Blockprüfung 2
Theorie
Theorie
-
- 1 / 119
-
Flashcards
Rindenfelder
- Verbände von Neuronen mit ähnlichen Funktionen
- motorisch und/oder sensorisch
- primär und/oder sekundär
Primär motorisches Rindenfeld
- befindet sich in vorderer Zentralwindung (Gyrus praecentralis)
- Steuerung willkürlicher, bewusster Bewegungen
- jede Körperregion hat eigenen Platz (Homunculus)
- nicht die Grösse der einzelnen Muskelgruppen sind relevant, sondern die Präzision der Bewegungen
Sekundär motorisches Rindenfeld
Speichert Erfahrungen, Erinnerungen, Handlungsentwürfe, welche für komplexe Bewegungsabläufe erforderlich sind (Schreiben, Lesen, Broca-Sprachzentrum)
Primär sensorisches Rindenfeld
- in hinterer Zentralwindung (Gyrus postcentralis)
- bewusste Empfindungen
- Verarbeitung von Sinneseindrücken
- erhält Infos über periphere Rezeptoren
Sekundär sensorisches Rindenfeld
- steht mit primär sensorischem Rindenfeld in Verbindung
- Speicherung von Erfahrungen über frühere Empfindungen
Rindenfelder der Sinnesorgane
- Hörzentrum
- liegt im Schläfenlappen
- primäres & sekundäres Hörzentrum
- Sehzentrum
- liegt im Hinterhaupslappen
- verarbeitet Bildmaterial von Netzhaut
Assoziationsgebiete
- Assoziationsfelder dienen der Integration
- Führen Erregungen der verschiedenen Rindenfelder zusammen und verarbeiten sie zu motorischen, emotionalen und intellektuellen Reaktionen
- Grundlage für komplexe Hirnleistungen
Pyramidenbahnen
- bezeichnet die direkte Verbindung
- sie übermittelt
- Ausführung von Zielbewegungen
- Steuerung der bewussten Bewegungen
- Im verlängerten Rückenmark kreuzen 80% der Pyramidenfasern
- verlaufen monosynaptisch
Extrapyramidale Bahnen
- indirektes System
- unwillkürliche Muskelbewegungen
- modifiziert Willkürmotorik und steuert Muskelgrundtonus
- steht mit Grosshirnrinde, Kleinhirn, Basalganglien und visuellem System in Kontakt
- Abstimmung von Bewegungen
- verlaufen polysynaptisch
Basalganglien
- tiefgelegene Kerngebiete (graue Substanz) des Grosshirns und Zwischenhirns
- gehören als wichtige motorische Befehlsstellen/Koordinationszentren zum extrapyramidalen System
- steuern unwillkürliche Muskelbewegungen und Muskeltonus
Limbisches System
- funktionelle Einheit, die aus Strukturen des Grosshirns, Zwischenhirns und Mittelhirns gebildet wird
- Umgibt die Kerngebiete des Hirnstamms und den Balken
- dazu gehören
- Mandelkern
- Hippocampus
- Mamillarkörper und Fornix
- wirkt bei Entstehung von Gefühlen mit
- nimmt Einfluss über diverse Organfunktionen
- übergeordnete Zentrale von endokrinen, vegetativen und emotionalen Reaktionen
Zwischenhirn
- Schaltstelle zwischen Grosshirn und Hirnstamm
- Hauptbestandteile
- Thalamus
- Hypothalamus
- Hypophyse
Thalamus
- alle Informationen von aussen und innen gelangen zum Thalamus (Ausnahme Geruchssinn)
- filtert Informationen und gibt sie an Grosshirnrinde weiter
- besteht hauptsächlich aus grauer Substanz
- ist das Tor zum Bewusstsein
Hypothalamus
- liegt im unteren Abschnitt des Zwischenhirns
- steuert zahlreiche körperliche und psychische Lebensvorgänge
- stellt Bindeglied zwischen Nervensystem und Hormonsystem dar
- Bildung von Hormonen
Hormonbildung Hypophysenhinterlappen
- Oxytocin (OT): Kontraktion der glatten Muskulatur der Gebärmutter und Brustdrüse
- Antidiuretisches Hormon (ADH): Wasserresorption in der Niere
Hormonbildung Hypophysenvorderlappen
- Adrenocorticotropes Hormon (ACTH)
- Follikel stimulierendes Hormon (FHS)
- Wachstumshormon (GH)
- interstitielle Zellen stimulierendes Hormon (ICSH)
- luteinisierendes Hormon (LH)
- Melanotropin stimulierendes Hormon (MSH)
- Prolaktin (PRL)
- somatotropes Hormon (STH)
- Schilddrüse stimulierendes Hormon (TSH)
Kleinhirn
- liegt in hinterer Schädelgrube
- ist durch auf- & absteigende Bahnen mit dem Rückenmark, dem Mittelhirn und über die Brücke mit dem Grosshirn und dem Gleichgewichtsorgan verbunden
- motorisches Koordinationszentrum
- über Fasern des extrapyramidalen Systems regels es Grundtonus der Muskulatur und stimmt Bewegungen aufeinander ab
- steuert Körperstellung zur Aufrechterhaltung der Gleichgewichts
Hirnstamm
- wird in 3 Abschnitte gegliedert
- Mittelhirn
- enthält Vierhügelplatte --> akustisches & optisches Reflexzentrum
- Kerngebiet "Substantia nigra" produziert Dopamin
- Pons
- längsverlaufende Bahnen von Grosshirn zu Rückenmark
- querverlaufende Bahnen verbinden Grosshirn mit Kleinhirn
- Medulla oblongata
- Übergang zum Rückenmark
- Kreuzung der meisten Pyramidenfasern
- enthält lebenswichtige Steuerzentren (Atmung, Husten, Schlucken
- Formatio reticularis
- Neuronennetzwerk
- Steuerung Bewusstseinslage & Schlaf-Wach-Rhythmus
- Mittelhirn
Vegetatives Nervensystem
- steuert lebenswichtige Organfunktionen, welche unterbewusst ablaufen
- besteht aus Sympathikus und Parasympathikus
- enteristisches Nervensystem (ENS) steuert Blutversorgung und Motilität des Magen-Darm-Traktes
Sympathikus
- Ursprung in den Seitenhörnern des Rückenmarks
- über Vorderwurzel ziehen Axone zum nur wenige Zentimeter vom Wirbelkörper entfernten Grenzstrang
- im Grenzstrang sind mehrer Ganglien über Nervenfasern miteinander verknüpft
- regt den Stoffwechsel an, setzt Energie frei, stellt den Körper auf arbeit
- präganglionär Ach und postganglionör Norardenalin
Parasympathikus
- Ursprung in Kerngebieten des Hirnstamms und den Seitenhörner des Sakralmarks
- Transmitter ist immer Ach
- Stellt den Körper auf Ruhe ein, bremst den Stoffwechsel und regt die Verdauung an
N. trigeminus (Hirnnerv 5)
- Drillingsnerv, der die Augenhöhlen, Ober- & Unterkiefer innerviert
- N. ophtalmicus
- N. maxillaris
- N. mandibularis
- bei Reizung des Nervs einschiessende SZ (Trigeminusneuralgie)
N. facialis (Hirnnerv 7)
- gemischter Nerv
- motorischer Teil versorgt mimische Muskulatur
- sensorischer Teil leitet Geschmacksempfindungen zun Hirnstamm
N. vagus (Hirnnerv 10)
- grösser parasympathischer Nerv
- versorgt Eingeweide des Brust- & Bauchraumes
- leitet sensible Impulse von Organgen zum ZNS
- steuert Motorik der glatten Muskulatur
Rückenmark
- Verbindung zwischen dem Gehirn und den Spinalnerven
- beginnt auf Höhe des Hinterhauptsloch und endet auf Höhe des 2. Lendenwirbels --> danach cauda equina
- in grauer Substanz des Rückenmarks liegen Schaltstellen, in denen Reflexe ausgelöst werden können
- Segmente
- 8 Halssegmente (C1-C8)
- 12 Brustsegmente (Th1-Th12)
- 5 Lendensegmente (L1-L5)
- 5 Kreuzbeinsegmente (S1-S5)
- 1-3 Steissbeinsegmente (Co1-Co3)
- bds. des Rückenmarks entspringen 31 Paare von Nervenwurzeln, die sich zu Spinalnerven vereinigen
- Spinalnerven gehören zum PNS
Reflexe
- im Rückenmark
- stereotype Abläufe, die nicht unterdrückt werden können
- Reflexbogen
- Rezeptor nimmt Reiz auf
- sensible Nervenfasern leiten Impuls zu einem Reflexzentrum
- motorische Nervenfasern übermitteln Reflexantwort zum Effektor
- Reflexarten
- Eigenreflexe: monosynaptisch, Reizort und Erfolgsorgan sind identisch
- Fremdreflexe: polysynaptisch, Reizort und Erfolgsorgan sind unterschiedlich
- vegetative Reflexe: werden über vegetatives Nervensystem vermittelt
Plexus
= Nervengeflechte
- Plexus cervicalis: N. phrenicus, Steuerung von Zwerchfell, Haut & Muskel in Hals- und Schulterregion
- Plexus brachialis: N. radialis, N. unlaris, N. medianus
- Plexus lumbalis: N. femoralis innerviert Bauchwand, äussere Geschlechtsorgane, Hautgebiete und Streckmuskeln
- Plexus sacralis: Ischias innerviert Gesäss, Teile des Arms und untere Gliesmassen
- Plexus pudendus: innerviert Beckeneingeweide, Damm und äussere Genitalien
Hirnhäute
- Dura mater
- äussere harte Hülle
- beim Rückenmark bestehend aus 2 Blätter, dazwischen Epiduralraum
- Venenblut aus dem Schädelraum wird im Sinus aufgefangen
- Arachnoidea
- spinnengewebartiges Aussehen
- zwischen Dura mater und Arachnoidea liegt Subduralraum
- in Subduralraum ragen Arachnoidalzotten, welche den Liquor in das venöse System leiten
- Pia mater
- enthält zahlreiche Blutgefässe
- zwischen Arachnoidea und Pia mater liegt Subarachnoidalraum
- feine Fasern der Arachnoidea spannen sich durch Subarachnoidalraum und bilden zusammen mit Liquor eine stosssichere Aufhängung
Hirnblutungen
- Subduralblutung
- Ursache: venöse Sickerblutung
- Dauer: bis zu 60 Tage symptomfrei
- danach Persönlichkeitsveränderungen, Bewusstseinstörungen, evtl. Hemiparese
- Therapie: chirurgische Hämatomauräumung
- Epiduralblutung
- Ursache: Arterienperforation zwischen Dura mater und Schädelkalotte
- Symptom: Eintrübung des Bewusstseins
- Therapie: chirurgische Ausräumung des Hämatoms
- CAVE: Luzides Intervall
- Subarachnoidalblutung
- Ursachen: Aneurysmaruptur führt zu massiver Einblutung in Subarachnoidalraum
- Symptome: starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit
Liquor
- klare, farblose Flüssigkeit
- durchströmt die Ventrikel und gelangt dann in Subarachnoidalraum, wo er resorbiert wird
- schützt das Nervengewebe
- versorgt das Gehirn mit Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte ab
- wird durch zottenartige Kapillargeflechte der Pia mater gebildet
- ca. 150ml zirkulieren
Blutversorgung des Gehirn
- kontinuierliche Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr des Gehirns wird durch ein Arteriensystem gewährleistet
- Circulus arteriosus Willisii = Gefässring, der bei einer Unterbrechung der Blutzufuhr in einer Arterie die Versorgung aufrecht erhaltet
Funktionen der Haut
- Abgrenzung der Innenwelt von der Aussenwelt, Schutz vor Verlust von Körperflüssigkeiten
- Aufnahme von Sinneseindrücken
- Speicher- & Stoffwechselaufgaben (Fettspeicherung, Vitamin D Bildung)
- Teil der Immunabwehr
- Mitregulation Wasserhaushalt (Schweiss)
- Körpertemperatur/Homöostasse
- Kommunikation
Hautschichten
- Oberhaut = Epidermis
- gefässlos
- enthält Pigment Melanin und Merkel-Tastscheiben
- Hauptzellen: Keratinozyten
- wasserabweisen, Festigkeit der Haut
- Lederhaut = Dermis
- Bindegewebe
- Reissfestigkeit und elastische Dehnung
- mit Blutgefässen durchzogen
- Meissner-Tastkörperchen
- am Hautturgor beteiligt
- Unterhaut = Fettgewebe
- lockeres Bindegewebe/Fettgewebe
- gering durchblutet
- beinhaltet Schweissdürsen und Haarwurzeln
- Stosspuffer, Kälteschutz und Energiespeicher
- beinhaltet Vater-Pacini- Lamellenkörperchen
Hautfarbe
- Melanin: Pigment der Epidermis
- Karotin: Pigment der Dermis/Subkutis
- Bilirubin
- Grad der Durchblutung
Rezeptorentypen in der Haut
- Mechanorezeptoren: Druck, Zug, Vibration
- Thermorezeptoren: Wärme & Kälte (10°C-45°C)
- Photorezeptoren: Licht
- Chemorezeptoren: Geruch & Geschmack
- Nozizeptoren: Schmerz
- Freie Nervenendigungen: Pruritus, Temperatur, afferent
- primäre Sinneszellen: direkter elektrische Impuls
- sekundäre Sinneszellen: zwischengeschaltete Synapse
Verbrennungen
- Grad 1: rot. warm, schmerzhaft, Epidermis betroffen (z.B. Sonnenbrand
- Grad 2a: oberflächlich, Blasen schmerzhaft, glänzend, feuchtes Wundbett
- Grad 2b: tief, mit Narbenbildung, Blasen, schmerzhaft, glänzend-feuchtes Wundbett, Epidermis und tlw. Dermis betroffen
- Grad 3: ledrig, weiss bis verkohlt, totes Gewebe, Verbrennungsgebiet schmerzlos, Randgebiete schmerzhaft
- Grad 4: Verkohlung mit Zerstörung von Muskeln, Sehnen und Konchen
Substanzen, die Schmerzen im Gewebe verursachen
- Prostaglandine
- Cyclooxygenase
- Histamin
Substanzen, die Schmerzen im ZNS weiterleiten
- Serotonin
- Dopamin
- Glutamat
Schmerzcharaktere
- Viszeral
- kollikartig
- dumpf
- nicht klar lokalisierbar
- von inneren Organen
- somatisch
- Oberflächenschmerz: Reizlokalisierung der Haut
- Tiefenschmerz: Muskeln, Gelenke, Knochen & Bindegewebe
- neuropathisch
- stechend
- psychogen
Analgesie Untergruppen
- NSAR
- schwächere Opiate
- stärkere Opiate