MEP


P. L.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Modellierung und Simulation von Systemen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Systeme, Modelle, Gleichgewichte, Energie, Prozesse und Simulationen ab, wobei der Fokus auf der Analyse und dem Verständnis von Systemverhalten liegt. Studierende der Technik profitieren davon, da sie lernen, komplexe Systeme zu vereinfachen und zu simulieren, um deren Verhalten vorherzusagen und zu optimieren.
Karten
55
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
25.01.2023 / 30.01.2024

Lernkarten

41. Was bedeutet eine „proportionale bzw. unter- und überproportionale“ Änderung?

Zwischen zwei Grössen besteht Proportionalität, wenn sie sich immer im selben Verhältnis ändern.

Unterproportional = unterhalb eines ausgeglichenen Verhältnisses

Überproportional = oberhalb eines ausgeglichenen Verhältnisses

42. Was ist der Unterschied zwischen einem Differentialquotienten und einem Differenzenquotienten?

Differentialquotient = lokale Änderungsrate,

Differenzenquotient = mittlere Änderungsrate

43. Zu welchem Zeitpunkt stellt sich bei einem instationären Prozess der stationäre Zustand ein?

Stationär, wenn sich der Zustand mit der Zeit nicht mehr ändert

Beispiel Kondensator: nach 5 Tau ist dieser als stationär zu betrachten (entweder vollgeladen, oder komplett leer)

44. Was für drei Arten von Gleichgewichten gibt es?

Stabiles Gleichgewicht: System kehrt nach einer Störung wieder in Ausganglage

Labiles Gleichgewicht: System geht bei kleiner Störung in anderes Zustand über

Indifferenten Gleichgewicht: System kommt nach jeder Störung in neuen Zustand der Ruhe.

45. Was kennzeichnet ein „stabiles Gleichgewicht“?

System kehrt nach Störung wieder in Gleichgewicht zurück. z.B. Pendel 

46. Was sind „stationäre“, „instationäre“ und „quasistationäre“ Betrachtungen? Nennen Sie Beispiele.

Stationär: kontinuierliche Strömung aus einem unendlich grossem Behälter

Instationär: von zeit abhängig: Strömung aus Behälter, bei dem sich der Flüssigkeitsspiegel mit der Zeit ändert.

Quasistationär: Strömung aus einem endlich grossen Behälter, wo der Wasserspiegel zwar sich ändert, jedoch keinen Einfluss hat.

47. Was bedeutet der Begriff «Elektroanalogie»?

Elektro- hydraulische Energie. Es können mit Methoden der elektrischen Schaltungstechnik, hydraulische Systeme beschrieben werden.

Die Änderung des elektrischen Stroms verhält sich gleich wie die Veränderung des Wärmestroms, daher kann mit der gleichen Gleichung gerechnet werden 

48. Was ist ein «R-C-Modell»?

RC Glied = Widerstand und Kondensator

Wärmewiderstand = R

Speicherkapazität von Wand = C

Modell um thermodynamische Prozesse zu veranschaulichen. In Elektrotechnik ist ein RC Glied ein Tiefpassfilter. Er lässt Anregungen mit niedriger Frequenz ohne Dämpfung passieren und Anregungen mit hohen Frequenz dämpft er ab. Das lässt sich vergleichen mit z.B. Wand, die thermische Trägheit aufweist und nicht sprunghaft ändert.

49. Warum haben die zeitliche Änderung des elektrischen Stroms und die des Wärmestroms die gleiche mathematische Gleichung? 

Elektrische Strom ist abhängig von Spannungsänderung über Widerstand

Wärmestrom ist abhängig von Temperaturänderung über Widerstand.

Beide Systeme können mit der gleichen Exponentiellen Gleichung beschrieben werden.

50. Was ist das wichtigste Merkmal „autonomer“ Systeme? 

Autonome Systeme sind nicht abhängig von äusseren Einwirkungen.

Ein Typ von gewöhnlichen Differentialgleichungen, der nicht explizit von der unabhängigen Variable abgehängt

51. Was verstehen Sie unter dem Gradienten einer Funktion?

Der Gradient (ist ein Vektor) zeigt dann die Richtung der größten Änderung der Funktion an.

Vektor aus den ersten partiellen Ableitungen der Funktion.

52. Nach welcher Zeit ist die Triebkraft eins natürlichen Ausgleichsvorgangs (z.B. der Abkühlung eines Speichers) gleich Null? 

Nach fünf Tau (Zeitkonstante)

Ein Tau ist die Zeit bis 37% der Abkühlung erreicht sind!

53. Nennen Sie mindestens 3 Erhaltungssätze. Welcher von ihnen liegt allen thermischen Simulationen zugrunde? 

Massenerhaltung, Impulserhaltung, Energieerhaltung, Ladungserhaltung 

54. Was bedeutet „frei schwingende Raumtemperatur“? Welche Energie muss hierfür aufgewendet werden?

Bedeutet das die Raumlufttemperatur nicht über die Kühllast oder ähnliches fix gehalten wird. Die Raumluft kann sich frei, je nach Bedingungen, verändern.

Wird durch äussere Einflüsse beeinflusst. Zum Beispiel Sonnenenergie!

Es muss mechanische Energie aufgewendet werden um dagegen zu Wirken. Zum Beispiel für Kühlung, Verschattung ect.

55. Können mit thermischen Simulationsprogrammen (z.B. IDA, EnergyPlus) Schichtungen der Raumtemperatur berechnet werden? Begründen Sie Ihre Aussage

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