RSL - Analgetika

Medikamentenlehre Analgetika

Medikamentenlehre Analgetika


B. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Analgetika, ihre Wirkmechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen. Sie decken sowohl opioide als auch nicht-opioide Schmerzmittel ab, einschließlich Ketamin, Paracetamol und Metamizol, und gehen auf deren Dosierung, Kontraindikationen und spezifische Anwendungen ein. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich auf Schmerztherapie und Anästhesie spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Wirkstoffen wie Morphin, Prostaglandinhemmern und deren Rezeptoren liefern.
Flashcards
68
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
18.09.2022 / 26.10.2025

Flashcards

Metamizol

  • Nebenwirkung

 

  • Hypotonie
  • sehr seltene Störung der weissen Blutkörperchen (Agranulozytose)

Metamizol

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • i.v. 4-8 min (Wirkmaximum nach 15 min)
  • Wirkdauer
    • 3-4 h

Metamizol

  • Kontraindikationen

  • Risikoabschätzung bei Hypotonie (<100 mmHg)
  • Säuglinge <11 Mt
  • Störung der Bildung weisser Blutkörperchen

Metamizol

  • Indikation
  • Wirkung

  • Indikation
    • Mittelstarke Schmerzen
    • Nieren- und Gallensteinkolliken
    • therapieressistentes Fieber
  • Wirkung
    • COX-Hemmung

Metamizol

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Novalgin
  • Novaminsulfon
  • Minalgin

Wie werden Prostaglandine im Körper hergestellt?

über das Enzym COX (Cyclooxygenase)

Paracetamol

  • Spezielles

  • 5-10% der Patienten mit Acetylsalicylsäure-induziertes Asthma bzw. Intoleranz können ähnlich auf Paracetamol reagieren (Analgetika Asthma)

Paracetamol

  • Dosierung
  • Wie oft Täglich
  • Ampulle SRZ

  • i.v. erst ab 33 kg
    • 33-50 kg: 15 mg/kg KG, bis 4x täglich, mind. 4h zwischen Gaben
    • >50 kg: 1g, bis 4x täglich, mind. 4h zwischen Gaben
  • rektal
    • 20 mg/kg KG
  • Ampulle
    • 1 g / 100 ml Kurzinfusion

Paracetamol

  • Nebenwirkung

 

  • Gelegentlich allergische Hautausschläge 
  • Lebertoxizität

Paracetamol

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • analgetisch i.v. 1 h (maximal)
    • antipyretisch i.v. 30 min (maximal)
  • Wirkdauer
    • 4-6 h

Paracetamol

  • Kontraindikationen

  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Morbus Meulengracht

Paracetamol

  • Indikation
  • Wirkung

  • Indikation
    • leichte bis mittelstarke Schmerzen
    • Fieber
  • Wirkung
    • Wirkungsmechanismus ist unzureichend geklärt

Paracetamol

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Paracetamol
  • Perfalgan
  • Ben-u-ron

Ketamin

  • Spezielles

  • Rasche Injektion kann zu Atemdepression, Apnoe und starken BD-Anstieg führen
  • Bei übermässiger Speichelproduktion kann Atropin verabreicht werden.
  • Vorab Benzodiazepin-Gabe!

Ketamin

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Analgesie
    • i.v. 0.2 - 0.5 mg/kg KG
  • Narkose
    • Einleitung i.v. 1-2 mg/kg KG
    • Aufrechterhaltung i.v. 0.5-1 mg/kg KG
  • i.m. 2-3 fache i.v. Dosis
  • nasal 1-2 fache i.v. Dosis
  • Ampulle
    • 100 mg / 2 ml
      mit 8 ml NaCl = 10 mg / 1 ml

Ketamin

  • Nebenwirkung

 

  • Halluzinationen/Albträume
  • Hypersalivation (übermässiger Speichelfluss)
  • Apnoe-Phase
  • BD-Anstieg
  • Tachykardie

Ketamin regt im Gegensatz zu anderen Narkotika, die Kreislauffunktionen an (Anstieg Herzfrequenz und Blutdruck). Dies hat jedoch auch einen erhöhten myokardialen Sauerstoffverbrauch zur Folge.
Aufgrund der teils heftigen Albträume nach Ketamin-Gabe ist die vorangehende Applikation von Benzodiazepinen angezeigt. Ausserdem ist bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen Vorsicht geboten.

Ketamin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • i.v. 30-60 sec
    • i.m. 3-4 min
  • Wirkdauer
    • 5-10 min i.v. 

Ketamin

  • Kontraindikationen

  • Akuter Myokardinfarkt
  • Patienten bei denen eine BD-Erhöhung eine erhebliche Gefahr bedeutet

Ein grosser Vorteil von Ketamin ist die Tatsache, dass Schutzreflexe (Husten, Schlucken) weitgehend erhalten bleiben. Ausserdem regt Ketamin, im Gegensatz zu anderen Narkotika, die Kreislauffunktionen an (Anstieg Herzfrequenz und Blutdruck). Dies hat jedoch auch einen erhöhten myokardialen Sauerstoffverbrauch zur Folge.

Ketamin

  • Indikation
  • Wirkung

  • Indikation
    • Stärkste Schmerzen
    • therapieresistenter Status asthmaticus
      Hat eine bronchodilatierende Wirkung, vermutlich durch eine sympathomimetische Stimulation. Die Wirksamkeit beim Status asthmaticus ist vielfach nachgewiesen, doch noch nicht ursächlich geklärt.
    • Narkoseeinleitung
  • Wirkung
    • nicht kompetitiver Antagonist auf NMDA-Rezeptoren

Ketamin

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Ketamin
  • Ketalar

Wie ist das Verhältnis der Wirkstärke von Präparaten wie Ketalar, Ketamin oder Ketanest zu Esketamin?

1:1.7

Butylscopolamin

  • Spezielles

  • Anaphylaktische Reaktion möglich, jedoch sehr selten

Butylscopolamin

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • Ab 6 J: 0.3-0.6 mg/kg KG
    • Ab 12 J: 20 mg langsam, ggf. Repetition möglich
  • Ampulle
    • 20 mg / 1 ml

Butylscopolamin

  • Nebenwirkung

 

  • Tachykardie
  • erhöhter Augeninnendruck
  • Mydriasis / Akkomodationsstörung
  • Mundtrockenheit
  • Harnverhalt
  • Hemmung der Schweissbildung mit Wärmestau

Butylscopolamin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 2-4 min
  • Wirkdauer
    • mehrere Stunden

Butylscopolamin

  • Kontraindikationen

  • Tachyarrhythmien
  • Prostatahyperplasie
  • Ileus (Darmverschluss)
  • Myasthenia gravis (Autoimunerkrankung welche die Kommunikation zwischen Muskeln und Nerven blockieren)

Butylscopolamin

  • Indikation
  • Wirkung

  • Indikation
    • Koliken im Bereich Magen, Darm, Gallengänge, Urogenitaltrackt
  • Wirkung
    • Parasympatholytikum (peripher wirkend)
      Blockiert als Antagonist die muskarinergen Rezeptoren und verhindert Eregungsübertragung des postganglionären Parasympathikus. Damit vermindert es Tonus und Peristaltik der glatten Muskulatur im Bereich der abdomillen Hohlorgane und wird deshalb auch als Spasmolytikum bezeichnet

Butylscopolamin

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Buscopan

Study