Motivation
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Lernkarten
Feldtheorie: Personenmodell
* Relationen der Bereiche einer Person (=physiologische und Quasibedürfnisse wie Ziele)
*dynamisches Element: Spannung des Menschen durch die verschiedenen Bereiche drängt auf Ausgleich durch Handeln (besteht bis befriedigt)
* WW mit der Umwelt notwendig (Spannug reicht allein nicht)
* ähnliche Bereiche, die befriedigt werden können ersatzweise die Spannung ausgleichen
empirische Untersuchungen hierzug:
* Wiederausfnahmeeffekt (Ovsiankina): Unterbrechung durch Störhandlung befriedigt Bedürfnis stellvertretend; Zufallsunterbrechung aber nicht
* Erinnerung an unerledigte Aufgaben (Zeigarnik) besser als an erledigte (Spannung besteht weiterhin)
* erhöhte Aufmerksamkeit auf Bedürfnisrelevante Reize
Feldtheorie: Umweltmodell
* WW aus personellen und Umweltfaktoren notwendig für Motivation
* kognitive Gliederung der Umwelt in Handlungsmöglichkeiten (hedologischer Raum)
* Valenz wird zum Zentrum des Kräftefelds (aber erst Kräftefeld wird zur Motivation)
-->Stärke der Valenz= Funktion aus Bedürfnisspannung und intrinsischen Eigenschaften des Zielobjekts
* Spannung nimmt den kürzesten; leichtesten Weg
* Kraft: Stärke der Anziehung/Abstoßung = Quotient aus Valenz durch Distanz zum Ziel
Feldtheorie: dynamisches Modell
* Motivation= Spannung im Kraftfeld
Konflikte:
- GG anziehender und abstoßender Kräfte--> Immobilität
- Annäherungs und Vermeindungskonflikt (Ambivalentes Objekt; Meidenradient verläuft stärker als Aufsuchgradient; Meidengradient wird stärker mit abnehmender Entfernung
Entfernung und Motivation
- Konkurrenz zwischen SS und LL
- annäherungs-annäherungskonflikt
- preference reversal: Beforzugung der LL solange beide Anreize noch weit weg; dann aber Beforzugung SS wenn in kritischer Nähe --> hyperbolic discounting: unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung wird ein unverhältnismäßig hoher Wert bemessen --> Gegenteil: exponential discounting (Wert überwiegt Zeit)
kognitive Theorie: Motivation als Zug
- Motivation= WW aus Erwartung (Wissen über kausale Beziehung zwischen Handlung und Folgen) und Wert (Bewertung der Folgen)--> M= W (Wert der Folgen) x E (Erwartung)
- Motivation entsteht wenn: Ergebnis nicht durch Situation festgelegt + Ergebnis beeinflussbar + Erwüschte Folgen
Selbstwirksamkeit
- subjektive Überzeugung Situationen durch eigene Kompetenzen bewältigen zu können
geplantes Verhalten
- geleitet durch Norm, Wert und Erwartung
Erwartungs x Wert Theorie:
Nutzentheorie:
- homo oeconomicus/ Moderne Nutzentheorie: Mensch als rationaler Agent, der nach größtem Vorteil handelt; Entscheidet konsistent und rational
- Erwarteter Nutzen (EU)= Summe der Wkten der erwarteten Folgen x Nützlichkeit der Folgen
Prospect Theorie:
- asymptotischer Verlauf der Nutzenfunktion (Risikovermeidung: bei wshl Gewinn; Risikosuche bei whsl Verlusten)
- Framingeffekte (weniger rational) --> Zustand soll erhalten bleiben: Gewinnframing; Zustand soll verändert werden: Verlustframing)
- Verlustaversion: Verluste stärker gewichtet als Gewinne
- S-förmiger Verlauf (Gewinne konkav=risikoscheu; Verluste konvex= risikofreudig)
- geringe p überschätzt; mittlere und hohe p unterschätzt
Motive
= zeitlich stabile und bereichsübergreifende Wahrnehmungs und Bewertungsdispositionen
- Big Three: Leistungsbezognene Motive; machtorientierte Motive; soziale Motive
Funktion/ Ziele:
- ultimates Ziel: Erhöhung der evolutioären Fitness; physiologisch; Weitergabe Erbgut
- proximales Ziel: nahe liegende Ziele; nicht physiologisch erklärbar; Motive als kognitive affektive Module
Hauptmotive:
- Motive selbst motivieren gar nicht-->WW Person Umwelt notwendig; Situation regt Motiv an -->Motivation=angeregtes Motiv
- Person-Situation: Leistung-Macht= Leistungsverhalten; Macht-Macht=Dominanz; Anschluss-Macht= Affiliationsverhalten
- Aufgliederung in aufsuchenden und meidende Komponente
Motivhierarchien (Taxonomie von Bedürfnissen)
Bedürfniskatalog:
- 27 universelle Personen- Umwelt-Bezüge (Motive)
- WW Modell
- primäre Bedürfnisse=physiologisch; grundlegend
- sekundäre= komplexer (Macht)
- nicht hierarchisch
Maslow Bedürfnishierarchie 1.0
- Je basaler desto einflussreicher und desto früheres Auftreten in der Ontogenese
- stillbare definzit und unstillbare Wachstumsbedürnisse (Annerkennung; Selbstverwirklichung
2.0 (Maslow)
- Ergänzung des Strebens nach Selbstranzszendenz (Sinn; Weltverbessern; Großes Ganzes)
3.0
- evolutionsgeschichtlich begründet
- Hierarchie bezieht sich nur auf Ontogenese
- Wenn EW einmal Bedürfnis entwickelt werden Motive immer wieder durch ähnliche Situationen aktiviert durch Cues
- keine Hierarchie
universelle Bedürfnisse
Selbstbestimmungstheorie
- 3 angeborenen univereselle psychologische Grundbedürnisse: Autonomie; Kompetenz; soziale Eingebundenheit
universelle Bedürnisse (Tay und Diener)
- Berfriedigung dieser Bedrüfnisse steigert Wohlbefinden überall auf der Welt
- Grundbedürnisbefriedigung: Wichtig für Lebenszufriedenheit und negative Emotion
- soziale Bedürfnisse: positive Emotionen
- Befriedigung eines Bedürnisses hat eigneständigen Effekt auf Wohlbefinden (Widerspruch Maslow)
- Einordnung auf 2 Dimensionen (ex und intrinsisch; selbstbezogen und slebsttranszendent)
intinsische und extrinsische Motivation
Korrumpierungseffekt: intrinisch motivierte Tätigkeit verliert diese Motivation durch Belohung
Trifft aber nur zu wenn:
1. greifbare Belohnung
2. erwartete Belohnung
3. immer belohnt wird
4. weniger als die maximale Belohnung
Leistungsauswirkung:
- mittelstarken bis starken Leistunssteigernden Effekt
- intrinisch wichtig für Qualität
- und wenn Belohnungen nicht salient
Flow
= vollkommenes Aufgeben in einer Aktivität (Verschmelzen von Denken und Handeln; Selbstvergessenheit; hohe Konzentration)
- Voraussetzung: Passung Schwierigkeit und Fähigkeit
Leistungsmotivation
- ein Kriterium als Kern der Leistungsmotivation, an welchem man sich misst
- unabhängig von den Folgen der Tätigkeit; intrinsisch; Motivation in der Tüchtigkeit selbst
Risiko Wahl Modell (Atkinson)
Tendenz eine Leistungsmotivation aufzusuchen (RT)
= Summe aus aufsuchenden (Hoffnung auf Erflog Te) und meidenden (Furcht vor Misserfolg Tm) Tendenzen
RT= Te+(-Tm)
Te (Tendenz Erfolg aufzusuchen):
= Me(Erfolgsmotiv)x Ae (Anreiz) x We (Chance)
Tm (Tendenz Misserfolg zu meiden):
= Mm (Misserfolgsmotiv) x Am X Wm
- geringe Erfolgschance bedeutet hoher Anreiz (Ae= 1-We)
- hohe Erfolgschance bedeutet hohen negativen Misserfolgsanreiz
- wir suchen Situationen auf in denen das Produkt von Erfolgsanreiz und Wkt am größten ist
motivationale Orientierungen (Theorie nach dem Risiko-Wahl Modell)
dominant Erfolgsmotivierte
Vorhersagen
- wählen mittelschwere Aufgaben
- hier maximale Anstrengung und Ausdauer
dominant Misserfolgsmotivierte
Vorhersagen:
- Meiden von leistungsbezogenen Aufgaben
- Hemmung bei mittelschweren Aufgaben
- Wahl von leichten oder sehr schweren Aufgaben
Realität:
- Misserfolgsmotivierte meiden nicht grundsätzlich mittelschwere Aufgaben
kognitve Theorie
= Streben nach Info über die eigenen Fähigkeiten statt antizipierter Affekt bei Erfolg/Misserfolg (unabhängig von der Aufgabenschwierigkeit; mittelschwere Aufgaben meist aber am informativsten)
Kausalattributionen der Leistungsmotivation
2 Dimensionen der Ursachenerklärung:
1. Lokation (internal oder external)
2. Stabilität (zeitlich stabil oder variabel)
Selbstbewertungsmodell
Vereinigung
Leistungsmotiv= ein sich selbst stabilisierendes System aus 3 Teilprozessen:
Zielsetzung; Kausalattribution; Selbstbewertungsmotiv
Ziele
- proximale Determinaten des Handelns
- notwendig für ergebnisorintiertes Handeln aber nicht hinreichend für Vollzug
- spezifisch, kognitiv repräsentiert; handlungsleitend
- <-->Motive: abstrakt; unbewusst; nicht handlungsleitend
- kybernetisches Modell: Ziele als Führungsgrößen in Regelkreis
Identitätsziele
-Theorie des regulatorischen Fokus (Higgins)
1. Real<-->Ideal: Promotionsfokus, offensiv (Fokus auf Nutzen von Chancen)
2. Real<-->Soll: Präventionsfokus; defensiv (Fokus auf Fehlervermeidung)
Regulatory fit: Passung unterstützt Zielverfolgung
Self Verification
- Ausuchen von selbstbestätigenden Umgebungen
- Suche nach positivem Feedback
- bei negativem Selbstbild aber negatives Feedback gesucht
Volition
Motivation=Wahl von Handlungszielen ;Übergang vom Wünschen zum Wählen
Volition=Realisierung der Ziele; Übergang vom Wählen zum Wollen
-->man muss erst den "Rubikon" überschreiten um von der Motivation in die Volition zu gelangen
Realisierungsintentionen
Zielintentionen: abstrakt; Wünschbarkeit; Ich will mehr Sport treiben
Realisierungsintentionen: konkret; spezifizieren Zeit und Ort;Wenn dann Pläne
Definition von Motivation
sehr variabel
- Auswahl zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten
- Lenkung zur Befriedigung der Bedürfniszustände
- Prozesse, die zielgerichtetes Verhalten auslösen und aufrechterhalten
Was erklärt Motivationspsychologie?
-->ergebnisorientiertes, zielgerichtetes Verhalten
Richtung, Intensität, Beginn (Latenz), Dauer (Persistenz)
wissenschaftliche Erklärung in der Motivationspsychologie
- Erkärung durch Ursache Wirkungs Beziehungen
Motive (ungleich Motivation)
= theoretische Konstrukte, die erklären...
- intraindivuelle Stabilität (Person verhält sich ähnlich in verschiedenen Situationen)
- interindividuelle Variablitität (Personen verhalten sich in ähnlichen Situationen anders)
Verhaltensprinzipien: Hedonismus
Streben nach Maximierung der Lust und Minimierung der Unlust
Verhaltensprinzipien: Homöostase
Aufrechterhalten eines GG (Optimum ist irgendwann erreicht; mehr zu bekommen heißt somit nicht mehr Lust)
Verringerung der Diskrepanz zwischen Ist- und Sollwert
Defintion Motiv
zeitlich stabile Wahrnehmungs und Bewertungsdisposition
Inhaltsklasse von Handlungszielen
Anregung durch passende situative Anreize/Hinweise
Bedürfnis (need)
physiologische, pschologische, soziale
momentane Mangelzustände und Wachstumsorientierung
Trieb (drive)
Aktivierende Spannung
Reduktion wird als befriedigend und lustvoll erlebt
Anreiz
Wert eines Objekts/Ziels
Arten: intrinsische Tätigkeitsanreize und extrinische Ergebnisanreize
Motivdiagnostik (Messung)
explizit
- Verhaltensmessung (Aufmerksamkeit; Anstregung,...)
- Physiologie (Hirnaktivität; Hormone)
- Verbal (direkte Befragung)
implizit
=unbewusste Vorlieben und Reaktionsformen
- indirekte Messverfahren mit z.B. offenem Antwortformat
- TAT oder MMG
Motivationsförderung
-Diagnoseschema-
4 Arten
- vollständiges Motivationsdefizit (Aktivität ohne Ergebnisse)
- Anreizdefizit (nicht lohnened)
- Wirksamkeitsdefizit (Gefühl keinen Einfluss zu haben)
- Volitionsdefizit (Anstrengung)
Ansatzpunkte beim Motivationstraining
- Anreizstruktur und Motivstruktur
- Anpassung Anreiz an Motivstruktur (Aufgabe-->Person)
- Anpassung Motiv an Anreiz (Person, was wird benötigt-->Aufgabe)
Challenge Hypothese (Archer)
Anstieg von Testorsteron in sozialen Wettbewerbssituationen
WARUM?
Intersexueller Wettbewerb durch hohes T begünstigt (mehr Dominazstreben und damit verbunden evtl. mehr Aggression; auch prosozial)
Triebtheorie (Freud)
Defintion Trieb
- Trieb= allgemeine, unspezifische Quelle von Energie (Motivation als Energie)
- Trieb als Druckvariable (Schiebt an)
- unausweichlicher Spannungsaufbau, Reduktion befriedigend
Triebtheorie: Instanzenmodell nach Freud
(sexualisierte Basis)
ES
- Sitz der Triebe
- Lustprinzip (direkte Befriedigung als Ziel)
- ich will
- Pferd
ICH
- Reiter
- Vermittlungsfunktion
- Realitätsprinzip
ÜBER ICH
- Werte und Moral
- moralische Instanz und Forderungen
Dampfkesselmodell (Freud)
- innerorganische Energie
- Abbau in gesellschaftlich akzeptabler Form (Realitätsprinzip)
- Primärprozess: Lustprinzip, unbewusste Steuerung
- Sekundärprozess: Realitätsprinzip; Planen oder Erstazhandlung (Vermittelt durch ICH)
- Karthasis Hypothese: Ausleben von Trieben reduziert Druck
Behavioristische Triebtheorie (Hull)
- Triebe: unspezifische Antriebsquelle (nur EIN Trieb)
- Triebreduktion= Verstärker eines Verhaltens
- Triebenergie als Motor, Lernen als Lenkrad (Gewohnheiten)
multiplikatives Modell
D x H = E
- D= Antrieb; Triebenergie-->Abhängig von t (Entzugsdauer)
- H= Gewohnheit, erlernt -->Abhängig von n (Anzahl vorheriger Verstärkung)
- Problem: Einfluss des Anreizes/Erwartung
- E= Reaktionspotential; Energiestärke
modifiziertes multiplikatives Modell
- Trieb und Anreiz als energetische Konstrukte
- D x H x K (Anreiz)= EE= Reaktionspotential; Energiestärke
Alternativmodell (Spence)
- (D + K) x H= E
- auch D oder K allein kann ausreichen, wenn H vorhanden
Aktivationsniveau und Verhalten
-Yerkers Dodson Law
- nicht linearer Zusammenhang zwischen Aktivitationsniveau und Leistung
- Widerspruch zur linearen Triebtheorie
- mittleres Erregungsniveau ist ideal
- schwere Aufgaben: niedere Erregung förderlich
- leichte Aufgaben: hohe Motivation sinnig