst der Mensch die einzelenen Stoffkreisläufe?

Phosphorkreislauf durch mineralische Dünger -> Eutrophierung (Überdüngung), Abbau von natürlichen Phosphorressourcen

Stickstoffkreislauf durch minerlische Dünger, Fäkalien und Verbrennung von fossilen Brennstoffen -> Eutrophierung (Überdüngung). Klimaerwärmung

Kohlenstoffkreislauf durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen -> Klimaerwärmung

Sie kennen die Hauptgründe, weshalb der Phosphorkreislauf aus dem Gleichgewicht gekommen ist und können diese beschreiben.

Beide Stoffe werden z.Z. durch den Menschen in zu grossen Mengen in die Umwelt gebracht. Das führt zu problematischer Eutrophierung (also Artensterben)

*P wird knapp
*P reichert sich in Gewässern an

 

Durch das Anreichern von Phosphor in den Gewässern werden Algen gebildet welche dann sterben und von destruenten zerkleinert werden diese benötigen dafür aber Sauerstoff der Sauerstoff in den Meeren wird knapp gewisse Lebewesen sterben.

Sie kennen die Hauptgründe, weshalb der Stickstoffkreislauf aus dem Gleichgewicht gekommen ist und können diese beschreiben.

Beide Stoffe werden z.Z. durch den Menschen in zu grossen Mengen in die Umwelt gebracht. Das führt zu problematischer Eutrophierung + zusätlich verbrennen von Stickoxiden

*N reichert sich in Gewässern/Böden an
*Stickoxide als Luftschadstoffe *Artenverlust (Saurer Regen)

Von wo kommt Stickstoffdünger (organische und mineralische Formen)

Mensch kann durch Haber-Bosch-Verfahren (extrem energieintensiver Vorgang) N in Form von Kunstdüngern in den Boden bringen

Doch dieser chemisch gebundene Stickstoff ist von Natur aus Mangelware. Lange Zeit waren Blitze und Vulkanausbrüche die einzigen Prozesse, die zur Entstehung von komplexeren, biologisch verwendbaren Stickstoffverbindungen geführt haben. Vor rund 2,5 Milliarden Jahren sorgte die Evolution für einen Quantensprung: Bestimmten Mikroorganismen gelang es, Luftstickstoff zu binden und für sich nutzbar zu machen.

Endgültig aus den Fugen geriet der Kreislauf zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Wissen– schaftler herausfanden, wie sich mit Hilfe des Haber-Bosch-Verfahrens aus Luftstickstoff durch Zufuhr grosser Mengen an Energie und unter hohem Druck bioverfügbarer Stickstoff herstellen lässt. Somit konnte der unerschöpfliche Vorrat an Luftstickstoff in grossem Stil angezapft werden. Seither kommt der Stickstoff nicht nur hinten aus der Kuh, sondern auch aus Säcken. Riesige Mengen an industriell hergestelltem Kunstdünger gelangen jedes Jahr auf die Äcker und sorgen für die Ernährung der ständig steigenden Weltbevölkerung (E).

Sie können die Methode Bioindikation beschreiben, so dass eine andere Person sich vorstellen kann, was wir gemacht haben 

Mittel aquariumnetz wird gegen Flussrichtung kleine Wasserlebewesen zu fangen diese werden analysiert und nach Art sortiert. Nachdem man einige Gefangen hat idealerweise 20 Stück kann man bezüglich dem Formular die Häufigkeit der einzelnen Tiere und die Anzahl angeben die Häufigkeit wird mit dem Gütefaktor multipliziert das Produkt wird durch die Summe aller Häufigkeiten geteilt. Dadurch erhält man einen Saprobienindex welcher sich auf die Gewässergüte Referenzieren lässt. Die Gewässerqualität konnte bestommen werden.

Sie können mindestens drei Vorteile der Bioindikation gegenüber anderen Methoden nennen 

-Messung ist für einen grösseren Zeitraum gültig da die Tiere schon länger dort leben. Vgl. Chemischer Prozess

-Es ist einfach durchzuführen somit kann man die Zivilbevölkerung oder der Zivildienst einspannen. Werte schicken

-Unbekannte Giftstoffe können nachgewiesen werden

Sie wissen, welche zwei Faktoren in Fliessgewässern durch die Bioindikation angezeigt werden können und wie/warum sich diese auf die Artenvielfalt auswirken 

Der Sauerstoff und Nährstoffgehalt.

Es gibt Tiere welche viel Nährstoffe benötigen ander brauchen viel Sauerstoff wenn beides genügend vorhanden ist sind auch Tiere vorhanden welche besser Qualität bezüglich dem einen oder anderen Faktor benötigen. Es gibt dadurch eine Fülle an verschiedenen Lebewesen

 

Wasserqualität und belastbares Wasser oder nicht

Sie können mindestens drei Wassertiere und deren Zeigefunktion als Bioindikator nennen 

Eintagsfliegenlarven Güteklasse 1

Flohkrebs Güteklasse 3

Roll-Egel Güteklasse 5

Sie wissen, was Neobiota sind und können mindestens drei Beispiele von Neobiota in Fliessgewässern der Schweiz nennen 

• Neobiota sind Tiere und Pflanzen, die erst seit der Entdeckung der beiden Amerikas (1492 bzw. 15. Jhd) bei uns vorkommen • Neo= neu, biota= Lebewesen / Neozoen= Tiere / Neophyten=Pflanzen

• Zum grössten Teil sind Neobiota (also Neozoen und Neophyten) harmlos (von ca 500-600 Neophyten in der Schweiz werden 58 als invasiv oder potentiell invasiv angeschaut), einige verhalten sich aber invasiv, das heisst, sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Tier- und Pflanzenwelt. Bestimmte Arten sind sogar gefährlich für unsere Gesundheit indem sie Krankheiten und Parasiten einschleppen, andere richten wirtschaftlichen Schaden an.

• Nachfolgend einige Neozoen und Neophyten an Fliessgewässern

 

Grosser Höckerflohkrebs

Roter Amerikanische Sumpfkrebs

Körbchenmuscheln

Wandermuscheln

Schwarzmundgrundel

 

Pflanzen:

Japan-Knöterich

Goldrute

Berufkraut

Drüsiges Springkraut

Sie können die Luftbestandteile und ihren %-Anteil aufzählen 

Stickstoff    

N2  

78.1% 

 

Sauerstoff   

O2  

20.9% 

 

Kohlenstoffdioxid  

CO2 

0.04% (~420 ppm) 

 

Weitere: Wasserdampf H2O, Argon Ar, Neon Ne, Helium He, Methan CH4 etc. 

 

ppm=  parts per Million 

1 ppm = 10−6 = 1 Teil pro Million = 0,0001 % = 0,01 ‱ 

400 ppm sind somit 0.000400 

Beschreiben Sie die Troposphäre. Sie kennen die Aufgaben und die Zusammensetzung der beiden Schichten 

Unsere Atmosphäre besteht aus verschiedenen Teilen. Für uns wichtig sind die Troposphäre ("Troposphere" in Englisch) und die Stratosphäre ("Stratosphere").  

 

In der Troposphäre befindet sich der Wasserdampf und ein Grossteil der verschiedenen Luftmoleküle - die dank der Erdanziehungskraft in der Nähe der Erde gehalten werden (siehe y-Achse: "90% below" ca. 13 km über Erdoberfläche, d.h. Sauerstoff kommt z.B. bis etwa zur Stratosphäre vor, allerdings wird die Luft mit zunehmender Höhe immer "dünner". Das merken Sie schon, wenn Sie auf einen Berg steigen). Das gesamte Wettergeschehen findet hier statt. Je höher wir in der Troposphäre hoch steigen, desto kälter wird es. Wenn Sie fliegen, fliegen Sie etwa in einer Höhe von 10km , d.h. etwa in der Tropopause (Schicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre). 

Beschreiben Sie die Stratosphäre. Sie kennen die Aufgaben und die Zusammensetzung der beiden Schichten 

Die Stratosphäre zeichnet sich durch eine grosse Konzentration an Ozon, O3 aus. Diese Ozonschicht in ca. 20-25 km Höhe hat eine wichtige Schutzfunktion für die Landlebewesen auf der Erde. Ohne Ozonschicht wäre Leben an Land kaum möglich, weil die UV-Strahlung der Sonne die DNA der Hautzellen innert kürzester Zeit zerstören kann.  In der Stratosphäre steigt die Temperatur plötzlich wieder an und erreicht so in 50km Höhe einen Wert von 0 °C. Grund für diese Erwärmung ist die Ozonschicht, die wie eine Heizung wirkt, weil sie die UV-Strahlung der Sonne aufnimmt und in Wärme umwandelt. 

Beschreiben Sie die Mesophäre und die Thermosphäre. 

Die Mesosphäre ist die kälteste Schicht der Atmosphäre. Hier werden Staubteilchen und kleinere Meteoriten aufgehalten. Das können wir manchmal als Sternschnuppen am Himmel sehen. 

In der Thermosphäre ist die Erdanziehungskraft nur noch minimal. Die Thermosphäre bildet über hunderte Kilometer einen fliessenden Übergang ins Weltall. Hier herrschen hohe Temperaturen. Bis zu 1700 °C. Es hat jedoch zu wenig Gasmoleküle, damit nach unserem Gefühl überhaupt Hitze wahrgenommen werden kann. 

Zeichnen Sie die den Aufbau der Atmosphäre auf.

Siehe Buch

Beschreiben Sie die Funktionen der Atmosphäre.

  • Enthält neben vielen weiteren Gasen Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserdampf - lebensnotwendige Gase für Atmung, Fotosynthese und Wärmetransport. Den Stickstoff in der Luft können die Menschen unter grossem Energieaufwand in mineralische Dünger umwandeln. 

  • absorbiert einen Teil der ultravioletten Strahlen von der Sonne in der Ozonschicht und filtert elektromagnetische Strahlung aus dem Weltall und lässt gleichzeitig die lebenswichtigen Strahlungsspektren für die Fotosynthese passieren. 

  • Lässt lebenswichtiges Sonnenlicht jedoch zu den Oberflächen der Kontinente und Ozeane und verursacht einen natürlichen Treibhauseffekt, der verhindert, dass die Erde einfriert. Schützt auch vor schneller Auskühlung und Überhitzung (z.B. Wärmeausgleich zwischen Tag und Nacht) 

  • Ist Teil verschiedener Stoffkreisläufe 

    • Reservoir für Sauerstoff und Kohlendioxid 

    • Hauptspeicher für Stickstoff 

    • Ermöglicht die Verteilung von Wasserdampf und somit den Transport von Energie und Niederschlägen aus Äquatornähe in mittlere und höhere Breiten. 

  • Schützt vor kleineren Meteoriten, die beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen und somit die Erdoberfläche nicht erreichen. 

 

 

 

Sie können den natürlichen Treibhauseffekt erläutern und aufzeichnen.

 

 

  • Ohne Treibhauseffekt wäre die Erde für uns Lebewesen nicht bewohnbar 

  • Die Wärmeenergie kommt von zwei "Quellen": der Sonne und der Atmosphäre 

  • Treibhausgase absorbieren einen Teil der Infrarotstrahlung und geben sie wieder an die Atmosphäre ab (--> Atmosphärische Gegenstrahlung) 

  • Treibhauseffekt ≠ Klimaerwärmung (oder anthropogener/menschengemachter Treibhauseffekt) 

 

Ohne Atmosphäre:

Die Sonne liefert Energie in Form kurzwelliger Strahlung.  

 

Da die Erdoberfläche recht dunkel ist, werden nur etwa 10% wieder ins Weltall reflektiert, der Rest erwärmt den Erdboden. Nun gibt die Erde Energie in Form von langwelliger Wärmestrahlung in den Weltraum ab (orange Pfeile).  

Mit Atmosphäre

Dank der Atmosphäre und dem Wasserkreislauf wird die mittlere Temperatur am Erdboden auf angenehme +15 °C reguliert, weil ein Grossteil der vom Erdboden abgegebenen Wärmestrahlung von Treibhausgasen am Entweichen gehindert wird (orange Pfeile, welche zur Erdoberfläche zeigen) und grosse Mengen von Wärme  durch auf- und absteigende Luftmassen von den unteren Teilen der Troposphäre in höhere Schichten der Troposphären transportiert werden und so aus dem Klimasystem entweichen können. Würde das nicht passieren, wäre es etwas heisser und ungemütlicher. 

Wie sehe das Verhältnis aus Ohne Treibhauseffekt also Ohne Atmosphäre?

Die Sonne liefert Energie in Form kurzwelliger Strahlung.  

 

Da die Erdoberfläche recht dunkel ist, werden nur etwa 10% wieder ins Weltall reflektiert, der Rest erwärmt den Erdboden. Nun gibt die Erde Energie in Form von langwelliger Wärmestrahlung in den Weltraum ab (orange Pfeile).  

 

Die Gleichgewichtstemperatur wäre dann etwa -2 °C (Annahme: Reflexion beträgt ca. 10%). Bei -2 °C würden viele Gewässer vereisen, was zu noch mehr Reflexion von Sonnenstrahlung an der weissen Eisoberfläche führt. Bei einer Rückstrahlung (Albedo) von 30% wäre die Gleichgewichtstemperatur nur noch -18 °C. Je höher die Albedo, desto tiefer wird die Gleichgewichtstemperatur. 

Wie ist der menschengemachte Treibhauseffekt entstanden?

Der CO2-Gehalt in der unserer Atmosphäre hat in den letzten 800'000 Jahren immer geschwankt und die Temperatur schwankte synchron mit dem  CO2 

Wir sind ein Vielfaches von den ursprünglichen Werten entfernt! Und der Anstieg ist rasant. In vorindustrieller Zeit (also bevor wir Menschen begannen, in grossem Stil fossile Brennstoffe zu verbrennen), betrug die CO2 -Konzentration 280 ppm. In der Primarschule lernte ich noch, die Konzentration von CO2 betrage 350 ppm. Als ich an der FH zu arbeiten begann (2012), betrug die CO2-Konzentration 391 (!) ppm. Letztes Jahr war sie bei 419 ppm. Diesen Herbst ist sie bei 420 ppm. Wir reden hier also von einem zuverlässigen jährlichen Anstieg von ca. 2-4 ppm. 

Die Nutzung fossiler Brennstoffe (Steinkohle, Erdöl, Erdgas) ist ein wichtiger Faktor für das atmosphärische Kohlendioxid. Auch die Abholzung von Wäldern ist jedoch wichtig: Bei der Verbrennung von Holz entsteht CO2 und wenn Waldökosysteme gestört werden, führt die Zersetzung von toter Biomasse und organischem Material durch die Destruenten zu weiterer Freisetzung von CO2.  

 

 

Sie kennen die wichtigsten Treibhausgase für den anthropogenen Treibhauseffekt 

Kohlenstoffdioxid CO2 / Verbernnung fossiler Energieträger, Zementherstellung, Abholzung/Brandrodung, 60% Anteil zusätzlicher Treibhausgaseffekt. GWP = 1

Methan CH4 / Land und Forstwirtschaft Industrie, Abfallbewirtschaftung (Deponien, Abwasserreinigung), Nutzung fossiler Energieträger, 20% Anteil zusätzlicher Treibhausgaseffekt. GWP = 25

Lachgas N2O / Landwirtschaft und Verkehr, kleiner Anteile aus Energieumwandlung, Industrie und Abwasserreinigung 6-9% Anteil zusätzlicher Treibhausgaseffekt, GWP = 298

Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW / Treibgase, Kälte-/Feuerlöschermittel, 10% Anteil zusätzlicher Treibhausgaseffekt GWP = 12-22'800

 

GWP = Globales Erwärmungs- potenzial (GWP): Relative Wirkung der einzelnen Treibhausgase im Vergleich mit CO2.

Sie kennen die wichtigsten Treibhausgase für den natürlichen Treibhauseffekt 

Die Gase der Atmosphäre filtern jeweils charakteristische Wellenlängen der Wärmestrahlung, bzw. halten bestimmte Wellenlängen in der Nähe der Erdoberfläche, wie oben beschrieben. Die Erde kann im Wellenlängenbereich zwischen etwa 5 und 50 µm Wärme abgeben. Blöderweise liegt genau in diesem Bereich die Wellenlänge, die CO2 absorbieren kann. Das CO2 nimmt also die Strahlung dieser Wellenlängen auf und hält die Wärme zurück. CO2 ist jedoch nicht das einzige Treibhausgas. Wasserdampf ist am wirksamsten und zu einem Grossteil für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich: 

Wasserdampf 36 - 70%

CO2 9-26%

Methan CH 4-9%

Ozon O3 3-7%

Können Sie das Thema Atmosphäre zusammenfassen?

 

Atmosphäre Info

  • verhilft zu einer angenehmen Temperatur auf der Erde und ermöglicht das Leben dank der Ozonschicht 

    • Kohlenstoffdioxid CO2 ist die Grundlage für sämtliche wichtigen Verbindungen die in unserer Nahrung vorkommen. Pflanzen nutzen Fotosynthese um CO2 in Zucker/Glukose umzuwandeln. Wenn die Glukose zur Energiegewinnung abgebaut wird, entsteht wieder CO2 

    • Dank Sauerstoff O2 können viele Lebewesen, aeroben Stoffwechsel betreiben, was eine hohe Energieausbeute ermöglicht 

    • Der Mensch kann Luftstickstoff N2 zu Dünger umwandeln und sichert sich damit stabile Ernteerträge. Leider reichert sich der Stickstoff aber auch an (Eutrophierung) 

 

  • Das Wetter findet in der Atmosphäre statt 

  • Weil wir Menschen fossile Brennstoffe nutzen und Land- und Viehwirtschaft betreiben, pumpen wir viel zu viel CO2 und CH4 in die Atmosphäre. Das führt zu einer globalen Erwärmung mit unzähligen katastrophalen Effekten. 

Zeichnen Sie den Kohlenstoffkreislauf auf.

Skizze

Beschreiben Sie beim Kohlenstoffkreislauf den Begriff: Fotosynthese und ob er eine Senke oder Quelle ist.

Die Fotosynthese kennen Sie schon zur Genüge - die behandeln wir nicht mehr im Detail. Aber das ist ein wichtiger Prozess, der Atmosphäre und Biosphäre verbindet. Für die Hydrosphäre gibt es allerdings einen neuen Prozess, der speziell ist für die Ozeane. Das Phytoplankton nimmt über den Fotosyntheseprozess Kohlenstoff auf. Wenn diese Lebewesen absterben, sinken sie zu Boden (das gilt nicht nur für die kleinen Produzenten, auch Wale zählen da z.B. dazu) und werden dann in den Tiefen remineralisiert, d.h. in die ursprünglichen Bestandteile aufgelöst. Diesen Vorgang nennen wir die "Biologische Kohlenstoffpumpe". Dazu zählen wir auch die unzähligen Lebewesen, die Calciumcarbonat CaCO3 in ihre Hüllen/Schalen/Skelette einbauen wie z.B. Muscheln, Schnecken, Korallen und Kalkalgen. Wenn diese Lebewesen absterben, sinken diese Hüllen an den Ozeangrund und können über lange Zeit zu Kalkgesteinen verfestigen. Aus der Biosphäre wird also Lithosphäre. 

 

Senke

Étudier