Fussreflexzonenmassage - Grundausbildung Kurs 1
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Flashcards
Standards Fussreflexzonenmassage
- Vorbereitung
- Anamnese/Planung
- Information und Instruktion
- Kommunikation, Beobachtung und Haltung
- Hygiene, Sicherheit und Ergonomie
- Behandlungsgrundsätze und -prinzipien
- Dokumentation
- Synthese Theorie und Praxis
Das Prinzip der Reflexzonen
Die Fussreflexzonenmassage geht davon aus, dass zwischen den Füssen und den inneren Organgen Verbindungen bestehen.
Aus Sicht der Fussreflexzonentheorie sind diese Druckpunkte, vonen aus elektrobiologische Verbindungen zu den übrigen Körperteilen wie Muskeln, Organen, Gefässen, Drüsen usw. bestehen. Es handelt sich offensichtlich um einen natürlich Regenerationsmechanismus.
Was die Reflexzonenmassage bewirkt
Das Hauptziel der Reflexzonenmassage ist die Entspannung. Indem die Spannung verringert wird, verbessert sich auch die Blutversorgung (bessere Durchblutung). Diese wird sowohl lokal als auch in den entsprechenden Organen verbessert. Die Fussreflexzonenmassage kann auch ein breites Spektrum an Befindlichkeitsstörungen behandeln.
Zur Geschichte der Reflexzonentherapie
Die Fussreflexzonenmassage ist eine Methode der uralten Volksheilkunde. Viele Natürvölker haben eine Art Reflexzonentherapie praktiziert. Die Inkas haben das Wissen weiterentwickelt und in dieser Form überliefert.
Dr. William Henry Fitzgerald (1872 - 1942) hat als erster das Wissen um die Reflexzonen in seine Forschungen und Beobachtungen miteinbezogen. Er stellte die Methode um 1913 der amerikanischen Öffentlichkeit vor.
Eunice D. Ingham-Stopfel tat den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Fussreflexzonentherapie. Sie kam zum Schluss, dass das beste Objekt dieser Therapie die Füsse waren. Sie übertrug die Körperzonen auf die Füsse und teilte diese in Felder ein. Je nach Wirkung stellte sie einen Bezug zur Anatomie her. So entstand eine Art Landkarte des gesamten Körpers auf den Füssen.
Lateinischer Name für Fuss
Pes
Lateinischer Name für Fusswurzel
Tarsus
Lateinischer Name für Fusswurzelknochen
Ossa tarsi
Lateinischer Name Mittelfuss
Metatarsus
Lateinischer Name Mittelfussknochen
Ossa metatarsalia
Lateinischer Name Zehen
Digiti
Lateinischer Name Sprungbein
Talus
Lateinischer Name Fersenbein
Calcaneus
Lateinischer Name Kahnbein
Os naviculare
Lateinischer Name inneres Keilbein
Os cuneiforme mediale
Lateinischer Name mittleres Keilbein
Os cuneiforme intermedium
Lateinischer Name äusseres Keilbein
Os cuneiforme laterale
Lateinischer Name Würfelbein
Os cuboideum
Das Fersenbein
Lateinisch: Calcaneus
Ist der grösste Fusswurzelknochen. Der Fersenhöcker dient der Achillessehne als Ansatz und bildet den hinteren Pfeiler des Fusslängsgewölbes.
Das Sprungbein
Lateinisch: Talus
überträgt die Last des Körpers auf den Fuss und liegt auf dem Fersenbein. An die vorderen Gelenkflächen des Fersen- und des neben ihm liegenden Kahnbeins (Os naviculare) schliessen sich die drei Keilbeine (Os cuneiforme mediale, intermedium, laterale) und das Würfelbein (Os cuboideum) an, die kettenförmig nebeneinander liegen.
Das Kahnbein
Lateinisch: Os naviculare
steht in gelenkiger Verbindung mit dem Sprungbein (Talus) sowie mit den drei Keilbeinen (Os cuneiforme mediale, intermedium, laterale).
Fusswurzelknochen
Lateinisch: Ossa tarsi
Alle Fusswurzelknochen erinnern in ihrer Form an vielseitige Würfel
Der Mittelfuss
Die fünf Mittelfussknochen (Ossa metatarsalia) schliessen sich an die drei Keilbeine (Os cuneiforme mediale, intermedium, laterale) und das Würfelbein (Os cuboideum) an.
Ihr proximales Ende wird "Basis" genannt und das distale Ende "Kopf".
Unter dem Kopf des ersten Mittelfussknochens liegen die beiden Sesambeine, die der Abfederung und Verstärkung des Mittelfusskopfes dienen. Die Basen der fünf Mittelfussknochen stehen ebenfalls untereinander in gelenkiger Verbindung.
Die Zehen
Die Grosszehe besteht aus zwei, die übrigen Zehen (Digiti) jeweils aus drei Zehengliedern. Diese nennt man Grund-, Mittel und Endglied (mit Nagel). Das proximale Ende eines Gliedes wird "Basis" genannt und das distale Ende "Kopf".
Die fünf Zehengrundgelenke sind Kugel-, die neun distal davon gelegenen Interphalangealgelenke sind Scharniergelenke.
Aufgrund ihrer reduzierten Länge sind die Zehen nicht so beweglich wie die Finger.
Die Bewegung des Fusses (Pes) gegen den Unterschenkel erfolgen in zwei Gelenken, dem oberen und unteren Sprungelenk (Talus).
Im oberen Sprungelenk (OSG) stehen
- das Schienbein (Tibia)
- das Wadenbein (Fibula)
- das Sprungbein (Talus) in gelenkiger Verbindung
Die unteren (distalen) Enden des Schienbeins (Tibia) und des Wadenbeins (Fibula) bilden mit ihren Knöcheln (Malleolen) eine sogenannte Knöchelgabel (Malleolengabel), die den oberen Teil (proximal) des Sprungsbeins (Talus) umfasst. So entsteht ein Scharniergelenk.
Die Bewegungen sind die Dorsalextension (Fuss nach oben ziehen) und Plantarflexion (Fuss nach unten drücken.
Das Sprungelenk wird gebildet aus dem Sprungbein (Talus), dem Fersenbein (Calcaneus) und dem Kahnbein (Os naviculare).
Dieses Gelenk ermöglicht eine Auswärts- (Supination) und ein Einwärtsdrehen (Pronation) des Fusses.
Lateinischer Name Knöchel
Malleolen
Lateinischer Name Knöchelgabel
Malleolengabel
Lateinischer Name Wadenbein
Fibula
Lateinischer Name Schienbein
Tibia
Die Zonentheorie
Nach Fitzgerald überziehen zehn vertikale Körperzonen den menschlichen Körper. Die Linien, die die Zonen markieren, führen vom Scheitel zur Sohle und vom Kopf zu den Fingerspitzen. Die Zahl 10 entspricht den Finger und den Zehen. Jeder Finger und jede Zehe fällt in eine Zone. So gehört z.B. der linke Daumen in die gleiche Zone wie der linke grosse Zeh.
Direkter Druck auf die Zone beeifnlusst die Zone in ihrer Gesamtheit.
Die Längszonen
Längszonen 1-5 rechts und links = 10 Längszonen analog den Finger und Zehen.
Die Querzonen
Querzone 1-4 Oberkörper
- Querzone 1: Kopfbereich bis zum oberen Schultergürtel
- Querzone 2: Brust und Oberbauch bis zum unteren Rippenbogen
- Querzone 3: Bauraum bis zum Beckenboden
- Querzone 4: Beckenboden bis zum Kniegelenk
Querzone 1-3 Füsse
- Querzone 1: Verläuft durch die Zehengrundgelenke (entspricht Querzone 1 Oberkörper)
- Querzone 2: Zieht durch die hinteren, gegen die Ferse gerichteten Gelenke der 5 Mittelfussknochen (entspricht Querzone 2 Oberkörper)
- Querzone 3: befindet sich im Fusswurzelbereich und verläuft zwischen den beiden Fussknöcheln (entspricht Querzone 3 Oberkörper
Bei der Fussreflexzonenmassage haben ganz allgemein folgende Aussagen Gültigkeit
- Entsprechend der Einteilung des Körpers in Längs- und Querzonen befindet sich jedes Organ als Relfexzone im zugeordneten Zonenbereich des Fusses
- Gemäss der anatomischen Anordnung der Organe (Dreidimensional) überlagern sich die Reflexzonen am Fuss
- Organe, die im Körper paarweise vorhanden sind (z.B. Niere, Lungen, Eierstöcke), sind auf beiden Füssen zu finden. Einzelne Organe hingegen finden sich analog zur Anatomie mehrheitlich links oder rechts am Fuss
- Auch die Lage der Organe spiegelt sich in den Reflexzonen wider: mediale Lage - zur Fussmitte hin (Speiseröhre). Laterale Lage - von der Mitte weg, aussen (Schultergelenk)
Wichtige Punkte zur Lagerung
- Der Massageraum soll warm und gut gelüftet sein
- Gedämpfte Beleuchtung im Raum. Niemals zu dunkel, aber auch kein grelles Licht
- Je ruhiger und angenehmer der Therapieraum ist, desto wirkungsvoller wird die Behandlung
- Der Klient liegt entspannt auf dem Rücken, Knie und Füsse sind jeweils mit einer Rolle unterlagert
- Der Kopf ruht auf einem Kissen, die Arme liegen entspannt
- Beengende Kleidungsstücke sind geöffnet, gelockert oder sogar ausgezogen
- Möglichst kein Schmuck tragen
- Zudecken mit einer leichten Decke, je nach Bedarf und Wunsch
Die Arbeitstechnik
- Der Kranke gehört zum Arzt
- Ich behandle nur gesunde Körper, zur Gesundheitsvorsorge
- Im Falle einer ärztlichen Betreuung muss das Okay des behandelnden Arztes vorliegen
- Gearbeitet wird mit Daumendruck oder mit Fingerkuppen, niemals mit den Fingerknöcheln
- Der Daumendruck wird jeder Zone individuell angepasst und bleibt unter der Schmerzgrenze
Grifftechniken
- Wechselweise Streichungen
- Baggerbewegungen
- Raupenbewegungen
- Kreisbewegungen
- Sedierungsbewegung - der Akutgriff
Tonisierend (anregend) = zügige, feste bis harte Arbeit
Sedierend (beruhigend) = langsame, weiche Arbeit
Kleine Reize fördern - Grosse Reize hemmen - grösste Reize lähmen
Der Akutgriff
ist eine dynamische Bewegung in die Tiefe des Gewebes. Dort wird in der druckschmerzahften Zone ca. 1 Minute bewegungslos verharrt, bis sich die Spannung löst.
Der Akutgriff kann akute Symptome rasch lindern. Ändert aber an der Ursache nichts.
Der Akutgriff kann bei akuten Zahnschmerzen, rheumatischen Schmerzen an Gelenken, Muskeln oder der Wirbelsäule, bei Nervenschmerzen, Gallen- oder Nierenkolliken, Kopfschmerzen und zur Soforthilfe bei Verletzungen und Unfällen angewendet werden. Er ist zugleich wichtiger Bestandteil der Narbenentstörung.
Die Reflexzonenarbeit kann folgende Wirkungen haben
- Den Blutkreislauf lokal und auf Distanz anregen
- die Energie im ganzen Körper freisetzen
- Organ- und Drüsenfunktionen normalisieren
- köperliche und geistige Entspannung herbeiführen
- Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausscheiden
Erstreaktionen auf die Reflexzonenbehandlung
Durch die Individualität ist auch das Ansprechen auf die Reflexzonenbehandlung unterschiedlich.
Gruppe 1: Urotrakt
- Niere/Nebenniere
- Harnleiter
- Harnblase
- Harnröhre weiblich oder Harn-Samenröhre männlich