ISLAB
Vorbereitung mündliche Prüfung ISLAB
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Cartes-fiches
Erläutern Sie den Zweck und das Einsatzgebiet von Active Directory (AD).
- Zentrales Identity und Accessmanagement
- Benutzer-, Ressourcen und Geräteverwaltung
- Verwalten von Berechtigungen und Sicherheitseinstellungen
Was sind Organisationseinheiten (OU) und für was werden diese verwendet? Auf was sollte beim Entwerfen der OU geachtet werden?
- Was und wofür:
- Containerobjekte innerhalb der AD Struktur
- Logisches organisieren (gruppieren) von Objekten wie Benutzer oder Geräten
- Entwurf wie:
- Effiziente Logische Struktur (Unternehmensstruktur)
- Flexibilität (Änderungen, Wachstum)
- Sicherheit und Berechtigungsanforderungen (Granulare Zugriffskontrollen)
- Saubere und nachvollziehbare Benennung
Welche Gruppenbereiche (Group Scope) kennt das Active Directory? Erklären Sie kurz die einzelnen Gruppen.
- Globale Gruppen: Verwaltung Privilegien/Rechte für Ressourcen in beliebiger Domäne desselben Forests
- Domänen lokale Gruppen: Verwaltung Privilegien/Rechte für Ressourcen in Single Domain Umgebung
- Universale Gruppen: Verwaltung Privilegien/Rechte für Ressourcen in beliebiger Domäne des Forests. Mitglieder von beliebiger Domain können hinzugefügt werden. Wenn möglich nicht verwenden.
Welche Gruppentypen (Group Type) kennt das Active Directory? Erklären Sie kurz deren Verwendungszweck.
Security: Zugriff auf Ressourcen setzen, Mitglieder (Benutzer und andere Gruppen)
Distribution: Hauptsächlich für Mail Verteilerlisten, Normalerweise keine Berechtigungen --> dienen nur zu
Kommunikation
Erklären Sie IGDLA.
Identity, Global Groups, Domain Local Groups, Access --> Verschachtelung von Gruppen ineinander
Identitäten (Benutzer & Computer) sind Mitglieder Globaler Gruppen, welche Businessrollen darstellen. Diese sind wiederum Mitglieder «Domänen lokaler Gruppen», welche den Access zu den Ressourcen bzw. die Benutzerrechtevergabe beschreiben.
Was versteht man unter Gruppenrichtlinien (GPO) und wofür werden diese Verwendet? Machen Sie 1‑2 Beispiele.
- Konfigurationen auf Benutzer- und Computerebene im AD
- Systemeinstellungen, Sicherheitseinstellungen etc.
Beispiele: Passwortrichtlinien erstellen, Firewalleinstellungen konfigurieren, Druckerzuordnungen
Aus welchen drei Komponenten besteht eine Berechtigung?
- Identität welche berechtigt wird
- Operationen welche für eine Ressource freigegeben oder gesperrt wird
- Ressource auf welche Berechtigung vergeben wird
Wer kann was machen mit wem
Wenn Sie beim Setzen von Berechtigungen eines Ordners «Modify» anwählen wird «Write» auch automatisch ausgewählt, warum macht dies Sinn?
- Wenn etwas geändert werden (Modify) soll dies auch gespeichert werden können (write)
Warum ist es nicht empfehlenswert Rechte einzelnen Benutzern zuzuordnen?
- Grosser administrativer Aufwand
- Unübersichtlich
- Skalierbarkeit
- Fehleranfälligkeit
Wie wird das Konzept «need‑to‑know» im Access Management umgesetzt?
- Gezielte Vergabe von Rechten
- Berechtigung nur auf Ressourcen die zwingend notwending sind (Minimal)
zur Bearbeitung von Aufgaben
least privilege
Macht es Sinn Benutzer zur regelmässigen Änderung Ihres Passwortes zu zwingen? Nennen Sie Pro‑ und Con‑ tra Argumente.
Pro: Sicherheit (Breach) Impact kleiner, Passwortwiederverwendung geringer, Compliance Vorschriften
Contra: Schwache Passwörter, kleine Variationen, Frustration und Benutzerfreundlichkeit,
Passwortmanagement
Ist es sinnvoll auf «Managed» Geräten die Anmeldung mit lokalem Benutzer zu erlauben?
- Macht in den meisten Fällen keinen Sinn
- Die Verwendung zentral verwalteter Benutzerkonten ermöglicht eine bessere Sicherheit, Zugriffskontrolle und Compliance
- Kann Sinn machen in bestimmten Szenarien --> Lokaler Admin Account mit eingeschränkten Rechten, jedoch z.B. Software installieren (für IT Leute), Testumgebung
Warum macht es Sinn die Unternehmung pro Land in Organisationseinheiten einzuteilen?
- Verantwortung pro Land
- Rechtliche und Regulatorische Anforderungen
- Gewisse Autonomie pro Land
Wenn ein freigegebener Ordner erstellt wird ist dieser standardmässig für alle Domänennutzer freigegeben, warum kann dies ein Problem sein?
- Zugriffskontrolle (Sensible, Vertrauliche Daten können für alle sichtbar sein)
- Datenschutz
- Übersichtlichkeit
Nennen Sie Risiken die durch das setzen der Option «Password never expires» entstehen.
- Passwörter werden nicht oder wenig geändert
- Passwortdiebstahl
Nehmen Sie Bezug auf Ihre erstellte Berechtigungsmatrix. Was bedeutet R W X?
Read, Write, Execute
Warum könnte folgende Meldung erscheinen: «You do not have permission to write security information for this object».
- Fehlende Berechtigungen (Benutzer ist nicht Besitzer des Objekts)
- Konflikt mit übergeordneten Berechtigungen
Wann werden Gruppenrichtlinien (GPO) auf einen Computer bzw. einen Nutzer angewendet?
- Beim Start des Systems bzw. bei Benutzeranmeldung
- durch gpupdate /force
- periodisch
An welche 3 grundlegenden Benutzerklassen können Berechtigungen auf Dateien und Verzeichnissen erteilt werden?
- Owner
- Group
- Others
Wofür steht die Abkürzung UID und welchen Zweck erfüllt diese?
- User Identifier
- Eindeutige Identifikation
- Zugriffskontrolle (Dateien Verzeichnisse)
Welche Bedeutung haben die UID & GID für das Linux Access Management?
- Eindeutige Identifikation
- Zugriffskontrolle (Dateien Verzeichnisse)
- Gruppenzugehörigkeit der Benutzer
- Zugriffskontrolle (Dateien und Verzeichnisse) für Gruppen
Wieso müssen Sie zur Erstellung von neuen Benutzern root‑Rechte besitzen?
- Sicherheitsgründe
- Command useradd setzt root Rechte voraus, da es die passwd Datei bearbeitet
Was ist der Zweck der Datei passwd?
- Username, Password (x = verschlüsselte PW's im shadow file), UID, GID, Kommentar zum User, Home
Verzeichnis und die zugewiesene Shell.
- Wird von Systemprogrammen und Diensten verwendet um Benutzerinformationen abzurufen
Nehmen Sie an, Sie müssen allen anderen Benutzern (others) die Schreib‑ und Leseberechtigung auf eine Datei vergeben. Wie würde die Oktalzahl, welche diese Berechtigung beschreiben würde, aussehen?
(00)6 mit chmod
ow gr ot
4 = r, 2 = w, 1=x
Was wird unter dem t‑Bit verstanden und welche Auswirkungen hat das Setzen dieses auf Verzeichnisse?
- sticky Bit
- wird nur auf Verzeichnisse angewendet
- Nur Owner und root können darin löschen/umbennenen (versehentliches Löschen)
- Nur Owner und root können darin neue Dateien und Verzeichnisse erstellen
Weshalb muss mit dem Setzen von „besonderen Modis“ achtsam umgegangen werden?
- Beim Setzen des SGID-Bits auf eine ausführbare Datei werden die ausführbaren Prozesse unter der Gruppen-ID des Eigentümers der Datei ausgeführt.
- Wenn das SUID-Bit gesetzt ist, wird der ausführbare Prozess mit den Berechtigungen des Eigentümers der Datei ausgeführt, anstatt mit den Berechtigungen des aufrufenden Benutzers.
- Privilege Escalation
Wenn Sie den Besitzer einer Datei ändern, welche Berechtigungen hat dieser danach?
- chown ändert nur den Besitzer einer Datei
- Berechtigungen des alten Besitzers werden auf neuen übertragen
Welche drei Parteien sind bei einem Kerberos Setup beteiligt? Nennen Sie diese und geben Sie den Zweck/das Ziel der einzelnen Parteien an.
- Client – welcher sich authentisieren will
- Server – welcher vom Client genutzt werden will
- Kerberos Server – der als Authentication Server agiert
Was wird unter einem KDC verstanden?
- Zentrale Kerberos Komponente
- Zwei Teile: Authentication Server (AS) und Ticket-Granting-Server (TGS)
- AS: Authentifizierung von Benutzern und stellt ein Ticket Granting Ticket (TGT) aus
- TGS: Ausstellung von Service Tickets mit welchen User an versch. Diensten anmelden können
Wie können Sie feststellen, dass die Kerberos Authentifizierung erfolgreich war?
- klist
- sollte ein Kerberos Ticket anzeigen
Welcher Prozess wird beim Start eines Unix‑Systems gestartet und wofür wird dieser verwendet?
- Beim Start eines Unix Systems wird der ”init”‑Prozess gestartet.
- der weitere Prozess wird vom init Prozess abgeleitet/kopiert
- Ein Prozess kann wiederum von sich selbst ableiten und weitere sogenannte Child Processes starten.
- Ein neuer Prozess wird mit dem Systemcall fork() abgeleitet.
Wofür steht die #!/bin/bash Deklaration in Skripten?
- Gibt an mit welchem Interpreter das Script ausgeführt wird
- in diesem Fall die Bash Shell
Worüber werden unter Linux Services verwaltet?
- systemd
- Services in sogenannten Unit Dateien (Starten, Stoppen, Neustarten)
- Überwachen, Statusinformationen anzeigen, Abhängigkeiten verwalten
Erklären Sie den Unterschied zwischen Symmetrischer‑ und Asymmetrischer Verschlüsselung.
Symm: Ein Secret Key für Verschlüsselung und Entschlüsselung
Asymm: Ein Public Key für Verschlüsselung und ein Private Key für Entschlüsselung, Weitere Funktionen sind digitale Signaturen oder Schlüsselaustausch.
Wie funktioniert das digitale Signieren eines Dokuments? Erklären Sie welche Elemente der PKI wo zum Ein‑ satz kommen.
1. Sender hasht Dokument (z.B. SHA256)
2. Sender verschlüsselt Hash mit Private Key --> Digitale Signatur
3. Signatur wird an Dokument hinzugefügt und mit dem Public Key an Empfänger gesendet
4. Empfänger extrahiert den verschlüsselten Hash Wert aus der Signatur
5. Sender entschlüsselt den Hashwert mit dem öffentlichen Schlüssel und vergleicht die Hashes
CA stellt die Zertifikate aus.
Welche Möglichkeiten hat ein Angreifer, wenn er Zugriff auf eine Root CA erlangt?
- Gefälschte Zertifikate ausstellen
- Bestehende Zertifikate Kompromittieren
- Trust ist nicht mehr vorhanden, eventuell muss ganze PKI neu aufgebaut werden
Erklären Sie den Unterschied zwischen einer Root CA und einer Subordinate CA.
- Root ist höchste Instanz
- Root Zertifikate Public Key sind vertrauenswürdige Stammzertifikate in OS und Browser
- Sub CA erhält eigenes Zertifikat von Root
- Sub kann selber ausstellen und signieren, Vertrauenswürdigkeit beruht auf root CA
Erklären Sie:
• Certificate Signing Request
• Private Key
• Public Key
CSR: Anforderung einer Entität (Person, Server) an CA für ein digitales Zertifikat (enthält Namen, beide Keys und anderes)
Private Key: Entschlüsseln (Dig. Sig erstellen)
Public Key: Verschlüsseln (Dig. Sig. verifizieren)
Erläutern Sie OCSP und dessen Funktionsweise.
- Online Certificate Status Protocol
- Protokoll für Echtzeit Status Überprüfung eines digitalen Zertifikates
- Alternative ohne auf CRL (Revocation) angewiesen zu sein.
Nennen Sie einige Vor‑ und Nachteile der Certificate Authentication.
Vorteile: Sicherheit (PK Kryptographie), Vertrauenswürdigkeit, Skalierbarkeit, Automatisierung
Nachteile: Komplexität (PKI Aufbau), Kosten für interne CA, Abhängigkeit Zertifizierungsstellen, Erreichbarkeit der CA