Wetter & Klima

Skript MEN

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M. M.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Geographie für die Mittelschule ab. Sie konzentrieren sich auf die Themen Wetter und Klima, einschließlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wolkenbildung und Niederschlag. Die Karteikarten erklären verschiedene Arten von Regen wie Störungsregen, Steigungsregen und Gewitterregen, sowie Phänomene wie Föhnbildung und Inversionslagen. Sie sind besonders nützlich für Schüler, die ein besseres Verständnis der atmosphärischen Prozesse und ihrer Auswirkungen auf das Wetter und Klima erlangen möchten.
Karten
74
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
28.03.2023 / 06.05.2023

Lernkarten

Wie beeinflusst die Bewölkung die Lufttemperatur?

Bewölkung gleicht den Tagesgang der Temperaturen etwas aus, indem die Sonnenstrahlung tagsüber nur indirekt in Bodennähe auftrifft und die nächtliche Ausstrahlung (Abkühlung) durch die Bewölkung gemildert wird.

(Zirkulation)

Welche Faktoren beeinflussen die Lufttemperatur?

  • Geographische Breite
  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Höhe
  • Exposition
  • Luftmassen
  • Meeresströmungen
  • Kontinentalität (Lage zum Meer)
  • Bewölkung

Isotherme

Linie, die Orte mit selber Temperatur verbindet

Variabilität

  • Die Lufttemperatur variiert im Laufe des Tages, der Jahreszeiten und von Klimaschwankungen.
  • Die höchsten Temperaturen (Hitzepol) von fast 60°C werden im Innern von Wüsten beobachtet, die tiefsten Werte (Kältepol) treten in der Antarktis auf (fast −90 °C).

 

Inversionslage

  • Als Inversion (Umkehr) wird eine Wetterlage bezeichnet, in der die Temperatur in Bodennähe tiefer ist als in der darüber liegenden Luftschicht.
  • Damit wird etwa in Tallagen eine Durchmischung der Bodenluftschicht mit der freien Atmosphäre verhindert.
  • Die Luftschadstoffe bleiben im Talboden «gefangen» und reichern sich von Tag zu Tag weiter an.

Temperaturmittelwerte

  • Aus den während eines Tages zu festen Zeiten gemessenen Temperaturen wird ein Tagesmittelwert ermittelt.
  • Aus den mittleren Tagestemperaturen ergibt sich das Monatsmittel, aus den Monatsmitteltemperaturen die Jahrestemperatur.
  • Nach 10 bzw. nach 30 Jahren lassen sich Jahresmittelwerte berechnen.
  • Klimadiagramme zeigen meist über 30 Jahre gemittelte Monatstemperaturen auf. 

Wasserdampf

  • Durch Verdunstung gelangt Wasserdampf hauptsächlich von den Ozeanoberflächen in die Atmosphäre.
  • Luft hat also die Fähigkeit, Wasser in gasförmigem Zustand aufzunehmen.
  • Dieses zu Gas gewordene Wasser heisst Wasserdampf ist unsichtbar und geruchslos.  

Wie verdunstet Wasser?

Wasser verdunstet umso rascher

  • je höher die Temperatur der Luft
  • je grösser die Oberfläche des Wassers
  • je stärker die Luftbewegung über dem Wasser
  • je höher die Temperatur des Wassers ist.

Absolute Luftfeuchtigkeit

Die in einem Kubikmeter Luft enthaltene Wasserdampfmenge wird als absolute Luftfeuchtigkeit bezeichnet und in g/m3 angegeben. 

Sättigungsmenge

  • Die Sättigungsmenge ist die Menge an Wasserdampf, die eine Luftmasse bei einer bestimmten Temperatur maximal aufnehmen kann.
  • Die Sättigungsmenge ist somit abhängig von der Temperatur.
  • Warme Luft vermag bedeutend mehr Wasserdampf aufzunehmen als kalte.
  • Die Sättigungsmenge wird in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter angegeben. 

Relative Luftfeuchtigkeit

  • Momentan in der Luft vorhandene Wasserdampfmenge bezüglich der Sättigungsmenge
  • Lässt sich aus der Sättigungsmenge und der absoluten Luftfeuchtigkeit berechnen

Taupunkt

  • Temperatur auf die ein Luftpaket abgekühlt werden muss, damit Kondensation eintritt.
  • Dabei gilt: Je höher die Temperatur, desto mehr Wasserdampf vermag eine Luftmasse bis zur Sättigung aufzunehmen. 

Kondensation

  • Kondensation ist das Gegenteil von Verdunstung.
  • Wird feuchte Luft abgekühlt, so steigt die relative Luftfeuchtigkeit.
  • Ist die Sättigungsmenge erreicht, beträgt also die relative Luftfeuchtigkeit 100%
  • So ist die gesättigte Luft bei weiterer Abkühlung gezwungen, einen Teil des getragenen und unsichtbaren Wasserdampfs in Form von kleinen, schwebenden Wassertröpfchen auszuscheiden. ⇒ Dunst oder Nebel werden sichtbar.

Was bedeutet adiabatisch

Wenn die Luftmasse die Temperatur nur durch Aufsteigen oder Absinken verändert

Video

https://media.ksso.ch/sg_geographie#/asset/8129

Was ist der Unterschied zwischen dem trocken- und dem feuchtadiabatischem Gradient?

  • Der feuchtadiabatische Temperaturgradient ist kleiner als der trockenadiabatische Temperaturgradient, weil beim Übergang von Gasförmigen zustand in flüssig Kondensationswärme freigesetzt wird.
  • Führt dazu das Umgebungsluft weniger schnell abkühlen kann mit zunehmender Höhe. 

Video

https://media.ksso.ch/sg_geographie#/asset/8129

Energie - Wassertransport

  • Energie geht nie verloren, sondern wird nur umgewandelt.
  • Bei der Verdunstung wird Wärme verbraucht, bei der Kondensation wird die Wärme wieder freigesetzt.

Wie gross ist der trockenadiabatische Temperaturgradient?

-1°C/100m

-1°C/100m

Wie gross ist der feuchtadiabatische Temperaturgradient?

-0.6°C/100m

  • Eine Luftmasse bewegt sich von Süden nach Norden über ein Gebirge und kühlt sich bis zu einer Höhe von 500m trockenadiabatisch um 1°C pro 100m ab.
  • Auf dieser Höhe erreicht die Luft bei einer Temperatur von 15°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 100%, wodurch es zur Kondensation und Wolkenbildung kommt.
  • Ab 500m Höhe kühlt sich die Luft feuchtadiabatisch um 0.6°C pro 100m ab, bis sie auf 2500m Höhe eine Temperatur von 3°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 100% erreicht.
  • Wenn die Luft auf der Leeseite des Gebirges sinkt, erwärmt sie sich trockenadiabatisch um 1°C pro 100m und erreicht auf einer Höhe von 500m eine Temperatur von 23°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 27%. 

Föhnmauer

Wolken über Gebirgskamm

Föhnfenster

Wechsel zu blauem Himmel, zunehmende Temperatur  Luftfeuchtigkeit verdunstet. 

Föhnlinsen

Luftmasse fliesst wellenartig hinunter, auf Wellenberg erreicht Luft z.T. wieder Kondensationspunkt und es bilden sich Föhnlinsen.

Luftmasse fliesst wellenartig hinunter, auf Wellenberg erreicht Luft z.T. wieder Kondensationspunkt und es bilden sich Föhnlinsen.

Föhnbildung Zusammenfassung

AufLuvseitegibtesdurchStaulagelanganhaltende,tlw.ergiebigeNiederschläge.

  • Auf Luvseite gibt es durch Staulage langanhaltende, tlw. ergiebige Niederschläge.
  • Auf Leeseite bringt der böig wehende Föhn eine starke Temperaturerhöhung und gute Fernsicht mit sich (weniger Wasserteilchen drin, wenig Feinstaub, da vorher Regen).
  • Beim Absinken lösen sich die Wolken auf (Verdunstung), Föhnlinsen, -fenster und –mauer zeigen Föhnsituation.

Niederschlag

  • Wenn die Temperatur einer Luftmasse den Taupunkt unterschreitet, kondensiert der Wasserdampf und bildet kleine Wassertröpfchen, die sich um Kondensationskerne bilden.
  • Kerne: Staub, Abgasen oder Salzteilchen, die in der Luft schweben.
  • Reine Luft etwa 1000 Kondensationskerne pro Kubikzentimeter, Grosstätte 100 fache oder mehr
  • Tröpfchen verbleiben in Atmosphäre und können als Nebel oder Wolke wahrgenommen werden.
  • Wolkentröpfchen stossen zusammen, vereinigen sich bis sie schliesslich regnen
  • Etwa eine Million Wolkentröpfchen, um einen Regentropfen zu bilden und eine Wolkenmächtigkeit von mindestens 1500m, um genügend grosse Wassertropfen für Niederschlag zu bilden. 

Einteilung Wolken

  • Cumulus- oder Haufenwolken (lat. «cumulus» = Haufen)
    Sie sind das Ergebnis der Konvektion, des Aufsteigens warmer Luft in kältere Umgebungsluft.
  • Stratus- oder Schichtwolken (griech. «stratos» = Schicht)
    Sie entstehen durch Advektion, das Aufgleiten wärmerer auf kältere Luft.

 

 

Niederschlagwolken

Wolken aus denen Niederschlag fallen kann sind Wolken mit einer Wolkenmächtigkeit von 1500m.

Also Cumulonimbus und Nimbostratus.

Gewitterregen

Konvektion

Erwärmte Luft steigt, kühlt sich ab ⇒ Feuchtigkeit kondensiert zu Wassertröpfchen 

Starke Konvektion ⇒ Cumulonimbus ⇒ Wärmegewitter. 

Steigungsregen

Staulage beim Föhn

Luftmassen treffen auf Gebirge ⇒ zum Aufsteigen gezwungen ⇒ Abkühlen und Kondensation, Steigungsregen aus Nimbostratus 

Störungsregen bei Warmfront

Advektion (das Aufgleiten wärmerer auf kälterer Luft)

Störungsregen Warmfront: warme feuchte gleiten auf kalte dichte Luftmassen ⇒ warme Luft kühlt bei Aufsteigen ab ⇒ Wolkenbildung Cirrus & Cirrostratus kündigen Warmfront an Nimbostratus & Altostratus, Wolkendecke senkt sich, Niederschlag

Feuchtigkeit kondensiert langsam aber kontinuierlich (Luft steigt nur langsam und flach an)

-warme Luft hat geringere Dichte als kalte Luft!

Störungsregen bei Kalfront

Konvektion

An Kaltfront, kalte Luftmassen schieben sich unter leichte Warmluft ⇒ Warmluft in höhere Lagen verdrängt ⇒ hohe Wolkentürme (Cumulonimbus), Gewitterartiger Niederschlag an Kaltfront, kurze Schauer, grosse Tropfen

Altocumulus

Altostratus

Cirrus

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