E. Wasserversorgung / MVI

Medien-, Versorgungs- und Installationstechnik / Hochschule Albstadt-Sigmaringen / Studiengang: Master Facility and Process

Medien-, Versorgungs- und Installationstechnik / Hochschule Albstadt-Sigmaringen / Studiengang: Master Facility and Process


D. M.
Diese Lernkarten behandeln die Wasserversorgung und Membranverfahren auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Planung, Bemessung und Optimierung von Wasserverteilsystemen, einschließlich der Ermittlung von Rohrdurchmessern, der Berechnung von Durchflüssen und der Auswahl geeigneter Materialien. Zudem werden Verfahren zur Wasseraufbereitung, wie die Verwendung von Ozongeneratoren und Wärmetauschern, sowie die Problematik von Legionellen und Maßnahmen zu deren Vermeidung behandelt. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Technik, die sich mit der Planung und dem Betrieb von Wasserversorgungsanlagen beschäftigen.
Flashcards
51
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
11.07.2023 / 11.12.2023

Flashcards

Welche beiden grundsätzlichen Herkunftsarten für Wasser kennen Sie?

  • Oberflächenwasser (Fluss, See)
  • Grundwasser (Brunnen)

Welches Wasser der beiden Herkunftsarten ist für die industrielle Verwendung in der Life Science Industrie prinzipiell besser geeignet? Geben Sie Gründe dafür an.

Grundwasser ist besser geeignet, da

  • keine Temperaturschwankungen
  • keine zusätzliche Klärung erforderlich
  • konstante Wasserinhaltsstoffe
  • Kolloidindex < 2
  • niedriges Fouling-Potential

Welche Gruppen von Wasserinhaltsstoffen kennen Sie?

  • gelöste anorganische Verbindungen
  • gelöste organische Verbindungen
  • Kolloidal vorhandene Bestandteile
  • Partikel
  • Mikroorganismen
  • Gase, insbesondere Kohlensäure

Wie verhält sich die elektrische Leitfähigkeit zwischen Trinkwasser und hochreinem Wasser?

Trinkwasser besitzt im Gegensatz zu hochreinem Wasser eine Vielzahl an Ionen (Kationen, Anionen), welche die Leitfähigkeit erhöhen.

  • Leitfähigkeit Trinkwasser: 200-300 µS/ cm
  • Leitfähigkeit hochreines Wasser: 0,1µS/cm

Warum ist die Unterscheidung der Wasserhärte in Carbonathärte und nicht Carbonathärte wichtig?

Die Wasserhärte wird bestimmt durch den Gehalt aller im Wasser gelösten Erdalkalien, insbesondere Kalzium- und Magnesiumsalze und wird gemessen in mmol/l.

Die Unterscheidung in Wasserhärtetypen ist wichtig für die Auswahl des Konditionierungsverfahrens.

  • Carbonathärte (an Hydrogencarbonat gebunden) wirtschaftliche Entfernung durch Entcarbonisierung
  • Nicht Carbonathärte (gebunden an Chlorid, Sulfat, Nitart) Entfernung durch Ionenaustauscher

Kohlensäure steht im engen Zusammenhang mit der Wasserhärte, aggressiv ist die überschüssige Kohlensäure, die sogar Metalle angreifen kann.

Was versteht man unter dem TOC-Wert?

TOC= Total Organic Carbon

  • Gibt die Gesamtmenge an sämtlichen verschiedenen organischen Wasserinhaltsstoffen im Trinkwasser an.

Was versteht man unter Fouling?

Fouling:        Deckschichtbildung durch organische Wasserinhaltsstoffe allgemein

Biofouling:    Ausbildung eines speziellen Biofilms hauptsächlich durch Mikroorganismen.

Erläutern Sie den Begriff des Kolloidindex.

Kolloide: Teilchen im Bereich von 10-8m bis 10-5m

  • organische Kolloide:
    • z.B. bei Brunnenwässern aus moorigen Gegenden. Gefahr der Bildung eines Biofilms und Biofouling auf Wasseraufbereitungsanlagen etc.
  • anorganische Kolloide:
    • kommen häufiger vor als organische Kolloide. Meist als kolloidale Metallhydroxide der Elemente Eisen und Mangan. Sie bereiten ebenfalls bei der Wasseraufbereitung Probleme (z.B. führen sie zu erhöhter Leitfähigkeit und reduzierter Permeatleistung).

Kolloidindex:

Maß für die im Wasser vorhandenen „Trübstoffe“. Insbesondere bei Oberflächenwasser ist die Kenntnis dieses Parameters wichtig.

Wann muss die mikrobiologische und analytische Reinheit von Wasser dokumentiert werden?

Die mikrobiologische Qualität des Trinkwassers in Deutschland ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben völlig einwandfrei.

  • Nur bei Eigenwasser (z. B. Brunnenwasser) muss die mikrobiologische und analytische Reinheit dokumentiert werden. Notwendig ist der immer leicht schwankende Keimgehalt (Grenzwert: 100 KBE/ ml).
  • Zur Validierung von Pharmawasser
  • Qualität muss dokumentiert werden

Wo ist die Qualität von Trinkwasser in Deutschland festgelegt?

Trinkwasser wird aus Oberflächen- oder Grundwasser gewonnen. Entsprechend der Trinkwasserverordnung dürfen in 100 ml Trinkwasser nicht enthalten sein:

  • Escherischia coli
  • Coliforme Keime
  • Fäkalstreptokokken.

Die Gesamtkeimzahl ist begrenzt auf 100/ml, bei desinfiziertem Trinkwasser auf 20/ml.

Nennen Sie Beispiele aus der Lebensmittelproduktion, bei denen produktspezifische Anforderungen an Wasser gestellt werden.

Malz:                                

Gerstenweichwasser mit niedriger Carbonathärte, arm an                                              Kochsalz, kein Eisen, Mangan und Ammonium

Bier:                                 

entscheidend ist die Gesamthärte des Brauwassers aber auch die Relation Carbonathärte zu Sulfathärte (diese Relation bestimmt den pH-Wert des chemischen Systems, wodurch beim Maischen der enzymatische Stärke-, Eiweiß- und Phosphatabbau beeinflusst wird). Wasserbedarf in der Brauerei: 4,5 bis 8,0 hl/hlBier.

Fruchtsaftgetränke:      

Entfernung von Bicarbonaten des Wassers (neutralisieren Citronensäure). Möglichst geringe Mengen von freiem Chlor, kein erhöhter Ozonüberschuss und keine größeren Sauerstoffmengen (ansonsten Minderung des Vitamin C-Gehaltes sowie Beeinflussung von Aroma und Geschmack)

Obst- und Gemüsekonserven:

Produktwasser muss frei von Eisen und Mangan sein (ansonsten Verfärbungen). Kein hoher Gehalt an Natrium-und Hydrogencarbonat (ansonsten negative Vitaminbeeinflussung).

Milchprodukte:  

Prozesswasser mit hohen mikrobiologischen Anforderungen (ansonsten Veränderungen der Milcheigenschaften). Butterwasser mit geringem Calziumgehalt (ansonsten Aromaverlust), kein Magnesium (ansonsten bitterer Geschmack) und wenig gelöstem Sauerstoff (ansonsten Fettoxidation).

Backwaren:              

geringe Eisen- und Mangananteile (sonst Verfärbungen der Produkte). Weiches Wasser für verschiedene Brot- und Kekssorten.

Welche Wasserqualitäten werden nach dem europäischen Arzneibuch unterschieden?

  • gereinigtes Wasser (Aqua purifikata (AP); Synonyme: Purified Water und vollentsalztes Wasser (VE-Wasser)): für die Herstellung von Zubereitungen, die weder steril noch pyrogenfrei sein müssen.
  • Wasser für Injektionszwecke (WFI): unterschieden in WFI als Bulkware und WFI sterilisiert im Endbehältnis. Zur Herstellung von Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung, deren Lösungsmittel Wasser ist.
  • Highly Purified Water (HPW)

Nennen Sie mindestens 3 Wasserqualitäten nach USP.

  • Purified Water (PW): entspricht in etwa Gereinigtem Wasser nach EP
  • Sterile Purified Water
  • Water for Injections: entspricht etwa dem Wasser für Injektionszwecke nach EP
  • Sterile Water for Injections
  • Bacteriostatic Water for Injections
  • Sterile Water for Inhalation

Antwort von Chat GPT:

  • Purified Water: Hochgereinigtes Wasser für pharmazeutische Anwendungen.
  • Water for Injection (WFI): Hochreines, pyrogenfreies Wasser für Injektionszwecke.
  • Sterile Water for Injection: Steriles, pyrogenfreies Wasser ausschließlich für Injektionen.
  • Potable Water: Trinkwasser, das mikrobiologische und chemische Anforderungen erfüllt.
  • Purified Water for Hemodialysis: Gereinigtes Wasser speziell für Hämodialyse.
  • Bacteriostatic Water for Injection: Steriles Wasser für Injektionen mit einem Zusatzstoff zur Hemmung von Bakterienwachstum.

Diese Wasserqualitäten haben jeweils spezifische Verwendungszwecke und Standards gemäß der USP.

Was versteht man unter Ultrafiltration?

Membranverfahren, bei der auf der Oberfläche der Membran alle Inhaltstoffe, die kleiner als die Membranporen sind, zurückgehalten werden (Siebeffekt).

Einsatzgebiet: Entfernung von mikrobiologischen Verunreinigungen wie Keime und Pyrogene.

Welche beiden Technologien werden in der Ultrafiltration als Membrantrennverfahren eingesetzt?

  • Dead- End- Betrieb: Wasser wird vollständig durch die Membran filtriert.
  • Cross- Flow- Filtration: Überströmung der Membran während der Filtration mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten: Scherkräfte verhindern die Ausbildung von Ablagerungen auf der Membranoberfläche.

Beschreiben Sie die Enthärtung von Wasser im Ionenaustauscher-Verfahren.

  • Stark saurer kationenaustauscher in Natriumform:        Austausch aller im Wasser vorhandenen Härtebildner (Calcium- Ca2+, Magnesiumionen Mg2+) gegen Natriumionen (Na+)
  • Regeneration durch Natriumchlorid
  • Ableitung der Ca2+ - & Mg2+ -Inone in das Abwasser

Beschreiben Sie die vollständige Wasserentsalzung mit dem Ionenaustauscher-Verfahren?

Bei der vollständigen Entsalzung wird ein stark saurer Kationenaustauscher und ein stark basischer Anionenaustauscher eingesetzt. Alle im Wasser vorhandenen Kationen (z. B. Na+) und Anionen (z. B. CL-) werden mit H+ bzw. OH-- Ionen beladenen Harzen ausgetauscht. Die Regeneration erfolgt mittels HCl und NaOH. Eingesetzt werden dabei Mischbettanlagen (beide Austauscher in einem Behälter) und Getrenntbettanlagen (Austauscher in getrennten Behältern).

  • Reduktion der Leitfähigkeit
  • Problem können sich durch Verkeimungsmöglichkeiten ergeben
  • Teilentsalzung bei bestimmten Wasserzusammensetzungen (z.B. Carbonathärte) Einsatz von schwach sauren Kationenaustauscher (+) mit ausreichender Teilentsalzungswirkung

Beschreiben Sie das System der Osmose und der Umkehrosmose.

Osmose:

In einem System mit zwei Flüssigkeiten unterschiedlicher Konzentrationen, die durch eine semipermeable Membran getrennt sind, findet ein Konzentrationsausgleich auf beiden Seiten der Membran statt. Die semipermeable Membran erlaubt nur dem Lösungsmittel (Wasser), nicht jedoch den darin gelösten Stoffen, den Durchtritt. Dadurch erfolgt eine Verdünnung der konzentrierteren Lösung.

Umkehrosmose:

Wenn auf die konzentrierte Lösung ein Druck größer als der osmotische Druck ausgeübt wird, kehrt sich die Fließrichtung um. Das Lösungsmittel wird dann von der konzentrierten Lösung weggeführt.

Skizzieren Sie den prinzipiellen Aufbau einer Umkehrosmose-Anlage.

Aufzubereitendes Wasser wird mittels Hochdruckpumpe kontinuierlich durch die Membran gepumpt. Aufteilung des Mediums in Teilströme:

  • Produktstrom (Permeat)
  • Konzentratstrom, der fast die gesamten Salze des Zulaufwassers enthält. Der Konzentratstrom wird wieder dem Rohwasser zugeführt, um eine große Überströmung auf der Membran zu erhalten.

Beschreiben Sie die prinzipielle Funktionsweise der elektrochemischen Deionisation.

Die elektrochemische Deionisation (EDI) ist ein elektronisches Membranverfahren, das eine Kombination aus Elektrodialyse und Ionenaustausch nutzt. Bei diesem Verfahren werden ionogene Verbindungen (Salze) im Wasser durch ein Gleichspannungsfeld zwischen einer Anode (+) und einer Kathode (-) entsprechend ihrer Ladung zu den beiden Elektroden bewegt.

 

 

Chat GPT Antwort:

Die elektrochemische Deionisation (EDI) entfernt Salze und Ionen aus Wasser durch folgende Schritte: Ionenaustausch, Elektrodialyse, Ionendesorption und Ionenausschwemmung. Das gereinigte Wasser kann für verschiedene industrielle Anwendungen genutzt werden.

Was versteht man bei der EDI unter einem Stack?

In einem elektrochemischen Deionisationsmodul sind zwischen den Elektroden eine Vielzahl an anionen- und kationenselektiven Ionenaustauschermembranen angeordnet.

Vorteil:

  • Kontinuierlicher Prozess
  • Hohe Qualität des Reinstwassers (Leitfähigkeit < 0,1 µS/cm)
  • Niedriger Energiebedarf
  • Keimreduzierung im Prozess
  • Keine Regenerierchemikalien

Nachteil:

  • Rohwasser mit Vorkonditionierung < 20 µS/cm

Chat GPT Antwort:

Ein Stack in der elektrochemischen Deionisation (EDI) ist eine Anordnung von Einzelelektroden in einem Modul. Die Stapelung erhöht die Oberfläche und ermöglicht effiziente ionenselektive Trennung und elektrochemische Reaktionen zur Entionisierung des Wassers.

Vorteile:

  • Größere Oberfläche für den Ionenaustausch und elektrochemische Reaktionen, was zu einer effizienten Entionisierung führt.
  • Skalierbarkeit: Die Stapelung ermöglicht die Anpassung der Kapazität an den Bedarf durch Hinzufügen oder Entfernen von Stack-Einheiten.
  • Geringer Platzbedarf: Die Stapelbauweise ermöglicht eine kompakte Modulgestaltung und spart Platz in Anlagen.

Nachteile:

  • Komplexität: Die Konstruktion und Montage eines Stacks erfordert technisches Fachwissen und spezielle Herstellungsverfahren.
  • Potenzielle Verluste: Aufgrund der Vielzahl von Einzelelektroden und Membranen im Stack kann es zu Verlusten durch Leckagen oder geringe Effizienz kommen.
  • Wartungsaufwand: Der Stack erfordert regelmäßige Reinigung und Überwachung, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.

Trotz einiger Nachteile wird der Stack in der elektrochemischen Deionisation aufgrund seiner Effizienz und Skalierbarkeit häufig eingesetzt, um hochreines Wasser für verschiedene Anwendungen zu erzeugen.

Für welche Reinstwasserqualität ist das Destillationsverfahren im EP zwingend vorgeschrieben?

WFI --> Water for Injektion

WFI ist Wasser, das zur Herstellung von Arzneimittel zur parenteralen Anwendung bestimmt ist

Beschreiben Sie die prinzipielle Funktionsweise des einstufigen Destillationsverfahrens.

Vollentsalztes Speisewasser (gereinigtes Wasser) wird mit bereits produziertem Wasserdampf angewärmt und unter Druck in den Verdampfer zur Destillation geführt. Erzeugter Dampf wird über entsprechende Dampfgeschwindigkeit tröpfchenfrei und durch Kühlung zum Destillat

Geeignet zur Herstellung kleiner Destillatmengen, geringe Investition, allerdings hoher relativer Energieverbrauch.

Beschreiben Sie die Wirkungsweise der UV-Bestrahlung von Wasser.

Die UV-Strahlung bei 250 nm zerstört in einer die Nukleinsäuren von Mikroorganismen deren Informations- & Replikationszentrum (DNS).

Die Wellenlängenbereich um 185 nm führt zu einer oxidativen Spaltung von organischen Verbindungen im Wasser weniger organischer Kohlenstoff (TOC)

Chat GPT Antwort:

Die UV-Bestrahlung von Wasser verwendet ultraviolette Strahlung im UV-C-Bereich, um Mikroorganismen zu inaktivieren. Die UV-Strahlung dringt in die Zellen der Mikroorganismen ein und schädigt ihre DNA, was zu einer Beeinträchtigung ihrer Reproduktionsfähigkeit führt. Die UV-Bestrahlung ist wirksam, chemikalienfrei und hinterlässt keine Rückstände. Sie wird in verschiedenen Anwendungen zur Desinfektion von Wasser eingesetzt, erfordert jedoch kontinuierliche Bestrahlung für eine konstante Wirkung.

Nennen Sie die Phasen, die bei der Qualifizierung von Wasseraufbereitungsanlagen üblich sind.

Bei der Qualifizierung von Wasseraufbereitungsanlagen sind üblicherweise die folgenden Phasen involviert:

  • Designqualifizierung (DQ)
  • Installationsqualifizierung (IQ)
  • Funktionsqualifizierung (Operational Qualification) (OQ)
    • Kalibrierung
    • Überprüfung EMV
    • Erstellung bzw. überprüfung Arbeitsanweisung für Wartung & Reinigung bzw. Desinfektion/ Sterilisation
  • Leistungsqualifizierung (Performance Qualification) (PQ)
    • Systemvalidierung à Berücksichtigung von verschiedenen Rohwasserqualitäten über 52 Wochen

Diese Phasen stellen sicher, dass die Anlage den Designanforderungen entspricht, korrekt installiert ist, ordnungsgemäß funktioniert und die erforderliche Wasserqualität liefert.

Nennen Sie 3 Systeme bei industrieller Wasserverteilung und beschreiben Sie stichwortartig deren Vor- und Nachteile.

Stichleitungssysteme:

Vorteile:

  • (Durchströmen der Systemteile nur im Entnahmefall) geringe Leitungslängen

Nachteile:

  • Stehendes Wasser

Ringleitungssysteme

Vorteile:

  • Für Reinstwasser Systeme geeignet
  • Wasser ständig im Fluss
  • Integrierte Ozongeneratoren zur Keimabtötung (guter hydraulischer Abgleich

Nachteile:

  • Kontinuierlich laufende Pumpen sind erforderlich

Parallelleitungssystem

Vorteile:

  • Gut geeignet für breit verzweigte & gro0e Verteilsysteme

Nachteile:

  • Hydraulischer Abgleich schwierig
  • Kontinuierlich laufende Pumpen erforderlich

zentraler Werksverteilring:

Vorteile:

  • Vor allem geeignet für sehr große & komplexe Produktionsanlagen

Nachteile:

  • Viele Pumpen, die kontinuierlich laufen müssen

Systeme mit Heißlagerung

Vorteile:

  • Keine Sanitisierungschemikalien erforderlich
  • Regelmäßige Sanitisierung mit Sattdampf reicht aus

Nachteile:

  • Hohe Energiekosten
  • Isolierung des ganzen Systems inklusiv aller Bauteile

Warum muss bei der Kombination verschiedener Rohrleitungsmaterialien die elektrolytische Spannungsreihe der Metalle in Fließrichtung beachtet werden?

Die Beachtung der elektrolytischen Spannungsreihe der Metalle in Fließrichtung bei der Kombination verschiedener Rohrleitungsmaterialien ist wichtig, um Galvanische Korrosion zu vermeiden. Durch die Platzierung korrosionsbeständiger Metalle vor reaktiveren Metallen wird das Risiko der Korrosion minimiert. Dies gewährleisteten die Integrität und Langlebigkeit des Rohrleitungssystems.

Ansonsten kann durch galvanische Elementbildung gelöster Ionen Korrosion und Lochfraß einsetzen.

Nennen Sie Rohrleitungsmaterialien für Trinkwasserleitungen

Stahlrohre:

  • verzinkte Stahlrohre
  • Edelstahlrohre (Werkstoff Nr. 1.4301(V2A)

Kupferrohre:

  • F 37 in Stangen
  • F 22 im Ring

Kunststoffrohre:

  • PVC-U
  • PVC-C
  • PE-HD
  • PE-X
  • PB
  • MEPLA Verbundrohre

Beschreiben Sie die Vor- und Nachteile von Trinkwasserleitungen aus Kupfer und aus PE-X.

Nachteile von Kupfer vs. PE-X:

  • Nur einsetzbar bei pH-Werten von 6,5-7,0
  • Material PE-X ist günstiger als Kupfer
  • Keine großen Durchmesser möglich àweiches Material

Vorteile von Kupfer vs. PE-X:

  • beständig bei hohen Temperaturen
  • sanitisierende Wirkung wegen Kupferionen (bakterizide Wirkung)

Was versteht man unter dem Mittenrauenwert Ra bei Reinstwasserleitungen?

Mittenrauenwert Ra: arithmetischer Mittelwert der absoluten Beträge der Abstände y des Rauheitsprofils von der mittleren Linie innerhalb der Messstrecke

Je kleiner Ra-Wert des Materials, desto geringer die Gefahr, dass sich MO´s in den Leitungen ablagern & vermehren können.

Chat GPT Antwort:

Der Mittenrauenwert Ra ist ein Maß für die Oberflächenrauheit von Reinstwasserleitungen. Ein niedriger Ra-Wert zeigt eine geringe Oberflächenrauheit an, was zu besserem Wasserdurchfluss und geringerer Anhaftung von Verunreinigungen führt. Ein glatter Innenraum wird durch Techniken wie Elektropolieren erreicht, um die Wasserqualität in Reinstwasserleitungen zu gewährleisten.

Welche GMP-Anforderungen werden an Reinstwasserleitungen gestellt?

  • Korrosionsbeständigkeit
  • Totraumfreiheit
  • Restentleerbarkeit
  • Spaltfreiheit
  • Glatte, leicht reinigbare medienberührte Oberfläche (Ra < 0,5)
  • Rohrleitung in orbital verschweißter Ausführung
  • Nicht durchströmte Stutzen
    • Längen- zu Durchmesserverhältnis L/WFI < 3D und gereinigtes Wasser < 6D

Welche beiden Materialarten sind für Reinstwasserleitungen möglich? Nennen Sie Vor- und Nachteile des jeweiligen Materials.

Edelstahl:

Vorteile:

  • Hohe Korrosionsbeständigkeit
  • mechanische Festigkeit
  • lange Lebensdauer
  • gute hygienische Eigenschaften
  • widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen und Drücken

Nachteile:

  • Höhere Kosten im Vergleich zu Kunststoff
  • schwerer und steifer als Kunststoff
  • erfordert spezialisierte Werkzeuge und Fachkenntnisse für die Installation und Wartung

Kunststoff (PFA/PTFE):

Vorteile:

  • Ausgezeichnete chemische Beständigkeit
  • geringes Gewicht
  • einfache Installation
  • glatte Innenoberfläche
  • gute Isolationseigenschaften
  • widerstandsfähig gegenüber Ablagerungen

Nachteile:

  • Begrenzte mechanische Festigkeit im Vergleich zu Edelstahl
  • begrenzte Temperatur- und Druckbeständigkeit (abhängig von der Kunststoffart)
  • mögliche Ausgasung von Spurenstoffen in bestimmten Anwendungen

PVDF (Polyvenylidenfluorid)

Vorteile:

  • keine Korrosionsgefahr
  • bessere Rautiefe
  • Hohe chemische Beständigkeit
  • Gute thermische Stabilität
  • Gute mechanische Festigkeit
  • Gute elektrische Isoliereigenschaften

Nachteile:

  • Höhere Kosten
  • Begrenzte Verarbeitbarkeit
  • Empfindlich gegenüber UV-Strahlung
  • Geringe Schlagfestigkeit

Was versteht man unter dem WNF-Schweißverfahren für Reinstwasserleitungen?

Das Wulst- und Nut-Frei Schweißverfahren (Kunststoffschweißverfahren) das zum Verschweißen von PVDF (Polyvenylidenfluorid) von der Firma Georg Fischer entwickelt wurde. Verschweißen der Rohrenden unter gleichzeitiger Einführung einer Druckluftblase

Welche Arten von Absperrarmaturen kennen Sie?

  • Absperrventile:
    • Schließen der Leitung durch einen Ventilkegel
  • Absperrschieber:
    • Schließen der Leitung durch keilförmige Scheibe (Metall) oder durch Kolben (Elastomer)
  • Absperrhähne:
    • Schließen der Leitung durch ein durchbohrtes Drehteil

Warum müssen Rückflussverhinderer oder Rohrtrenner eingesetzt werden?

Ein Rückflussverhinderer (Rückschlagventil) oder Rohrtrenner verhindert das Leerlaufen der Leitung bzw. des Stranges. Rückflussverhinderer und Rohrtrenner erlauben die Flussrichtung des Mediums nur in einer Richtung

Was ist der Unterschied zwischen einem Rückflussverhinderer und einem Rohrtrenner?

Rohrtrenner ist eine Sicherungsarmatur mit höherem Sicherheitsgrad als der Rückflussverhinderer und kann druckabhängig eingestellt werden.

Welche Art von Ventilen kennen Sie, die für Reinstwassersysteme geeignet sind?

Faltenbalgventile:  

Ventile mit linearer Hubbewegung mit Abschirmung der Ventilspindel vom Produktraum durch einen Faltenbalg

Membranventile:          

Ventile mit linearer Hubbewegung, bei denen die Produktkontamination von außen durch eine Membran verhindert wird

Klappenventile:              

Öffnen und Schließen sich durch eine 90°- Drehbewegung. Trotz Gefahr von Verunreinigungen bei Abnutzung der Dichtungen (Hinterwanderungen, Toträume und sogar Undichtigkeiten) wegen kostengünstiger Bauform gelegentlich in Reinstwassersystemen anzutreffen. Eher problematisch.

  • Wenn möglich immer Membranventile --> geringster Totraum

Beschreiben Sie oder skizzieren Sie, warum Kugelventile für Reinstwassersysteme nicht geeignet sind?

Kugelhähne eignen sich nicht für Reinstwassersysteme da sich zwischen der Dichtung der Kugel und der Kugel ein Wasserfilm bilden kann, der bei einer Sanitisierung nicht erreicht und durchspült wird.

  • Wasserkeime können sich anreichern und eventuell irgendwann ins Reinstwasser gelangen.

Bohrung der Kugel steht im geschlossenen Zustand des Ventils im Medium

Welche drei prinzipiellen lösbaren Rohrverbindungen für Reinstwassersysteme kennen Sie?

  • Aseptik-Verschraubung
  • Clamp-Verbindung
  • Flanschverbindung

Welche grundsätzliche Problematik besteht bei lösbaren Rohrverbindungen in Reinstwassersystemen?

Es können Toträume entstehen. Diese entstehen durch die Dichtung. In diesen Toträumen kann das Wasser nicht zirkulieren und steht somit. Dadurch können sich Keime dort ablagern und vermehren.

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