Mikobiologie HHU

Altklausuren

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A. C.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mikrobiologie für Studierende an der Universität. Sie decken Themen wie Bakterien, Viren, DNA, RNA, Zellen und Proteine ab, mit einem Fokus auf bakterielle Strukturen, Virusinfektionen und genetische Mechanismen. Besonders nützlich für Biologiestudierende, die sich auf mikrobiologische Prozesse und deren Regulation vorbereiten, bieten sie detaillierte Einblicke in die Funktionsweise und Interaktionen von Mikroorganismen.
Karten
78
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.07.2023 / 20.09.2024

Lernkarten

Viele Bakterien können sich gegen einen Angriff durch Bakteriophagen wehren

1 Bakterien können die Adsorption der Phagen an die Zelloberfläche verhindern

2 Bakterien sekretieren bakterielle Toxine, welche die Bakteriophagen außerhalb der Zelle abtöten.

3 Bakterien können eindringende Phagen DNA mit Restriktionsenzymen zerschneiden.

4 Bakterien können die eindringende Phagen DNA nicht mit Restriktionsenzymen zerschneiden, da hierdurch auch die DNA des Bakterienchromosoms zerstört würde.

5 Bakterien können sich mit Hilfe eines molekularen Gedächtnisses an die eindringende Phagen DNA erinnern und diese gezielt zerstören

6 Bakterien können primitive Antikörper-ähnliche Proteine produzieren, mit denen die Oberflächenproteine eingedrungener Phagen erkannt und zerstört werden

7 Bakterien können Bakteriophagen mit Hilfe professioneller Fresszellen erfolgreich bekämpfen

8 Bakterien, die ein Flagellum tragen, sind beweglich und können den sich nähernden Bakteriophagen ausweichen und so einem Infektionsangriff entgehe

Antworten 3, 5, sind richtig

Stäbchen-färmige Bakterien teilen sich durch Querteilung (Septenbildung)

1 Stäbchenförmige Bakterien wachsen zumeist an beiden Zellenden und entlang der Längsachse bis zum Erreichen der notwendigen Zellgröße, bevor die Teilung beginnt.

2 Das FtsZ Protein polymerisiert unter GTP Hydrolyse und legt die Zellteilungszone fest

3 Die MIN Proteine legen die Position des polymeren FtsZ Ringes fest.

4 Stäbchenförmige Bakterion sind polymorph, d.h. Die Zellen einer Spezies können unterschiedliche (rund, stäbchenförmig, spiralig) Zellformen annehmen

5 Bakterienzellen können sich jederzeit teilen. Dieser Prozess geschieht spontan und wird nicht durch Proteine reguliert.

6 Die Bakterienzelle polymerisiert entweder den FtsZ Ring oder die MreB Spirale und dies entscheidet über die Zellform

7 Das MreB Protein polymerisiert auf der cytoplasmatischen Seite der Cytoplasmamembran und bestimmt darüber die Zellform des Bakteriums

Antworten 1,2,3 und 7 sind richtig

Transposons findet man in Prokaryoten und Eukaryoten. Transponierbare Elemente...

Bakteriophagen können zur Bekämpfung von Pathogenen eingesetzt werden

  1. Bakteriophagen können zur Bekämpfung von Pathogenen eingesetzt werden
  2. Bakteriophagen können sowohl eukaryotische wie auch prokaryotische Zellen infizieren
  3. Bakteriophagen erkennen spezifische zelluläre Oberflächenstrukturen bei Bakterien und haben daher eine hohe Speziesspezifität
  4. Bakteriophagen sind Lebewesen, da sie die Kennzeichen zellulären Lebens aufweisen
  5. Baktiophagen können zur Bakteriophagentherapie eingesetzt werden. Hierbei werden alle Bekterienspezies in einem Menschen infiziert und abgetötet
  6. Bakterien können gegen einen Bakteriophagenangriff resistent werden
  7. Antibiotika-resistente Bakterien können mit einer Bakteriophagentherapie nicht behandelt werden

 

 

Antworten 1,2,3 und 7 sind richtig

Viren können DNA oder RNA als Genominformation tragen. So besitzen Bakteriophagen wie ΦX174 ein einzelsträngiges (ss), ringförmiges (+) DNA Molekül

  1. Die Replikation des Genoms erfolgt über eine RNA Zwischenstufe
  2. ΦX174 kann seine neuen ss(+) Genome durch DNA-Synthese direkt mit einem ss(+) Genom als Matrize synthetisieren
  3.  Bakteriophagen wie das ΦX174 vermehren ihre Genome innerhalb der infektiösen, fertigen Viruspartikel außerhalb ihrer Bakterien-Wirtszelle
  4. Die Transkription der viralen mRNA erfolgt von der replikativen, doppelsträngigen DNAGenomform
  5. Die Genomreplikation erfolgt über ein zirkuläres Doppelsträng-DNA-Genom als Zwischenstufte
  6. Die Generierung neuer Einzelstrang (+) Genome geschieht über einen Rolling Circle Mechanismus
  7. Bakteriophagen wie das ΦX174 führen ihre Replikation und Transkription sowohl mit Hilfe von Wirtszellproteinen als auch mit eigenen Virus-kodierten Proteinen durch
  8. Bakteriophagen wie das ΦX174 führen die gesamte Replikation und Transkription unabhängig von Wirtszellproteinen mit eigenen Viruskodierten Proteinen durch

Antworten 4, 5, 6 und 7 sind richtig

Der Bakteriophage Lambda kann sich für Lyse oder Lysogenie entscheiden.

  1. Die Etnscheidung zwischen Lyse und Lysogenie trifft der Bakteriophage bereits außerhalb seiner Bakterien-Wirtszelle
  2. Beim lytischen Weg wird die virale Genominformation repliziert, Virusproteine werden synthetisiert, infektiöse Viren zusammengesetzt und durch Lyse freigesetzt
  3. Beim lysogenen Weg wird die virale Genom DNA in das Bakteriengenom integriert und die virale Replikation und Proteinexpression weitgehend unterdrückt
  4. Für den lytischen Weg muss der Bakteriophage als Prophage existieren
  5. Beim Prophagen handelt es sich um die integrierte Genomform des Bakteriophagen
  6. Die Entscheidung für die Lyse wird durch das virale Cro Protein stimuliert, während das cIRepressorprotein die Lysogenie einleite
  7. Die Integration des Prophagengenoms geschieht über Rekombination an einer einzigen, definierten Position im Bakteriengenom.
  8. Die Bakteriophage Lambda gehört zu den temperenten Viren

Antworten 2,3,5,6,7 und 8 sind richtig

Was versteht man unter Viren, Vioiden und Prionen?

  1. Bei einer Infektion durch Viren, Viroiden und Prionen wird deren Erbinformation in die Wirtszelle eingebracht, dort vermehrt, in Proteine verpackt und neue infektiöse Viren, Viroiden und Prionen werden freigesetzt
  2.  Viroide tragen ein einzelsträngiges, zirkuläres RNA Genom, während Viren einzelsträngige oder doppelsträngige RNA oder DNA als Genomform kennen\
  3. Viren tragen immer ein Nukleokapsid, während Viroide ausschließlich zirkuläre, einzelsträngige RNA besitzen.
  4. Viroide bestehen nur aus Protein, während Prionen nur aus RNA bestehen.
  5. Viren befallen Pro- und Eukaryoten, während Prionen und Vioide alle Spezies infizieren können
  6. Prionen und Viren infizieren Säuger, während Viroide Pflanzen befallen
  7.  Viren, Viroide und Prionen stellen infektiöses Material dar.

Aussagen 1, 2, 3 und 6, 7sind richtig

Viroide sind subvirale Infektionsformen

  1. Viroide bestehen aus einer einzelsträngigen zirkulären RNA
  2. Viroid-Genome kodieren für Proteine
  3.  Viroide verursachen wichtige Pflanzenerkrankungen
  4. Viroide verursachen häufig systemische Pflanzeninfektionen, da sie sich über das Plasmodesmata in der Pflanze ausbreiten können
  5. Viroid-Genome replizieren über einen DNA-Zwischenschritt- ähnlich wie die Retrovieren.
  6. Viroide kodieren für Proteine, welche in falsch gefalteter Form unter dem Begriff Prionen bekannt sind und Säuger infizieren können
  7. Viroide sind besonders kleine RNA Viren, die andere RNA Viren infizieren können

Antworten 1, 3 und 4 sind richtig

Viren gibt es in vielen Erscheinungsformen.

  1. Viele Viren bestehen aus dem Nukleokapsid und einer umhüllenden Membran
  2. Viele Viren bestehen aus dem Nukleokapsid und tragen keine umhüllende Membran
  3.  Viren können alle Spezies infizieren, während Bakteriophagen nur Pflanzen infizieren können
  4. Die Genomreplikation der Viren ist immer semikonservativ
  5. Viren verlieren nach dem Eindringen in die Wirtszelle ihre Infektiosität
  6. Viren bleiben auch nach dem Eindringen in die Wirtszelle infektiös
  7. Umhüllte Viren dringen mit Hülle in die Wirtszelle ein
  8. Viren greifen in die zellulären Prozesse der infizierten Zelle ein
  9. Die Viren bestehen aus dem Nukleokapsid und einer umhüllenden Membran 

Aussagen 1,2 und 5, 8 sind richtig

Eukaryotische Mikroorganismen gibt es in vielen Erscheinungsformen

  1. Alle eukaryotischen Mikroorganismen sind kompartmentiert und tragen Kern, Mitochondrien, Chloroplasten und Golgi
  2. Eukaryotische Mikroorganismen kann man in Algen, Protozoen und Pilze unterscheiden
  3. Die Flechten gehören nicht zu den eukaryotischen Mikroorganismen, da hier eine Symbiose aus Bakterien und Pilzen vorliegt
  4. Die meisten Protozoen sind bewegliche Einzeller ohne Zellwand
  5. Schleimpilze wie Dixtyostelium durchlaufen nach cAMP Signal eine Differenzierung zu einem Fruchtkörper mit Sporen
  6. Viele Pilze kennen eine sexuelle Vermehrungsform, bei der sie durch die Meiose laufen und Sporen bilden oder über ein Dikaryon einen Fruchtkörper und daraus durch Meiose Sporen bilden

Alle Aussagen ausser 1 und 3 sind richtig

Flechten 20% Alge, 80% Pilz

Es gibt zahllose bakterielle Pathogene

  1. Krankheitssymptome werden zumeist durch die Ausschüttung von Toxinen hervorgerufen
  2.  Gram-negative Bakterien können über das LPS an die Humanzelle binden, während Grampositive Zellen hierzu nicht in der Lage sind
  3. Exotoxine werden von Pathogen in das Medium freigesetzt, während Endotoxine ein Bestandteil der äußeren Pathogen-Membran sind und erst bei Pathogen-Lyse freigesetzt werden
  4. A-B-Toxine wirken, indem der A- Teil Poren in der eukaryotischen Zellmembran bildet, durch welche der B-Teil in die Zelle gelangt
  5. Virulenzgene liegen über viele Abschnitte auf dem bakteriellen Chromosom oder einem Plasmid verstreut
  6. Gram-negative Bakterien tragen 2 Membranen mit außen liegendem LPS, während Gram-positive Bakterien zwischen den beiden Membranen noch eine Mureinschicht tragen

Folgende Aussagen sind richtig: 1, 3, 4 und 5

Die Virusinfektion unterteilt sich in mehrere funktionell unterschiedliche Abschnitte. Welche Abschnitte durchläuft ein Virus typischerweise während eines Infektionszyklus und in welcher Reihenfolge?

  1.  Zellteilung, Freisetzung
  2.  Reifung, Freisetzung
  3. Adsorption, Vermehrung, Freisetzung
  4. Adsorption + Penetration, Genomsynthese, Mitose
  5. Adsorption + Penetration, Protein- + Genomsynthese

Erst 5 dann 2

Weche Aussage zu Actinomyceten ist richtig?

Welche Aussage zu Gährungsprozessen ist richtig?

Was ist charakteristisch für Lipide der Achaea?

Hopanoide finden sich in Bacteria an stelle von Steroiden (Eukaryoten)

Was wird durch eine Bunte Reihe an Bakterien nachgewiesen?

Welche Struktur wird durch die Gram-Färbung nachgewiesen?

Ampicillin...

6 wirkt nur an Ribosomen

Welche Bakterien bilden Sporen?

Welche Pilze haben Microsuspensoren?

Folgende Pilze sind Ascomyzeten

Ustilago maydis ist ein...

Welche der folgenden Aussagen ist korrekt?

  1. Hfr Stämme können alle tra Gene mit hoher Wahrscheinlichkeit übertragen
  2.  Ein Hfr Stamm hat das F-Plasmid nicht im bakteriellen Chromosom integriert.
  3. F-Plasmide tragen immer ein Transposon
  4.  F- -Stämme haben ein autonom existierendes F-Plasmid
  5.  Die OriV Region wird nicht für den Transfer des F-Plasmids benötigt
  6.  Ein Hfr Stamm hat das F-Plasmid im bakteriellen Chromosom integriert.
  7.  Das F-Plasmid ist ein ringförmiges DNA Molekül von 99 Basenpaaren (Bp)
  8. Eine F- -Zelle kann mit einer anderen F- -Zelle konjugieren
  9. Die OriT Region wird nicht für den Transfer des F-Plasmids benötigt
  10. Hfr Zellen haben kein bakterielles Chromosom

Aussage 5 und 6 ist richtig

Ein Adenin-auxotropher F- -Stamm und ein Adenin-phototropher Hfr Stamm konjugieren 5 Minuten lang. Das für die Adenin-Biosynthese relevante Gen ist 800 Kb vom Integrationsort des F-Plasmids entfernt. Welche der folgenden Aussagen ist falsch?

  1. In 5 Minuten können 235 Kb übertragen werden
  2. Der Hfr Stamm ist der Donor-Stamm
  3. Der Transfer der DNA ist unidirektional
  4. Bei einer Konjugationsdauer von 5 Minuten kann das Adenin-Gen nicht übertragen werden
  5. Der Hfr Stamm verliert bei der Konjugation das Adenin-Gen
  6. Der Transfer der DNA ist bidirektional
  7. Der Hfr Stamm kann Adenin synthetisieren
  8. Der Adenin-prototrophe Hfr Stamm wird nach der Konjugation Adenin-auxotroph

Aussage 5 und 6 8 sind falsch.

Welche der folgenden Aussagen ist korrekt?

Das Prinzip der alkalischen Lyse für die Präparation von Plasmiden beruht darauf, dass...

Die Zugabe von Kalium-Acetat bei der Präparation von Plasmiden (alkalische Lyse) führt zu...

Bei der Isolierung von Plasmid DNA aus E.coli Zellen dient Natriumdodecylsulfat...

Bei der Aufreinigung von Plasmid-DNA dient EDTA (Lösung 1)...

Bromphenolblau ist ein Bestandteil des Probenpuffers für die Agarose-Gelelektrophorese und dient dem Zweck...

Ein in der Molekularbiologie verwendetes Plasmid verfügt standardmäßig über folgende Minimalausstattung:

Ein Plasmid sollte, um als Klonierungsvektor genutzt werden zu können, folgende Eigenschaften besitzen:

  1. Selektionsmarker (z.B. Antibiotikaresistenz)
  2. ori-Sequenz zur unabhängigen Replikation im Wirt
  3. Reportergen
  4. MCS
  5. eine Größe von mind. 6 Kb
  6. Tra-Region (zum Transfer des Plasmids zwischen zwei Organismen)
  7. Virulenzfaktor

Antwort 1,2,3 und 4 sind richtig

Diauxie bezeichnet:

Maltase der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae setzt Maltose um in...

Welche Aussage zur Maltoseregulation in der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae ist falsch?

Welche Aussage zur Substratskonzentration bzw. Michaelis-Menten-Konstante Km einer enzymatischen Reaktion ist richtig?

  1. Bei Substratsättigung verläuft eine enzymatische Reaktion mit maximaler Geschwindigkeit
  2. Der Km Wert ist die Substratkonzentration bei halbmaximaler Reaktionsgeschwindigkeit
  3. Die Substratsättigung einer enzymatischen Reaktion ist bei dem 2-fachen-Km Wert erreicht
  4. Der Km Wert ist bei jedem Enzym gleich, da er eine Konstante ist
  5. Die Dimension des Km Wertes wird in milliMol angegeben
  6. Die Dimension des Km Wertes ist millimolar

Antworten 2 und 7 sind richtig

Warum ist Extinktion/Absorption (E) im Lambert-Beer'schen Gesetz dimensionslos?

Der molekulare Extinktionskoeffizient des p-Nitrophenolats bei 400nm beträgt 18,5 * 10^3 M^-1 cm^-1, dies entspricht:

18,5cm^2 mikromol^1

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