Versicherungsmarketing

Obligatorisches Modul Versicherungsfachmann

Obligatorisches Modul Versicherungsfachmann


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Versicherungsmarketing und richtet sich an Fachleute, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Sie behandeln zentrale Aspekte wie Produkte, Kunden, Ziele und den Markt, sowie die Analyse und Strategie von Marketinginstrumenten. Die Karteikarten helfen dabei, die komplexen Zusammenhänge des Versicherungsmarktes zu verstehen und effektive Marketingmaßnahmen zu planen und umzusetzen.
Flashcards
110
Students
26
Language
German
Category
Marketing
Level
Other
Created / Updated
27.07.2023 / 07.03.2026

Cartes-fiches

E-Businessmodelle 

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 4

Internetkommunikation

  •  Elektronische Interaktion, ohne dass daraus ein Kauf resultiert

E-Commerce

  • Jede Art von geschäftlichen Transaktionen (z.B. Verkauf oder Kauf von Waren und Dienstleistungen) sowie elektronisch abgewickelte Geschäftsprozesse (z.B. Werbung, „After-Sales-Services“, Onlinebanking), bei denen die Beteiligten auf elektronischem Wege (z.B. über das Internet) miteinander verkehren und nicht durch physischen Austausch in Kontakt stehen

E-Business

  • Sämtliche Geschäftstätigkeiten, die durch das Internet ermöglicht werden inkl. der Branchen, die die Infrastruktur und die Software für die elektronischen Kanäle bereit stellen.

 

Web 2.0 vs Web 1.0

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 4

Web 1.0

  • In der Anfangsphase wurde das Internet konzipiert als eine Kommunikationsplattform. Webseiten und Inhalte waren weitgehend statisch. Die Nutzer empfingen und konsumierten die Inhalte, die von den Unternehmen ins Internet gestellt wurden.

Web 2.0

  • Jim Cuene (Online-Marketing-Guru)  spricht von der «Evolution» vom Web 1.0 zum Web 2.0. Die eigentliche Evolution, oder eher schon Revolution, besteht nun darin, dass ab diesem Zeitpunkt die User immer mehr die Möglichkeit erhalten haben, eigene Inhalte ohne grosse technische Kenntnisse zu publizieren.

Vergleich Web 1.0 vs Web 2.0 

Siehe Bild 

Windsom of Crowds

Im Web 2.0 generieren im Wesentlichen die Nutzer die Inhalte und Informationen.

Wisdom of Crowds - Die Weisheit der Vielen – weshalb Gruppen klüger sind als Einzelne. Dabei kommt man zum Schluss, dass die Kumulation von Informationen in Gruppen zu gemeinsamen Gruppenentscheidungen führen, die oft besser sind als Lösungsansätze einzelner Teilnehmer.

Die sogenannte «Kollektive Intelligenz»

 

E-Business / Communities

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 4

Formen von Communities

Communities sind Online-Gemeinschaften, die sich zu einem bestimmten Thema gruppieren. Folgende Klassifizierung hilft bei der Differenzierung:

Siehe Bild 

Einnahmequellen von Communities:

- Mitgliedsgebühren 

- Benutzungsgebühren

- Teilnahmegebühren

- Provisionsgebühren

- Werbeeinnahmen

 

Ziele der Segmentierung und des strategischen CRM

Gehört zu: Segmentierung und strategisches CRM Taxierung 4

Marketingziele 

Es geht darum, erstmals eine Segmentierung vorzunehmen; d.h. Segmente ui indentifizieren und daraus mittels Marketinginstrumenten unterschiedliche Strategien zu bilden. 

Dabei findet eine Optimierung zwischen den beiden Extremen des Massenmarketings (homogenes Gut / alle erhalten dasselbe) und dem Individualmarketings (unterschiedliche Bedürfnisse werden ind. befriedigt statt)

Ziel der Segmentierung

  • Bildung strategischer Geschäftsfelder (SGF) dient der MARKTWAHL / Grobsegmentierung 
  • Innerhalb der SGF werden Kundengruppen als Segmente definiert, diese dienen der optimalen MARKTBEARBEITUNG / Feinsegmentierung

Ziele des strategischen CRM

- die rentabelsten Kunden nicht als Segment, sondern individuell zu indentifizieren und

- mit diesen rentablen Kunden eine möglichst langfristige Beziehung einzugehen.

 

 

Segmentierung im Allgemeinen / Anforderungen und Kriterien 

Gehört zu: Segmentierung und strategisches CRM Taxierung 3

Anforderung der Segmentierung

  • Ähnlichkeit innerhalb der Segmente sollen möglichst gross sein
  • Ähnlichkeit zwischen den Segmenten sollen möglichst klein sein
  • Segmente müssen erfassbar und messbar sein
  • Segmente müssen genügend gross sein und Gesellschaft muss genügend Ressourcen haben um Segmente bearbeiten zu können
  • Segmente müssen zeitliche Stabilität aufweisen und bedienbar sein

Segmentierungskriterien

Geografisch: Region/Gebiet, Ortsgrösse, Bevölkerungsdichte etc.

Demographisch: Alter, Geschlecht, Familienstatus, Einkommen/Kaufkraft, Beruf, Ausbildung, Konfession, Nationalität etc.

Pychographisch: Soziale Schicht, Lebensstil, Persönlichkeit, etc.

Kaufverhalten bezogen: Kaufanlässe, Kaufgrund (Nutzen), Verwenderstatus, Verwendungshäufigkeit, Verwendungsort, Stadium der Kaufbereitschaft, etc

 

Segmentierung von Internetverwendern 

Gehört zu: Segmentierung und strategisches CRM Taxierung 3

Es ist aufgrund der Vielfalt und Dynamik des Internetmarketings schwierig, Kunden im Internet zu segmentieren. Es gibt aber die Möglichkeit, sie anhand ihrer Nutzung zu unterscheiden.

Siehe Bild 

Strategisches CRM und Kudenloyalität

Gehört zu: Segmentierung und strategisches CRM Taxierung 4

Kundenloyalität und Kundenaquisation sollten beide angestrebt/betrieben werden. 

Eine Studie hat erwiesen, dass es sinnvoller ist, bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen (defensives Marketing), anstatt diese mit Neukunenaquise (offensives Marketing) zu vernachlässigen/verlieren. 

Offensives und defensives Marketing schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich gegenseitig

Siehe Grafik

Ökologie der Loyalität

Der Loyallitätseffekt verstärkt sich, wenn wir berücksichtigen, dass Kunden mit der Dauer ihrer Beziehung rentabler werden. Dies aus folgenden vier Gründen:

- Ertrag steigt durch Zusatz- und Anschlussgeschäfte (Cross und Up Selling)

- Kosten sinken dank Lernkurveneffekten 

- Mund zu Mund Werbung von zufriedenen Kunden (kostenlos)

- Kunde ist weniger preissensitiv 

Ziele der Positionierung und Markenstrategie 

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

In hart umkäpften Märkten müssen sich Produkte und Dienstleistungen von der Konkurrenz abheben. Sie müssen den Kunden einen höheren Nutzen bieten, oder biliger sein, oder beides.

Deshalb die Frage: Wie kann sich ein Produkt / Dienstleistung einen Marktvorteil verschaffen?

Bedigungen 

- echtes Bedürfnis (Volvo hat sich als erster dem Thema Sicherheit gewindmet)

- positive Bewertung (Bier mit weniger Alkohol ist nur besser, wenn Kunden auch weniger Alkohol wollen)

- unterscheidbar (Heizung, Klima, Lüftung - Kauf unterscheidbar)

- unnachahmbar (Einzigartigkeit eines Produkts / Dienstleistung)

- Bereitschaft mehr zu bezahlen (Beispiel teures Markenauto gegenüber Billigmarke)

Differenzierung, Positionierung und Markierung (Branding)

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

Differenzierung: Angebot muss von Konkurrenz abheben. Entscheidend dafür ist die Kundensicht!

Positionierung: Damit eine Differenzierung möglich ist, muss das Unternehmen im Markt eine eigenständige Position einnehmen ( Unterteilung in Grob- und Feinpositionierung)

Markierung (Branding): Damit die Position und das Angebot wahrgenommen werden, braucht es eine Markierung (Marke/ Brand)

Grobpositionierung nach Porter

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

Grobpositionierung: Bei der Grobpositionierung wird entschieden, welche SGF bearbeitet werden und wie man sich gegenüber der Konkurrenz positioniert (Differrenzierungsstrategie oder Strategie der Kostenführerschaft)

horizontale Achse: Soll der Wettbewerbsvorteil durch tiefe Kosten (Kostenführer) oder durch Differenzierung erzielt werden?

vertikale Achse: Wird das Unternehmen im Gesamtmarkt (Branchenweit) oder auf eine Nische oder Segment (Beschränkung auf ein SGF) konzentrieren?

Stuck in the middle:  bezeichnet eine verlustbringende Marktposition eines Unternehmens, die aus einer nicht eindeutig definierten Wettbewerbsstrategie resultiert

Outpacing Strategie:  Anwendung beider Strategiearten führt zu einem doppelten Wettbewerbsvorteil. (Swatch oder IKEA)

Die Assekuranz ist überwiegend ein gesättigter Markt, daher kann meistens eine Differenzierung nur über die Koste erlangt werden.

Feinpositionierung / Differenzierung

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

In der Feinpositionierung wird entschieden, wie im Detail sich das Unternehmen resp. Seine Produkte von der Konkurrenz abheben.

Dies ist immer entweder mit besser oder billiger zu erreichen.

Der Wert aus Kundensicht ist wie folgt:

Wert = Nutzen / Kosten

 

Differenzierungsmöglichkeiten

Präferenzstrategie: Die Produkte sind qualitativ besser als diejenigen der Konkurrenz und der Kunde ist bereit, dafür einen Mehrpreis zu bezahlen.

Leistungsprofilierung USP: Man erreicht einen höheren Mehrwert in einem Service, der sich positiv von der Konkurrenz unterscheidet.

Kommunikative Profilierung UCP: Man versucht den Kunden auf psychologischer Ebene (Nachhaltigkeit etc.) mittels Werbung zum Kauf des Produktes zu animieren.

Preis-Mengen-Strategie: Man ist am günstigsten.

 

Markenstrategie (Branding Strategy)

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

Eine Marke ist ein in der Psyche des Konsumenten verankertes unvorstellbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder Dienstleistung.

Funktionen der Marke für den Kunden:

  1. Die Marke soll dem Kunden die Identifikation erleichtern
  2. Soll Orientierungshilfe sein
  3. Da Kunde Marke kennt, vertraut er anderen Produkten derselben Marke
  4. Eine Marke hat immer dieselbe Qualität
  5. Erfüllt eine Image-oder Prestigefunktion

Branding Strategy / Markenentscheidungen 

Gehört zu: Positionierung und Markenstrategie Taxierung 4

Die Definition einer Markenstrategie basiert auf den folgenden drei Markenentscheidungen:

1. Markengeber

Herstellermarken lassen sich vereinfacht unterscheiden in Markenartikel (Bsp. Rolex)  und Dienstleistungsmarken (Bsp. Uber)

Handelsmarken unterteilen sich in klassiche Handelsmarken (Migros), Discounter (M-Budget) oder No-Names.

2. Markenname

Dachmarkenstrategie: alle Produkte werden unter derselben Marke vermarktet

+ Einführung neuer Produkte (Name bereits bekannt)

+ Aufnahme Handel 

+ tiefere Kosten

- unklare Profilierung der einzelnen Produkte (abhänging der Marke)

- Domino Effekt (bei Problem und Krise / Bsp. Rückruf eines Produkts)

Einzelmarkenstrategie: jedes Produkt wird separat vermarktet 

+ gute Positionierung im Zielsegment

+ im selben Markt mehrere Einzelmarken (billig bis Luxus)

- hoher Aufwand (teuer)

- aufweniger Aufbau 

- Schwierigkeit Namen zu finden 

Bsp: Unternehmen: Zürich    Marke: Zurich Connect   Submarke: MF Basic        

3. Markenentwicklung 

 Anhand folgender Grafik resp. Fragen lässt sich ableiten, ob es sich um eine Einzelmarkenstrategie oder Dachmarkenstrategie handelt.

Frage 1: Handelt es sich aus Sicht des Unternehmens um ein neues Produkt oder um ein bestehendes?

Frage 2: Soll das neue Produkt auf einer bestehenden Marke oder neuer Marke eingeführt werden?

Ziele der Lebenszyklusstrategie 

Gehört zu: Lebenszyklusanalyse Taxierung 2

Ziele bleiben nicht konstant und müssen ständig angepasst werden (Dynamik) Ein Modell, das diese Dynamik beschreibt ist die Produktelebenszyklus (bekannt aus der Marktanalyse)

Strategische Optionen in den Lebenszyklusphasen:

Siehe Grafik 

Anwendungsbereiche der Lebenszykluskonzepts 

Gehört zu: Lebenszyklusanalyse Taxierung 2

Das Lebenszyklus-Konzept lässt sich nicht nur für Prokute verwenden, sondern auch für:

- Branchen (z.B. Informatik Branche)

- Strategische Geschäftsfelder (z.B. Kleincomputer bzw. PC)

- Produktelinien (z.B. Desktop-PC)

- Marken (z.B. Dell PC )

- Produkte bzw. Artikel (z.B. Version X vonn Dell PC)

Teilweise, aber nicht immer. lässt sich das Lebenszykluskonzept auch auf Dienstleistungen anwenden.

Strategische Auswirkungen des Produktelebenszyklus (PLZ)

Gehört zu: Lebenszyklusanalyse Taxierung 4

????

Ziel der Konkurrenzstrategie nach Kühn

Gehört zu: Konkurrenzstrategie Taxierung 2

Strategische Entscheidung: Verhalten des Unternehmens gegenüber Konkurrenz

Konkurrenzorientierung + Kundenorientierung = Marktorientierung

Hauptziel ist Umsatzsteigerung

Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Marktanteil steigt bei gleichem Volumen = Konkurrenzstrategie 
  2. Erhöhung Volumen bei gleichem Marktanteil = Markterweiterungsstrategie / Gesamtmarktentwicklungsstrategie 

Der Umsatz steigt, wenn das Unternehmen seinen Marktanteil erhöhen kann oder wenn es gelingt, das Marktvolumen zu erhöhen.

Bsp: Umsatz 480 k = Marktanteil 15% X Marktvolumen 3.2 Mio.

Konkurrenzstrategie nach Kühn / Gesamtmarktentwicklungsstrategie 

Gehört zu: Konkurrenzstrategie Taxierung 4

Wird das Umsatzwachstum durch eine Marktvolumenerhöhung erzielt, so spricht man von einer Markterweiterungsstrategie. Der Markt muss wachsen, da er noch nicht gesättigt ist. Das gesamte Volumen wird ausgedehnt, der Anteil bleibt aber indentisch.

Markterweiterung durch Nachfrage-Ausweitung (neue Kunden) oder durch Nachfrage-Intensivierung (vermehrte Nachfrage)

Wachstumsmarkt, Wachstum durch Marktvolumenerhöhung. Mitbewerber profitieren auch davon.

Bsp. Cyberversicherung

Konkurrenzstrategie nach Kühn / Konkurrenzstrategie

Gehört zu: Konkurrenzstrategie Taxierung 4

Es besteht ein gesättigter Markt und Umsatzsteigerungen sind häufig nur noch auf Kosten der Konkurrenz möglich. Die Marktanteile werden somit von der Konkurrenz geklaut.

Dies kann durch die folgenden 3 Strategien generiert werden:

  • Me-Too Strategie (das Gleiche tun wie der Mitbewerber, meist günstiger)
  • Aggressive Preisstrategie (Preis steht absolut im Vordergrund)
  • Profilierungsstrategie (Leistungs- / Servicevorteile stehen im Vordergrund)

 

 

Strategiemix 

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 3

Eine optimale Kombination zwischen Wachstums-, Konkurrenz- und Markenstrategie ergibt einen Strategiemix. Um diese optimale Mischung zu finden, braucht es Kriterien, nach denen die strategische Alternativen bewertet werden können.

Kriterien/ Fragestellung

  • Welche Strategiekombinationen erzeugen die grösste Synergie?
  • Welches sind die kritischen Erfolgsfaktoren im Markt, die berücksichtigt werden müssen?
  • Welche strategischen Erfolgspositionen will das Unternehmen aufbauen?
  • Wann stehen welche Optionen zur Auswahl (strategisches Timing)?
  • Wie müssen die Strategien kombiniert werden?

Synergie 

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 3

Von Synergien sprechen wir generell dann, wenn das Ganze mehr ist als die Summe der einzelnen Elemente. Vereinfacht formuliert gilt dann 1+1=3

  • Grösseneffekte (economies of scale): Skaleneffekte. Ab einer bestimmten Produktionsmenge wird es günstiger
  • Verbundeffekte (economies of scope): Zwei unterschiedliche Aktivitäten zusammen sind besser oder günstiger als isolierte Aktivitäten
  • Risikostreuung: Durch Mix von Risiken verringert man das einzelne Risiko 
  • Macht: Wirtschaftliche Macht auf Lieferanten, Kunden etc.

Kritische Erfolgsfaktoren 

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 4

Sie sind erfolgwirksam und können nicht alle berücksichtigt werden. Man unterscheidet sich für die, die den grössten Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg machen (max. 6 kritische Erfolgsfaktoren).

Bsp.

  • Dethailhandel - Standort machtentscheidend
  • Computerfachgeschäft - Sortiment & Beratung machtenscheidened
  • Maschinen - Service machtentscheidend

 

 

Strategische Erfolgspositionen (SEP)

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 4

Eine Strategi muss vermehrt darauf ausgerichtet sein, die Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen. Die SEP müssen aufgebaut und gepflegt werden. Zudem sollen sie besser erfüllt werden, als wie es die Konkurrenz macht - Erzielung überdurchschnittliche Ziele.

Bei einer SEP handelt es sich um eine in der Unternehmung durch Aufbau von wichtigen und dominierenden Fähigkeiten bewusst geschaffenen Voraussetzung, die es dieser Unternehmung erlaubt, im Vergleich zur Konkurrenz langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen.

3 Arten von SEP 

  • Leistungsbezogene SEP: sehr Kunden und Bedürfnisorientiert (bsp. AXA HR modulare Bausteine)
  • Marktbezogene SEP: durch eine besondere Stellung im Markt (bsp. Mobi hohe Loyalität)
  • Funktionale SEP: kann bestimmte Funktionen besser als Konkurrenz (bsp. Help Point / rasch + effizient)

Strategisches Timing 

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 4

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts spielt eine sehr wichtige Rolle. Derek F. Abell hat den Begriff des "Strategischen Fensters" geprägt. Die Marktstrategie befindet sich immer im Ungleichgewicht zwischen der Anpassung an Markveränderungen (reaktiv) und der Schaffung von neuen Marktgegebenheiten (proaktiv). In dieser Dynamik kann ein Unternehmen bei Veränderungen auf den Märkten vier strategische Optionen einsetzen.

  • Strategie 1: notwendige Ressourcen + Fähigkeiten aufbauen / einkaufen für Weiterbestehen im Markt
  • Strategie 2: Konzentration auf Erfolg bringende Segmente, Teilmärkte oder Nischen 
  • Strategie 3: keine Mitbeteiligungen an der Weiterentwicklung des Markts - Investition in anderen Markt
  • Strategie 4: Unternehmen zieht sich aus dem Markt zurück

Strategie 1 kann nicht jederzeit verfolgt werden!

Strategiemix

Gehört zu: Strategiemix Taxierung 4

Da sich die meisten Kozepte (z.B. Wachstumsstrategie nach Ansoff, Kokurrenzstrategie nach Porter, internationale Strategien) eher ergänzen als konkurrenzieren, muss das Management die richtigen strategischen Kombinationen erarbeiten. 

Strategiemix = strategische Kombinationen der einzelnen Strategien

Beispiele / siehe Bild 

Marktleistungsziele

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 2

Die Ziele bei der Gestaltung der Marktleistung können sehr vielfältig sein. Im Mittelpunkt stehen aber mindestens die folgenden beiden Ziele:

  • Die Marktleistung d.h. das Produkt oder die Dienstleistung, erfüllt die Kundenbedürfnisse besser als die konkurrierende Marktleistungen 
  • Mit dem Verkauf der Marktleistung erzielt das Unternehmen einen Gewinn

Formen der Marktleistung 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Definition

Produkt: greifbares Gut, Kunde ist bei der Produktion nicht dabei

Dienstleistung: nicht greifbar, Kunde bei Leistungserstellung meist anwesend, Kunde "besitzt" nicht

reine Güter = Esswaren, Putzmittel etc.   / reine Dienstleistungen = Haarschnitt, Bankberatung etc.

Meistens sind die Leistungen auf dem Markt eine Kombination aus Produkt und Dienstleistung.

Bsp. Bäckerei = Brot + Verkaufsberatung 

Drei Ebenen des Produkts und der Dienstleistung 

Produkt: Kernprodukt / Formales Produkt / Erweitertes Produkt

Dienstleistung: Kerndienstleistung (Versicherungsleistung) / Formale Dienstleistung (Beratung im Schadenfall) / Erweiterte Dienstleistung (Nummer von Schadenzahlungen aus Kulanz)

Klassifizierung von Produkten

Nach Kaufzweck

  • Konsumgüter (für den persönlichen Gebrauch) - Endkonsument
  • Konsum- oder Industriegüter (für Herstellung von weiteren Produkten oder DL) - kein Endkonsument 

Das Kriterium für die Art der Verwendung ist der Käufer und nicht das Produkt selbst. Je nach Zweck müssen verschiedene Marketinginstrumente eingesetzt werden.

Nach Lebensdauer

  • kurzlebige Güter (täglicher Bedarf; Brot, Butter etc. / MF, HR, PH) an vielen Verkaufspunkten 
  • langlebige Güter (langes Leben mit viel Benutzung; Waschmaschine / Leben )

Nach Kaufgewohnheiten der Konsumenten 

  • Convenience-Güter (täglicher Bedarf; Zeitung / Wasser) - spontane Käufe + Massenprodukte 
  • Shopping-Güter (viel Zeit für Einkauf; Schuhe, Kleider) - Marken, Beratung + Qualität entscheidend
  • Spezialgüter (oberstes Preissegment; Luxusuhren, Autos) - hohe Markentreue

 

 

Dienstleistungen 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 4

Eigenschaften 

  • nicht greifbar / nicht mit Sinnen erfassen + Kunden versuchen sich über Qualität zu informieren 
  • unteilbar / Leistung entsteht im Moment, in dem sie auch konsumiert wird 
  • unterliegen Qualitätsschwankungen / abhängig von Person, Erwartungen und Erfahrung
  • können nicht aufbewahrt werden / kann nicht auf Vorrat produziert werden 

Leistungsprozesse (Process)

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Dienstleistungen sind eher Prozesse und nicht fertige Produkte. Wenn die Kunden die Versicherung mittels Prämie bezahlen, kaufen Sie die Leistungen im Schadenfall.

Im B2C Marketing spricht man von "Customer Experience" und meint damit ein ganzheitliches Kundenerlebnis. Man möchte mit der Kombination verschiedener Leistungsangebote (Service-Kette) eine positive Kundenerfahrung schaffen.

Im B2B Marketing werden Leistungsprozesse auch bedeutender. Grund ist eine strategische Verschiebung bei vielen Anbietern weg vom Produkteverkauf und hin zum Lösungsanbieter (Solution provider)

Mitarbeitende (People)

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Die Mitarbeiter übernehmen im Dienstleistungsgeschäft häufig mehrere Marketingfunktionen und sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren für das Markenting, da sie Wettbewerbsvorteile schaffen 

  • Sie sind Bindeglied zwischen dem Unternehmen und der Umwelt 

Bsp. Assekuranz / Der Mitarbeiter: nimmt Anliegen auf, empfiehlt passende Versicherung, erfasst die Police, ist die erste Anlaufstelle im Schadenfall, übernimmt die Begleitung und die Erledigung im Schadenfall

Rollenkoflikte und Emotionsarbeit 

Person - Rolle = Berater empfiehlt VK - Kunde möchte aber nur H3

Firma - Kunde = Kunde ist schlechtes unerwünschtes Risiko 

Kunde - Kunde = Frau möchte VK - Mann möchte TK

Qualität - Produktivität = Deckungsempfehlungen 

Physische Elemente (Physical Tangibles)

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Das siebte P umfasst die Geschäftsräume, die Einrichtung, die Geräte aber auch die Ambiance.

Um Dienstleistungen besser wahrnehmen zu können, soll an die tangiblen (greifbaren) Elemente angesetzt werden. Durch die gezielte Gestaltung des Umfelds soll die Qualität durch physische Signale demonstriert werden.

Bsp. Versicherungspolicen werden in aufwedig gestalteten Dokumentmappen überreicht.

Sortiment 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Das Sortiment ist die Summe aller Marktleistungen im Unternehmen. Das Ziel, welches verfolgt wird, ist die Optimierung von Kosten und Nutzen.

Vier Dimensionen des Sortiments 

  • Breite - viele verschiedene Produktelinien 
  • Länge - Anzahlproduktetypen in allen Produktinien 
  • Tiefe - Produkttyp in vielen Verschiedenen Varianten (Grösse, Qualität, Preis etc.)
  • Geschlossenheit - Beziehung der Produkte innerhalb der Produktelinie  unterteilbar

Bestimmung des Sortiments 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 4

Die Entscheidung des Sortiments ist von strategischer Bedeutung und hat direkten Einfluss auf den Gewinn.

Ein Angebot mit vielen Produktelinien kann mehr potenzielle Kunden anziehen,aber ist jedoch auch mit hohen Kosten verbunden. Es ist also enrom wichtig ein ideales Mass zu finden!

  • Aktualität + Modernität: Das Angebot muss laufend überprüft und gegebenenfalls optimiert werden

Verpackung 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Die Verpackung und das optische Auftreten eines Produkts haben sowohl eine funktionale als eine strategische Bedeutung.

Die Verpackung hat im wesentlichen sechs Funktionen:

  • Schutz 
  • Information
  • Verwendungshinweis
  • Transport 
  • Lagerung, Haltbarkeit, Stapelbarkeit
  • Wettbewerbsdifferenzierung

Qualität 

Gehört zu: Marktleistung Taxierung 3

Qualität bedeutet die Übereinstimmung der Kundenbedürfnisse mit der Marktleistung

Muss-Faktor

Faktoren, die vorhanden sein müssen. Wenn sie nicht vorhanden sind, ist der VN unzufrieden / keine Begeisterung, da erwartet.

Bsp. Leistung im Schadenfall

Soll-Faktor 

Zufriedenheit (gut) / Unzufriedenheit (schlecht)

Bsp. Notallnummer, unkompliziert, nett + feundlich 

Plus-Faktor

Vorteil für Kunden und Unternehmen / wird nicht erwartet, aber geschätzt 

Bsp. Pannendienst, Ersatzwagen, Expertise vor Ort, Kuschel-Call

Unerheblicher Faktor 

Vorhanden oder nicht vorhanden? = kein Einfluss

Kommunikationsziele 

Gehört zu: Kommunikation Taxierung 2

Der Kommunikationsmix umfasst die Kommunikationsinstrumente Werbung, Verkaufsförderung, Persönliöcher Verkauf, Direktmarketing, Public Relations, Internetkommunikation und operatives CRM zur Beeinflussung von bestimmten Zielgruppen.

Instrumente werden in Menge und Qualität aufeinander abgestimmt und zu einem Mix gebündelt. 

A = Attention / Aufmerksamkeit erregen 

I = Interest / Interesse wecken 

D = Desire / Besitzwunsch auslösen 

A = Action / Kauf bewirken

AIDA Wichtig !!!

 

Einige Kennzahlen können miteinander verknüpft werden. Sie geben Auskunft über den Kaufprozess der Kunden und sind logisch voneinander abhängig.

Kommunikationswirkungsindex (KWI) = Bekanntheit in % · Kaufinteresse in % · Kaufabsicht in % · Kauf

 

Push- und Pull-Wirkung der Kommunikation 

Gehört zu: Kommunikation Taxierung 4

Es lassen sich zwei Strategien der Kommunikationspolitik unterscheiden. Beide Strategien sollen die Konsumenten zum Kauf animieren.

Push-Strategie 

Schwerpunkt - Handel drückt Produkt

Wir bringen das Produkt dem Kunden nah und machen uns bemerkbar. Wir drücken ihm das Produkt in den «Einkaufswagen». Dabei konzentriert sie sich auf zwei Massnahmen:

  •  auf die Verbesserung der Marktabdeckung, d.h., dass das Produkt erhältlich ist, und
  •  auf die Verkaufsförderung beim Handel und beim Konsumenten

 Plakate, TV-Spots, Wettbewerbe, höhere Provisionen / Courtagen (meistens bei neuen Produkten)

Pull-Strategie 

Schwerpunkt - Konsument zieht Produkt

Die Kunden werden von der Werbung angezogen und verlangen das Produkt. 

  • Rabatte und Aktionen (z.B. 1. Jahr PH gratis)

 

Vergleich und Wirkung siehe Grafik

 

 

 Kommunikationsformen

Gehört zu: Kommunikation Taxierung 2

Das Unternehmen setzt verschiedene Kommunikationsformen ein, um seine Marketingziele zu erreichen.

Die Kriterien für die Unterscheidung sind:

  • Richtung der Kommunikation: einseitige Kommunikation von Unternehmen zum Kunden oder zweiseitiger Dialog
  • Reichweite: Anzahl der Kunden, die erreicht werden können 
  • Zielgrösse: Kommunikationsziel, das erreicht werden kann
  • Mittel: Kommunikationsmittel, das eingesetzt wird
  • Kosten: Einschätzung der Gesamtkosten für den Einsatz eines Kommunikationsinstruments. Diese Angaben können sehr unterschiedlich sein und sind nur als Richtgrösse zu verstehen 

Bsp. gemäss Grafik

 

Werbung 

Gehört zu: Kommunikation Taxierung 4

Als Werbung bezeichnen wir eine unpersönliche Kommunikation in Form von bezahlten Werbeträgern.

Vorteile

+ in kurzer Zeit wirksam

+ kann potenzielle Kunden über Vorteile informieren

+ positives Image

Nachteile

- unpersönlich

- einseitige Kommunikationsform

Werbekosten sind generell sehr hoch und die Werbung ist nicht immer ein Garant für den Erfolg – schwierig einschätzbar

Elemente der Werbeplanung 

9 W Fragen 

  • Wer soll angesprochen werden? (Zielgruppe) 
  • Welche Werbeziele sollen erreicht werden? (quantitative und qualitative Ziele)
  • Was ist die zentrale Botschaft? (Positionierung, Kundennutzen, Wettbewerbsvorteil, Handlungsappell)
  • Wie soll die Botschaft kommuniziert werden? (Begründung, Gestaltung)
  • Womit soll geworben werden? (Werbeträger, Werbemittel)
  • Wo soll geworben werden? (geografische Abdeckung und Sprachregionen)
  • Wann soll geworben werden? (Zeitraum, Zeitpunkt und Wiederholungsintervall der Kampagne)
  • Wie viel darf investiert werden? (Werbebudget)
  • Werden die Ziele erreicht? (Werbepretests und -posttests) 

 

 

Verkaufsförderung 

Gehört zu: Kommunikation Taxierung 4

Sind Massnahmen zur Verkaufssteigerung einer bestimmten Marktleistung innerhalb einer bestimmten Periode.

Dabei unterscheiden wir vier Formen.

Verkaufsförderung beim Kunden (Consumer Promotions)

  • Bekanntmachung und Überzeugung eines neuen Produktes oder Dienstleistung
  • kurzfristige Massnahmen zum Kauf eines bestimmten Produktes
  • Cross-Selling
  • z.B. Rabatte, Gutscheine, Sonderpackungen, Warenproben, Gewinnspiele

Verkaufsförderung beim Handel (Trade Promotions oder Dealer Promotions) 

  • Neuaufnahme von Produkten und Dienstleistungen ins Sortiment
  • kurzfristige Verkaufsförderungsmassnahmen (Abverkauf)
  • z.B. Aussendungen, Mailings, Aktive Ansprache beim Kunden

Verkaufsförderung im Unternehmen (Staff Promotions) 

  • Steigerung der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit durch den Vertrieb
  • z.B. durch Schulungen, Prospekte, Prämien oder AD-Wettbewerbe

Verkaufsförderung bei Beeinflussern (Influencer Promotions) 

  •  Verbesserung des Wissens und Empfehlungsbereitschaft über Produkte 

Étudier