Pathologie Urogenitaltrakt
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Cartes-fiches
Epididymitis
o erörtern der Ursachen, insbesondere dass es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit handeln kann
Ursache
deszendierend bei Prostatitis (häufigste Ursache)
Begleitinfektion bei Blasen- (am häufigsten), Prostata- oder Harnröhrenentzündungen
Ursache bei älteren Männern ist in der Regel eine infravesikale Obstruktion (Prostataprobleme), wodurch der Patient bei der Miktion erheblich pressen muss und so infizierter Urin über den Samenleiter in den Nebenhoden gelangt.
!!sexuell übertragene Infektionen (Gonorrhoe [Tripper], Chlamydien, evtl. Tbc, etc.).!!
nach sexuellen Exzessen
Erreger kann häufig nicht eruiert werden!
Epididymitis
aufzählen der Symptome und Komplikationen
Schmerzen, Rötung, Überwärmung und Ödem des Skrotums
erhebliche Berührungsempfindlichkeit des Skrotums
evtl. systemische Entzündungszeichen
Symptome eines HWI: Dysurie, Pollakisurie, evtl. eitriger Ausfluss aus Urethra
chron. Epididymitis: schubweiser Verlauf
Differentialdiagnose Die wichtigste Differentialdiagnose der Epididymitis ist die Hodentorsion. Orchitis Nebenhodentumor Hodentumor
Faustregel: junger Patient : meist Torsion, alter Patient: meist Epididymitis
Komplikationen
Übergang in chronischen Verlauf Abszendierung Infertilität bei chron. Epididymitis
Epididymitis:
nennen der Differentialdiagnose und ableiten des therapeutischen Verhaltens in unklaren Fällen
Therapie
allgemeine Massnahmen: Bettruhe, Hoden hoch lagern
Antiphlogistika
Antibiotika
bei Abszedierung ist eine chirurgische Intervention nötig
Wenn unklar Hodensack öffnen, um zu schauen, ob es eine Torsion ist oder nicht, da Torsion schnell behandelt werden muss-->Notfall
erklären des Krankheitsbild Orchitis und aufzählen der verschiedenen Formen nach Ursache
Definition Hodenentzündung
Ursache
- Hämatogene Streuung
- virale Erkrankungen wie Mumps
- bakteriell: Pneumokokken u.a.
- übergreifend bei Epididymitis: selten
- aszendierend: nach einem HWI können Erreger wie Staphylokokken, E. coli, Streptokokken und Gonokokken (Tripper) zu einer eitrigen Nebenhodenentzündung und Orchitis führen.
Orchitis
erläutern der Symptome und allfälligen Komplikationen, insbesondere der Mumpsorchitis beim Adoleszenten oder Erwachsenen
Symptome
Die Orchitis zeigt lokal die typischen Entzündungszeichen:
Hodenschwellung (Skrotalödem)
Rötung
Überwärmung
starke Schmerzen (Hoden ist druckdolent)
systemische Entzündungszeichen können auftreten
Komplikationen
Durch die Entzündung, v.a. im Rahmen einer Mumpsorchitis, kann das Keimepithel irreversibel geschädigt werden und die Spermienproduktion erliegen. So kann eine Mumpsorchitis ab der Geschlechtsreife zu einer Unfruchtbarkeit führen. Die hormonproduzierenden Zellen behalten ihre Funktion.
nach Abklingen der Entzündung: Hodenatrophie
erörtern des Therapieschemas einer Orchitis
Therapie
Bettruhe
Hochlagerung des Hodens
lokal Kälte
Antiphlogistika
Antibiotika (bei Mumps nutzlos!)
Kortikosteroide bei Mumpsorchitis um die zerstörenden entzündlichen Vorgänge zu stoppen
erörtern des Begriffs Kryptorchismus und seiner pathogenetischen Entstehung
o definieren der Begriffe
Pendelhoden,
Gleithoden,
partieller und vollständiger Kryptorchismus und ektoper Hoden und Nennung der jeweiligen Untersuchungsbefunde
Definition und Allgemeines Fehlender oder unvollständiger Abstieg des Hodens (Hodendeszensus) aus dem Abdomen in den Skrotalsack. Es werden verschiedene Formen unterschieden:
vollständiger Kryptorchismus: Hoden liegt intraabdominal
partieller Kryptorchismus: Hoden liegt im Leistenkanal
Gleithoden: Hoden am Skrotaleingang, rutscht beim Herabziehen ins Skrotum wieder hoch
Pendelhoden: Hoden liegt abwechselnd im Leistenkanal oder Skrotum
-ektoper Hoden= ausserhalb gewöhnlicher Absenkungsbahn--> s. Bild für alle Varianten
Kenntnisse der möglichen Komplikationen eines Kryptorchismus und ableiten des therapeutischen Vorgehens
Komplikationen
Ist der Hoden bis im zweiten Lebensjahr nicht vollständig deszendiert, kommt es zu Infertilität durch Störung der Spermienproduktion.
bis 40-fach erhöhtes Risiko maligner Entartung (Bildung eines Hodenkarzinoms)
Differentialdiagnosen
physiologischer Hodenhochstand: Bei ca. 4% der Neugeborenen ist der Hodendeszensus bei Geburt noch nicht abgeschlossen, erfolgt spontan innerhalb des 1. Lebensjahres.
Therapie
hormonell: Gonadotropin-Gabe mit einer Erfolgsrate von 50%
chirurgisch: Fixierung des Hodens im Skrotalsack; evtl. gleichzeitige Sanierung einer Leistenhernie
definieren der Begriffe Varikozele und Hydrozele
Varikozele Definition und Allgemeines Meist in der Pubertät auftretende, varizenartige Erweiterungen der Venen des Hodens
Hydrozele (Wasserbruch) Definition vermehrte Flüssigkeitsansammlung innerhalb der Skrotalhüllen
Nennung der möglichen Ursachen einer Varikozele, insbesondere der symptomatischen Varikozele und ableiten der diagnostischen Konsequenz
Ursachen
idiopathisch: keine Ursache eruierbar; 90% links (Anatomie des venösen Abflusses)
symptomatisch bei venöser Kompression im Becken oder Bauchraum, meist durch Nierentumoren, beidseitig gleich häufig
diagnostischen Konsequenz (symptomatische Varikozelen müssen abgeklärt werden, da ein ursächlicher Tumor vorliegen könnte)
Varikozele
Schilderung der Symptome und des klinischen Bildes und erörtern der allfälligen Therapie
Symptome
meist keine Beschwerden
selten Potenzstörung, Errektionsschmerz
meist linksseitig, kann Ursache einer Infertilität sein
Therapie
idiopathische Varikozele: bei normalen Spermiogramm keine Therapie, sonst operativ (10% Rezidive!)
bei symptomatischen Varikozelen Therapie der Grundkrankheit
definieren des Begriffs Phimose und einteilen in eine angeborene und erworbene Form inkl Ursachen
Definition
Verengung des Praeputialringes, so dass die Vorhaut nicht über die Glans zurück gestreift werden kann.
Unterschieden wird zwischen der angeborenen und der erworbenen Phimose. Ursachen
angeborene Phimose: bis zum 2. Lebensjahr physiologisch
erworbene Phimose: postentzündlich, posttraumatisch
Phimose
Schilderung der Symptome und des klinischen Bildes und erörtern der allfälligen Therapie
Symptome
oft asymptomatisch
Ballonieren (aufblasen der Vorhaut) bei Miktion
chronische Balanitis (Entzündung der Eichel)
Erektions- und Kohabitationsschmerz
Therapie operativ durch Zirkumzision (Beschneidung)
definieren des Begriffs Impotenz (erektile Dysfunktionen) und aufzählen der möglichen Ursachen
Definition und Häufigkeit Impotenz (lat. für "Unvermögen") wird als Unfähigkeit zur Fortpflanzung (Impotentia generandi) definiert. Im weiteren Sinne versteht man unter Impotenz Erektionsstörungen mit dem "Unvermögen, den Beischlaf befriedigend auszuführen" (Impotentia coeundi). Im Allgemeinen werden diese Erektionsstörungen als erektile Dysfunktion (ED) bezeichnet. Erektionsstörungen nehmen im Alter zu.
Mögliche Ursachen der Impotenz sind:
Arteriosklerose (Frühzeichen der Arteriosklerose)
Diabetes
hormonelle Störungen
Libidostörungen: Diese können sowohl psychisch als auch hormonell bedingt sein.
psychische Faktoren: Dazu gehören Partnerkonflikte, Selbstunsicherheit, Versagensangst, verdrängte Homosexualität, beruflicher Stress etc.
Alkohol- bzw. Drogenmissbrauch
Medikamente: beispielsweise Betablocker
definieren des Begriffs Gynäkomastie u Ursache
ein- oder beidseitige Vergrösserung des Brustdrüsenkörpers beim Mann
Ursachen und Pathogenese
in der Pubertät sehr häufig passager
medikamentös bedingt (Psychopharmaka: Dopaminantagonisten)
Leberfunktionsstörung (Leberzirrhose)
Östrogen-produzierende Tumoren (sehr selten)
Definition des Begriffes Intersexualität
Definition und Allgemeines Bei der somatischen Intersexualität stimmen die Geschlechtschromosomen (XY, XX) nicht mit dem Genitale und der Körpererscheinung überein.
grobe Kenntnisse, auf Grund welcher Faktoren männliche beziehungsweise weibliche Genitalanlagen entstehen
Die Genital- und Keimdrüsenanlage ist bipotentiell und differenziert sich während der Fetalperiode: Die Entwicklung in männlicher Richtung wird durch die Androgene aus dem fetalen Hoden bewirkt. Bei fehlenden Androgenen entwickelt sich das Genitale weiblich.
Aufzählen von Ursachen die zu Intersexualität führen können
Nennung des häufigsten Zeitpunktes, an dem Intersexualität entdeckt wird
Die Genital- und Keimdrüsenanlage ist bipotentiell und differenziert sich während der Fetalperiode: Die Entwicklung in männlicher Richtung wird durch die Androgene aus dem fetalen Hoden bewirkt. Bei fehlenden Androgenen entwickelt sich das Genitale weiblich.
Abklärung Intersexualität wird oft erst bei Sterilitätsabklärungen im Erwachsenenalter entdeckt.
definieren des Begriffes Prostatitis
darlegend der verschiedenen Ursachen der Prostatitis
Eine Prostatitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Prostata. Es werden verschiedene Formen der Prostatitis unterschieden:
akute bakterielle Prostatitis
chronisch bakterielle Prostatitis
abakterielle Prostatitis (keine Erreger nachweisbar)
Ursache
Die Erreger können auf verschiedene Weise ihren Weg in die Prostata finden:
aufsteigend (kanalikulär) über die Harnröhre: Harnröhrenstrikturen oder Phimosen
im Rahmen von Harnwegsinfekten: Zystitis, Urethritis
Hämatogen (Einschwemmung von Erreger über das Blut aus anderen, infizierten Organen): Tonsillitis, Akne, Furunkulose
spezifische Infekte: Tbc, Gonorrhoe (Tripper), Trichomonaden (Geschlechtskrankheit)
Prostatitis
darlegend der klinischen Symptome der verschiedenen Formen
akute Prostatitis:
o Fieber, Schüttelfrost mit starkem Krankheitsgefühl
o Pollakisurie
o Dysurie (Symptome des HWI)
o Schmerzen in der Dammgegend
o Schmerzen beim Stuhlgang
o evtl. Eiter im Urin bei abgeschwächtem Harnstrahl
Die Symptome der chronischen Prostatitis sind dagegen uncharakteristisch:
o Störungen der Blasenentleerung
o Schmerzen in der Dammregion, auch ausstrahlend in Hoden und Leistenregion
o Empfindungsstörung und Störung der Sexualfunktion
ableiten der verschiedenen möglichen Komplikationen einer Prostatitis
Komplikationen
Harnverhalt
Aszendierung, beispielsweise in Blase,Perforation in benachbarte Organe (Enddarm, Bauchhöhle, Blase)
akute Epididymitis, Pyelonephritis
Blasenhalssklerose bei chronischer Prostatitis, kann zu Inkontinenz führen
Therapieschemas der akuten, beziehungsweise chronischen Prostatitis und vornehmen einer Aussage über die Prognose
Therapie
akute Prostatitis
o Bettruhe
o Antibiotika
o Analgetika
o keine Instrumentalisation der Harnröhre (Katheterisierung etc.)
chronische Prostatitis
o Die Therapie der chronischen bakteriellen Prostatitis ist viel problematischer, als die der akuten bakteriellen Prostatitis. Bei der chronischen bakteriellen Prostatitis wird eine Langzeittherapie mit speziellen Antibiotika durchgeführt. Erst nach etwa einem Jahr lässt sich feststellen, ob die Erreger vollständig vernichtet wurden.
Prognose
akute Prostatitis: gut
chronische Prostatitis: unterschiedlich, Gefahr der Rezidivierung
definieren des Symptoms akutes Skrotum mit aufzählen der möglichen Ursachen und möglichen klinischen Zeichen
Definition
Akute schmerzhafte Veränderungen des Skrotums werden unabhängig von der Genese als akutes Skrotum bezeichnet.
Merke! Das akute Skrotum gilt immer als Notfall, der eine sofortige Diagnose und eine zielgerichtete Therapie braucht, oft operativer Art. Wenn Diagnose und Therapie verzögert werden, ist die auslösende Erkrankung nur noch schwer zu diagnostizieren, da im Skrotum sehr rasch Veränderungen ablaufen, welche die Nachbarorgane sekundär mitbetreffen.
Symptome
Typisch ist der oft plötzlich einsetzende, massive Schmerz im Genitale. Der Schmerz projiziert vorwiegend in den Unterbauch entlang des Samenstrangs. Bei der körperlichen Untersuchung fällt die massive Berührungsempfindlichkeit des Skrotums auf. Man sieht eine u. U. erhebliche Schwellung des Skrotums. Überwärmung und Rötung kommen häufig hinzu. Nach einigen Stunden können sogar peritonitische Symptome (Reaktionen des Bauchfells) mit Übelkeit und Kreislaufreaktionen auftreten.
erörtern und begründen des Vorgehens bei einem akuten Skrotum
Merke! Das akute Skrotum gilt immer als Notfall, der eine sofortige Diagnose und eine zielgerichtete Therapie braucht, oft operativer Art. Wenn Diagnose und Therapie verzögert werden, ist die auslösende Erkrankung nur noch schwer zu diagnostizieren, da im Skrotum sehr rasch Veränderungen ablaufen, welche die Nachbarorgane sekundär mitbetreffe
erörtern des Begriffs Hodentorsion und erklären seiner Pathogenese
o aufzählen seiner Symptome
Drehung des Hodens um seine Längsachse und dadurch Abschnürung des Blutabflusses. Die akute Hodentorsion betrifft vorwiegend Kinder und Jugendliche in der Pubertät. Von der rechtzeitigen Diagnose und unverzüglichen operativen Retorquierung (Zurückdrehung) und Hodenfixation hängt es ab, ob der Patient später fertil sein wird!
Symptome
Leitsymptom ist der plötzlich auftretende Schmerz im Hoden. Die Schmerzen können so heftig sein, dass die Patienten erbrechen und unter der Fehldiagnose eines akuten Abdomens zunächst einer aufwändigen Diagnostik zugeführt werden, wodurch die rechtzeitige Operation verzögert wird. Die betroffene Skrotalhälfte ist ödematös angeschwollen und sehr druckdolent.
Hodentorsion
erklären seiner Komplikationen und ableiten des therapeutischen Verhaltens bei einem Verdacht und erörtern des Therapieschemas
Komplikationen Durch Infarzierung des Hodens droht Infertilität
Therapie
Notfalloperation: operative Reposition des Hodens um eine Infarzierung zu verhindern.
Weil eine Anlagestörung vorliegt und die Gefahr der Torsion des zweiten Hodens besteht, wird dieser ebenfalls operativ fixiert.
definieren des Begriffes benigne Prostatahyperplasie (BPH) und Prostataadenom
Definition
die benigne Prostatahyperplasie ist eine Vergrößerung Prostata durch
Hyperplasie, betroffen sind vorwiegend ältere Männer
Kenntnisse über die Häufigkeit der Prostatahyperplasie
Epidemiologie
im 4. Lebensjahrzehnt tritt die BPH bei etwa 8 % und ab 50 Jahren bei etwa 50 %
der Männer, 60% aller Männer über 60 Jahre auf, von ihnen sprechen mehr als 30% nicht auf eine medikamentöse Therapie an
Benigne Prostatahyperplasie (BPH) Ursachen
Ursachen
mit zunehmenden Alter Verschiebung des Androgenstoffwechsels durch eine
relative Zunahme von Dihydrotestosteron und Östrogen mit Wachstumsreiz auf das
prostatische Gewebe
mögliche Risikofaktoren sind Entzündungen (lokal oder systemisch), Adipositas und
eine genetische Komponente
fundierte Kenntnisse über die Symptome und möglichen Komplikationen des Prostataadenoms (BPH)
Symptome
erste Beschwerden werden vom Betroffenen wahrgenommen, wenn die
Harnröhre schon stark komprimiert ist ...
verzögerter Beginn der Urinentleerung (initiales Warten)
abgeschwächter Harnstrahl
Nachtröpfeln
das Gefühl einer unvollständig entleerten Blase
Pollakisurie
Nykturie
Imperativer (unwiderstehlicher) Harndrang mit Urge-Inkontinenz
(Dranginkontinenz)
Komplikationen
Harnwegsinfekte
akuter Harnverhalt (Unmöglichkeit Urin zu lösen)
Blasenstein
Niereninsuffizienz durch Rückstau
BPH hat kein erhöhtes Krebsrisiko !!
erheben einer differenzierten Anamnese bei Verdacht auf eine Prostatahyperplasie
Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)
Miktionsanamnese
- Haben Sie eine Drang zu häufigem Wasserlassen ohne vermehrte Harnausscheidung? -->Pollakisurie
- Haben Sie unfreiwilligen Harnverlust unter Harndrang?
- Ist die Dauer des Harnlassens verlängert?
- Ist Ihnen eine Schwächung des Harnstrahls aufgefallen?
- Müssen Sie nachts häufiger Wasserlassen? Nykturie
- Haben Sie nicht unterdrückbaren Harndrang mit Schmerzen?
Rektalpalpation: wenn vergrösserte, verschiebliche und Prallelasitsche Prostata mit glatter Oberfläche, dann BPH
Ultraschall
Differentialdiagnosen
Prostatakarzinom: Hämaturie? unklare Schmerzen in Wirbelsäule
chronische Prostatitis: uncharakteristisch: Störungen Blasenentleerung, Schmerzen in der Dammregion auch ausstrahlen in Hoden u. Leistenregion, Empfindugsstörung und Störung in der Sexualfunktion
erörtern des weiteren Vorgehens um ein Prostataadenom von einem Karzinom abzugrenzen
Prostatakarzinom: Hämaturie? unklare Schmerzen in Wirbelsäule?
leider gibt es keine Frühsymptome – darum Vorsorgeuntersuchung (Palpation,
PSA Wert im Blut, US, MRT)
definieren des Krankheitsbildes Prostatakarzinom mit ungefähren Häufigkeit des Krankheitsbildes und Altersverteilung
das Prostatakarzinom ist das häufigste Karzinom des Urogenitaltrakts und der
häufigste bösartige Tumor des Mannes vor dem Lungen- und Kolonkarzinom
der Altersgipfel liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr
fundierte Kenntnisse über Symptome und möglichen Komplikationen des Prostatakarzinoms, insbesondere häufigste Metastasierungsorte
Symptome
leider gibt es keine Frühsymptome – darum Vorsorgeuntersuchung (Palpation,
PSA Wert im Blut, US, MRT)
wenn Hämaturie beim älteren Mann, dann Abklärung auf Karzinom nötig
dran denken: unklare Schmerzen in Wirbelsäule beim älteren Mann können
bereits Ausdruck einer Metastasierung sein
Symptome meist erst nach Metastasierung; Gewichtsverlust, Inappetenz, urämische Sympome
Komplikationen
Miktionsprobleme wie bei der Prostatahyperplasie
Komplikationen durch die Metastasen
erörtern der Abklärung bei Prostatakarzinomverdacht
Abklärung Wie bei der Prostatahyperplasie:
Miktionsanamnese Rektalpalpation zeigt harten, höckrigen Tumor und nicht verschiebliche Schleimhaut Ultraschall, MRI
Tumormarker: PSA (prostataspezifisches Antigen) ist hinsichtlich Nutzen umstritten
Differentialdiagnosen
Prostatahyperplasie
chronische Prostatits
Hodentumoren
o Kenntnisse der Einteilung in Seminome und Nicht-Seminone
Definition und Allgemeines
Innerhalb der Hodentumoren unterscheidet man Seminome (ca. 40%), die von den Spermatogonien ausgehen und die Nichtseminome.
Nennung des Prävalenzalters des Hodentumors
Häufigkeit Bösartige Hodentumoren sind die häufigsten Neoplasien bei jungen Männern.
Die Altersverteilung zeigt Häufigkeitsmaxima in der Kindheit (0-10 Jahre), im Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter (20-40 Jahre) sowie im späteren Erwachsenenalter (>60 Jahre).
Hodentumoren sind eine typische Erkrankung im Jugend- und frühen Erwachsenenalter.
Nennung der Ursachen und Symptome der Hodentumoren
Ursachen
Als ätiologische Faktoren sind kongenitale Entwicklungsstörungen des Hodens anzusehen.
Kryptorchismus
unbekannte Ursachen
Symptome
keine subjektiven Beschwerden, oft Zufallsbefund
Charakteristisch ist eine zunehmende, einseitige, derbe aber schmerzlose Hodenschwellung.
Adnexitis DD
DD des Akuten Abdomenst:
- Appendizitis, gastroenteritis, Ulcus der Magendarmtrakts, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
- Eileitersch SS
- Endomentriose
- Pyelonephritis
- Ovarial-Tumor