Allgemeine Geographie Schweiz

Vorlesung "Geographie Schweiz" Unibasel 2022

Vorlesung "Geographie Schweiz" Unibasel 2022


S. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Geographie der Schweiz auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Alpen, das Jura-Gebirge, das Mittelland und die klimatischen Besonderheiten wie Niederschlag, Temperaturverteilung und die Auswirkungen von Föhn und Bise. Die Karteikarten behandeln auch die geologischen Aspekte, die Gliederung der Landschaft und die Auswirkungen der Eiszeit. Ideal für Studierende der Geographie, die sich mit den physischen und klimatischen Gegebenheiten der Schweiz vertraut machen möchten.
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6
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
16.12.2022 / 24.11.2025

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Höhenlagen Schweiz

  • Tallage - collin - Mischwald
  • Mittellage - montan - Mischwald, Laubbäume werden weniger
  • Mittellage- subalpin - Obergrenze meister Laubbäume
  • Hochlage - alpin - Waldgrenze
  • Hochlage - subnival - Baumgrenze
  • Alpin - nival - Schneegrenze

Höhenstufen sind ungefähr Klimazonen

Festlegung durch Höhengrenzen:
Schneegrenze, Baumgrenze, Waldgrenze, Rasengrenze

Abgrenzungskriterine nicht immer eindeutig wegen menschlichem Einfluss

Keine scharfen Grenzen sondern Übergangsbereiche, Ökotone

Schweiz Geografische Lage und Eigenschaften

  • Binnenstaat, aber konteinentale Wasserscheide
  • Aplenstaat 60% der Fläche ist Alpen, aber nur 20% Bevölkerung dort
  • Luftlinie zum Meer nur weniger 200km
  • Über Wasserstrassen Verbindungen zu 4 Meeren
    • Rhein-->Atlanktik
    • Rhein-Rhone Kanal-->Mittelmeer
    • Rhein-Main-Donau-->Schwarzes Neer
    • Rhein-Ems-Elbe-Lübeck-->Ostsee
  • Anbindung an internationale Häfen wichtig für Import und Export
  • Binnenschaffe schafft Abhängigkeit:
    • Neutralität
    • Wirtschafliche Anpassung: Auskommen ohne hohem Volumen an Rohstoffen, Veredelung
  • Hochentwickleter Industriestaat

Was ist ein Naturraum?

Wonach gliedert man einen Raum?

 

  1. Naturraum = funktionales Geoökosystem in dem Raum Zeit Struktur der naturbedingten Geokomponenten und der von ihnen gebildeten komplexen Wirkungsgefüge einheitlich sind.
  2. Nach Merkmalen ähnlicher Ausprägungen, z.B. Zusammenwirken von naturräumlicher Ausstattung und menschlicher Nutzung

Naturräumliche Gliederung Schweiz

 

  • Jura - Mittelland - Alpen
  • es gibt keine offizielle naturräumliche Gliederung für die Schweiz
  • Typische Differenzierung anhand geologisch-tektonischer Entstehung und morphologischer Überprägungen
  • Klare Abgrenzung des Mittelland von Jura durch langgestreckte Höhenzüge
  • Häufigstes Abgrenzungskriterium Mittelland-Alpen ist abrupter Höhenanstieg auf über 1'500m ü. M.
  • Unterschiedung nach Petrographie und Entstehung möglich

Niederschlagsverteilung Schweiz

  • Sehr viel mehr Niederschlag in den Alpen wegen Stauniederschlägen
  • Jura auch mehr Niederschlag als in den Alpen
  • GRUND: Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und Einfluss der Alpen

Temperaturverteilung in der Schweiz

  • Mittelland grundsätzlich am wärmsten
  • Alpen kalt
  • Täler wie Rohnetal, Rheintal, Tessiner Täler und Genf sind auch warm
  • GRUND: Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und Einfluss der Alpen

Abhängigkeit der Morphologie der Schweiz

Abhängigkeit der Hydrographie der Schweiz

 

  • Morphologie: Alpenentstehung, Skulptierung durch exongene Kräfte (v.a. glazial, fluvial)
  • Hydrographie: Abhängigkeit von Petrographie

Bodentypen verteilung

Abhängig von?

 

 

  • Jura: Rendzinen
  • Mittelland: Parabraunerde und Saure Braunerden
  • Alpen: Ranker, Rendzinen

Abhängig von geoogischem Untergrund und Bodenentwicklung/Bodenbildende Faktoren

Gebirgbildungsphasen Europa

  • Kaledonische Gebirgsbildung
    • Ordivizium und Silur
    • Vorallem Norwegen und Teilge GB
  • Variszische Gebirgsbildung
    • Devon-->Karbon-->Perm bis Anfang Trias
    • Gebirge in Frankreich, Deutschland und Polen
  • Alpidische Gebirgsbildung
    • Ende Trias, Anfang Jura bis Heute

Wann begann die Auffaltung der Alpen, wann hatte sie ihren Höhenpunkt, wann ihren Abschluss?

  • Anfang: Jura
  • Höhepunkt: im Tertiär (MIozän)
  • Ende: Immer noch aktiv

Geologische Gliederung der Schweiz

Helvetische Decken

ehemaliger europäischer Kontinentalrand-->Schelfablagerungen, ausschliesslich Sedimente

 

Penninische Decken

ehemaliger Penninischer Ozean, Gefaltete Tiefseeablagerungen (z.T. Flysch), hoher Metamorphosegrad

Ostalpine Decken

äusserster Schelfbereich des ehemaligen Südkontinents, kristalinge Gesteine und mesozoische Sedimentgesteine, hoher Metamorphosegrad

 

Südalpin

anschliessen zu Ostalpin, apulischer Mikrokontinent

Zentralmassive

Altes kristallines Grundgebirge, wurde gestaucht und gehoben, aber im wesentlichen ortstfest

Bsp: Aarmassiv, Gotthardmassiv, Mont Blanc Massiv, Aiguilles Rouge Massiv

Fenster

Sichtbarer älterer Gesteinsuntergrund, durch Abtragung,  vorallem in den Ostalpen

 

Flysch

Sedimentationsablagerung in Tiefseegraben, Auffaltung durch Orogenese

Molasse

Sedimentationsbecken im Randbereich des Orogens

wird unterteilt in untere/obere Süsswasser und Meeresmolasse

Tertiäre Ablagerungsfolge im Alpenvorland, gebildet im Molassetrog des Alpenvorlandmeers vor dem aufsteigenden Gebirge, wechselfolge von Konglomeraten (Nagelfluh, Sandsteinen und feinkörnigen Tonen und Mergeln (wegen Transportsortierung)

Geologie des Mittellandes

  • Untergrund aus ungefalteten mesozoischen Schichten, 800 bis 2500m mächtig
  • Überlagerung durch Molasse Sedimente
  • Mächtigkeit und Korngrösse variiert je ach Ablagerungsart und Entfernung zum Gebirge
  • Verfestigung der Sedimente unter Druck überlagernder Sedimente
  • Deckschicht aus eiszeitlichen Schotter und Lockergesteine, teilweise Erosion der Molasse
  • Rigi=viel Nagelfluh dort, liegt am Rande der Alpen

Ist die Schweiz ein Alpenstaat? Warum?

60% der Fläche der Schweiz ist von den Alpen bedeckt, aber nur 20% der Bevölkerung leben dort

Welche Landformen sind typisch für Alpen, Mittelland und Jura?

  • Alpen: Hochgebirge, Täler, Einfluss der Gletscher sichtbar (Hängetäler, Seen, Moränen, Flüsse), Rundhöcker (wenn Gletscher rüber fliesst)
  • Mittelland.: Hügelige Region, einige Seen, gibt flachere Stellen
  • Jura: Faltenjura, Tafeljura, Klusen, Karst Gebiet, Dolinen

Wie viele und welche Stufen können Sie bei der vertikalen Gliederung der Schweiz unterscheiden?

  • Tallage - collin - Mischwald
  • Mittellage - montan - Mischwald, Laubbäume werden weniger
  • Mittellage- subalpin - Obergrenze meister Laubbäume
  • Hochlage - alpin - Waldgrenze
  • Hochlage - subnival - Baumgrenze
  • Alpin - nival - Schneegrenze

Höhenstufen sind ungefähr Klimazonen

Festlegung durch Höhengrenzen:
Schneegrenze, Baumgrenze, Waldgrenze, Rasengrenze

Abgrenzungskriterine nicht immer eindeutig wegen menschlichem Einfluss

Keine scharfen Grenzen sondern Übergangsbereiche, Ökotone

Wie ist die Schweiz geologisch gegliedert?

Jura, Mittelland, Alpen

Wo finden Sie in der Schweiz folgende Gesteine? Kalkstein, Gneiss, Granit, Molasse, Löss? Wie sind diese Gesteine entstanden?

  • Kalkstein: Jura, Helvetikum
  • Gneiss: Gotthardmassiv
  • Granit: Gotthardmassiv
  • Molasse: Mittelland
  • Löss: Basel, Sediment durch Wind verblasen

Skizzieren Sie die geologische Entstehung der Alpen.

Skizzieren Sie den geologischen Aufbau der Alpen.

Welche Gebirgsbildungsphasen bildeten den europäischen Kontinent? Wann fanden diese Statt?

  • Kaledonische Gebirgsbildung
    • Ordivizium und Silur
    • Vorallem Norwegen und Teilge GB
  • Variszische Gebirgsbildung
    • Devon-->Karbon-->Perm bis Anfang Trias
    • Gebirge in Frankreich, Deutschland und Polen
  • Alpidische Gebirgsbildung
    • Ende Trias, Anfang Jura bis Heute

Was ist eine Überschiebung?

Überschiebung, eine Störung, an der sich das Hangende aufwärts über das Liegende bewegt hat

Wie unterscheiden sich Flysch und Molasse?

Flysch: Tiefseeablagerung

Molasse: Ablagerung nicht in Tiefsee (graben) sondern im Molassebecken, Randbereich des Orogen

In welchem Teil der Schweiz findet man Klusen und wie entstehen diese?

Im Jura, wenn Flussgleich viel erodiert wie Falte, die sich hebt, schneidet ein Schlucht in die hebende Falte

In welchem Teil der Schweiz finden sich Karstformen und wie entstanden diese Regionen?

Im Jura und im Helvetikum, beides warem Ablagerungsbereiche und haben deshalb sehr kalkhaltige Gesteine. Helvetikum war Schelfbereich der Eurasischen Platte

Kollision von Eurasischer und afrikanischer Platte, bzw. Adriatische Mikrokontinent

Jura war Sediemntationsgebiet des Tethysmeer, tropisches Flachmeer, dann Faltung vor 10 mio bis 2 mio vor heute Faltung

Wie unterscheiden sich Falten und Tafeljura?

 

Tafeljura wurde nicht gefaltet, nur gehoben, es ist eine Schichtstufenlandschaft, durch Brüche versetzt, grenzt an SW deutsche Schichtstufenlandschaft, es gibt Tafelberge

Faltenjura weist starke Faltung auf, Schichten sind gebogen, gewunden und übereinander

Faltenjura unterteilt in

  • Kettenjura (Starke Faltung, kaum Abtragung, Klusen, meist mehrere parallele Falten, Entstehung Verfaltung der Sediement über Anhydrit-Salz-Gesteinen der Trias
  • Plateaujura (leicht gewellte Hochebenen, ursprünglich änhlich wie Kettenjura, aber viel stärker abgetragen)

Plateaujura hat auf Bildern am flachsten ausgesehen

Entstehung Jura

 

  • Kompression mesozoisch tertiären Sedimente zw. Alpen (Fernschub) und Variszischen Gebirgen im Norden (Widerlager) (Schwarzwald /
  • Hebungszeitraum ca. spätes Miozän und im Pliozän (10 bis 2 Mio.)
  • Überschiebung und Abscherung auf inkompetenten mesozoische Evaporitschichten (Trias: Anhydrit und)
  • Maximaler Zusammenschub 20km, geringe keine Metamorphose, geringe Tiefenwirkung der Faltung

Welche Region in der Schweiz zeigt die höchste Erdbebengefährdung? Warum?

Wallis und Basel

Basel Erdebeben wann

1356, Magnitude 6.9

Edebebengefärdung in der Schweiz

  • In Schweiz Erdebeben mit Magnitude höher 7 sehr unwahrscheinlich
  • Mittlere Erdbebengefährdung
  • Alle 100 Jahre Beben mit hohem Schadensausmass
  • Verletzbarkeit der Gebäude ist kritisch wegen hohen Gebäudewerten und hohem Anteil älterer Gebäuden
  • Oft Nichteinhaltung Normanforderungen bei Neubauten und keine Überprüfung von bestehenden Bauten
  • Wegen Zusammenschiebung Europa und Afrika baut sich Spannung auf
    Störungszonen

Ist die Schweiz ein Rohstoff-armes Land? Begründen Sie.

  • Im grunde Ja, die Schweiz verfügt über kaum fossile Brennstoffe, kaum Lagerstätten an Metallen, welche sich rendieren.
  • Die Schweiz verfügt aber über folgende Rohstoffe: Steinsalz, Baustoffe (Kies, Kalkstein, Sand, Ton)
    Beton, Ziegel, Zement Eigenversorgung
  • Es wird immer noch nach Kohlenwasserstoffen, vorallem Erdgas in der Molasse gesucht.
  • Lagerstätten sind durch Alpenblldung zerrissen worden, weshalb es keinen wirtschaftlichen Abbau gibt
  • Gibt in den Alpen wenige kleine Rohstoffvorkommen von Metallen

Basalt in der Schweiz

nur Metamorph  vorkommen, z.b. in Graubünden

Welche 10 gelogischen EInheiten gibt es

  • Jura (Tafel, Falten, Ketten, Plateau)
  • Molassebecken
  • Helvetikum
  • Zentralmassive
  • Penninikum
  • Ostalpin
  • Südalpin

Étudier