Elektrische Betriebsmittel / Sicherheitsanlagen

BMA, KNX-DALI, EMA, Patienten Ruf, EVAK, ZUKO

BMA, KNX-DALI, EMA, Patienten Ruf, EVAK, ZUKO


D. F.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zu Sicherheitsanlagen und elektrischen Betriebsmitteln in Gebäuden, speziell zu Brandmeldeanlagen (BMA), Sicherheitsbeleuchtung und KNX-Systemen. Sie behandeln Installation, Meldergruppen, Schnittstellen sowie Normen und richten sich an Elektrofachkräfte, Sicherheitsbeauftragte und Planer, die für die korrekte Umsetzung und Wartung solcher Systeme verantwortlich sind.
Flashcards
150
Students
8
Language
German
Level
Other
Created / Updated
21.09.2023 / 03.08.2026

Flashcards

Welche UKV Kabel kennen sie? 

S-FTP / U-UTP

Was ist ein Channel und was ist ein Permanent-Link?

Chanel = 100m Patchkabel 5m + Anschlusskabel 5m + Teritärkabel 90m Permanentlink Teritärverkabelng 90m

Was sind Klassen und Kategorien?

Klassen definieren anforderungen an Installationskabel / Kategorien Anforderungen an ganzes Übertragungssystem (Stecker, Patch-kabel, Anschlusskabel)

Welche Klassen kennen sie?

D / E / EA / F / FA / 1 / 2

Welche Kategorien kennen sie? 

5 / 5e / 6 / 6A / 7 / 7A / 8.1 /8.2

Welche Übertragungsraten haben die Kategorien und Klassen?

Kat. 5 und 5E Klasse D 100Mhz / Kat. 6 Klasse E 250 Mhz / Kat. 6A Klasse EA 500 Mhz / Kat.7 klasse F 600mHz / Kat.7a Kalsse FA 1000Mhz / Kat 8.1 Klasse 1 2000Mhz / 8.2 Klasse 2 2000Mhz

Mit welcher Spannung und Strom funktioniert Power over Eternet POE ? 

48V DC Wird über Datenkabel gespiessen.

Was ist Next und Fext ?

Nebensprechdempfung Next am Sender Fext am ende der Leitung

Erkläre in zusammenhang mit der EVAK Anlage folgende Abkürzungen.

-SAA

-ENA

-ELA

-SAZ

-Lautsprecherlinie

-Alarmierungszone

A-B Verkabelung 

Hier ist die Kurzfassung nach Schweizer Standards (SES/VKF):

  • SAA: Automatische Sprachalarmierung, fest mit der Brandmeldeanlage (BMA) gekoppelt.
  • ENS: Notfallwarnsystem für manuelle Durchsagen (z. B. Amok, Unwetter), oft ohne BMA-Link.
  • ELA: Reine Alltags-Beschallung (Musik/Infos) ohne Sicherheitsfunktion.
  • SAZ: Die zertifizierte Zentrale (Steuerung & Überwachung) der Anlage.
  • Lautsprecherlinie: Überwachter Kabelstrang von der Zentrale zu den Lautsprechern.
  • Alarmierungszone: Ein einzeln ansteuerbarer Bereich (z. B. ein Stockwerk).
  • A-B Verkabelung: Doppelte Leitungsführung in einer Zone; fällt eine Leitung aus, bleibt die Durchsage über die zweite hörbar (Redundanz).

Erkläre mir die drei Ausbaustuffen einer EVAK Anlage

  • Stufe 1 (Standard): Eine Alarmierungszone pro Brandabschnitt. Die Anlage wird manuell oder durch die BMA ausgelöst. Es gibt keine speziellen Anforderungen an die Redundanz der Lautsprecher (keine zwingende A-B Verkabelung).
  • Stufe 2 (Erhöht): Hier ist die A-B Verkabelung zwingend vorgeschrieben. Fällt ein Verstärker oder eine Linie aus, muss die Sprachverständlichkeit im Bereich weiterhin gewährleistet sein. Zudem ist eine Ersatzverstärker-Lösung (n+1) nötig.
  • Stufe 3 (Hoch): Diese Stufe kommt bei sehr grossen oder komplexen Gebäuden (z. B. Flughäfen, Stadien) zum Einsatz. Sie bietet maximale Ausfallsicherheit durch vollständig redundante Zentralen-Strukturen und oft eine flächendeckende Überwachung jeder einzelnen Komponente.

Wer schreibt vor ob eine EVAk Anlage Installiert werden muss? 

Die rechtliche Grundlage bilden die Brandschutzvorschriften der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen).

www.bsvonline.ch

  • Brandschutzbehörden: Die kantonalen oder kommunalen Brandschutzbehörden (z. B. die kantonale Feuerversicherung oder die Feuerwehr) legen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens fest, ob eine SAA/ENS installiert werden muss.
  • Arbeitgeber: Gemäss Arbeitsgesetz (ArG) ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Sicherheit der Mitarbeitenden durch geeignete Evakuierungsmassnahmen zu gewährleisten.
  • Technische Richtlinie: Die SES-Richtlinie ("Sprachalarmanlagen und Elektroakustische Notfallwarnsysteme") definiert den "Stand der Technik" für die Projektierung und den Einbau.

Wo muss eine Anlage installiert werden?

  • Beherbergungsstätten: Ab 300 Betten (z. B. grosse Hotels).
  • Verkaufsstätten: Ab einer Fläche von 2'400 m² (mehrgeschossig) oder 4'800 m² (eingeschossig).
  • Räume mit grosser Personenbelegung: Orte, an denen sich mehr als 1'000 Personen gleichzeitig aufhalten können (z. B. Messehallen, Eventhallen).
  • Verkehrsbauten: Bahnhöfe und Flughafengebäude.
  • Sportstätten: Stadien ab 5'000 Personen (geschlossen) oder 10'000 Personen (offen).
  • Spitäler und Pflegeheime: Da die Insassen oft auf Hilfe angewiesen sind, werden hier fast immer SAA gefordert

Welche Sicherheitsstufe ist nötig?

Die Wahl der Sicherheitsstufe erfolgt objektbezogen in der Planungsphase und hängt oft von der Personenzahl ab:

Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen SES +1

  • Sicherheitsstufe 1: Standard für kleinere Gebäude mit einer überschaubaren Anzahl an Personen. Ein Fehler darf zum Ausfall einer Zone führen.
  • Sicherheitsstufe 2: In der Regel gefordert für Gebäude mit einer Personenbelegung von mehr als 300 Personen. Hier ist Redundanz (z. B. A-B Verkabelung) nötig, damit bei einem Fehler die Sprachverständlichkeit überall erhalten bleibt.
  • Sicherheitsstufe 3: Für Hochrisikogebäude oder extrem grosse Komplexe (z. B. Flughäfen), bei denen höchste Ausfallsicherheit verlangt

Was ist der unterschied zwischen einer SAA und ENS

In der Schweiz ist der Hauptunterschied zwischen SAA und ENS in der SES-Richtlinie (Stand 2023) und den Brandschutznormen festgelegt. Der entscheidende Punkt ist die Art der Auslösung und der Zweck:

 

Erkläre die SAA. Funktion Zweck etc.

  • Koppelung: Fest mit der Brandmeldeanlage (BMA) verbunden.
  • Auslösung: Erfolgt im Brandfall automatisch durch die BMA.
  • Zweck: Gezielte Evakuierung im Brandfall.
  • Zertifizierung: Muss zwingend der Normreihe SN EN 54 entsprechen (für Zentralen, Lautsprecher und Energieversorgung).
  • Anforderung: Wird oft behördlich (VKF) für grosse Gebäude mit Personenbelegung vorgeschrieben.

Erkläre die ENS zweck etc.

2. ENS (Elektroakustisches Notfallwarnsystem)

  • Koppelung: In der Regel nicht automatisch mit der BMA verbunden.
  • Auslösung: Erfolgt meist manuell durch geschultes Personal (z.B. Security, Schulleitung).
  • Zweck: Warnung vor anderen Gefahren wie Amok, Unwetter, Chemieunfällen oder technischen Defekten.
  • Zertifizierung: Früher oft nach EN 50849; heute verlangt die Schweizer SES-Richtlinie für ENS oft dieselben Hardware-Standards (EN 54) wie für die SAA, wenn sie zur Brandalarmierung genutzt wird.
  • Anforderung: Wird oft in Schulen (Amok-Alarm) oder Industriebetrieben eingesetzt, wo keine automatische Brand-Sprachalarmierung nötig/vorgeschrieben ist.

Erkläre die Beschallungskategorien .

In der Schweiz werden die Beschallungskategorien gemäss SES-Richtlinie heute meist über das Schutzziel definiert. Hier ist die kompakte Zusammenfassung:

1. Volle Beschallung (Flächendeckend)

  • Wo: In allen Räumen, in denen sich Personen aufhalten können (inkl. WCs, Treppenhäuser, Lagerräume).
  • Ziel: Die Durchsage muss überall klar verständlich sein.
  • Standard: Dies ist der Regelfall für SAA (Brandschutz).

2. Teilbeschallung (Selektiv)

  • Wo: Nur in definierten Bereichen (z. B. nur in den Produktionsbereichen, nicht in der Aussenanlage).
  • Ziel: Warnung dort, wo die Gefahr besteht oder Personen primär arbeiten.
  • Voraussetzung: Nur zulässig, wenn das Brandschutzkonzept dies explizit erlaubt (oft bei ENS).

Die 3 Kern-Anforderungen (Akustik):

  1. Lautstärke: Mindestens 10 dB(A) über dem Umgebungslärm.
  2. Verständlichkeit: Ein STI-Wert (Speech Transmission Index) von  ist das Ziel.
  3. Hörbarkeit: Der Alarmton muss überall als solcher erkannt werden.

Erleutere die Wichtigsten Punkte in bezug auf den Schutzpegel

 65 dB(A) – Der Mindestpegel Dies ist der absolute Minimalwert, der an jedem Punkt in der Alarmierungszone erreicht werden muss.

Schlafbereiche: In Hotels oder Heimen muss der Pegel direkt am Kopfende des Bettes (bei geschlossenen Türen) mindestens 75 dB(A) betragen, um Personen sicher zu wecken.

Regel: Der Schallpegel der EVAK-Anlage muss dauerhaft mindestens 10 dB(A) über dem üblichen Umgebungslärm liegen.

Grenzwert: Die SES-Richtlinie setzt das Maximum bei 120 dB(A) fest. (Manchmal wird 125 dB als absolute physikalische Obergrenze genannt, aber 120 dB ist der Sicherheitsstandard).

Wie lange muss der Pegel AUfrecht gehalten werden 

Der Pegel muss aktiv bleiben, bis die Evakuierung abgeschlossen ist (technischer Funktionserhalt meist 30–60 Min.).

Ab wann benötigt man eine Blitzleuchte?

Ab einem umgebungspegel von 85dB

Wo sind die Messpunkte welche bei der Kontrolle gemessen werden?

1.2m für sitzende orte 

1.6m für stehende Orte

Erkläre mir den Ablauf einer Alarmierung der EVAK Anlage

  1. Aufmerksamkeitszeichen (Gong/Voralarm)
    • Bevor gesprochen wird, ertönt ein genormtes Signal (meist ein 3-Klang oder ein an- und abschwellender Ton).
    • Dauer: In der Regel 2 bis 5 Sekunden.
    • Zweck: Unterbrechen von Gesprächen und Erzeugen von Aufmerksamkeit.
  2. Sprechpause
    • Eine kurze Stille von ca. 0.5 bis 1 Sekunde folgt auf den Gong.
    • Zweck: Damit das menschliche Gehör den Hall des Gongs verarbeiten kann und das erste Wort der Durchsage nicht verschluckt wird.
  3. Sprachansage (Evakuierungstext)
    • Eine klare, ruhige und sachliche Anweisung (meist automatisiert vom Speicher).
    • Inhalt: Kurze Sätze wie: "Achtung, Achtung! Aufgrund eines Vorfalls muss das Gebäude sofort verlassen werden. Benutzen Sie die nächsten Ausgänge."
    • In der Schweiz oft mehrsprachig (z. B. Deutsch/Englisch/Französisch).
  4. Wiederholungszyklus
    • Die Sequenz (Gong – Pause – Text) wiederholt sich in einer Endlosschleife.
    • Pause zwischen Zyklen: Meist ca. 5 Sekunden Stille, damit Rettungskräfte oder Personen im Gebäude akustische Signale (z. B. Rufe) wahrnehmen können.
  5. Priorisierung (Manuelle Durchsage)
    • Sobald die Feuerwehr oder autorisiertes Personal das Feuerwehrmikrofon (Sprechstelle) benutzt, wird die automatische Ansage sofort unterbrochen. Die manuelle Durchsage hat immer Vorrang.
  6. Ende der Alarmierung
    • Die Anlage darf erst abgeschaltet werden, wenn die Einsatzkräfte das Gebäude freigeben. Dies erfolgt manuell an der Brandmeldezentrale (BMZ) oder Sprachalarmzentrale (SAZ).

Standort der SAZ?

- Raum abschliessbar mit beschränktem Zugang

- Leicht zugänglich

- Normale Umgebungsverhältnisse bezüglich Brandgefahr, Feuchtigkeit, Staub, mechanische Beschädigung

- Genügende Beleuchtungsstärke 

Was Reglet die Sprachverständlichkeit und welchen wert muss sie betragen 

Der STI ist ein physikalischer Wert zwischen 0 (unverständlich) und 1 (perfekt verständlich). Er misst, wie stark ein Sprachsignal auf dem Weg vom Lautsprecher zum Ohr durch Raumakustik (Echo, Hall) und Hintergrundlärm verzerrt wird.

 

Der Messvorgang

  • An jedem definierten Messpunkt wird das Signal für ca. 15 bis 20 Sekunden gemessen.
  • Das Gerät analysiert, wie stark das Rauschsignal durch den Raum (Hall, Echo, Hintergrundlärm) verändert wurde.
  • Am Ende erscheint auf dem Display der STI-Wert (z. B. 0.52).
  •  

Wo wird die der STI gereglet 

SES und den EN 60 849

Wie viele Lautsprecher werden geplant in einer Linie?

80% da 20 % Reserve für weitere Ausbaumöglichkeiten

Warum 100V bei Lautsprecher ?

Die 100V-Technik wird in der Schweiz aus vier praktischen Gründen als Standard genutzt:

  1. Lange Wege: Geringe Leistungsverluste, auch bei Kabellängen von mehreren hundert Metern.
  2. Dünne Kabel: Man kann günstige Standard-Brandschutzkabel (z. B. 0,8 mm) nutzen, statt dicke Kupferleitungen.
  3. Einfaches System: Alle Lautsprecher werden einfach parallel an eine Linie geklemmt. Die Berechnung (Summe der Watt-Zahlen) ist kinderleicht.
  4. Flexible Lautstärke: Jeder Lautsprecher kann am eigenen Trafo individuell (z. B. auf 6W, 3W oder 1,5W) "eingestellt" werden, ohne die anderen zu beeinflussen.

Welche anforderungen werden an die Energieversorgung gestellt? 

- Separat abgesicherte und gekenzeichnete Zuleitungen

- Energieversorgung ist Redundant auszuführen Batterie + Zuleitung netz

- Der Ausfall einer Energieversorgungsart muss als Störung angezeigt werden 

- Umschaltung auf Ersatzstrombetrieb muss angezeigt werden

- Die Ersatzenergieversorgung muss wie folgt ausgelegt sein: 24h im Standby-betrieb + die Doppelte Räumungszeit mind 0.5h im Notfallbetrieb

- Wird die Störungsanzeige an eine Ständig überwachte Stelle weitergeleitet welche über einen geringeren Anfahrtsweg als 100km oder 2h verfügt ist eine 12h Standby- Zeit zulässig

- Bei Bauten  grösser 30m die mind. Notfallbetriebszeit Räumungszeit 1h

Welche Messungen gibt es in der LWL Technik?

1. Dämpfungsmessung (Pegelmessung)

Dies ist die wichtigste Messung für die Abnahme.

  • Was: Es wird gemessen, wie viel Licht am Ende der Faser verloren geht (in dB).
  • Wie: Ein Lichtsender (Source) speist an einem Ende Licht ein, ein Powermeter misst am anderen Ende, was ankommt.
  • Ziel: Sicherstellen, dass die gesamte Strecke (inkl. Spleisse und Stecker) innerhalb des zulässigen Dämpfungsbudgets liegt. 

2. OTDR-Messung (Rückstreumessung)

Das "Röntgenbild" der Faser.

  • Was: Ein Gerät schickt Lichtpulse in die Faser und misst das zurückgestreute Licht über die Zeit.
  • Wie: Das OTDR-Gerät (Optical Time Domain Reflectometer) erstellt eine Grafik der gesamten Strecke.
  • Ziel: Lokalisierung von Fehlern (Biegungen, schlechte Spleisse, Steckerreflexionen) und exakte Bestimmung der Faserlänge. 

3. Stecker-Endflächenprüfung (Mikroskopie)

  • Was: Die Stirnfläche des Steckers wird mit einem speziellen Digital-Mikroskop untersucht.
  • Wie: Prüfung auf Staub, Kratzer oder Fett (Fingerabdrücke).
  • Ziel: Vermeidung von Reflexionen und Beschädigungen. Gemäss Standard IEC 61300-3-35 gilt: "Clean first, mate second" (Erst reinigen, dann stecken).

 

was ist der unterschied zwischen des direkten otdr messung ond indirekten

1. Direkte Messung (Einfügedämpfung / LSPM)

Man misst den tatsächlichen Verlust von einem Ende zum anderen.

  • Vorgehen: Ein Lichtsender (Source) an der einen Seite, ein Leistungsmesser (Powermeter) an der anderen Seite.
  • Ergebnis: Man erhält einen exakten Summenwert in dB, wie viel Licht die Strecke schluckt.
  • Vorteil: Sehr genau für das Gesamtergebnis («Pass/Fail»).
  • Nachteil: Man weiss nicht, wo ein Fehler liegt, und man braucht Zugriff auf beide Enden der Faser.

2. Indirekte Messung (OTDR-Rückstreumessung)

Man misst das zurückgeworfene Licht (Reflexionen).

  • Vorgehen: Das OTDR schickt Lichtpulse hinein und analysiert das Echo.
  • Ergebnis: Man erhält eine Grafik (Kurve), die jeden Spleiss, Stecker und Kabelbruch auf der Zeitachse darstellt.
  • Vorteil: Man braucht nur Zugriff auf ein Ende der Faser und kann Fehler metergenau lokalisieren.
  • Nachteil: Die Dämpfungswerte sind nur berechnet (indirekt), nicht direkt gemessen, und daher weniger präzise für die reine Pegelbewertung.

Wie wird eine Faser gespleisst ?

Die Technik: Fusionsspleissen

Es handelt sich um ein thermisches Verfahren, bei dem Glas nicht geklebt oder gesteckt, sondern stoffschlüssig verschmolzen wird.

Die zwei gängigen Techniken im Gerät:

  1. Kernzentrierung (High-End): Das Gerät besitzt Kameras und Motoren, die nicht nur die Aussenseite der Faser (Mantel), sondern den lichtleitenden Kern exakt aufeinander ausrichten. Dies ist der Schweizer Standard für Weitverkehr und hochwertige Netze, da die Dämpfung minimal ist.
  2. Mantelzentrierung (V-Nut): Die Fasern werden über ihre Aussenseite in einer festen V-Nut ausgerichtet. Das ist günstiger und wird oft für kurze Strecken (Inhouse/LAN) genutzt.

Mit welche messgeräten wird gemessen?

Mit dem OTDR messgerät / Powermeter, LED Durchleuchten

Welche Kabeltypen gibt es alles genormt? (Anzahl Fasern)?

6,12,24,48,72,96,144,192, 

Vorderseite: Was gibt die Wellenlänge ($\lambda$) in der LWL-Technik an und in welcher Einheit wird sie gemessen?

Rückseite: Die Wellenlänge beschreibt den Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen. In der LWL-Technik wird sie in Nanometern (nm) gemessen. Es wird primär Infrarotlicht verwendet, da dieses weniger gedämpft wird als sichtbares Licht.

Vorderseite: Nenne die drei gängigsten Wellenlängen-Bereiche („Fenster“) in der Glasfasertechnik.

Rückseite: 1. 850 nm (Erstes Fenster / Multimode) 2. 1310 nm (Zweites Fenster / Singlemode) 3. 1550 nm (Drittes Fenster / Singlemode)

Welche Wellenlänge wird typischerweise für Multimode-Fasern (kurze Strecken) genutzt und warum?

Meist 850 nm.

  • Grund: Preiswerte Lichtquellen (LEDs oder VCSEL-Laser) können eingesetzt werden.

  • Einsatz: Lokale Netze (LAN) oder Rechenzentren bis ca. 500m.

Warum ist die Wellenlänge von 1550 nm für Weitverkehrsverbindungen (Backbone) am wichtigsten?

Weil dort die Dämpfung (Signalverlust) am geringsten ist. Das Licht kann also sehr weite Strecken zurücklegen, bevor es verstärkt werden muss.

Was versteht man unter dem WDM-Verfahren?

Das gleichzeitige Senden von mehreren Signalen über eine einzige Faser, indem für jedes Signal eine andere Wellenlänge (Farbe) verwendet wird. Dies vervielfacht die Datenkapazität der Glasfaser.

Welche zwei Faktoren beeinflussen die Wahl der Wellenlänge maßgeblich?

Dämpfung: Wie stark das Licht auf dem Weg schwächer wird. 2. Dispersion: Wie stark sich die Lichtimpulse zeitlich „ausbreiten“ bzw. verformen, was die Übertragungsrate begrenzt.

Welchen Vorteil bietet das Fenster bei 1310 nm in Singlemode-Fasern?

In diesem Bereich ist die chromatische Dispersion nahe Null. Impulse verformen sich kaum, was hohe Datenraten ohne komplexe Korrektur ermöglicht.

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