Allgemeine Geographie Schweiz

Vorlesung "Geographie Schweiz" Unibasel 2022

Vorlesung "Geographie Schweiz" Unibasel 2022


S. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Geographie der Schweiz auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Alpen, das Jura-Gebirge, das Mittelland und die klimatischen Besonderheiten wie Niederschlag, Temperaturverteilung und die Auswirkungen von Föhn und Bise. Die Karteikarten behandeln auch die geologischen Aspekte, die Gliederung der Landschaft und die Auswirkungen der Eiszeit. Ideal für Studierende der Geographie, die sich mit den physischen und klimatischen Gegebenheiten der Schweiz vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
91
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
16.12.2022 / 24.11.2025

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Welche Faktoren beeinflussen das Relief der Schweiz?

  • Hebungsrate durch Kollision
  • Geologie z.B. Erosionsresistenz unterschiedlicher Gesteine, gewisse Gesteine bilden eher Stufen (Dolomit), andere eher wiche, welligere Strukturen (Schiefer)
  • Gletscherwirkung
  • Verwitterung/Denudation
  • Frostverwitterung
  • Massenbewegungen (z.B. Bergstürze)
  • Fluviale Erosion + Akkumulation (z.B. Schwemmfächer)
  • Verkarstung

Morphologie ist Folge der Geologie und der exogenen Kräfte

Relief der Schweiz

Sehr grosse Reliefenergie auf kleiner Distanz

Dufourspitze höchste Erhebung 4634m

tiefster Punkt Lago Maggiore, 196m

nur Distanz von 100km auseinander

Klippe

Als Klippe wird in der Tektonik der Teil einer tektonischen Decke (Überschiebungsdecke) bezeichnet, der durch Erosion vollständig vom Hauptkörper der Decke abgetrennt und dadurch nicht mehr in physischem Kontakt mit diesem ist.

Wie sah die Schweiz vor dem Pleistozän aus?

Eiszeitalter ab ca. 2.5 Mio Jahre, also ab dem Pleistozän

Das heisst, das Schweiz vor dem Pleistozän all die Glazialen Formen noch nicht hatte

Welche Landschaftsformen haben die letzten Eiszeiten hinterlassen?

  • Findlinge
  • Rundhöcker
  • Schliffgrenzen
  • Täler, Hängetäler
  • Moränen
  • Karseen
  • Kartreppe
  • Zungenbeckenseen

Was ist eine glaziale Serie

Glaziale Serie beschreibt die Abfolge verschiedener Elemente der Landschaftsform Endmoräne

Bestandteile nach Wikipedia:

  • Grundmoräne mit einem Zungenbecken
  • Endmoränekette (Stauchendmoräne und Satzendmoräne
  • Schotterfeld oder eine Sanderebene vor der Erdmoränekette
  • Urstromtal

Welche Eiszeiten gab es in der Schweiz?

  • Würm
  • Riss
  • Mindel
  • Günz
  • Donau
  • Biber

Woran erkennt man die Gletscherstände der letzten Eiszeit?

  • Endmoränen
  • Findlinge
  • Schliffgrenzen
  • Altersdatierung und chemische Analyse der Sedimentablagerungen

Welche Flusssysteme gaben entsprechenden Gletschern einen Namen (Haupgletscher)?

  • Rhonegletscher
  • Aaregletscher
  • Reussgletscher
  • Linthgletscher
  • Rheingletscher
  • Ticinogletscher
  • Inngletscher

War Basel während der letzten Eiszeit vergletschert? Falls ja, wodurch ist das belegt?

Basel war nie vergletschert, war Eisfrei

Auswirkungen der Gletscher

  • Erosion durch Druck, Wasser und Geschiebe
  • Akkumulation
  • Glazialisostasie
  • führt zu übertieften Tälern
  • Aufschotterung der Täler bei Rückzug bis mehrere 100m
  • Mittellandseen als Zungenbeckenseen

Talgletscher

Zungenförmige Ausbildung

Definitertes Nähr und Zehrgebiet

Bewegung entlang Tal

Kargletscher

bsp Piz Bernina

 

Welchen Einfluss hat das Relief der Schweiz auf das Klima?

Relief hat grossen Einfluss auf das Klima der Schweiz, die Alpen bilden eine Barrierer für Luftmassen, weshalb es zu Steigungsregen kommt

Steigungsregen führt zu Luv Lee Effekten, viel Niederschlag auf Luv seite, Trockenheit auf Lee Seite und Föhn, wärmere Luft

Jahresniederschlag korreliert mit Relief,

Falls an einer Bergkette Regen ausfällt, hat es weniger Feuchtigkeit bei der nächsten Bergkette

Welche Luftmassen beeinflussen das Klima der Schweiz?

Westliche, südliche und Nördliche Luftmassen

Wie unterscheiden sich Föhn und Bise?

Föhn durch Orographische Niederschlöge, Luv Lee Effekt

Bise: Die Bise ist ein nordöstlicher Wind, der hauptsächlich über das Mittelland weht. Im Sommer bringt die Bise trockene Luft und Temperaturen, die meist der Jahreszeit entsprechen, mit sich. Im Winter sorgt die Bise für kalte und relativ feuchte Luft, die die Wolkenbildung in tiefen Lagen begünstigt

Klimazone nach Need

Sommerwarmes Kontonentalklima

Föhntäler Schweiz

Wie verändert sich das Klima mit der Höhe

 

Temperaturabnahme von 1° pro 100m

Druckabnahme mit der Höhe, 8hPa/100m

Niederschlagzunahme mit der Höhe

Zunahme der Strahlungsintensität mit der Höhe

 

Niederschlagsverteilung

im Sommer vorallem konvektive und kontinentale Niederschläge

durch hohe Einstrahlung im Sommer kommt es zu maximal Niederschlägen in Alpen

im Winter, advektive, zyklonale Niederschläge, Luft kommt von Westen, deshalb in Westalpen Niederschlagsmaxima

Tal Bergwind Effekt

Temperaturverteilung in der Schweiz

  • Temperaturverhältnisse geprägt durch Höhenlage
  • Modifiziert durch Relief, Exposition im Gebierge führt zu Berg-Talwindsystem
  • häufig Kaltluftseen in Talbecken des Mittellands
  • Maximum und Minimum ca. 41.5°
  • Locarno wärmstes Jahresmittel
  • In den Tälern der Alpen mesit ziemlich warm
  • Temperatur nimmt mit Höhe ab

Niederschlagsverteilung

  • im Rhone-Tal sehr trocken, trockenster Ort der Schweiz, Lee effekt,
  • in den Alpen am meisten Niederschlag, Jura auch mehr als z.b. im Mittelland
  • beinahe lineare Abhängigkeit der Höhe und des Niederschlags, je höher, desto mehr Niederschlag
  • mittlere Jahresniederschlag ca. 1450 mm

Windsysteme

 

Häufige Wetter Lagen

  • Biselage = ausgedehnte Hoch über GB, ausgedehntes Tief im Mittelmeer, Kanalisation im Mittelland
  • Westwindlage = Hoch in Osteuropa, Tief im Norden Atlantik und GB, Kalt/Warmfronten wandern von Westen über Europa
  • Hochdrucklage = Hochdruckgebiet über ganz Europa-->schönes Wetter
  • Staulage (Südföhn) = Luftmassen vom Süden, Hoch über Norditalien, Tief über GB

Klima Zusammfassung Schweiz

  • Grosse räumliche Variabilität Wetterfaktoren (horizontal und vertikal) durch Modifikation des Strahlungs, Temperatur und Wasserhaushalts v.a. durch Topograhpie
  • Alpen bilden markante Klimaschranke, Schutz der Südschweiz vor kühlen nördlichen Luftmassen
  • Südliche Schweiz durch Mediterranes Klima beeinflusst, deutlich mildere Winter
  • ausreichende Niederschläge über das ganze Jahr
  • Beeinflussung Klima durch Kontinentalität und Maritimität,
    Topographie, AZA
  • AZA= Allgmeine Zirkulation der Atmosphäre
  • vorherrschende Lufströmungen aus westlicher Richtungen
  • feuchte milde Meeresluft

Warum sind die Alpen das Wasserschloss Europas?

In den Alpen ist der Niederschlag am höchsten, ein sehr grosser Teil des Niederschlags in Europa fällt in den Schweizer Alpen

Wasserspeicher der Schweiz

in km3

  • Seen = 130
  • Gletscher =57
  • Grundwasser = 150
  • max Schnee = 13
  • Stauseen = 4
  • Pflanzenverfügbares Bodenwasser = 9
  • Seen und Gletscher etwa gleich Fläche, aber...

Grundwasserleiter und Fliessgeschwindigkeit

SchotterGW: wenige Meter pro Tag, gute Reinigungs und Filtereigenschaften

Karstgrundwasser: hunderte Meter bis Kilometer pro Tag, beschränkte Reinigung und Filterung

Kluftgrundwasser: kaum Bewegung, z.T. Tausende Jahre alt

Haupteinzugsgebiete, Entwässerung in welches Meer?

 

  • Rhein zur Nordsee 68%
  • Zu Mittelmeer über Rhone, Ticino/Po und Etsch 28%
  • scharzes Meer durch Inn/Donau 4%

Abflussregime Definition und die wichtigsten

Abflussregime = charakteristischer jährlicher Verlauf der Abflussganglinie

Einfaches Regime = 2 hydrologische Jahreszeiten, Hoch und Niedrigwasser

Glaziales Regime = Abfluss der Eisschmelze -->Hochwasser im Sommer

Nivales Regime = Abfluss aus Schneeschmelze, Hochwasser im April/Juni

Pluvial = Durch Niederschlag

Erster Begriff immer dominant bei z.B. Nivo-Pluvial

Anthropogene Einwirkungen auf das Abflussverhalten

  • Landnutzungsänderung (Wald zu Acker)
  • Bodenverdichtung (verringerte Infiltration)
  • Oberflächenversiegelung (überbaute Flächen)
  • Bau von Speicherbecken
  • Gewässerkorrektionen
  • Indirekt: Klima Veränderung

Hochwasserschutz, Gewässerkorrektion

Rhone Rhein Aare Linth Sanierungen wieder geplant

Wie verändert sich die Schneebedeckung mit der Höhe ü.M. in den Schweizer Alpen?

umso Höher, desto kälter ist es, desto länger kann der Schnee liegen bleiben, desto dicker kann Schneedecke theoretisch sein

Warum wurden im Seeland Gewässerkorrekturen durchgeführt?

Hochwasserschutz, Landgewinnung, Seuchen und Mückenplagen, Verbesserung Verkehrswege

vorallem von 1850 bis 1950

Einfluss des Menschen auf die Landschaft in der Schweiz

Es gibt in der Schweiz kein Landschaft, die nicht erheblich vom Mensch beeinflusst ist

 

Definition Global Change

«global change , interdisziplinäre Sammelbezeichnung für weltweite (globale) Änderungen der Umwelt des Menschen. Im Vordergrund steht die anthropogene Beeinflussung der Interaktion der einzelnen globalen Kreisläufe von Stoffen und Energie

Wichtigsten Treiber im globalen Wandel

Menschliche Treiber

  • Verbrennung fossiler Brennstoffe
  • Abholzung
  • Abfall und Schadstoffe
  • Intensivierung der Landwirtschaft
  • Invasive Arten
  • Zersiedlung
  • Bevölkerungswachstum
  • Überfischung
  • Gewinnunng Mineralien
  • Übernutzung und Beeinträchtigung von Süsswasserreserven

Nicht menschliche Treibe

  • Sonneneinstrahlung
  • Erdrotation und Achsenneigung
  • Tektonik
  • Meteoriteneinschläge

Planetare Grenzen

Planetare Grenzen zeigen, wie stark die ökologischen Grenzen des Erdsystems durch menschliche Aktivitäten überschritten sind.

Als planetare Grenzenwerden ökologische Grenzen der Erde bezeichnet, deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems der Erde und damit die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet.

Wenn alle wie Schweizer,

würde man 2.8 Erden brauchen

Étudier