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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 06.03.2022 / 09.04.2022
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)     (Christines Thomet Goetz)
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1. Das Dramadreieck und seine Psycho Spiele

  • Was versteht man unter dem Dramadreieck?
  • Das Dramadreieck ist ein psychologisches und soziales Modell aus der Transaktionsanalyse von Eric Berne (Student Stephan Karpmann beschrieben.

 

  • Diese Spiele sind unbewusste Rückgriffe aus kindliche Verhaltensweise mit denen Eltern erfolgreich manipuliert wurden. 

 

  • Es holt sich jemand diejenigen Ressourcen, über die er selber zu wenig verfügt
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1. Das Dramadreieck

  • Eric Berne unterscheidet zwischen drei Typen?
  • Nenne die drei Typen des Drama-Dreiecks
  • Macht- Retterspiele

 

  • Täter = Verfolger- Identitätsspiele

 

  • Opfer-/Zuwendungsspiele

Das Dramadreieck beschreibt ein grundlegende Beziehungsmuster zwischen mindestens 2 Persone,  die darin die Rollen als Retter, Täter oder Opfers einnehmen.

Die Rollen hängen zusammen und können zirkulär von den Spielern gewechselt werden.

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1.1 Die Spiele

  • Der Retter - beschreibe kurz und klar diese Retterspiel Eigenshaften (Machtspieler)
  • Der Retter spielt dieses Spiel um welchen Nutzen daraus zu ziehen?
  • Denkmantel 
  • Spieleinladung, die Retter aussenden?
  • Was delegieren sie mit ihrem Spiel?

Der Retter (Machtspieler

  • Eigenschaften: Der Retter gibt sich mitfühlend, empathisch und helfend. Retter eilt zu Hilfe auch wenn er nicht gerufen wird, steht geistig/moralisch über dem Opfer
  • Nutzen: Eine Überlebensstrategie, um sich wertvoll, geliebt, überlegen udn stark zu fühlen
  • Deckmantel: Aufopferung
  • Einladung: Durch seine Liebenswürdigkeit
  • Delegation: Der Spielgrund = sucht Liebe um sich überlegen und klug zu fühlen
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1.1 Die Spiele

  • Der Verfolger / Täter beschreibe kurz und klar diese Verfolgerspiele
  • Der Verfolger / Täter spielt dieses Spiel um welchen Nutzen daraus zu ziehen?
  • Der Verfolger / Täter braucht welchen Deckmantel?
  • Der Verfolger / Täter bietet dem Gegenüber welche Einladung an?
  • Der Verfolger / Täter delegiert, um welche Defizite mit Ressourcen des Gegenübers zu füllen?
  • Der Verfolger Täter sieht sich als edler Verfechter für Recht und Ordnung und Pfichterfüllung Er zeigt gerne mit dem Finger auf andere, er verurteilt und will bestrafen, weist andere zurecht, macht Vorwürfe, kritisiert und klagt an.
  • Nutzen: Behält Kontrolle / hält Zügle in der Hand = Sicherheit und Anerkennung
  • Deckmantel: Recht und Ordnung
  • Einladung: Seine Tatkraft / sein Wirken
  • Delegation: Der Praktiker will Kontrolle und Emotionale Absicherung

 

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1.1 Die Spiele

Das Opfer - Nenne Eignschaften dieser Opferspiele

  • Welchen Nutzen hat der Opferspieler?
  • Welchen Deckmantel nützen die Opferspieler?
  • Welche Einladung bieten Opfer dem Gegenüber an?
  • Welche Delegation - wofür wird der Mitspieler gebraucht / missbraucht?
  • Der Opferspieler gibt sich schwach und hilfsbedürftig. Er gibt Verantwortung ab und zeigt sich unterwürfig und unwissend.
  • Nutzen:Er muss nicht selbst handeln oder die Verantwortung übernehmen und kann sich sorgen lassen. Und er erhält die nötige Aufmerksamkeit. 
  • Deckmantel: Opfer, das Unterstützung braucht "Chef, kannst du mir sagen wie das geht?"
  • Einladung: Sein Wissen / Know How
  • Delegation - wofür missbraucht das Opfer sein Gegenüber?
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1.1 Die Spiele

  • Welchen Deckmantel haben die Emotionalen Spieler, der Praktiker Spieler und der Theoretiker Spieler?

Der moralische Täter/ Verfolger, die für Recht und Ordnung sorgen

Der edle Retter/ Machtspieler, der sich für die andern aufopfert

Das arme Opfer, das Mitleid und Unterstützung verdient

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1.2 Jeder Persönlichkeits-Typ hat seine Lieblingsrolle

Spiele werden in den meisten Fällen unbewusst inszeniert, vorwiegend beginnend im eigenen Persönlichkeitsbereich.

  • Wie zeigt sich der Täter/Verfolger Spieler
  • Wie zeigt sich der der Retter/ Machtspieler?
  • Wie zeigt sich das Opfer?

Der Verfolger = hart, offensiv, anklagend, anweisend, Schuld zuweisend

Der Retter = hilft, kennt die richtige Lösung, Steht geistig, moralsich über dem Opfer 

Das Opfer = defensiv, handlungsunfähig, hilflos, gibt den anderen die Verantwortung 

  • Emotionale spielen gerne Retterspiele
  • Theoretiker spielen geren Opferspiele
  • Praktiker spielen gerne Verfolgerspiele Täterspiele
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1.4 Die 3 Phasen des Psycho-Spieles

  • Welche drei Phasen gibt es?

1. Die Einladung = das Vesprechen

2. Die Delegation = Forderung / Erwartung

3. Die Ausladung = frustriertes Spielende

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1.4 Die 3 Phasen des Psycho-Spieles

  • Welche Einladungen zum Spiel gibt es?

Der Emotionale benutzt bevorzugt aus seinem Grundberiche und schmeichelt mit Liebenswürdigkeit

Der Praktiker benutzt bevorzugt aus seinem Grundbereich und schmeichelt mit seiner Tatkraft

Der Theoretiker benutzt bevorzugt aus seinem Grundbereich und schmeichelt mit seinem Wissen.

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1.4 Die drei Phasen ds Psycho Spiels

2. Phase Delegation: 

Der  Mitspieler wid für die eigenen Zwecke missbraucht, um eigene Defizite mit Ressorcen des Gegenübers zu füllen:

  • Welchen Spielgrund oder Spielgewinn haben die drei Typen?

Der Spielgewinn ist:

Der Praktiker will Kontrolle und emotionale Absicherung

Der Emotionale will Liebe und sich überlegen und klug fühlen

Der Theoretiker will Sicherheit und Unterstützung

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1.4 Die Phasen des Psycho Spieles
3. Die Ausladung / Spielende

Das Spiel endet in jedem Fall mit Enttäuschung und Frust für alle Beteiligten und wird oft vom einladenden Spieler herbeigeführt weil er .... 

  • Gib Gründe für die Spielaufgabe an.

Gründe für das Spielende könnten sein:

  • Interesse verlieren
  • Erhalten hat, was er wollte
  • oder merkt, dass er nicht bekommt was er wollte
  • oder ihn das Erhaltene nicht befriedigt

Der Theoretiker wird sich zurückziehen und Gespräch vermeiden
Der Praktiker wird anstelle der Fürsorge rigoros und rechthaberisch
Der Emotionale wird auch ins Gegenteil verfallen und anstelle von Liebenswürdigkeit mit Kälte und Härte argumentieren

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1.4 Die 3 Phasen des Psychospiels

Retterspiel - mach ein Beispiel.

Eine emotionale Tochter, die früh erkennt, dass es sich lohnt wenn sie sich bei Streit der Eltern auf die Seite des Vaters schlägt und besonders lieb zu ihm ist. Sie erhält dann viel Zuwendung udn Wohlwollen vom Vater, der ihr dansch fast jeden Wunsch erfüllt. 

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1.4 Die drei Phasen des Psycho-Spiels

Beispiel für ein "Täter Spieler"

Der Spielbeginner sucht gezielt nach Fehlern bei anderen. Oft sieht er Fehler, wartet aber die Folgen ab, um dann darauf hinweisen zu können. Er lässt sich dann lange darüber aus, wie blöd die andere Person doch ist.

Intervention:
Nachfragen, warum er nicht früher reagiert hat.
Vereinbarung für die Zukunft treffen, auf Fehler direkt aufmerksam zu machen.
Vereinbarung über Fehlerkultur treffen: Dieser Spieler neigt dazu, Fehler anderer zu dramatisieren und als besonders schlimm darzustellen. 

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1.5 Spiel Grad

Benenne die drei Grade 

 

Spiele 1. Grades = harmlos, aber nervig

Spiele 2. Grades = ärgerlich und verletzend (oft Lügen, Betrug, Täuschung und hat oft rechtliche Schritte Mobbing)

Spiele 3. Grades = gefährlich, kriminell und destruktiv  (erfordern entschlossene Gegenmassnahmen)

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2. Schutz vor Spiel Einladungen

Eine Spieleinladung als soche bewusst zu erkennen, setzt voraus, dass man über eine gute Selbstreflexion und ein gutes Selbstverständnis verfügt und dadurch guten Zugang zu seinen eigenen Bedürfnissen. 

  • Welches Verhalten, welche Kommunikationstechnik und welche Haltung bietet Schutz, vor solchen manipulativen Psycho Spieleinladungen?

Konsequent im sachlichen Erwachsenen-Ich bleiben

  • Konsequent bei sich bleiben und eigene Bedürfnisse klar äussern
  • Konsequent im sachlichen Erwachsenen-Ich bleiben
  • Konsequent ICH-Botschaften (Ich wünsche mir, Meine Empfindung, Meine Meinung dazu)
  • Konsequent GFK Regeln (Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch)
  • Tit for Tat anwenden (innere Haltung adaptieren)
  • Meine innere Haltung: Autonomes und echtes - ehrliches und selbstbestimmtes Begegnen.
  • Pacing anwenden (Schritt halten)
  • Verbalisieren,
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2. Schutz vor Spiel Einladungen

Welches Verhalten, welche Kommunikations-Teschnik und welche innere Haltung bietet Schutz vor diesen Psychospielen? Erkläre, wie du mit Verbalisieren die Delegation abwenden kannst - wie kann ich vorgehen?

Ich kann darauf reagieren und sagen:

  • Die Gefühle des Täter: Du möchtest von mir "Anerkennung" / "Sicherheit"?. Die kann ich dir nicht geben.
  • Die Gefühle des Retter-Spielers ansprechen: Du machst dir Sorgen, ob ich das kann? Du willst mir helfen?
  • Die Gefühle des Opfer-Spielers ansprechen: Du bist dir nicht sicher, ob du das kannst?
  • Das Wollen/ Handeln des Verfolgers / Täters ansperehcen: Du möchtest, dass ich das richtig mache.
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2. Schutz vor Spieleinladungen

  • Meine innere Haltung zum Schutz vor Spieleinladungen kann hilfreich sein.
  • Worauf muss ich achten?

Meine innere Haltung zum Schutz vor Spieleinladung von Psychospielen sollte stets:

  • ich bin autonome
  • ich bin echt (kongruent)
  • spielfrei und bei mir 
  • ehrlich 
  • und kann so selbstbestimmtes Begegnen ermöglichen.
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3. Psychospiele im Coaching Gespräch
3.1 Vorsicht vor Spieleinladungen im Coaching Gespräch

  • Inwiefern muss ich als Coach achtsam sein bei Coachees die Erwachsenenspiele spielen?

Dass ich nicht auf ein Retterspiel hereinfalle.

  • Der Coach soll den Coachee retten (Retterspiele) verstehen, gern haben, Freund sein, sich mit ihm verbünden
  • Oder der Coach soll Mitleid haben (Opferhaltung Zuwendungsspiele) und die Verantwortung für den Coachee übernehmen
  • Oder der Coache soll dem Coachee Recht geben, mithelfen einen Dritten zu verurteilen und zurecht zuweisen (Verfolger/Täterspiele) und ihm den Kopf zurechtrücken.
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3. Psychospiele im Coaching

  • Was passiert im Falle, wenn ich als Coach einem Psychospiel auf den Leim gehen?

Hiermit verunmögliche ich, dass der Coachee seinen eigenen Ressourcenbereich erschliessen / integrieren / und nutzen kann.

Denn, dazu ist es notwendig, den Coachee von Anfang an als kompetent für seine Lösungen zu betrachten und ihm auf Augenhöhe zu begegnen (Schirtt halten Pacing) und konsequent mit den Ressourcen des Coachees zu arbeiten.

Zuviel helfen wollen ist also auch kontraproduktiv. Hifle zur Selbsthilfe ist beim Opfer-Typ angesagt!

 

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3.2 Schutz vor Spieleinladungen durch den Coachee

Es gilt, den Einladungen des Coachees bewusst zu widersehen, indem ich die Kommunikationsregeln wie (im sachlichen Erwachsenen-Ich, bei sich bleiben, Ich-Botschften, Pacing, Tit-for Tat Verbaliserung und GFK (Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch) vor Spieleinladungen konsequent einhalte:

Zusätzlich können wir noch den Persönlichkeitsbereich des Coachees konsequent pacen:

  • Wie sieht das aus, wenn ich den Persönlichkeitsbereich des Coachees konsequent pace?

Konsequent pacen, um den Einladungen des Coacees zu Psychospielen zu widerstehen könnte heissen:

  • Retterspiele im eigenen Beziehungs-Ich = gefühlvoll und hilfsbereit
  • Opferspiele im eigenen Sach- und Erkenntnis-Ich = Entspannt und abwartend
  • Verfolger/ Täterspieler im eigenen Handlungs-Ich = kraftvoll und sportlich kämpferisch 

Durch PACEN besetze ich als Coache die Position des Spielers.
Spieler muss seine Rolle aufgben und kann in seinen Ressourcenbereich wechseln.
Gelingt dies, fällt sein Spielbedürfnis seine Spielnotwendigkeit weg. 

Bei härteren Spielen kann auch ein Tit for Tat helfen

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4. Vertiefung: professionelle Grundhaltung des Coachs

Wenn Menschen Hilfe brauchen, haben wir das natürliche Bedürfnis ihnen direkt zu helfen. In einer Coaching Situation geht es nicht um diese direkte Hilfe sondern um die Hilfe zur Selbsthilfe. 

  • Nur so kann ein Coachee seinen Selbstwert, seine Eigenverantwortung und sein Selbstvertrauen stärken.
  • Was ist wichtig für mich als Coach daran zu denken?
  • Der Coach traut dem Coacee zu, dass er sein Problem auf seine Weise lösen kann und wird - und lässt die Verantwortung beim Coachee.
  • Der Coach ist nicht der Experte und gibt sich auch nicht als solchen aus.
  • Der Coach hat die Positon des wissenden Nichtwissens im Sinne "ich bin neugierig, wie der Coachee seine Lösung finden und realisieren wird. 
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4. Vertiefung professionelle Grundhaltung des Coachs

  • Es ist nicht die Aufgabe des Coachs... was - ist dann die Aufgabe eines Coachs?

Es ist nicht meine Aufgabe...

  • die Verantwortung für das Leben und das Problem des Coachees zu übernehmen
  • mich als RetterIn, Therapeutin oder Freundin zu geben
  • über die geschilderte Situation oder den Coachee zu urteilen
  • dem Coachee Ratschläge zu geben
  • von mir sich den Coachee zu schliessen
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4. Vertiefung: professionelle Grundhaltung des Coachs

  • Was ist die Aufgabe des professionellen Coachings?

Durch Interventionen ( Klärung) und empathische Fragestellung bieten wir dem Coachee einen Rahmen

sein Verhalten zu reflektieren

seine wahren Bedürfnisse zu erkennen und kommunizieren zu können,

ohne sich den Psychospielen bedienen zu müssen

und für sich neue Sichtwiesen und Lösungswege zu finden und weiter durchs Leben zu gehen.