Elektrische Betriebsmittel / Sicherheitsanlagen
BMA, KNX-DALI, EMA, Patienten Ruf, EVAK, ZUKO
BMA, KNX-DALI, EMA, Patienten Ruf, EVAK, ZUKO
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Lernkarten
Welche internationalen Normen definieren die Grenzwerte für die Dämpfung in der strukturierten Gebäudeverkabelung und für Glasfaser-Rohmaterialien?
ISO/IEC 11801: Weltweiter Standard für anwendungsneutrale Kommunikationsverkabelung.
Dämpfungswerte Singlemode (OS2)
Vorderseite: Wie hoch sind die maximal zulässigen Dämpfungswerte pro Kilometer für Singlemode-Fasern (OS2) bei 1310 nm und 1550 nm laut Norm?
* 1310 nm: max. 0,4 dB/km (Praxiswert oft ~0,35 dB/km).
1550 nm: max. 0,4 dB/km (Praxiswert oft ~0,22 dB/km).
Dämpfungswerte Multimode (OM3/OM4)
Vorderseite: Nenne die Grenzwerte für Multimode-Fasern bei den Wellenlängen 850 nm und 1300 nm.
850 nm: max. 3,5 dB/km (Praxiswert ~2,5 dB/km).
1300 nm: max. 1,5 dB/km (Praxiswert ~0,7 dB/km).
Welche Dämpfungswerte gelten für Spleiße und Steckverbindungen in einer "guten" Installation?
* Spleiß: < 0,1 dB (Grenzwert laut Norm meist 0,3 dB).
Stecker: < 0,25 dB bis 0,5 dB (je nach Güteklasse A, B oder C).
Was ist die Rückflussdämpfung und welcher Steckerschliff liefert die besten Ergebnisse?
Rückseite: Sie beschreibt das Verhältnis von eingestrahltem Licht zu zurückreflektiertem Licht an Schnittstellen.
Beste Ergebnisse: Der APC-Schliff (Angled Physical Contact, grüne Stecker) mit Werten von > 60 dB.
Wie lautet die Faustformel zur Berechnung der Gesamtdämpfung einer LWL-Strecke?
Gesamtverlust = (km × Faserdämpfung) + (Anzahl Stecker × 0,5 dB) + (Anzahl Spleiße × 0,1 dB). Zusätzlich wird oft eine Systemreserve von 2–3 dB eingerechnet.
Erkläre mir MM und welche klassen gibt es
1. Multimode (Vielmodig)
Bei der Multimode-Faser ist der Kern relativ dick (meist 50 µm oder 62,5 µm). Dadurch hat das Licht viel Platz und kann sich auf vielen verschiedenen Wegen (Moden) ausbreiten.
Zick-Zack-Kurs: Die Lichtstrahlen reflektieren an den Kernwänden. Manche Strahlen gehen gerade durch, andere im Zick-Zack.
Das Problem (Modale Dispersion): Da der Zick-Zack-Weg länger ist als der gerade Weg, kommen die Lichtstrahlen zu unterschiedlichen Zeiten am Ende an. Das Signal "verschmiert" bei hohen Geschwindigkeiten oder langen Strecken.
Einsatz: Kurze Strecken (bis ca. 550 m), z.B. innerhalb von Gebäuden oder Rechenzentren.
Klassen: OM1, OM2, OM3, OM4, OM5.
Erkläre mir Singelmod und welche klassen gibt es?
2. Singlemode (Einmodig)
Der Faserkern ist extrem dünn (nur ca. 9 µm). Er ist so schmal, dass es physikalisch nur noch einen einzigen Pfad (einen Modus) gibt, auf dem sich das Licht ausbreiten kann.
Direkter Weg: Das Licht geht quasi ohne Reflexionen schnurgerade durch die Mitte.
Der Vorteil: Da es nur einen Weg gibt, kommen alle Lichtanteile gleichzeitig an. Es gibt keine modale Dispersion. Dadurch sind extrem hohe Geschwindigkeiten über hunderte Kilometer möglich.
Einsatz: Weitverkehrsnetze (Backbone), Stadtnetze (MAN), Seekabel.
Klassen: OS1, OS2.
Welche möglichkeiten gibtes zum verbinden von Glasfasern?
Für verbindungen von Glasfasern steht der Fusionsspleiss die Faser muss vorbereitet gebrochen undverbundenwerden
Was ist die Disprensionszeit ?
Die Laufzeit der einzelnen Mode in der Glasfaser.
Was wird bei der OTDR messung alles geprüft ?
Stecker, Fusionen, Kabelfang knick , unterbruch
Was ist die Reflektion?
Die Rückreflexion / Fresnel-Reflexion (Das "Problem")
Dies ist die ungewollte Reflexion, die an den Enden der Faser oder an Verbindungsstellen auftritt.
Wie es funktioniert: Überall dort, wo das Licht auf eine Änderung des Mediums trifft (z. B. Glas → Luftspalt → Glas bei einem Stecker), wird ein Teil des Lichts wie bei einer Fensterscheibe zurück zum Sender geworfen.
Das Problem: 1. Das Signal am Ziel wird schwächer (Einfügedämpfung). 2. Das zurückgeworfene Licht kann den sendenden Laser stören oder sogar beschädigen (Rückflussdämpfung).
Die Lösung: Man nutzt schräg angeschliffene Stecker (APC - Angled Physical Contact, die grünen Stecker). Durch den 8°-Winkel wird das reflektierte Licht in den Mantel abgeleitet und gelangt nicht zurück zum Laser.
Was ist der Unterschied zwischen PC und APC kontakten ? de
Der PC Kontakt ist gerade / APC ist schräg angeschliffen PC stecker weniger Rrückflussdämpfung
Welche Steckertypen gibt es ?
SC / LC / E2000 / ST
Wie heißen die drei gängigen IEEE-Standards für PoE?
Rückseite: 802.3af (PoE), 802.3at (PoE+) und 802.3bt (PoE++).
Wie viel Leistung stellt PoE+ (802.3at) maximal am Port zur Verfügung?
30 Watt (wovon ca. 25,5 Watt am Endgerät ankommen).
ie viele Adernpaare nutzt der modernste Standard PoE++ (Typ 4), um bis zu 100W zu übertragen?
Er nutzt alle 4 Adernpaare des Cat-Kabels gleichzeitig (4PPoE).
Warum kommt am Endgerät weniger Watt an, als der Switch einspeist?
Aufgrund des elektrischen Widerstands des Kupferkabels wird ein Teil der Energie in Wärme umgewandelt (Leitungsverlust).
Welche Übertragungsraten haben POE?
PoE & PoE+ (af/at): Funktionieren problemlos mit 10/100/1000 Mbit/s (Gigabit). Bei 10/100 Mbit werden nur zwei Adernpaare für Strom genutzt, bei Gigabit alle vier, wobei sich Daten und Strom die Leitungen teilen.
PoE++ (bt): Ist für moderne Netze ausgelegt und unterstützt neben Gigabit auch 2.5G, 5G und 10G Base-T (Multi-Gigabit). Das ist wichtig für moderne Wi-Fi 6/7 Access Points, die sehr viel Strom und hohe Datenraten benötigen.
Was ist Crosstalk?
Das Übersprechen (Crosstalk)
Hier geht es nicht um Signalverlust nach außen, sondern um die gegenseitige Beeinflussung der Adernpaare im Kabel.
NEXT (Near End Crosstalk): Das Nah-Übersprechen. Gemessen wird, wie viel Signal von einem sendenden Adernpaar auf ein empfangendes Paar am gleichen Ende des Kabels überkoppelt.
FEXT (Far End Crosstalk): Das Fern-Übersprechen. Gemessen wird das Überkoppeln am entfernten Ende.
PS-Werte (Power Sum): Da in modernen Netzen (Gigabit) alle 4 Paare gleichzeitig senden, berechnet der Tester die Summe aller Störungen, die auf ein einzelnes Paar einwirken (z.B. PS-NEXT).
Wie Funktioniert eine Patienten Ruf anlage ? kurz gefasst
1. Gesetzliche Grundlagen & Normen
In der Schweiz ist die SNR 110834 (Schweizer Norm-Referenz) das Pendant zur deutschen VDE 0834. Sie legt fest:
Ausfallsicherheit: Die Anlage muss ein eigenständiges System sein (kein normales WLAN/Büro-Netz).
Ruhestromprinzip: Kabelbrüche müssen sofort als Störung erkannt werden.
2. Die Ruf-Hierarchie
Das Schweizer System unterscheidet sehr strikt zwischen den verschiedenen Alarmstufen, um das Personal effizient zu führen:
Patientenruf (Normalruf): Ausgelöst über den Birntaster am Bett. Signalisierung: Rote Lampe über der Zimmertür (Dauerlicht).
WC-Ruf: Ausgelöst über den Zugschalter im Bad. Hat eine höhere Priorität. Signalisierung: Rote Lampe über der Tür (Blinklicht).
Assistenzruf (Personalnotruf): Wenn eine Pflegekraft bereits im Zimmer ist (grüne Taste gedrückt) und Hilfe von Kollegen braucht. Signalisierung: Rot und Grün blinken gleichzeitig über der Tür.
Blauer Alarm (Herznotfall): Ein separater, hochpriorisierter Alarm, der oft direkt das Reanimationsteam informiert.
3. Besonderheit: Integration in die Telefonie
In modernen Schweizer Kliniken ist die PRA fast immer mit dem DECT-System oder dem VoIP-Netzwerk (z. B. Ascom oder Swisscom Health) gekoppelt:
Der Ruf erscheint nicht nur an der Wand im Gang, sondern direkt als Textnachricht auf dem schnurlosen Telefon des zuständigen Pflegers.
Sprechfunk: In vielen Anlagen kann die Pflegekraft direkt eine Sprechverbindung zum Patientenbett aufbauen, um die Dringlichkeit zu klären, ohne erst ins Zimmer laufen zu müssen.
4. Quittierung & Anwesenheit
Grüne Taste (Anwesenheit 1): Die Pflegekraft betritt das Zimmer und drückt Grün. Alle aktiven Rufe aus diesem Zimmer werden am System "stumm" geschaltet.
Gelbe Taste (Anwesenheit 2 - optional): Wird oft für zusätzliche Berufsgruppen wie Ärzte oder Reinigungspersonal genutzt.
Wie werden Patienten Ruf anlagen Installiert?
Zusammenfassung für die Schweiz (UKV-Bezug)
Da du vorher nach UKV gefragt hast: Moderne Anlagen in der Schweiz laufen heute fast ausschließlich über IP-Netzwerke (Cat.6a/Cat.7). Die Rufeinheiten in den Zimmern sind kleine "Mini-Computer", die per PoE mit Strom versorgt werden.
Busintsallationen auch möglich
Welche Schnittstellen gibt es zu anderen systemen?
BMA. EMA. PBX,
Warum sollten Handalarmtaster in einer Separaten Gruppe gefühert werden?
Handalarmtaster (Druckknopffelder): Diese sollten in der Regel in eigenen Gruppen zusammengefasst werden (getrennt von automatischen Meldern wie Rauchmeldern). So sieht die Feuerwehr sofort: "Hier hat ein Mensch gedrückt" statt "Ein Sensor hat ausgelöst".
Wieviele m2 darf eine Meldegruppe Abdecken?
Räumliche Begrenzung: Eine Meldegruppe darf meist nur einen Brandabschnitt oder maximal einen Stockwerkbereich (bis ca. 1.600 m²) abdecken. Man soll nicht durch das halbe Gebäude rennen müssen, um den ausgelösten Melder einer Gruppe zu finden.
Was ist zu beachten wen Handalarmtaster und Brandmelder auf der gleichen Meldeline sind?
Mischung: Handfeuermelder (gelb/blau/rot) und automatische Melder (Rauch/Wärme) dürfen physikalisch auf demselben Ring liegen, müssen aber getrennte Meldegruppennummern erhalten.
Was ist in bezug auf die Installatione zu wiessen?
Viele Zentralen überwachen die Melderlinie mit einem Ruhestrom. Ist der Leitungswiderstand höher als der zulässige Wert (z. B. eben jene 250 $\Omega$), wird sofort eine Störung angezeigt, da die Spannung am Ende der Leitung zu stark abfällt.
1. Brandmeldeanlage (BMA)
Länge: Max. 2'000 m pro Ring.
Widerstand: Meist max. 100 $\Omega$ Schleifenwiderstand.
Gefahr: Zu viel Ohm = Spannungsabfall. Melder oder Sirenen steigen aus.
2. Netzwerk (UKV)
Länge: Max. 90 m (fest) / 100 m (total).
Widerstand: Max. 25 $\Omega$ (DC Loop Resistance).
Gefahr: Zu viel Ohm = Datenfehler und Überhitzung bei PoE.
Welche signilationen sind üblich bei einer BMZ?
Brand
Störung
Fernalarm
Akustisches Signal
BMZ rückstellen
Bedingung freigegeben nach SN054002
Erkläre mir die Checkliste und des Ablaufdiagramms für Brandmeldeanlagen (BMA)
1. Planung & Bewilligung
Vorab definieren: Zonenpläne, Meldergruppen, Überwachungsumfang (z.B. Hohlböden), Installationspläne und die Brandfallmatrix (was passiert im Alarmfall?).
Einreichung: Die Pläne müssen zur Bewilligung an die kantonale Gebäudeversicherung. Verantwortlich sind der QS-Verantwortliche und der Fachplaner.
2. Alarmierung & Technik
Redundanz: Neben der Kabelverbindung ist eine GSM-Antenne (für Funk-Alarmierung) an einem Ort mit gutem Empfang zwingend.
TUS-Anschluss: Für die Übermittlung an die Alarmzentrale muss ein TUS-Anschluss (alarmDSL) bestellt und von allen Parteien ausgefüllt werden.
3. Installation & Abschluss
Installations-Attest: Nach der Montage erstellt der Anlagenlieferant ein Attest. Dieses bestätigt die normgerechte Installation und ist Voraussetzung für den Abnahmetermin durch die Versicherung.
Integraler Test: Ein Gesamttest der Brandfallsteuerungen findet erst nach der offiziellen Abnahme der BMA statt.
4. Brandfallsteuerungen (Ablaufdiagramm)
Das Diagramm unterscheidet zwei Hauptwege für die Ansteuerung von Brandschutzeinrichtungen (BFS):
Weg A (Hohe Anforderungen): Wenn Funktionserhalt nötig ist (z.B. bei selektiver Ansteuerung nach BSE 108). Hier müssen Ein-/Ausgabeelemente vor Brandeinwirkung geschützt sein und Störungskriterien separat gemeldet werden.
Weg B (Einfache Anforderungen): Wenn kein Funktionserhalt nötig ist (z.B. bei "Fail Safe"-Systemen, die bei Stromausfall automatisch in den sicheren Zustand gehen).
5. Private Überwachung
Für Privatpersonen oder kleine Institutionen besteht die Möglichkeit, Alarme nicht direkt an die Feuerwehr, sondern an private Sicherheitsdienste (z. B. Securitas, Certas) zu leiten.