Pathologie Urogenitaltrakt

Pathologie Urogenitaltrakt

Pathologie Urogenitaltrakt


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pathologie des Urogenitaltrakts auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Ursachen, Symptome und Therapien von Erkrankungen wie Prostatahyperplasie, Prostatakarzinom und Hodentumoren, wobei auch Komplikationen und Differentialdiagnosen erörtert werden. Besonders relevant sind die detaillierten Beschreibungen von Schmerzsymptomen, Hämaturie und entzündlichen Prozessen. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über urogenitale Erkrankungen vertiefen und in der Diagnostik sowie Therapie sicherer werden möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.08.2023 / 12.06.2024

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Epididymitis 

o erörtern der Ursachen, insbesondere dass es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit handeln kann 

Ursache
deszendierend bei Prostatitis (häufigste Ursache)
Begleitinfektion bei Blasen- (am häufigsten), Prostata- oder Harnröhrenentzündungen
Ursache bei älteren Männern ist in der Regel eine infravesikale Obstruktion (Prostataprobleme), wodurch der Patient bei der Miktion erheblich pressen muss und so infizierter Urin über den Samenleiter in den Nebenhoden gelangt.
!!sexuell übertragene Infektionen (Gonorrhoe [Tripper], Chlamydien, evtl. Tbc, etc.).!!
nach sexuellen Exzessen
Erreger kann häufig nicht eruiert werden! 

Epididymitis
aufzählen der Symptome und Komplikationen 

Schmerzen, Rötung, Überwärmung und Ödem des Skrotums
erhebliche Berührungsempfindlichkeit des Skrotums
evtl. systemische Entzündungszeichen
Symptome eines HWI: Dysurie, Pollakisurie, evtl. eitriger Ausfluss aus Urethra
chron. Epididymitis: schubweiser Verlauf 

Differentialdiagnose Die wichtigste Differentialdiagnose der Epididymitis ist die Hodentorsion.  Orchitis Nebenhodentumor Hodentumor 

Faustregel: junger Patient : meist Torsion, alter Patient: meist Epididymitis 

Komplikationen
Übergang in chronischen Verlauf Abszendierung Infertilität bei chron. Epididymitis 

Epididymitis:
nennen der Differentialdiagnose und ableiten des therapeutischen Verhaltens in unklaren Fällen 

Therapie
allgemeine Massnahmen: Bettruhe, Hoden hoch lagern
Antiphlogistika
Antibiotika
bei Abszedierung ist eine chirurgische Intervention nötig 

Wenn unklar Hodensack öffnen, um zu schauen, ob es eine Torsion ist oder nicht, da Torsion schnell behandelt werden muss-->Notfall

 erklären des Krankheitsbild Orchitis und aufzählen der verschiedenen Formen nach Ursache 

Definition Hodenentzündung 

Ursache

  • Hämatogene Streuung
  • virale Erkrankungen wie Mumps
  • bakteriell: Pneumokokken u.a.
  • übergreifend bei Epididymitis: selten 
  • aszendierend: nach einem HWI können Erreger wie Staphylokokken, E. coli, Streptokokken und Gonokokken (Tripper) zu einer eitrigen Nebenhodenentzündung und Orchitis führen. 

Orchitis
erläutern der Symptome und allfälligen Komplikationen, insbesondere der Mumpsorchitis beim Adoleszenten oder Erwachsenen 

Symptome
Die Orchitis zeigt lokal die typischen Entzündungszeichen:
Hodenschwellung (Skrotalödem)
Rötung
Überwärmung
starke Schmerzen (Hoden ist druckdolent)
systemische Entzündungszeichen können auftreten 

Komplikationen
Durch die Entzündung, v.a. im Rahmen einer Mumpsorchitis, kann das Keimepithel irreversibel geschädigt werden und die Spermienproduktion erliegen. So kann eine Mumpsorchitis ab der Geschlechtsreife zu einer Unfruchtbarkeit führen. Die hormonproduzierenden Zellen behalten ihre Funktion.
nach Abklingen der Entzündung: Hodenatrophie 

erörtern des Therapieschemas einer Orchitis 

Therapie
Bettruhe
Hochlagerung des Hodens
lokal Kälte
Antiphlogistika
Antibiotika (bei Mumps nutzlos!)
Kortikosteroide bei Mumpsorchitis um die zerstörenden entzündlichen Vorgänge zu stoppen 
 

erörtern des Begriffs Kryptorchismus und seiner pathogenetischen Entstehung
o definieren der Begriffe
Pendelhoden,
Gleithoden,
partieller und vollständiger Kryptorchismus und ektoper Hoden und Nennung der jeweiligen Untersuchungsbefunde

Definition und Allgemeines Fehlender oder unvollständiger Abstieg des Hodens (Hodendeszensus) aus dem Abdomen in den Skrotalsack.   Es werden verschiedene Formen unterschieden:
vollständiger Kryptorchismus: Hoden liegt intraabdominal
partieller Kryptorchismus: Hoden liegt im Leistenkanal
Gleithoden: Hoden am Skrotaleingang, rutscht beim Herabziehen ins Skrotum wieder hoch
Pendelhoden: Hoden liegt abwechselnd im Leistenkanal oder Skrotum
-ektoper Hoden= ausserhalb gewöhnlicher Absenkungsbahn--> s. Bild für alle Varianten 

 

Kenntnisse der möglichen Komplikationen eines Kryptorchismus und ableiten des therapeutischen Vorgehens 

Komplikationen
Ist der Hoden bis im zweiten Lebensjahr nicht vollständig deszendiert, kommt es zu Infertilität durch Störung der Spermienproduktion.
 bis 40-fach erhöhtes Risiko maligner Entartung (Bildung eines Hodenkarzinoms) 

Differentialdiagnosen
physiologischer Hodenhochstand: Bei ca. 4% der Neugeborenen ist der Hodendeszensus bei Geburt noch nicht abgeschlossen, erfolgt spontan innerhalb des 1. Lebensjahres. 
Therapie
hormonell: Gonadotropin-Gabe mit einer Erfolgsrate von 50%
chirurgisch: Fixierung des Hodens im Skrotalsack; evtl. gleichzeitige Sanierung einer Leistenhernie 

 definieren der Begriffe Varikozele und Hydrozele 
 

Varikozele Definition und Allgemeines Meist in der Pubertät auftretende, varizenartige Erweiterungen der Venen des Hodens  

 

Hydrozele (Wasserbruch) Definition vermehrte Flüssigkeitsansammlung innerhalb der Skrotalhüllen 

Nennung der möglichen Ursachen einer Varikozele, insbesondere der symptomatischen Varikozele und ableiten der diagnostischen Konsequenz 

 

Ursachen
idiopathisch: keine Ursache eruierbar; 90% links (Anatomie des venösen Abflusses)
symptomatisch bei venöser Kompression im Becken oder Bauchraum, meist durch Nierentumoren, beidseitig gleich häufig 

diagnostischen Konsequenz (symptomatische Varikozelen müssen abgeklärt werden, da ein ursächlicher Tumor vorliegen könnte) 

Varikozele
Schilderung der Symptome und des klinischen Bildes und erörtern der allfälligen Therapie 

Symptome
meist keine Beschwerden
selten Potenzstörung, Errektionsschmerz
meist linksseitig, kann Ursache einer Infertilität sein 

Therapie
idiopathische Varikozele: bei normalen Spermiogramm keine Therapie, sonst operativ (10% Rezidive!)
bei symptomatischen Varikozelen Therapie der Grundkrankheit 

definieren des Begriffs Phimose und einteilen in eine angeborene und erworbene Form inkl Ursachen

Definition
Verengung des Praeputialringes, so dass die Vorhaut nicht über die Glans zurück gestreift werden kann. 

Unterschieden wird zwischen der angeborenen und der erworbenen Phimose.  Ursachen
angeborene Phimose: bis zum 2. Lebensjahr physiologisch
erworbene Phimose: postentzündlich, posttraumatisch 

Phimose
Schilderung der Symptome und des klinischen Bildes und erörtern der allfälligen Therapie 

Symptome
oft asymptomatisch
Ballonieren (aufblasen der Vorhaut) bei Miktion
chronische Balanitis (Entzündung der Eichel)
Erektions- und Kohabitationsschmerz 


Therapie operativ durch Zirkumzision (Beschneidung) 

definieren des Begriffs Impotenz (erektile Dysfunktionen) und aufzählen der möglichen Ursachen 

Definition und Häufigkeit Impotenz (lat. für "Unvermögen") wird als Unfähigkeit zur Fortpflanzung (Impotentia generandi) definiert. Im weiteren Sinne versteht man unter Impotenz Erektionsstörungen mit dem "Unvermögen, den Beischlaf befriedigend auszuführen" (Impotentia coeundi). Im Allgemeinen werden diese Erektionsstörungen als erektile Dysfunktion (ED) bezeichnet.  Erektionsstörungen nehmen im Alter zu.  

 Mögliche Ursachen der Impotenz sind:
Arteriosklerose (Frühzeichen der Arteriosklerose)
Diabetes
hormonelle Störungen
Libidostörungen: Diese können sowohl psychisch als auch hormonell bedingt sein.
psychische Faktoren: Dazu gehören Partnerkonflikte, Selbstunsicherheit, Versagensangst, verdrängte Homosexualität, beruflicher Stress etc.
Alkohol- bzw. Drogenmissbrauch
Medikamente: beispielsweise Betablocker  

definieren des Begriffs Gynäkomastie u Ursache

ein- oder beidseitige Vergrösserung des Brustdrüsenkörpers beim Mann 

Ursachen und Pathogenese
in der Pubertät sehr häufig passager
medikamentös bedingt (Psychopharmaka: Dopaminantagonisten)
Leberfunktionsstörung (Leberzirrhose)
Östrogen-produzierende Tumoren (sehr selten) 

Definition des Begriffes Intersexualität 

Definition und Allgemeines Bei der somatischen Intersexualität stimmen die Geschlechtschromosomen (XY, XX) nicht mit dem Genitale und der Körpererscheinung überein. 

grobe Kenntnisse, auf Grund welcher Faktoren männliche beziehungsweise weibliche Genitalanlagen entstehen 

Die Genital- und Keimdrüsenanlage ist bipotentiell und differenziert sich während der Fetalperiode: Die Entwicklung in männlicher Richtung wird durch die Androgene aus dem fetalen Hoden bewirkt. Bei fehlenden Androgenen entwickelt sich das Genitale weiblich. 

Aufzählen von Ursachen die zu Intersexualität führen können  

 

Nennung des häufigsten Zeitpunktes, an dem Intersexualität entdeckt wird 

Die Genital- und Keimdrüsenanlage ist bipotentiell und differenziert sich während der Fetalperiode: Die Entwicklung in männlicher Richtung wird durch die Androgene aus dem fetalen Hoden bewirkt. Bei fehlenden Androgenen entwickelt sich das Genitale weiblich. 

Abklärung Intersexualität wird oft erst bei Sterilitätsabklärungen im Erwachsenenalter entdeckt. 

definieren des Begriffes Prostatitis

darlegend der verschiedenen Ursachen der Prostatitis 

Eine Prostatitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Prostata. Es werden verschiedene Formen der Prostatitis unterschieden:
akute bakterielle Prostatitis 
chronisch bakterielle Prostatitis 
abakterielle Prostatitis (keine Erreger nachweisbar)  

Ursache
Die Erreger können auf verschiedene Weise ihren Weg in die Prostata finden:
aufsteigend (kanalikulär) über die Harnröhre: Harnröhrenstrikturen oder Phimosen 
im Rahmen von Harnwegsinfekten: Zystitis, Urethritis
Hämatogen (Einschwemmung von Erreger über das Blut aus anderen, infizierten Organen): Tonsillitis, Akne, Furunkulose
spezifische Infekte: Tbc, Gonorrhoe (Tripper), Trichomonaden (Geschlechtskrankheit) 

Prostatitis

darlegend der  klinischen Symptome der verschiedenen Formen 

akute Prostatitis:
o Fieber, Schüttelfrost mit starkem Krankheitsgefühl
o Pollakisurie
o Dysurie (Symptome des HWI)
o Schmerzen in der Dammgegend
o Schmerzen beim Stuhlgang
o evtl. Eiter im Urin bei abgeschwächtem Harnstrahl

Die Symptome der chronischen Prostatitis sind dagegen uncharakteristisch:
o Störungen der Blasenentleerung
o Schmerzen in der Dammregion, auch ausstrahlend in Hoden und Leistenregion
o Empfindungsstörung und Störung der Sexualfunktion 

ableiten der verschiedenen möglichen Komplikationen einer Prostatitis 

Komplikationen
Harnverhalt
Aszendierung, beispielsweise in Blase,Perforation in benachbarte Organe (Enddarm, Bauchhöhle, Blase) 
akute Epididymitis, Pyelonephritis
Blasenhalssklerose bei chronischer Prostatitis, kann zu Inkontinenz führen 

Therapieschemas der akuten, beziehungsweise chronischen Prostatitis und vornehmen einer Aussage über die Prognose 

Therapie
akute Prostatitis
o Bettruhe
o Antibiotika
o Analgetika
o keine Instrumentalisation der Harnröhre (Katheterisierung etc.)

chronische Prostatitis
o Die Therapie der chronischen bakteriellen Prostatitis ist viel problematischer, als die der akuten bakteriellen Prostatitis. Bei der chronischen bakteriellen Prostatitis wird eine Langzeittherapie mit speziellen Antibiotika durchgeführt. Erst nach etwa einem Jahr lässt sich feststellen, ob die Erreger vollständig vernichtet wurden.

Prognose
akute Prostatitis: gut
chronische Prostatitis: unterschiedlich, Gefahr der Rezidivierung 

definieren des Symptoms akutes Skrotum mit aufzählen der möglichen Ursachen und möglichen klinischen Zeichen 

Definition
Akute schmerzhafte Veränderungen des Skrotums werden unabhängig von der Genese als akutes Skrotum bezeichnet. 

Merke! Das akute Skrotum gilt immer als Notfall, der eine sofortige Diagnose und eine zielgerichtete Therapie braucht, oft operativer Art. Wenn Diagnose und Therapie verzögert werden, ist die auslösende Erkrankung nur noch schwer zu diagnostizieren, da im Skrotum sehr rasch Veränderungen ablaufen, welche die Nachbarorgane sekundär mitbetreffen. 

Symptome
Typisch ist der oft plötzlich einsetzende, massive Schmerz im Genitale. Der Schmerz projiziert vorwiegend in den Unterbauch entlang des Samenstrangs. Bei der körperlichen Untersuchung fällt die massive Berührungsempfindlichkeit des Skrotums auf. Man sieht eine u. U. erhebliche Schwellung des Skrotums. Überwärmung und Rötung  kommen häufig hinzu. Nach einigen Stunden können sogar peritonitische Symptome (Reaktionen des Bauchfells) mit Übelkeit und Kreislaufreaktionen auftreten. 

erörtern und begründen des Vorgehens bei einem akuten Skrotum 

Merke! Das akute Skrotum gilt immer als Notfall, der eine sofortige Diagnose und eine zielgerichtete Therapie braucht, oft operativer Art. Wenn Diagnose und Therapie verzögert werden, ist die auslösende Erkrankung nur noch schwer zu diagnostizieren, da im Skrotum sehr rasch Veränderungen ablaufen, welche die Nachbarorgane sekundär mitbetreffe

erörtern des Begriffs Hodentorsion und erklären seiner Pathogenese

o aufzählen seiner Symptome 

Drehung des Hodens um seine Längsachse und dadurch Abschnürung des Blutabflusses.  Die akute Hodentorsion betrifft vorwiegend Kinder und Jugendliche in der Pubertät. Von der rechtzeitigen Diagnose und unverzüglichen operativen Retorquierung (Zurückdrehung) und Hodenfixation hängt es ab, ob der Patient später fertil sein wird! 

Symptome
Leitsymptom ist der plötzlich auftretende Schmerz im Hoden. Die Schmerzen können so heftig sein, dass die Patienten erbrechen und unter der Fehldiagnose eines akuten Abdomens zunächst einer aufwändigen Diagnostik zugeführt werden, wodurch die rechtzeitige Operation verzögert wird. Die betroffene Skrotalhälfte ist ödematös angeschwollen und sehr druckdolent. 

Hodentorsion

erklären seiner Komplikationen und ableiten des therapeutischen Verhaltens bei einem Verdacht und erörtern des Therapieschemas 

Komplikationen Durch Infarzierung des Hodens droht Infertilität 

Therapie
Notfalloperation: operative Reposition des Hodens um eine Infarzierung zu verhindern.
Weil eine Anlagestörung vorliegt und die Gefahr der Torsion des zweiten Hodens besteht, wird dieser ebenfalls operativ fixiert. 

definieren des Begriffes benigne Prostatahyperplasie (BPH) und Prostataadenom

Definition
die benigne Prostatahyperplasie ist eine Vergrößerung Prostata durch

Hyperplasie, betroffen sind vorwiegend ältere Männer

Kenntnisse über die Häufigkeit der Prostatahyperplasie 

Epidemiologie
im 4. Lebensjahrzehnt tritt die BPH bei etwa 8 % und ab 50 Jahren bei etwa 50 %

der Männer, 60% aller Männer über 60 Jahre  auf, von ihnen sprechen mehr als 30% nicht auf eine medikamentöse Therapie an

Benigne Prostatahyperplasie (BPH) Ursachen

Ursachen

  •  mit zunehmenden Alter Verschiebung des Androgenstoffwechsels durch eine

    relative Zunahme von Dihydrotestosteron und Östrogen mit Wachstumsreiz auf das

    prostatische Gewebe

  •  mögliche Risikofaktoren sind Entzündungen (lokal oder systemisch), Adipositas und

    eine genetische Komponente

fundierte Kenntnisse über die Symptome und möglichen Komplikationen des Prostataadenoms (BPH)

Symptome
erste Beschwerden werden vom Betroffenen wahrgenommen, wenn die

Harnröhre schon stark komprimiert ist ...

  • verzögerter Beginn der Urinentleerung (initiales Warten)

  • abgeschwächter Harnstrahl

  • Nachtröpfeln

  • das Gefühl einer unvollständig entleerten Blase

  • Pollakisurie

  • Nykturie

  • Imperativer (unwiderstehlicher) Harndrang mit Urge-Inkontinenz

    (Dranginkontinenz)

Komplikationen

  •  Harnwegsinfekte

  •  akuter Harnverhalt (Unmöglichkeit Urin zu lösen)

  •  Blasenstein

  •  Niereninsuffizienz durch Rückstau

  •  BPH hat kein erhöhtes Krebsrisiko !!

erheben einer differenzierten Anamnese bei Verdacht auf eine Prostatahyperplasie 

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

Miktionsanamnese

  • Haben Sie eine Drang zu häufigem Wasserlassen ohne vermehrte Harnausscheidung? -->Pollakisurie
  • Haben Sie unfreiwilligen Harnverlust unter Harndrang?
  • Ist die Dauer des Harnlassens verlängert?
  • Ist Ihnen eine Schwächung des Harnstrahls aufgefallen?
  • Müssen Sie nachts häufiger Wasserlassen? Nykturie
  • Haben Sie nicht unterdrückbaren Harndrang mit Schmerzen? 

Rektalpalpation: wenn vergrösserte, verschiebliche und Prallelasitsche Prostata mit glatter Oberfläche, dann BPH

Ultraschall

Differentialdiagnosen
Prostatakarzinom: Hämaturie? unklare Schmerzen in Wirbelsäule
chronische Prostatitis: uncharakteristisch: Störungen Blasenentleerung, Schmerzen in der Dammregion auch ausstrahlen in Hoden u. Leistenregion, Empfindugsstörung und Störung in der Sexualfunktion

erörtern des weiteren Vorgehens um ein Prostataadenom von einem Karzinom abzugrenzen 

Prostatakarzinom: Hämaturie? unklare Schmerzen in Wirbelsäule?
 

  • leider gibt es keine Frühsymptome – darum Vorsorgeuntersuchung (Palpation,

    PSA Wert im Blut, US, MRT)

 definieren des Krankheitsbildes Prostatakarzinom mit ungefähren Häufigkeit des Krankheitsbildes und Altersverteilung 

  •  das Prostatakarzinom ist das häufigste Karzinom des Urogenitaltrakts und der

    häufigste bösartige Tumor des Mannes vor dem Lungen- und Kolonkarzinom

  •  der Altersgipfel liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr

fundierte Kenntnisse über Symptome und möglichen Komplikationen des Prostatakarzinoms, insbesondere häufigste Metastasierungsorte 

  1. Symptome

    •  leider gibt es keine Frühsymptome – darum Vorsorgeuntersuchung (Palpation,

      PSA Wert im Blut, US, MRT)

    •  wenn Hämaturie beim älteren Mann, dann Abklärung auf Karzinom nötig

    •  dran denken: unklare Schmerzen in Wirbelsäule beim älteren Mann können

      bereits Ausdruck einer Metastasierung sein

    • Symptome meist erst nach Metastasierung; Gewichtsverlust, Inappetenz, urämische Sympome

Komplikationen
Miktionsprobleme wie bei der Prostatahyperplasie
Komplikationen durch die Metastasen

erörtern der Abklärung bei Prostatakarzinomverdacht 

Abklärung Wie bei der Prostatahyperplasie:
Miktionsanamnese Rektalpalpation zeigt harten, höckrigen Tumor und nicht verschiebliche Schleimhaut Ultraschall, MRI
Tumormarker: PSA (prostataspezifisches Antigen) ist hinsichtlich Nutzen umstritten  

Differentialdiagnosen
Prostatahyperplasie
chronische Prostatits

Hodentumoren
o Kenntnisse der Einteilung in Seminome und Nicht-Seminone

Definition und Allgemeines
Innerhalb der Hodentumoren unterscheidet man Seminome (ca. 40%), die von den Spermatogonien ausgehen und die Nichtseminome. 

Nennung des Prävalenzalters des Hodentumors 

Häufigkeit Bösartige Hodentumoren sind die häufigsten Neoplasien bei jungen Männern.
Die Altersverteilung zeigt Häufigkeitsmaxima in der Kindheit (0-10 Jahre), im Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter (20-40 Jahre) sowie im späteren Erwachsenenalter (>60 Jahre). 

Hodentumoren sind eine typische Erkrankung im Jugend- und frühen Erwachsenenalter. 

Nennung der Ursachen und Symptome der Hodentumoren 

Ursachen
Als ätiologische Faktoren sind kongenitale Entwicklungsstörungen des Hodens anzusehen.
Kryptorchismus
unbekannte Ursachen 

Symptome
keine subjektiven Beschwerden, oft Zufallsbefund
Charakteristisch ist eine zunehmende, einseitige, derbe aber schmerzlose Hodenschwellung. 

Adnexitis DD

DD des Akuten Abdomenst:

  • Appendizitis, gastroenteritis, Ulcus der Magendarmtrakts, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Eileitersch SS
  • Endomentriose
  • Pyelonephritis
  • Ovarial-Tumor

Étudier