Pathologie Urogenitaltrakt

Pathologie Urogenitaltrakt

Pathologie Urogenitaltrakt


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pathologie des Urogenitaltrakts auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Ursachen, Symptome und Therapien von Erkrankungen wie Prostatahyperplasie, Prostatakarzinom und Hodentumoren, wobei auch Komplikationen und Differentialdiagnosen erörtert werden. Besonders relevant sind die detaillierten Beschreibungen von Schmerzsymptomen, Hämaturie und entzündlichen Prozessen. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über urogenitale Erkrankungen vertiefen und in der Diagnostik sowie Therapie sicherer werden möchten.
Cartes-fiches
159
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.08.2023 / 12.06.2024

Cartes-fiches

HWI: Einteilung nach begleitenden oder auslösenden Umständen

  •  unkomplizierter HWI:

    • wenn keine funktionellen oder anatomischen Veränderungen im Harntrakt vorliegen sowie

    • eine relevante Nierenfunktionsstörung oder begünstigende Begleiterkrankung (z. B. Diabetes mellitus) ausgeschlossen ist

    • Typisch und häufig - Zystitis der jungen Frau

  •  komplizierter HWI:

    • alle Infekte, bei denen komplizierende Risikofaktoren vorliegen, wie ...

    • Harnabflussstörungen (z. B. durch Steine, Anomalien,

      Obstruktionen, Blasenfunktionsstörungen)

    • Abwehrschwäche (Leukämie, Splenektomie, Immunsuppression,

      Chemotherapie)

    • Stoffwechselstörungen zB. Zystitis bei Diabetes mellitus

    • alle Infekte bei Kindern, Männern und Schwangeren

Zystitis Definition

  • Definition:

    Infekte der unteren ohne Beteiligung der oberen Harnwege

HWI Risikofaktoren

Frauen: Schwangerschaft, Wechseljahre

allgemein Füdliputzen von Hinten nach vorne

HWI: Symptome; Diagnostik

Symptome

  •  Pollakisurie

  •  Dysurie

  •  Nykturie

  •  Unterbauchschmerzen event. mit Blasentenesmen (Blasenkrämpfe)

  •  eventuell Blut im Urin (1 Tropfen macht Urin rot!) = Makrohämaturie

  •  kein Fieber, keine Schmerzen in der Nierenloge, keine Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens

• Diagnostik mit Urinteststreifen und Uricult

• Wie entstehen Nitrite im Harn?

• Wie entstehen Nitrite im Harn?

  •  Normalerweise sind im Harn nur Nitrate (NO3-) aber keine Nitrite

    (NO2-)

  •  Viele Bakterien können aber die Nitrate des Harns in Nitrite

    umwandeln

  •  Nitritbildende Keime – Coli, Proteus, Klebsiellen, Citrobacter

  •  Nicht nitritbildende Keime Staphylokokken, Enterokokken,

    Pseudomonas, Gonokokken oder Mykobakterien

    •

Wichtig

  •  Nitrite im Harn = zu viel Bakterien = HWI bewiesen

  •  kein Nitrit im Harn = Harnwegsinfekt nicht garantiert

    ausgeschlossen

HWI Wie darf ich nun vorgehen – Antibiotikum ja oder nein ?

HWI Antibiotikafreie Therapie über 7-10 Tage:

  • Penicillium chrysogenum D5 3x8 Tropfen tgl

  • D-Mannose 2g 3x1 Sachet tgl

  • Bärentraubenblätterextrakt = Cystinol 3x2 Drg tgl und/oder

  • Kapuzinerkresse+Meerettich

    •  Vogel Cystaforce 5x15 Trpf tgl (Bioforce) oder

    •  Capucin Immun Alpinamed 3x2 Tbl tgl

  • Trinken ... 3-4 Liter !!

Bessern die Beschwerden nicht nach 5-7 Tagen oder treten Alarmzeichen auf, dann ein Antibiotikum resp. zu Arzt/Ärztin

Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)

warum?
 

Ursachen?

Symptome?

Warum ...

  • durch aufsteigende Infektion aus

    der Blase

  • selten auch hämatogen

    (Bakterienstreuung via Blut!

    Ursachen gleich wie Cystitis

• Symptome

  • Schmerzen in Nierengegend

  • Fieber meist über 38 Grad

  • stark reduziertes Allgemeinbefinden mit oft Übelkeit und Erbrechen

  • meist zusätzlich Zeichen der Zysititis – kann sich aber auch aus asymptomatischer Zystitis entwickeln (wie aus heiterem Himmel)

Was löst einen HWI aus?

  •  Frauen bevorzugt infolge einer kurzen Urethra, bei hormoneller Dysbalance (Schwangerschaft, Wechseljahre), nach Geschlechtsverkehr

  •  Harnabflussstörungen beim Mann (Prostatavergrösserung, Prostatakarzinom)

  •  Durchnässung, Unterkühlung (diese führt zu einer verminderten Durchblutung der Blasenschleimhaut, so dass die Abwehr gegen die Keime reduziert ist)

  •  Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus)

  •  Harnabflussstörungen bei Frau und Mann (anatomische

    Anomalien, Blasensenkung)

  •  neurogene Blasenentleerungsstörungen (z.B. Diskushernie,

    Querschnittslähmung)

  •  Fremdkörper: Harnblasenkatheter

Zusammenfassung wichtiger urologischer Leitsätze 

Bei fehlender Urinausscheidung muss zwischen Harnverhalt und Anurie unterschieden werden. 

Bei einem schmerzlosen Harnverhalt muss man immer an einen akuten Bandscheibenprolaps denken und den Patienten neurologisch untersuchen. 

Auch eine Steinkolik (z.B. durch einen Harnleiterstein) kann ein akutes Abdomen mit vorwiegend intestinalen Symptomen (Erbrechen, Übelkeit) auslösen. Das Urinsediment (Mikrohämaturie) gehört deshalb in die Differentialdiagnostik des akuten Abdomens. 

Ein akutes Skrotum ist grundsätzlich, vor allem bei jüngeren Männern, als akute Hodentorsion zu bewerten. Bei Verdacht muss der Patient notfallmässig in ein Spital eingewiesen werden. 

Jede Hämaturie, vor allem wenn sie schmerzlos ist, gilt solange als tumorbedingt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die Ausschlussdiagnose erfolgt durch den Urologen, da nur er über die endoskopische Technik verfügt (Blasentumoren im Frühstadium sind nur endoskopisch zu sichern!). 

Bei folgenden Befunden ist eine Urosepsis zu befürchten: Fieberhafter Harnwegsinfekt mit Harnabflussstörung (vor allem Nierenstau). Da eine Urosepsis sehr schnell tödlich verlaufen kann, muss bei dieser Befundkonstellation der Patient notfallmässig in eine urologische Klinik eingewiesen werden. Jede Verzögerung kann tödlich sein! 

Pyelonephritis
warum?

Ursachen?

Symptome

•

2.3.3 Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)

Warum ...

  • durch aufsteigende Infektion aus

    der Blase

  • selten auch hämatogen

    (Bakterienstreuung via Blut!

    Ursachen gleich wie Cystitis

• Symptome

  • Schmerzen in Nierengegend

  • Fieber meist über 38 Grad

  • stark reduziertes Allgemeinbefinden mit oft Übelkeit und Erbrechen

  • meist zusätzlich Zeichen der Zysititis – kann sich aber auch aus asymptomatischer Zystitis entwickeln (wie aus heiterem Himmel)

Pyelonephritis

Risikofaktoren

  • Risiko erhöht:

    •  Schwangerschaft

    •  Behandlung mit weiblichen Hormonen (Östrogene)

    •  Nierensteinen

    •  Tumoren der ableitenden Harnwege

Pyelonephritis

Komplikationen

  • Behandlung auf jeden Fall mit Antibiotika

    • Komplikationen

    •  Nierenparenchymschaden, je nach Ausmass mit

    •  Pyleonephritischer Narbe ohne Funktionsschaden

    •  Niereninsuffizienz

Pyelonephritis
Therapie

 Therapie
Antibiotika
evtl. Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache (Stein)
viel trinken (Spüleffekt)
Bettruhe, Schmerzbehandlung und Fiebersenkung   
engmaschige Betreuung, da Gefahr der Urosepsisbildung 

die chronische Pyelonephritis darlegen, d

as diagnostische Vorgehen bei Kindern mit Gedeihstörungen

Definition

Chronische Entzündung des Nierenbeckens und der Niere (interstitielle Nephritis), mit narbiger Deformierung des Nierenkelchsystems. 

Ursache
Die chronische Pyelonephritis entsteht auf dem Boden von Obstruktionen oder eines Harnrefluxes (vesikouretraler Reflux). 

Symptome
Meist schleichender Verlauf mit uncharakteristischen Symptomen wie:
Abgeschlagenheit
Kopf- und Rückenschmerzen
Übelkeit und Gewichtsabnahme
Fieber, Hypertonie, Anämie  Oft ist die Klinik bei der chronischen Pyelonephritis unauffällig, ausser bei einem akuten Schub, der sich wie eine akute Pyelonephritis äussert.

Bei Kindern mit Gedeihstörungen ohne klare Ursachen und über längere Zeit vermindertem Allgemeinzustand eine chronische Pyelonephritis auszuschliessen. 

den Begriff Urethritis definieren,

eine Einteilung in gonorrhoische und nichtgonor¬rhoische Form vornehmen

Definition Bei der Urethritis (Harnröhrenentzündung) handelt sich um eine isolierte Entzündung der  Urethra, die mit Dysurie und Ausfluss einhergeht. In fast allen Fällen handelt es sich um Geschlechtskrankheiten. 

 

Je nach Erreger wird die Urethritis in die häufigere nicht-gonorrhoische Urethritis sowie die gonorrhoische Urethritis (Tripper) unterteilt. 

Urethritis Therapie

 Therapie

häufiges Trinken und Wasserlassen

Antibiotika 

Sexualpartner mitbehandeln 

Klimakterium, Menopause und Postmenopause

s. Bild

Verlauf der weiblichen Hormonspiegel im Lebensalter

s. Bild

den Begriff Urosepsis definieren, 

Definition
Bei der Urosepsis handelt es sich um eine Sepsis mit Verbrauchskoagulopathie (Aufbrauchen der Gerinnungsfaktoren mit nachfolgender Blutungsneigung) die ihren Anfang in einer infektiösen Entzündung des Urosystems nimmt. Dabei kommt es zur wiederholten hämatogenen Streuung von Keimen. 
 Die Urosepsis kann rasch zu einem Schock führen. 

Die Urosepsis ist die häufigste Form der Sepsis. 

Urosepsis, klinische Bedeutung darlegen und die Ursachen ausführen;

Pathogenese und ursächliche Keime
Durch das Zusammentreffen von Harnstau (infolge von Steinen, Tumoren wie Prostatahyperplasie oder -karzinom, Nierenbeckenabgangsstenose und anderer angeborener Urinabflussstörungen) und Harnwegsinfekt kommt es zu Stauungen. Durch die Abflussbehinderung wird das Keimwachstum mit der Folge einer massiven Infektion begünstigt, da der natürliche Spüleffekt des Urins, (Keimreduzierung) wegfällt. So kann es zum Übertritt von Krankheitserregern und ihren Toxinen ins Blut kommen. Das führt zu einer generalisierten Sepsis.
 
Die Kombination von Stauungsniere und Harnwegsinfekt ist der typische Auslöser einer Urosepsis. 

Wie bei vielen gefährlichen entzündlichen Krankheiten findet man Faktoren, die das Geschehen fördern oder eine erfolgreiche Therapie behindern:
reduzierter Allgemeinzustand
Diabetes mellitus
Malignome
lmmunsuppressiva (Kortison, Zytostatika)
langandauernde Therapie mit Antibiotika (infolge Keimselektion und Pilzbefall)
Leberinsuffizienz 

Urosepsis Symptome

Die Urosepsis kann über die Symptome einer schubweisen, fiebrig verlaufenden Erkrankung ins klinische Bild eines septischen Schocks führen. So finden sich folgende Symptome:
Bewusstseinstrübung
rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands
septische Fieberschübe mit Schüttelfrost; plötzlich stark ansteigendes Fieber
Tachypnoe
klassischerweise therapierefraktäre Hypotonie und Tachykardie  Die exakte Krankenbeobachtung hilft, die Diagnose rechtzeitig zu stellen und richtig zu handeln, denn typisch für den beginnenden septischen Schock sind erweiterte periphere Gefässe, was zu einer warmen Haut führt. Erst später folgt die Vasokonstriktion mit kalten Akren. 

Bei allen urologischen Erkrankungen und Eingriffen, auf die Fieber folgt, muss an eine Urosepsis gedacht werden. 

Konsequenzen für Abklärung und Therapie bei einem fiebrigen Urotraktinfekt ableiten 

Bei allen urologischen Erkrankungen und Eingriffen, auf die Fieber folgt, muss an eine Urosepsis gedacht werden. 

 

Komplikationen Eine Urosepsis ist wegen der Gefahr der Schockausbildung lebensgefährlich. Selbst unter optimalen Therapiebedingungen liegt die Mortalität über 50% beim septischen Schock und um 20% bei der Septikämie. Ursachen dafür sind Nierenversagen, Schocklunge, Verbrauchskoagulopathie und Herz-Kreislaufversagen. 

den Begriff Glomerulonephritis definieren und anhand der akuten postinfektiösen, beziehungsweise chronischen Glomerulonephritis erörtern 

Definition Glomerulonephritis (GN) ist ein Sammelbegriff verschiedener Nierenerkrankungen mit meist immunologisch bedingter Entzündung der Glomeruli. 

Akute postinfektiöse Glomerulonephritis
Ursache
Ein bis zwei Wochen nach einem Streptokokken-A-Infekt (z.B. Tonsillitis) lagern sich zirkulierende Antigen-Antikörper-Komplexe in den Glomeruli ab. 
Symptome
Hämaturie, Proteinurie
Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen
Hypertonie
Ödeme, meist Lidödeme   

Komplikationen
Nephrotisches Syndrom mit Ausbildung von:
o Lungenödem
o Hirnödem
Anurie (wie beim nephrotischen Syndrom)

Chronische Glomerulonephritis

Definition Chronisches Stadium der Glomerulonephritiden mit schleichendem Krankheitsbeginn 
Ursache Meist ohne klare Ursache; selten findet sich ein Hinweis auf eine durchgemachte akute GN. 
Symptome schleichender Beginn mit:
Hämaturie, Proteinurie
Hypertonie
langsam fortschreitende Symptomatik einer Niereninsuffizienz 

den Begriff nephrotisches Syndrom definieren
  die Ursachen und Symptome erörtern und daraus die möglichen Komplikationen ableiten 

Definition Sammelbegriff für Nierenkrankheiten, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet sind:
Proteinurie > 3,5 g / Tag
Hypoproteinämie
Ödeme 

Ursachen Ursachen der Glomerulonephritis (80%), wobei am häufigsten die idiopathische (="ohne bekannte Ursache")Glomerulonephritis vorliegt. 

Symptome / Befunde
Ödeme: generalisiert, v.a. Unterlid aber auch Hirn- und Lungenödem
Proteinurie > 3,5 g / Tag, daher Hypoproteinämie
Hypertonie
Kopfschmerzen 

Komplikationen
akutes Nierenversagen
erhöhte Thrombosegefahr: Lungenembolie 

 

Uterusmyom = Gebärmuttermyom
-Def
-Epidemiologie
-Symptome

Definition

  •  Uterusmyome sind gutartige Tumore, die von der glatten Muskulatur der

    Gebärmutter (Uterus), dem Myometrium, ausgehen

  •  ihr Wachstum wird durch Östrogene beschleunigt

    Epidemiologie

  •  Uterusmyome sind ein sehr häufiger gynäkologischer Befund

  •  nach dem 30. Lebensjahr finden sie sich bei etwa 20-30 % aller Frauen

  •  da sie meist keine Beschwerden verursachen, haben sie in der Regel keinen

    Krankheitswert

    Symptome

  •  meist symptomlos

  •  verstärkte und verlängerte Regelblutungen und/oder Zwischenblutungen (führen

    oft zu schweren Eisenmangelanämien)

  •  Verlagerung von Nachbarorganen mit Druckgefühl, Obstipation oder

    Blasenentleerungsstörungen

  •  ziehende, dumpfe Schmerzen, oft im Kreuz

Uterusmyom

wo kommen sie vor

fundierte Kenntnisse der Symptome, Befunde und Abklärungen eines Mammakarzinom-Verdachts 

Das Mammakarzinom ist die maligne Entartung der Brustdrüse Es ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen

 

Symptome

  • Leitsymptom: derber, schmerzloser Knoten

  • Weitere Symptome oft erst im fortgeschrittenen Stadium:

    •  Sekretion aus der Brustwarze

    •  Einziehungen der Haut (Orangenhaut = Peau d'orange)

      oder Brustwarze

    •  Brustwarzenhochstand, Brustasymmetrie

    •  selten ziehende Schmerzen

 

Verlauf

• Komplikation Metastasierung:

  •  lymphogene Metastasierung in Achselhöhle, subklaviculär

  •  hämatogene Metastasierung: Knochen, Leber, Lunge

• häufige Rezidive, noch Jahre nach erfolgreicher Therapie (lokal, Gegenseite)

Abklärung
Selbstuntersuchung: einmal pro Monat; wichtigste Präventivmassnahme!

Jahreskontrolle durch Arzt: o Palpation o Mammografie o
Bei Verdacht auf Karzinom; Triple Diagnostik: 1. Palpation, 2. Mammografie, 3. Feinnadelpunktion. Weisen alle 3 Punkte auf ein Karzinom hin, liegt in 95% auch ein Karzinom vor.
Definitive Diagnose durch Biopsie

definieren des Begriffs Zervixkarzinom (, Gebärmutterhalskrebs) 

Definition
In 95% Plattenepithelkarzinom des Gebärmutterhalses (Zervix) 

Zervixkarzinom

Auzählung der Ursachen und begünstigenden Faktoren für die Entstehung eines Zervixkarzinoms, insbesondere die humanen Papillomaviren

Die Entstehung des Zervixkarzinoms wird durch folgende Parameter begünstigt:
Smegma des Mannes: Infektionen mit Humanen-PapillomaViren (besonders HPV 16 und 18)   

frühzeitiger Beginn des Geschlechtsverkehrs und Promiskuität

Schwangerschaften

Rauchen 

Nennung der möglichen Präventionen gegen das Zervixkarzinoms 

Prophylaxe Vermeiden der begünstigenden Faktoren Impfen gegen HPV-Viren, Impfung vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei Mädchen mit rund 12 Jahren empfohlen 

definieren des Begriffs Endometriumkarzinom
o Aufzählung der möglichen Symptome, 

Definition
Bösartige, von Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgehende Geschwulst im Bereich des Gebärmutterkörpers.  

Symptome
meist asymptomatisch
Postmenopausenblutung: Achtung Warnsymptom!
Zwischenblutungen (Metrorrhagien) bei menstruierender Frau
vaginaler, blutig-seröser Ausfluss, evtl. fötide
allg. Tumorsymptome sehr spät 

Vaginale, postmenopausale Blutungen können durch ein Karzinom bedingt sein. Sie müssen daher immer abgeklärt werden! 

definieren des Begriffs Ovarialzyste
o Nennung der möglichen Ursachen einer Ovarialcyste
o Therapeutisches Vorgehen bei einer Neuentdeckung einer Cyste um 4 cm oder  kleiner 

Raumforderung im Ovar in Form einer Zyste (epithelausgekleideter, Hohlraum mit Flüssigkeit gefüllt). 

Ursachen
persistierender Follikel
weitere Ursachen, unter anderem karzinomatös 

Symptome
meist symptomlos 

Therapie
Abwarten von 1 bis 2 Menstruationszyklen, evtl. verschwindet die Zyste, wenn es sich um einen persistierenden Follikel handelt.
kleine, benigne Zysten: keine Therapie, Ultraschallkontrollen
Zysten über 5-6 cm: operative Entfernung (Rupturgefahr, Karzinom nicht sicher auszuschliessen) 

erörtern der Begriffe Descensus uteri und vaginae 

Senkung des Uterus und der Vagina infolge Schwäche des Beckenbodens sowie der Bänder, welche den Uterus fixieren. 

aufzählen der Symptome und ableiten möglicher Komplikationen aus einem Descensus uteri

Druck-, Senkungsgefühl, ziehende Schmerzen, Kreuzschmerzen
Fremdkörpergefühl
Zystozele: Ausstülpung der vorderen Vaginalwand mit Einbezug der Blase
Rektozele: Ausstülpung der hinteren Vaginalwand mit Einbezug des Rektums: Obstipation
Miktionsprobleme: Harnretention, Inkontinenz, HWI
Abrutschen der Zervix vor die Vagina

Therapie des Descensus

Therapie
Schwangerschaftsgymnastik
Beckenbodentraining
Hormonsubstitution
Pessare als Hilfsmittel
operativ 

definieren der Begriffe Stress- und Drang-Inkontinenz und aufzählen der Ursachen und typischen Symptome 

Keine KH sondern Symptom:
Bei der Stress-Inkontinenz führt eine Druckerhöhung im Bauchraum zu unkontrolliertem Harnabgang - also beim Lachen, Husten, Niesen oder beim Heben von Lasten. Die Drang-Inkontinenz ist durch sehr starken Harndrang mit anschliessendem unwillkürlichem Harnabgang charakterisiert. Diese Form der Inkontinenz resultiert aus einer Überaktivität des Nervensystems oder aus einer zu grossen Empfindlichkeit der Harnblase. 

Ursachen
Ursachen der Stress-Inkontinenz
o Schwäche des Blasenschliessmuskels
o Postmenopausaler Östrogenmangel, wodurch das Gewebe der Harnröhre und des Beckenbodens an Spannkraft verliert.
o Schwäche der Beckenbodenmuskulatur als Folge von Geburten oder Operationen.
o Patienten und Patientinnen mit einer Stress-Inkontinenz leiden fast immer an einer angeborenen Bindegewebsschwäche.

Ursachen der Drang-Inkontinenz
o Reizblase
o Harnwegsinfektion
o Blasensteine und Blasentumoren
o Häufig psychosomatisch hervorgerufene Überaktivität der Blase 

Stress- und Drang-Inkontinenz: erörtern der Abklärung einer Inkontinenz und des therapeutischen Konzepts 

Abklärung
Anamnese
gynäkologische Untersuchung 
Urinuntersuchung (okkulte Harnwegsinfektion?)
Ultraschall (Restharn nach dem Wasserlassen in der Harnblase?)
Spezialuntersuchungen wie Urodynamik oder Uroflowmetrie. Dabei misst man den Blasendruck während des Urinierens beziehungsweise den Harnfluss in entspanntem Zustand oder beim Pressen. 

Therapie nach Grundkrankheit:
Therapie der Stress-Inkontinenz
o Beckenbodengymnastik 
o Östrogene
o Medikamente zur Erhöhung der Spannkraft des Schliessmuskels
o Tragen von speziellen Einlagen (z.B. Würfel- oder Ring-Pessar)
o In schweren Fällen Kolposuspension (Anhebung von Scheide und Harnröhre)

Therapie der Drang-Inkontinenz
o Entleeren der Harnblase in regelmässigen Abständen, Blasentraining
o Medikamentös
o keine Linderung durch OP 

symptomatisch:
Dauerkatheter
Urinal
Windeln etc. 

Entzündung Nebenhoden: was zu beachten

Wenn NH entzündet, dann oft Entzündung auch an anderem Ort

oft Zug auf Samenstram mit Schmerzen, wenn Hoden angehoben-->Linderung der Schmerzen = Prehn-Zeichen

definieren des Begriffes Epididymitis und einteilen in eine akute und chronische Form 
Häufigk.

Akute oder chronische, meist infektiöse Entzündung des Nebenhodens. 

 

Häufigkeit Vorwiegend sind Männer in höherem Lebensalter betroffen.  (Im Gegensatz zur Hodentorsion-->junge Männer)

Étudier