KSP-26

Lernkartei der Klasse KSP-26

Lernkartei der Klasse KSP-26


A. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Einblick in die Technik von Kältesystemen und deren Komponenten, geeignet für die Berufslehre. Sie behandeln Themen wie Kältemittel, Verdichter, Regelung und Temperaturmanagement, einschließlich spezifischer Systeme wie Frischwasserstationen und Abwärmenutzung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Techniker, die sich mit der Installation, Wartung und Optimierung von Kältesystemen befassen, da sie praktische Anwendungen und Effizienzsteigerungen detailliert erklären.
Karten
429
Lernende
23
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
21.09.2022 / 03.02.2026

Lernkarten

Welche Funktionen bietet ein digitaler Thermostat als Kühlstellenregler?

  • Unstetige Zweipunkte- oder Dreipunkte-Temperaturregelung
  • Einstellung wahlweise mit Einzel-Schaltpunkten oder via Hysterese
  • Temperatur-Anzeige
  • Geräte mit zwei Relais-Kontakten können auch Temperatur-Alarme ausgeben

Beschreiben Sie mögliche Varianten von stetigen, oder quasi-stetigen Kühlstellen-Temperaturregelungen.

  • Sole-Luftkühler mit hydraulischem Regelventil
     
  • Drehzahlvaiabler Verdampferlüfter
     
  • Überhitzungsregler mit Leistungsregulier-Funktion: Viel Überhitzng = wenig Leistung

Welchen Vor- und Nachteil haben unstetige Zweipunkte-Temeratur-Regelungen via Themostat oder via einfachem Kühlstellenregler?

  • Vorteil: Einfache Reglelung via Magnetventil in der Flüssigleitung
     
  • Nachteil: Die Kühlstellen-Temperatur schwankt dauernd zwischen den eingestellten Schaltpunkten
     

Beschreiben Sie Effizienzsteigerungsmöglichkeiten bei einem klassischen Stand-Alone-Kühlstellenregler mit vier Relaisausgängen und zwei Fühler-Eingeängen.

  1. Restkältenutzung nach Kühlphase und/oder vor einer Abtauung: Nachlauf von Ventilator oder Vorlauf von Ventilator vor einer Abtauung nutzt die wesentlich tiefere Blocktemperatur  zum Kühlen, ohne dass KM eingespritzt wird. Dies reduziert auch die Anzahl der Verdichterstarts bei 1:1-Anlagen.
     
  2. Nutzung von Sublimationseffekt: Der Ventilatorbetrieb bei Bedarf ohne dass KM eingespritzt wird reduziert die Eismenge im Block erhöht die Raumluftfeuchte und reduziert die nötige Wärmemenge vor einer El-Abtauung.
     
  3. Bedarfsabtaung: Auslösung der Abtauung Zunahme der Temperaturdifferenz zwischen den Fühlern (nur bei  1:1-+Anlage) oder adaptiv-zyklisch entsprechend vorgegebener aktiver Kühlzeit oder regelmässig nach Restkältenutzung.
     
  4. Autoadaptives Abtaureglement (EL oder HG) mit adptiver Berechnung der Abtau-Endtemperatur und adaptiver Leistungsregelung durch Tackten der Wärmezufuhr.
     
  5. Lastmanagement-Funktionen via digital-Eingänge wie Sollwert-Anhebung oder Absenkung, Lastabwurf, Abtauunterdrückung, oder externe Kälteanforderung 

Erstellen Sie den Funktionsbeschrieb eines TK-Verdampfer zur Luftkühlung mit einem normalen Standard-Phasenverlauf.

  • Normale Kühlung: => MV offen und Ventilator on
  • Pump-Down: Nach Erreichung der SOLL-Temperatur => MV zu und Ventilator on (Nachlaufzeit)
  • Stillstand: Nach Ablauf der Nachlaufzeit => Ventilator off
  • Nach Abtau-Auslösung: => MV zu und Ventilator off und Abtaurelais ein
  • Nach Erreichung der Abtau-Endtemperatur: => Abtaurelais aus und Start Abtropfzeit
  • Nach Ablauf der Abtropfzeit: => Magnetventil auf und Start der Anfrierzeit
  • Nach Ablauf der Anfrierzeit oder bem Erreichen der Soll-Blocktemperatur: => Ventilator on
  • Normale Kühlung: wie gehabt

Nennen und Festlegen der entsprechenden Parameter zum EKC 202 von Danfoss für einen direktverdampfenden Lamellenluftkühler eines TK-Kühlraumes mit elektrischer Abtauung und folgenden Zusatz-Funktionen: 

  • Temperaturregelung: Maximale Regel-Temperaturschwankung um 2 K
  • Begrenzung der manuellen SOLL-Wert-Einstellung auf -18° bis -25°C
  • Minimale Laufzeit: 5 Minuten (Ölmanagement)
  • Minimale Auszeit 5 Minuten (Pendelschutz)
  • Temperaturalarm bei  höher -17°C  und tiefer -25°C nach 30 Minurten
  • Sollwertschiebung um 2 K via Handschalter -> Digital-Eingang DI1
  • Kühlstopp bei Begehung mittels Türkontakt > Digital-Eingang DI2
  • Alarmauslösung bei zulanger Tür-Öffnung mittels Türkontakt > 5'
  • Bedarfsabtauung da 1:1-Anlage
  • Restkältenutzung durch Nachlauf des Lüfters für 5 Minuten 

  • r01 = 2 K      Schalt-Hysterese
  • r02 = -18°     Begrenzung der manuellen Sollwerteinstellung
  • r03 = -24°     Begrenzung der manuellen Sollwerteinstellung
  • r40 = 2 K      Sollwertschiebung
  • A03 = 30'      Verzögerung Temperaturalarm
  • A04 = 5'        Verzögerung Türalarm
  • A13 = -18°    Alarmgrenze hoch
  • A14 = -25°    Alarmgrenze tief
  • c01 = 5'        Minimale Laufzeit
  • c02 = 5'        Pendelschutz
  • d01 = 1        Abtaumethode elektrisch
  • d02 = 8°C    Abtau-Stopptemperatur
  • d03 = 8 h     Intervall zwischen Abtaustrarts
  • d04 = 45'     Max. Abtauungsdauer
  • d06 = 3'       Abtropfzeit bis MV
  • d07 = 8'       Anfrierzeit = 5'
  • d08 = -5°     Lüfter-Starttemperatur 
  • d09 = 0       Lüfter stop bei Abtauung
  • d10 = 1       Abtaufühler S5
  • d19 = 3 K   Bedarfsabtauung mit S5
  • F01 = yes   Lüfterstop bei Kühlstopp
  • F02 = 5'      Lüfternachlauf nach Kühlung
  • F04 = -19°  Lüfterstopp bei S5 = -19°C
  • o02 = 7       Auslösung der Sollwertschiebung
  • o37 = 2       Türfunktion mit Kühlstopp und Alarmierung
  •  

Wodurch unterscheiden sich AWN- und WRG-Systeme?

AWN: Die Abwärme eines Systems (Kältesystems) wird in einem anderen System (Warmassererwärmung) genutzt.

WRG: Die Wärme eines Systems wird für das gleiche System zurückgewonnen: Wärme der Fortluft zur Erwärmung der Zuluft.

Welche Gefahren müssen bei AWN-Systemen zur Warmwassererwärmung beachtet werden?

  • Keimbildung (Legionellen)
  • Verkalkung (über 60°C)
  • Überhitzung
  • Korrosion

Skizzieren Sie ein AWN-System mit im Speicher integrierten Glattrohrregister, mit Umgehung (3-Weg-Umschaltventil) auf in Serie geschalteten luftgekühlten Verflüssiger und allen zusätzlich nötigen Komponenten.

Ein AWN-System mit im Speicher integrierten Glattrohrregister soll gegen Überhitzung und zur Effizienzsteierung  durch zwei Magnetventile umgangenwerden: Machen Sie einen Funktionsbeschrieb für eine einfache Steuerung mit einem unten im Speicher eingebauten Thermostaten.  

Funktionsbeschrieb: Erreicht durch Speicherladung die Soll-Temperatur (z.B. 60°C) den Fühler des Termostaten, so schaltet dieser über einen Wechsler-Kontakt das Magnetventil Richtung Speicher ab und dafür das Magnetventil Richtung Umgehung ein. Sollte der Themostat nur über einen Schliesser verfügen, so könnte mit nur einem Signal die gleiche Wirkung mit einem NO- und einem NC-Magnetventil erreicht werden.

Welche Vor- und Nachteile hat ein AWN-System mit am Speicher angebauten Plattenwärmeübertrager?

Nachteile: Es sind zusätzliche Komponenten wie geregelte Pumpe oder Regelventil und eine entsprechende Verrohrung nötig. Erhöhte Investitionskosten und höheres Ausfall-Risiko sind auch nachteilig.

Vorteile: Durch den geregelten Ladebetrieb kann der Speicher mit der nötigen Temperatur geschichtet geladen werden.

Wozu dient die von BMS vertriebenen eXergiemaschine?

Es handelt sich um eine kompakte Wasser-Wasser-WP, welche z.B. Abwärme auf tiefem Temperaturniveau auf ein nutzbares Temperaturniveau hebt.

Wie funktioniert eine Frischwasser-Station?

Frisches Trinkwasser wird bei Bedarf in einem Wärmeübertrager auf die Nutztemperatur erwärmt. Dazu startet eine Heizungswasser-Umwälzpumpe und erwämt das Trinkewasser mit Heizungswassser, welches in einem Speicher bereitgestellt wird.

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