ModSim 1
MEP
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Cartes-fiches
1. Worin besteht der Unterschied zwischen einer zeitlichen Änderung (z.B. Licht ein/aus) und einem instationären Prozess (Abkühlung einer Gebäudewand)?
Stationär -> keine Funktion mit Zeit. Licht ist ein oder aus.
Instationär -> Veränderung mit Zeit. Temp. Nimmt ab über Zeit.
Stationäre Wärmeleitung -> Temperatur durch Wand. Die Temperaturänderung der Wand wird nicht berücksichtigt.
Instationäre Wärmeleitung -> Wärmespeicherfähigkeit der Materie wird berücksichtigt. Wenn sich die Wand erwärmt, wird dieses berücksichtigt!
2. Was verstehen Sie unter "objektiver" und "subjektiver" Realität?
Objektive Realität = reine Fakten
Subjektive Realität = ist geprägt durch persönliche Eindrücke des Beobachters
3. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Abstraktion"? Nennen Sie ein Beispiel.
Bewusste Vereinfachung. Erfasst nur Attribute, welche vom Ersteller gewünscht sind.
Simulation von Beleuchtungsstärke = Gegenstände auf Schreibtisch werden nicht berücksichtigt (Bildschirme, Tastatur, ect.) , haben aber auch Einfluss auf E.
4. Was sind die 3 wesentlichen Ziele der Simulation?
- das Verhalten des Systems zu verstehen
- verschiedene Entwürfe zu entwickeln und zu bewerten
- Strategien für den Betrieb des Systems zu optimieren
5. Definieren Sie den Begriff "Simulation". Welche Ziele werden mit dieser verfolgt?
Simulation bezeichnet die Nachbildung von realen Szenarien zum Zwecke der Analyse von Systemen, deren Verhalten zu komplex sind für die formelmässige Behandlung.
Prozess des Entwurfs eines Modells eines realen Systems sowie der Durchführung von Experimenten mit den Zielen:
- das Verhalten des Systems zu verstehen
- verschiedene Entwürfe zu entwickeln und zu bewerten
- Strategien für den Betrieb des Systems zu optimieren
Simulation ist ein virtuelles Experiment.
6. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Experiment"? Was ist der Unterschied zu einer «Versuchsreihe»?
methodische angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Informationen (empirisch = Beobachten / Messen). Im Unterschied zum Versuch werden im Experiment Einflussgrössen systematisch verändert!
Ein Experiment setzt eine Hypothese voraus, die durch das Experinent bestätigt wird.
Beim Versuch wird keine Hypothese benötigt. Ein Versuch kann dazu dienen, ein Phänome zu veranschaulichen.
7. Was verstehen Sie unter dem Begriff "System"? Nennen Sie ein Beispiel.
Als System wird ein abgrenzbares, natürliches oder künstliches Gebilde bezeichnet, das aus verschiedenen Komponenten mit unterschiedlichen Eigenschaften besteht, die aufgrund bestimmter geordneter Beziehungen untereinander als gemeinsames Ganzes betrachtet werden.
Beispiel System: Verbrennungsmotor, Gebäude
8. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Bilanz"? Nennen Sie ein Beispiel.
Betrachtung der in ein System eintretenden, aus dem System austretenden und im System verbleibenden Quantitäten.
Differenz zwischen Ein- und Ausgang bei einer Systemgrenze!
Änderung der inneren Energie eines Gebäudes = Wärmeverluste plus Lüftungsverluste minus Innere Wärmequellen minus Äussere Wärmequellen
9. Was verstehen Sie unter dem Begriff "analytische Lösung"? Wann wird sie verwendet?
Die Lösung eines Problems in mathematisch geschlossener Form, durch Umstellung der Formeln bis man die gesuchte Variable berechnen kann.
Das Problem in einer gut verstandenen Form zu formulieren und genau Lösung berechnen. Wird verwendet, sofern das Problem analystisch lösbar ist! Meistens für einfachfe Gleichungen. Für Berechnungen bei statischen Zuständen.
10. Was verstehen Sie unter dem Begriff "numerische Lösung"? Wann wird sie verwendet?
Bei numerischen Lösungen werden die Lösungen durch Approximationsverfahren (Näherungsverfahren) hergeleitet. Häufig wird dies durch Approximationsalgorithmen mit Hilfe von Computern gemacht.
Lösungen zu erraten und zu testen, ob das Problem gut genug gelöst ist, um aufzuhören. Wird verwendet, wo die analytische Lösung nicht möglich ist! Für dynamische Zustände!
11. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Modell"? Welche Arten von Modellen gibt es?
Modell ist die vereinfachte Darstellung der Realität.
Analytische Modelle, empirische Modelle und gemischte (Semi- empirische) Modelle
12. Was verstehen Sie unter „iterativer Lösung“? Wann ist sie erfolgreich?
Ergebnis wird angenommen, eingesetzt und geprüft ob korrekt. Wenn Prüfung zufriedenstellen, ist Ergebnis i.O.
Das iterative Verfahren ist dann erfolgreich, wenn sich die Lösung dem zu erwarteten Wert genügend annähert.
13. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Schrittweite" und welchen Einfluss hat sie auf die Lösung?
Schrittweite beschreibt die Auflösung der Berechnung (je kleiner die Schrittweite, umso detaillierter das Ergebnis aber desto grösser der Rechenaufwand)
14. Was ist der Unterschied zwischen einer analytischen und einer numerischen Lösung?
Numerische Verfahren besitzen einfachen Aufbau, hedoch hohen Rechenaufwand.
Analytisch ist eine genaue Lösung in gut verstandener Form zu formulieren.
Nummerisch bedeutet die Lösung zu erraten und zu testen, ob es gut genug ist.
15. Was ist der Unterschied zwischen einer algebraischen Gleichung und einer Differentialgleichung?
Algebraisch sucht Wert, Differential sucht Gleichung
In Differentialgleichung kommt die Ableitung der Funktion vor!
17. Welche Unterschiede gibt es zwischen einer Probe (Messung), einem Experiment (Versuchsreihe) und einer Simulation?
Probe ist Momentaufnahme, Experiment ist Suche des Erwartungswert durch Erprobung, Simulation ist Bestimmung des Erwartungswerts durch mathematische Beschreibung des Systems
Simulation ist ein virtuelles Experiment!
18. Aus welchen Gründen verwendet man numerische Lösungen anstelle analytischer Lösungen? Nennen Sie ein Beispiel.
Aufgrund der Komplexität ist eine analytische Lösung meist nicht im Verhältnis zum Aufwand.
Beispiel: Wettervorhersagen, Effektivität einer Werbekampagne
19. Was sind die (vier) Hauptgründe der Simulation?
System existiert noch nicht,
reale Untersuchung zu aufwändig,
reales System lässt sich nicht direkt beobachten (zu klein, zu schnell, ect),
einfachere Modifikation als am realen System.
20. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Algorithmus"? Was ist der Unterschied zu dem Begriff „Programm“?
Allgemein gesagt, gibt ein Algoeithmus eine Vorgehensweise vor, um ein Problem zu lösen.
Algorithmus ist die Handlungsvorschrift zu einem Problem aus mehreren Einzelschritten,
Programmierung ist Implementierung von Algorithmen in einer Programmiersprache (digitale Lösung)
22. Was sind Zustandsgrössen und was sind Prozessgrössen? Nennen Sie je mindestens zwei.
Zustand: Temperatur, Volumen, Teilchenzahl, Druck, Entropie
Prozess: Arbeit, Wärme -> beschreibt den Vorgang der Energieübertragung zwischen Körpern
23. Warum kann es zu Problemen führen, messtechnisch bestimmte Parameterfunktionen über den Messbereich hinaus zu extrapolieren?
Extrapolation -> Fortführung über den beobachteten Zeitraum hinaus
Es kann Änderungen beinhalten, die nicht vorhersehbar sind z.B. Wachstum der Bevölkerung
24. Was bedeutet Interpolation und Extrapolation?
Interpolation ist die Schätzung eines Wertes innerhalb zweier bekannter Werte in einer Folge von Werten.
Extrapolation ist die Schätzung von Werten außerhalb eines betrachteten Zeitraums
25. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Bilanzgrenze"? Was muss an dieser gelten?
Die Bilanzgrenzen sind die Grunlagen für eine Bilanzierung. Sie grenzen das System ein. Mithilfe von Erhaltungssätzen für Energie und Materie kann anschliessend an den Bilanzgrenzen sogenannte Bilanzgleichungen erstellt werden.
26. Was bedeuteten die Begriffe «Konsistenz, Konvergenz und Stabilität»?
Konsistenz: aussage über Trend,
Konvergenz: Annäherung an einen Wert
Stabilität: Störungseinfluss, Anfälligkeit des Systems
27. Wie gehen Sie bei der Modeliierung eines technischen Problems vor (7 Schritte)?
Ausgangslage: Wenn Problemstellung bekannt, kurz und prägnant wiedergeben was bekannt ist! Nicht Problemstellung wiederholen!
Berechnungsgrössen: Was muss gefunden werden?
Schema: schematische Darstellung. Bilanzgrenzen und relevante Transportvorgänge aufzeichnen.
Annahmen: Annahmen treffen
Stoffwerte: Benötigte Stoffwerke aufschreiben und Quellen angeben.
Analyse: Anwendung geeigneter Erhaltungssätze, komplett erarbeiten und anschliessend Zahlen einsetzen.
Diskussion: Ergebnisse Diskutieren Zusammenfassung der wichtigsten Schlussfolgerung
28. Was bedeutet der «zeitliche Abbau der Triebkraft» in einem natürlichen Prozess?
Die treibende Kraft in einem System nimmt ab. So wird beispielsweise die Temperaturdifferenz in einem System immer kleiner und der Wärmestrom dementsprechend auch. Die Triebkraft wird immer kleiner, bis keine mehr vorhanden ist. Das System ist jetzt in einem Thermodynamischen Gleichgewicht.
29. Was ist der Unterschied zwischen einem «White-Box»-, «Black-Box»- und «GreyBox»-Modell?
(White-Box-Modelle) -> Analytische Modelle. -> basieren auf einer physikalischen Beschreibung des Systems, alle Parameter haben eine physikalische Bedeutung Das innere des Systems ist bekannt!
(Grey-Box-Modelle) -> Gemischte / semi-empirische Modelle -> hybride Form von physikalischen und empirischen Ansätzen und enthalten sowohl physikalisch interpretierbare als auch nicht-physikalische Parameter.
-> Wetterprognose (physikalische Gesetze, aber auch Messungen)
(Black-Box-Modelle) -> Empirische Modelle -> basieren rein auf Messdaten und bilden diese durch Funktionen und Parameter ohne physikalischen Bezug ab.
die inneren Vorgänge «Black Box» wird nicht beachtet. Nur das äussere Verhalten!
30. Das Modell der Punktmasse (Lumped Capacitance Method) beschreibt das instationäre Verhalten eines einfachen Systems. Was sind die zwei wichtigen Voraussetzungen für dieses Modell?
« Methode der gleichmässigen Erwärmung bzw. Abkühlung eines Körpers»
Homogene Körper: Alle Flächen und Temperaturen sind konstant und gleich
Konstante Randbedingungen an allen Flächen
Stoffwerte sind konstant
31. Was ist die Grundaussage aller Erhaltungssätze?
In einem abgeschlossenen System ist die Summe aller Energien konstant. Die Gesamtenergie bleibt erhalten.
32. Was verstehen sie unter einem „offenen, geschlossenem, abgeschlossenen“ System?
Offen: Austausch von Energie und Masse über Systemgrenzen hinaus,
geschlossen: kein Masseaustausch nur Energie
Abgeschlossen: gar kein Austausch von nichts
33. Was verstehen sie unter „Diskretisierung“? Welche Grössen können diskretisiert werden?
Berechnungsgebiet wird in Netz oder Gitter unterteilt
Einteilung von kontinuierlichen Objekten in eine endliche Anzahl an diskreter Objekte.
Diskret = Ohne Steigerung
Kontinuierlich = Fortlaufend
Eine kontinuierliche mathematische Gleichung wird in eine algebraische Gleichung umgewandelt. Das Berechnungsgebiet wird in ein Netz oder ein Gitter unterteilt (diskretisiert), das aus Teilgebieten besteht, die Zellen oder Elemente genannt werden. Die Approximation erfolgt für jede Zelle, vielfach über Taylorreihen.
34. Was sind „statistische Grössen“? Wodurch sind sie gekennzeichnet? Nennen Sie Beispiele.
Statische Kenngrößen sind quantitative Angaben zur Kennzeichnung wichtiger messtechnischer Eigenschaften einer Messeinrichtung
Mittelwert, Varianz, Standardabweichung, Spannweite
35. Was verstehen Sie unter „stochastischen Grössen im Unterschied zu statistischen Grössen? Nennen Sie Beispiele.
Stochastische Grösse = Zufallsvariable
Statistik beschäftigt sich mit dem Sammeln von Daten und dem Versuch diese zu vergleichen.
Stochastik beschäftigt sich eher damit, Vorhersagen zu treffen.
Statistik: 30% der Bevölkerung sind kleiner als 170cm
Stochastik: mit welcher Wahrscheinlichkeit sind in einer bestimmten Gruppe alle unter 170cm gross.
36. Was sind die wichtigsten statistischen Einflussgrössen einer thermischen Simulation?
Dichte, Wärmekapazität, Temperatur
37. Was ist der Unterschied zwischen einem „lokalem Optimum“ und einem „globalem Optimum“
Optimum“ Lokals Optimum: innerhalb von bestimmten Grenzen optimal jedoch nicht für das ganze System,
Global Optimum: der beste Zielwert des gesamten Problems
38. Was ist ein „Optimum“? Welche mathematische Bedingung muss es erfüllen?
Optimum ist eine Extremstelle. Die erste Ableitung einer Funktion ist gleich 0
39. Was ist der Unterschied zwischen „Verbesserung“ und „Optimierung“?
Optimieren: Bestehender Prozess so optimiert, dass er ideal wird.
Verbessern: neuer Prozess erschaffen, der besser als alter ist.
40. Nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamikgeht keine Energie verloren. Wie ist dann das Wort „Energieverluste“ zu verstehen?
Energieverlust = Umwandlung der Energie in eine Form, die dem System nicht dient.