KSP-26
Lernkartei der Klasse KSP-26
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Cartes-fiches
Auf welchen Druck können Druckentlastungsventile maximal eingestellt werden?
Der maximale Ansprechdruck darf nicht höher sein als PS (maximal zulässiger Druck)
Welche zwei unterschiedliche Wege können Hersteller von Kältesystemen gehen, um die Konformität betreffend Anlagensicherheit nachweisen zu können?
- Sie bauen nach den vorgegeben Normen: z.B. SN EN 378
- Sie veranlassen eine Typenprüfung der Anlage
Erkläre die Funktionsweise eines INT69
Der INT69 (Thermistorreelais) misst den Widerstand in der Wicklung.
Sollte die Temperatur in der Wicklung zu hoch sein, schaltet der INT69 die Anlage aus (Sicherheitskette) . So wird verhindert, dass die Wichklung durchbrennt und einen Wicklungsschluss verursacht.
Welches Bauteil löst aus wenn der Verdichter blockiert ist?
Die Motorschutzeinrichtung: Motorschutzschalter, Motorschutzrelais, Termistorrelais, Klixon, etc.
Wie wird die DGV-Kategorie eines Kältesystems bestimmt?
- Man ermittelt die Kategorie aller Rohrleitungen und Behälter
- Die Kategorie der Anlage entspricht der höchsten Kategorie der Anlagenteile (ausgenommen Si-Komponenten)
Was bedeutet gemäss DGV die Abkürzung PS und wir wird diese Auslegegrösse vom Planer festgelegt?
PS = der maximal-zulässige Druck: Auslegung nach Norm sieht zwei Verfahren vor:
- Der Konsturkteur dokumentiert die angewendeten Berechnungs- und Prüfverfahren
- Festlegung der Umgebungsbedingungen und Verflüssigungstemperaturen nach Tabelle 2 der Norm EN 378-2
Wie hoch darf der Ansprechdruck von Druckentlastungseinrichtungen maximal eingestellt werden und bei welchem Druck muss diese Einrichtung ganz geöffnet sein und mit voller Leistung abblasen?
- Ansprechdruck <= PS
- Voll geöffnet bei 1.1 x PS
Nennen Sie von der Funkionsweise her unterschiedliche Druckentlastungseinrichtungen.
Druckentlastungsventile oder Berstscheibeneinrichtungen.
Von der Funktionsweise her werden Druckschalter in drei Typen unterschieden: Nennen Sie die normgerechte Bezeichung, die Abkürzung im RI-Schema und die entsprechende Funktionsweise.
Druckwächter PSL / PSH: selbstquittierend
Druckbegrenzer PZL / PZH: wird von Hand quittiert
Sicherheitsdruckbegrenzer PZLL / PZHH: kann nur mit Hilfe von Werkzeug quittiert werden
Wie wird die DGV-Kategorie eines Druckbehälters bestimmt?
Entsprechend der DGV-Fluid-Gruppe wird entweder mit den Tabellen in der EN378-2 oder den Diagrammen in der DGV die Kategorie bestimmt: Massgebend ist auch das Produkt PS x Volumen.
Bestimmen Sie die DGV-Kategorie eines Sammlers mit 25 Liter Inhalt für R449A: Der PS wurde auf 28 bar festgelegt.
DGV-Kategorie I
Unter welchen Voraussetzungen ist gemäss EN 378 ein Druckwächter als Schutz vor zu hohem Druck ausreichend?
Bei Anlagen >= Kategorie I mit einer Füllmenge von unter 100 kg A1 oder unter 30 kg A2L oder unter 5 kg A2/A3 wird ein Druckwächter als ausreichend angesehen, wenn das automatische Reset die Sicherheit nicht beeinträchtigt.
Was versteht man unter Selektivität bei Sicherheitseinrichtungen zur Druckbegrenzung?
Der Druckbegrenzer schaltet den Verdichter sicher aus, bevor das Überdruckventil bei PS anspricht. In der Regel bei 90% von PS oder wenn die Selektivität sichergestellt ist auch etwas päter.
Wie muss gemäss ChemRRV die massgebende Kälteleistung Q0K einer Anlage bestimmt werden?
- Die Kälteleistung einer Anlage wird definiert als ihre Nutzkälteleistung Q0K (gemäss Beidenbach 42.5: effektive Verdichterkälteleistung im Auslegepunkt) bei Spitzenverbrauch und einer Anlagenauslegung gemäss dem Stand der Technik (Effiziente Kälte).
Die Nutzkälteleistung bezieht sich auf die Kälteerzeugung und nicht auf die Gesamtleistung der installierten Kälteverbraucher. Letztere ist von der Bemessung der Gleichzeitigkeitsfaktoren abhängig, welche nicht Gegenstand der ChemRRV sind.
Sollte für Wärmepumpen keine Angabe für Q0K zur Verfügung stehen, so kann diese näherungsweise bestimmt werden als die Differenz der Wärmeerzeugerleistung des Verflüssigers (QH) und der elektrischen Leistungsaufnahme des Verdichters (Pel) beim Auslegungspunkt:
Q0K = QH – Pel
Wie wird gemäss ChemRRV der Begriff "Stationäre Anlage" verwendet?
- Im Gegensatz zu einem Gerät ist eine Anlage immer mit Kälte- oder Wärmeverteilsystemen fest verbunden. Sie gilt als «stationär», wenn sie unbewegt verwendet wird.
- Zu den stationären Anlagen zählen auch temporäre Anlagen einschliesslich temporärer Kunsteisbahnen. Unter «temporären Anlagen» versteht man Anlagen, welche transportabel sind und kein permanent installiertes Kälteverteilsystem aufweisen, z.B. Containerkälteanlagen.
Mit welchen drei Kriterien wird beurteilt, ob Anlagen mit mehreren Kältemaschinen oder Kältekreisläufen als «ein und derselben Verwendung zugehörig» zu betrachten sind?
1. Eigentumsverhältnis: In der Verantwortung ein und desselben Kältemaschinen- oder Kühlkreislaufeigentümers.
2. Austrittstemperatur: a) bei Kälteanlagen Temperaturunterschied von ≤ 4 K
b) bei Wärmepumpen Temperaturunterschied von ≤ 15 K.
3. Installation: a) Anlagen im selben oder benachbarten Maschinenraum installiert
b) Verbraucher durch den selben Kälte- oder Wärmeträgerkreislauf versorgt (s < 200m, h < 25 m)
Eine Gruppe von Kältemaschinen und -kreisläufen wird als «ein und derselben Verwendung zugehörig» betrachtet, wenn alle drei Kriterien erfüllt sind.
Welche Einschränkungen gelten für ozonschichtabbauende Kältemittel?
Verboten sind die Herstellung, das Inverkehrbringen, die Ein- und Ausfuhr von Anlagen mit Kältemitteln ODP > 0,0005. Die Verbote betreffen sowohl neue als auch gebrauchte, sowohl permanente als auch temporäre Anlagen. Ebenso betreffen sie den Umbau, die Reparatur oder das Nachfüllenvon bestehenden Anlagen.
Ausnahmen werden bewilligt, wenn
- wenn nach dem Stand der Technik ein Ersatz fehlt,
- die verfügbaren Massnahmen zur Vermeidung von Emissionen der Kältemittel getroffen worden sind.
Welche drei Arten von Einschränkungen gelten für in der Luft stabile Kältemittel?
Es gelten heute folgende Verbote des Inverkehrbringens von Anlagen:
- ab einer bestimmten Kälteleistung,
- mit Kältemitteln ab einem bestimmten Treibhauspotenzial, und
- mit hohen Kältemittelfüllmengen.
Die Verbote betreffen sowohl neue als auch gebrauchte, sowohl permanente als auch temporäre Anlagen. Ebenso betreffen sie den Umbau von bestehenden Anlagen.
Welches Vorschriften gelten für in der Luft stabile Kältemittel bei Klimakälteanlagen für die Gebäudekühlung?
- GWP > 2100: nicht zulässig
- GWP < 2100 und Q0K < 400 kW: zulässig mit Einschränkung der Füllmenge
Welche Vorschriften gelten für in der Luft stabile Kältemittel bei Industriekälteanlagen für die Prozesskühlung ?
- GWP > 2100: nicht zulässig
- 1500 < GWP < 2100 und 100 < Q0K < 400 kW: zulässig mit Einschränkung der Füllmenge
- GWP < 2100 und Q0K < 100 kW: zulässig
Welche Vorschriften gelten für in der Luft stabile Kältemittel bei Wärmepumpen hauptächlich zur Wärmenutzung?
- GWP < 2100 und Q0K < 100 kW: zulässig
- GWP < 1500 und 100 < Q0K < 400 kW: zulässig mit Beschränkung der Füllmenge
- 1500 < GWP > 2100 und Q0K > 100 kW: nicht zulässig
- GWP > 2100: nicht zulässig
Welches Verbot gilt für in der Luft stabile Kältemittel bei Kunsteisbahnen, ausser temporäre Anlagen?
- Generell verboten.
Unter welchen Voraussetzungen darf für die Kühlung von Lebensmitteln (Gewerbe und Industrie) bei eine Pluskühlung syntetische in der Luft stabile Kältemittel eingesetzt werden?
- der GWP muss < 1500 betragen
- für Anlagen mit Q0K < 10 kW gelten keine weiteren Beschränkungen
- für Anlagen mit 10 kW < Q0K < 40 kW sind kältemittelreduzierende Technologien nötig, wenn m/Q0K > 2kg/kW
- Anlagen mit Q0K < 40 kW sind verboten.
Welche Verbote gelten für in der Luft stabile Kältemittel bei Anlagen für die Plus-, Minus- oder kombinierbare Plus-Minuskühlung (Heissgasverbund für Gewerbe und Industrie)?
- Kältemittel mit GWP > 1500 sind dafür verboten.
- Kältemittel mit GWP < 1500 sind erlaubt, wenn die Verdichterkälteleistung Q0K der Minuskühlung < 8 kW und die der Gesamtanlage < 10 kW ist. Bei grösserer Gesamtleistung müssen zusätzlich kältemittelreduzierende Massnahmen (-15% Füllmenge) getroffen werden, wenn die spezifische Füllmenge über 2 kg/kW liegt.
Welche Regelungen für stationäre Anlagen gelten für das Nachfüllen von in der Luft stabilen Kältemitteln?
- Anlagen mit einem Kältemittel-GWP > 2500 dürfen bis Ende 2029 nur noch mit regeneriertem Kältemittel nachgefüllt werden.
- Anlagen mit einem Kältemittel-GWP < 2500 dürfen bis Ende 2030 nachgefüllt werden.
- Ab dem 1.1.2032 soll das Nachfüllen von nichtregenerierten Kältemittel mit GWP > 750 generell verboten werden. Das Verbot soll nicht für Klimakälte und für Wärmepumpen gelten.
Welches ist die primäre Aufgabe des Kältemaschinenöls?
Schmieren aller beweglichen Teile, primär im Verdichter.
Nennen Sie vier sekundäre Aufgaben des Kältemaschinenöls.
- Abdichten (Kolben, Schrauben, Scroll, etc.)
- Geräusche dämpfen
- Kühlen des Kältemittel während dem Verdichtungsvorgang (Schraubenverdichter)
- Bewegen des Leistungsschiebers (Schraubenverdichter)
Welche Anforderungen werden an Kältemaschinenöle gestellt?
- Schmierfähig (nötige Viskosität) bei allen auftretenden Temperaturen.
- Termisch stabil bis zu den erwarteten Temperaturen.
- Mischbar (möglichts keine Mischungslücken) mit dem Kältemittel im Temperaturbereich der Anwendung
- Trennt sich im Verdichter leicht vom Kältemittel
- Chemisch stabil und nicht agressiv zu den verwendeten Materialien
- Darf verwendete Kunststoffe nicht angreifen oder zum Aufquellen bringen
Wie werden die Kältemaschinenöle in Gruppen eingeteilt?
- Gruppe KA: Kältemaschinenöle für Ammoniak (KAA = nicht mischbar, KAB = mischbar)
- Gruppe KB: nicht verwendet
- Gruppe KC: Für chlorhaltige Kältemittel (FCKW, H-FCKW wie R11, R12, R502, R22, etc.)
- Gruppe KD: Für FKW wie R134a, R404A, etc.
- Gruppe KE: Für KW wie R290, R600a, etc.
Wie unterscheidet man Kältemaschinenöle betreffend dem Herstellungsverfahren?
- Mineralöle: Für KC, KAB, KE
- Syntetische Öle: Für KC, KE (Alkylbenzolöle, Polyesteröle POE, Polyglykole PAG, Polyalphaolefine PAO)
- Teilsyntetiköle: Für KC und KE (Mischung mit Mineralöl und Alkylbenzolölen)
Nennen Sie Gründe, welche zu einem Ersatz des Kältemaschinenöls führen.
- Periodischer Ersatz nach betrieblichen Vorgaben
- Öl ist nicht mehr transparent und enthält Schwebestoffe
- Öl richt schlecht (sauer) oder Säruetest ist positiv
- Bei der Umrüstung auf ein anderes Kältemittel.
Nennen Sie wichtige Kenndaten von Kältemaschinenöl.
- Wasseraufnahmefähigkeit (hydroskopische Wirkung)
- Thermische Stabilität
- Verhalten der Viskosität mit der Temperatur
- Mischbarkeit mit dem Kältemittel (Mischunglücken)
- Chemische Stabilität und Agressivität
Nennen Sie die Bedingungen für die kontinuierliche Ölrückführung (Vermeidung von Ölmangel oder Ölschlägen).
- Korrekte Leitungsdimensionierung (ausreichende Strömungsgeschwindigkeit)
- Korrekte Leitungsmontage (Über- und Unterbögen, Gefälle, etc.)
- Beachtung/Vermeidung von Zuständen in der Mischungslücke
Nennen Sie die Gründe für Öldruckstörungen.
- Ölmangel durch zu kleine Vorfüllmene oder durch Verlagerungen in die Anlage
- Langes Aufschäumen des Öl beim Einschalten des Verdichters (z.B. keine Carter-Heizung)
- Verstofpung im Ölfilter oder im Ölsieb des Verdichters
- Falsch eingestellter Öldifferenzdruckschalter
- Defekte Ölpumpe
- Defekte Ölkapilarleitung
Bei welchen Bedingungen muss ein Ölabscheider vorgesehen werden?
- Verdicher mit grossem Ölwurf (z.B. Schraubenverdichter)
- Leistungsgeregelte Anlagen mit anspruchsvoller Leitungsführung
- Einsatz von Kältemaschinenöl mit Mischungslücke bei möglichen Betriebszständen
- Je nach Komplexität des Systems bei Verbundanlagen, Heissdapfabtauung, etc.
Nennen Sie drei unterschiedliche Ölabscheider.
- Demister-Abscheider (Stahlwolle)
- Zentrifugal-Abscheider (Zyklon)
- Glasfaser-Abscheider
Welche Aussagen beschreiben die Grösse Liefergrad korrekt?
Was ist der Carnot-Gütegrad eines Verdichters.
Es ist das Verhältnis effektiver EER durch Carnot-Leitungsziffer = To / (Tc-To
Es ist das Verhältnis effektiver COP durch Carnot-Leitungsziffer = Tc / (Tc-To)
Nennen Sie die sechs Haupt-Einsatzgrenzen von Verdichtern.
- Minimaler Saugdruck
- Maximaler Saugdruck (je nach Motorstärke)
- Minimaler Hochdruck
- Maximaler Hochdruck
- Minimales Druckverhältnis
- Maximales Druckverhältnis (mit oder ohne Zusatzkühlung)