SHL


F. E.
Diese Lernkarten befassen sich mit fortgeschrittenen Konzepten des Personalmanagements und sind für Fachleute und Studierende im Bereich Betriebswirtschaftslehre geeignet. Sie decken Themen wie interne und externe Marktbearbeitung, Personalpolitik, Führung und Trends im Personalmanagement ab. Die Karteikarten helfen, Strategien zur Mitarbeiterbindung, Motivation und Unternehmensvision zu verstehen, was für Personalverantwortliche und Führungskräfte essenziell ist, um eine effektive und wertorientierte Personalpolitik zu gestalten.
Flashcards
47
Students
7
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
24.09.2022 / 21.04.2024

Flashcards

Begriff Personalmanagement

= Gesamtheit an Personalaufgaben, die in einem Unternehmen anfallen

= Teil des strategischen Managements eines Unternehmens (Vision, Leitbild, Konzept etc)

Werte und Denkhaltung welche bei jedem Personalmanagement unabdinglich sind. Zähle mind 6 auf

  • Zusammenhalt
  • Wertschätzung
  • Zuverlässigkeit
  • Engagement
  • Respekt
  • Unternehmertum
  • Transparenz
  • Kommunikation / Information
  • Lösungsorientiert
  • Loyalität
  • Open door policy

Folgende Schwachstellen kommen meist in der Praxis im Personalmanagement vor

- Ungenügende Ausrichtugn des PM auf ein Unternehmensleitbild

- mangelnde horizontale Integration der PM Struktur

- Fehlende involvierung der Linienverantwortlichen und MA bei der Entwicklung und Umsetzung

In welche 4 Stufen lässt sich die Personalarbeit einteilen?

Stufe 1 = Personalarbeit als Administrationsaufgabe

Stufe 2 = Personalarbeit als Stabsaufgabe

Stufe 3 = Personalarbeit als Improvisation

Stufe 4 = Integriertes Personalmanagement

Stufe 1 = Personalarbeit als Administrationsaufgabe

Ausführender Ansatz=
Man beschränkt sich bei der Personalarbeit auf ausführende und administrative Aufgaben. Personalverantwortliche sind Verwalter und Admins und handeln nach Vorgaben und Anweisung der GL

- Stammdaten erfassen und bearbeiten
- Payroll/ Lohnbuchhaltung
- Inserate aufschalten
. Krankheitsmeldungen bearbeiten

Stufe 2 = Personalarbeit als Stabsaufgabe

Isolationsansatz =
Personalverantwortliche sind Fachpersonen im HR. Sie beraten die GL und reagieren auf Anweisungen der GL jedoch ohne Kadermitarbeiter einzubeziehen

- Statistiken aufbereiten
- Daraus Massnahmen und Kontroll - Listen erarbeiten
- MA nach Bedarf der operativen GL rekrutieren

Stufe 3 = Personalarbeit als Improvisation

Wild West Ansatz=
Linienverantwortliche nehmen die Dinge selber in die Hand

Reparaturaufgaben aus Fehlern der Linie:

- Kündigungen aussprechen
- Gerichtsfälle bearbeiten
- Kurzfristig Personal organisieren

Stufe 4 = Integriertes Personalmanagement

Integrierter Ansatz=
PM in Betriebs - bzw. Unternehmenskonzept integriert. Personalarbeit als Teil der Unternehmensführung

- Aktive Mitgestaltung und Mitbestimmung von der Vision bis zur Personalpolitik
- Transparente Informationspolitik (Top - Down Commitment)
- Strategische und konzeptionelle Arbeit

KISS Formel

= Keep it integrated, strategic & stimulating

Dabei handelt es sich um die Betrachtungsweise der Betriebsführung

Integrated = die Anspruchsgruppen (Stakeholder, Shareholder und Rahmenbedingungen) sollen in die Entscheidungen, Planungen und Überlegungen miteinbezogen werden

Strategic = sämtliche Instrumente mittel- /langfristig (strategisch) sind auf das Unternehmenskonzept, die Vision und die Zielsetzung ausgerichtet

Stimulating = Dadurch, dass alle Anspruchsgruppen in das Konzept miteinbezogen werden, soll es stimulierend, motivierend wirken - bessere Leistungen garantiert!

Lean & Mean Strategie

Schlechtwetterstrategie:

Kurzfristiger Shareholder Value (Aktionärswert)

Fat & Happy

= Schönwetterstrategie

Missachtung der Shareholders zugunsten der Stakeholders

 

Fit & Happy

= Allwetterstrategie

Nachhaltiger Shareholder Value (Aktionärswert) & Stakeholder Wert (Wert alles Anspruchsgruppen)

St. Galler Management Tool im Personalmanagement

Anspruchsgruppen: Stake & Shareholders

  • Kapitalgeber will sicherstellen, dass mit dem Personal richtig umgegangen wird. Dass sein Kapital richtig angelegt wird und will, dass sich seine Investitionen vergrössern. Ein gesundes Image ist ihm wichtig
  • Staat setzt uns Gesetze vor an die wir uns halten müssen und welche kontrolliert werden
  • Zwischen Lieferanten/Partnern und Kunden herrscht eine Vertrauensbasis, welche sehr wichtig ist (Kondiitionen, exkl. Produkte, Vorteile zu unseren Gunsten)
  • Konkurrenten. Wie behandelt die Konkurrenz seine Angestellten? Wenn besser, besteht die Gefahr, dass unsere AN sich abwenden und den AG wechseln. Wichtig: Gute Beziehungen zu Konkurrenten aufrechterhalten und sie als Partner ansehen
  • Standortattraktivität: Der Standort muss lukrativ sein für AN. Nur so findet man genügend und gute MA

 

Umweltfaktoren: Rahmenbedingungen

  • Gesellschaft, wie verändert sich die Gesellschaft? Man muss beobachten und sich anpassen
  • Natur, Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema
  • Technologie, wie setzt man diese am besten ein, dass man Albäufe und Kosten optimieren kann, dem MA und Kunden jedoch das beste Erlebnis bieten kann
  • Wirtschaft, die Aspekte verändern sich stetig und man muss sich jeweils anpassen und sich damit auseinandersetzen

Entstehung Personalkonzept und sein Platz im Betriebskonzept

  1. Zuerst erstellt man eine Analyse mit Umwelt & Technologien, Märkten, Mitbewerbern und übers eigene Unternehmen (dafür braucht man eine Analysefähigkeit, Emotionen sind nicht notwendig)
  2. Aus dieser Analyse, leitet man sich die Informationen ab um eine Vision ( was wollen wir in Zukunft erreichen? Was sind unsere Werte, Strategie und Kultur?) zu erstellen. Zusätzlich erstellt man eine Selbstbeschreibung (Sinn und Zweck) des Unternehmens (Leitbild) mit den Leitsätzen sowie eine Unternehmenspolitik, an denen sich alle Unternehmerischen Tätigkeiten orientieren sollen. (Man wird an diesen Markenversprechen gemessen; kann sich positiv und bei nicht einhalten, negativ entwickeln..)
  3. Diese Basis gilt als Fundament für ein Betriebskonzept welches dann in strategischer und konzeptioneller Ausarbeitung auf die jeweiligen Konzepte ableitet und ausarbeitet

Die 5 verschiedenen Phasen in der Entstehung des Personalkonzepts 

Phase 1:

Analyse von Umwelt, Märkte, Mitbewerber, Unternehmung (SWOT)

Phase 2:

Erarbeiten von Vision und Unternehmenskultur

Stakeholder Mitwelt (Kunden, MA, Eigentümer)

Phase 3: 

Ableitung von Zielen:

Phase 4 & 5:

Umsetzung / Konzept

Strategien und Massnahmen

UEP = 

Unique Employment Proposition

Arbeitegeberpositionierung, eine eigene Identität zu geben, unser Alleinstellungsmerkmal, wie heben wir uns von anderen Arbeitgebern ab? ---Super Wichtig!

Erkläre das Eisberg Modell

Es unterscheidet sich in Unternehmenspolitik und Unternehmenskultur. 

Unternehmenspolitik sind definierte Vorgaben welche sichtbar sind

  • Strategie
  • (Personal)- politik
  • Organisation
  • Prozesse / Abläufe

Unternehmenskultur = wie die Vorgaben gelebt werden (eher unsichtbar)

  • Motivation
  • Leadership
  • Beziehungen
  • Teamkultur

Grundsatz der Personalpolitik?

Beschreiben sie das WIE? (qualitativ) und WARUM?. Es wird stets diese Frage beantwortet

Die Personalpolitik regelt die Beziehungen zwischen AN & AG. Legt den Grundsatz für generelle Personalarbeit als auch die Teilbereiche fest

Personalpolitik = Qualitative Aspekte

Personalwirtschaft = Quantitative Aspekte

Voraussetzungen für die Personalpolitik

  • sollte realistisch sein und den wirklichen Absichten der Entscheidungsträger im UN entsprechen
  • Eindeutig und klar verständlich sein
  • Soll Substanzen haben, ohne in bürokratischen Reglementierungen zu münden
  • Sie soll ausgewogen und widerspruchslos sein
  • sie definiert keine konkreten Massnahmen

Inhalt der Personalpolitik (6 Punkte)

  1. Organisation & Struktur
  2. Personalmarketing & Arbeitsplatzgestaltung
  3. Personalgewinnung
  4. Personalführung
  5. Honorierung & Sozialleistungen
  6. Personalentwicklung

Personalpolitik: 

Organisation & Struktur

Wie soll unser Unternehmen organisiert sein und was soll damit erreicht werden?

- flache oder steile Hierarchie
- Abteilungen oder Profit Center
- Team - oder Projektmanagement

Personalpolitik:

Personalmarketing und Arbeitsgestaltung

Welche Positionierung soll unseren Arbeitsplätzen zukommen und mit welchen internen / externen Strategien wollen wir dies erreichen?

- Arbeitsplatzgestaltung
- Arbeitszeitmodelle
- Infrastruktur
- Fringe Benefits

Personalpolitik:

Personalgewinnung

 

Welche MA sollen in unserem Unternehmen tätig sein, warum passen diese zu uns und wo finden wir diese?

- Anforderungen
- Rekrutierung
- Selektion

Personalpolitik:

Personalführung

Wie sollen die MA geführt werden und war wollen wir dadurch erreichen?

- Führungsstil
- Führungsmittel
- Interne Kommunikation & Information

Personalpolitik:

Honorierung & Sozialleistungen

Welche Lohnsysteme passen und was sollen diese bewirken?

- Lohnfestlegung
- Lohnarten
- Lohngerechtigkeit
- Sozialleistungen

Personalpolitik:

Personalentwicklung

Wie soll das menschliche Kapital gefördert werden und mit welchem Ziel?

- Leistungsbeurteilung
- Potenzialanalysen
- Laufbahnplanung
- Aus - und Weiterbildung

Beurteilungsraster Personalpolitik

Vollständigkeit

  • Alle Teilbereiche vorhanden? Ja oder Nein? (nur Vollständig wenn alle 6 gegeben sind)

Formelle Analyse

  • Fehlende oder ungenügend bearbeitete Elemente
  • Aufbaulogik, Reihenfolge gemäss Kompendium
  • Klare Abgrenzung der Absätze?

Sprache / Grafik (Analyse)

  • Bild vorhanden, passend zum Betrieb, Menschen, Emotionen?
  • Einheitliches Schriftbild, attraktive, passende Schriftart?
  • Passende, einheitliche Sprache, Übersichtlichkeit

Inhaltliche Analyse

  • Klare Aussagekraft und Begründung?
  • Unmissverständlichkeit und Begründung?
  • Zielgruppengerecht und Begründung?
  • Verbindung zu Betriebsform (Vision, Letibild) eingehalten?
  • Gesamthaft stimmig und übergreifend?
  • Schwerpunktsetzung (USP) und Begründung?

Grundsätze für das Wie und Warum der personalpolitischen Ziele

Ehrlichkeit und Transparenz (realistisch, ehrlich)

  • Bsp: Wir setzen auf eine langjährige Zusammenarbeit. Deshalb entlöhnen wir unsere MA deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Klare Aussasgen mit wenig Interpretationsspielraum

  • Bsp: Wir setzen auf die stetige, individuelle Weiterentwicklung unserer MA, weil wir davon überzeugt sind, dass dies einen entscheidenden Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und damit zum Unternehmenserfolg leistet.

Kurze, prägnante Form suchen (Kernaussagen)

  • Bsp: Wir garantieren auch unseren Saisonniers ein geregeltes Einkommen

Keine bürokratischen Reglementierungen

  • Bsp: Unser Erfolg ist Ihr Erfolg. Unsere MA partizipieren am Geschäftserfolg

Ziele und möglichst keine Massnahmen

  • Bsp: Wir legen Wert darauf, MA mit hoher Fach - und Sozialkompetenz zu gewinnen

Adressatengerechte Aussagen

  • Wichtig: nicht was Sie darunter verstehen ist wichtig, sondern wie es ankommt/verstanden wird

Personalmarketing - Trends:

Welches sind Allgemeine und Personelle Trends?

Allgemeine Trends:

- Fokus Ökologie / Ökonomie
- Kürzere Produktezyklen (Innovation, Digitalisierung)
- Dienstleistungsplatz Schweiz

Personelle Trends:

- Produktivkräfte sind gesucht
- Verkäufer - Arbeitsmarkt
- weniger mittleres Management --> Flachere Organisationen
- Berufs - / Führungstätigkeit der Frau nimmt zu
- Bedeutung von Intuition und visionärem Denken
- Erziehung vs Anforderungen
- Leadership --> Followership

The Key = Menschen Erfolgserlebnisse ermöglichen und schenken, MA wertschätzen, Mitarbeiter fordern und fördern, MA miteinbeziehen, MA eine Chance geben, MA wachsen lassen, MA vertrauen

Was sind die Personalmarketing Trends?

Allgemeine Trends

  • Fokus Ökologie / Ökonomie
  • Kürzere Produktezyklen (Innovation, Digitalisierung)
  • Dienstleistungsplatz Schweiz

Personelle Trends (personalwirtschaftliche)

  • Produktivkräfte sind gesucht
  • Verkäufer - Arbeitsmarkt
  • Weniger mittleres Management --> flachere Organisationen
  • Berufs-/ Führungstätigkeit der Frau nimmt zu
  • Bedeutung von Intuition und visionärem Denken
  • Erziehung vs Anforderungen
  • Leadership --> Followership, Intrapreneurship, durch emotionale Intelligenz

Zeitgemässes Leadership 

Innovation / Wachstum & Mitarbeiter Engagement

Retention Management

Arbeitgeberattraktivität

  • Die besten und günstigsten MA sind - MA, welche dem Unternehmen treu bleiben

Arbeitgeberimage

  • Versprechen, welche man seinen MA gegeben hat, diese auch einhalten. Denn nichts ist schlimer, als wenn man Werte verspricht und diese dann völlig in Vergessenheit geraten lässt

Arbeitgeberqualität

  • MA miteinbeziehen, MA -Gespräche führen um mit den MA eine nähere Verbindung zu schaffen und diese zu binden. Denn nur mit dem proaktiven Feedback von unseren Kollegen und Kolleginnen können wir uns verbessern und dazu lernen

Retention Management (Strategie - Bausteine)

  • Identität und Werte (Bewusstsein seiner Stärken/Schwächen als UN)
  • UEP
  • Employer Brand Promise (Markenversprechen)
  • Cultural Fit (Einbindung der MA in die UN - Kultur - Intrapreneurship)

Was sind die Aufgaben des Personalmarketings?

  1. Erhaltung der passenden MA
  2. Image zur optimalen Besetzung aktueller und zukünftiger Stellen
  3. Gewinnungsstrategie / Prozess

Hauptfunktionen:

  • MA im Unternehmen halten - Leistungsbild positiv beeinflussen
  • Neue MA gewinnen
  • Image aufbessern und halten

Welche zwei Hauptziele haben wir im Personalmarketing?

Wirtschaftliche Ziele

  • Optimaler Einsatz des Human Capitals 
  • Abgestimmte Kombination Arbeit/Betriebsmittel
  • Effiziente Steuerung der Arbeitsleistung
  • Minimierung der Kosten
  • Nutzung von MA - Potentialen

Soziale Ziele (Umwelt/Inhalt)

  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Arbeitsinhalte
  • Arbeitszeit
  • Entlöhnung
  • Arbeitsschutz/Sicherheit
  • Mitarbeiterführung und Entwicklung
  • Mitwirkung und Mitbestimmung

Was ist das Positionierungspapier?

Positionierung als AG auf dem Arbeitsmarkt, abgestimmt auf Personalpolitik und Unternehmenswert

Herzberg - 2 Faktoren Theorie

Motivatoren

  • erfüllt = Zufriedenheit
  • nicht erfüllt = Unzufriedenheit

Hygienefaktoren

  • positiv = Nicht - Unzufriedenheit
  • negaitv = Unzufriedenheit

 

Auftrag Personalmarketing - 3 Punkte

Ausführliche und verständliche Ziele

  • "Die kleinen Dinge des Alltags"
  • Familiäre Unternehmenskultur
  • Courage

Die kleinen Dinge des Alltags

Mach eine Bsp Formulierung und nenne Werte

  • Begrüssen
  • Wertschätzung
  • Präsenz zeigen
  • nahbar sein

Bsp: Wir sprechen alle Mitarbeiter mit Namen an, um persönliche Beziehungen zu fördern

Familiäre Unternehmenskultur

Mach eine Bsp Formulierung und nenne Werte

  • gemeinsame Werte
  • respektvoller Umgang
  • Konflikte ansprechen
  • langjährige Beziehungen

Bsp: Wir gehen offen mit Konflikten um, um den Zusammenhalt in unserem Unternehmen zu stärken

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