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C. L.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Humangenetik auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Mutationen, Gene, Krankheiten und DNA, wobei auch spezifische Konzepte wie Haplotypblöcke, LOD-Scores und die Funktion von Proteinen vertieft werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die sich mit den genetischen Grundlagen von Krankheiten, der Evolution des Menschen und der Genomforschung auseinandersetzen.
Flashcards
308
Students
3
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
21.02.2022 / 04.06.2025

Flashcards

Wieso sind die Mutationen in einem Tumor abhängig von einander und nicht unabhängig?

  • Wäre jede Mutation unabhängig, so wäre es nicht möglich, dass eine Zelle alle Mutation akkumulieren könnte
  • Jede Mutation erhöht Wahrscheinlichkeit für nächste Mutation durch zwei mögliche Mechanismen
    • Growth Advantage
    • Genominstabilität => Chromosomale Abnormitäten
  • Karzinogenese: Benigne zu maligne 

Was versteht man unter Driver- und Passenger-Mutationen?

  • Driver-Mutation: Mutationen, die zur Tumorneogenese beitragen
    • Onkogene
    • Tumorsuppressorgene
  • Passenger-Mutation: Mutationen, die nicht zur Tumorneogenese beitragen

Was ist ein Vorteil vom Phenotyp des Tumors im Vergleich zu Schizophrenia or Congenital Heart Malformations?

  • Eindeutig erkennbarer Phänotyp: Unkontrollierte Proliferation

Was versteht man unter einem Onkogen?

  • Früher: Bevor Mutation Protoonkogen genannt 
  • Involviert in positive Regulation des Zellcyclus
  • Grundsätzlich "Gain of Function" Mutationen

Was für Typen/Mechanismen gibt es die zu Onkogene führen? 

Was versteht man unter einem Tumorsuppressorgen?

  • Involviert in negative Regulation Zellteilung
  • Funktionen
    • Korrekte Zellteilung
    • Genomstabilität
    • Apoptose
  • Grundsätzlich "Loss of Function" Mutationen

Wie kommt es zu dieser Abbildung?

  • Von den 1950er
  • Zufälligerweise konnte man ein Virus aus einem Tumor isolieren => pauschal Vermutung Viren sind schuldig
    • Präfix "v-"Onkogen
  • Stimmt nicht: Gibt Onkogene Viren, aber deren onkogene Anteil sind Zellgenüberreste => Inkorrektes Genom

Was sehen Sie hier?

  • Amplifikation des Genes MYCN als Onkogene
  • Innerhalb (Insertion) und ausserhalb (Chromatin Budies) des Chromosoms 2
  • FISH

Beschreibe, was meint man mit Aktivierung Onkogen durch Punktmutation? Nenne reale Beispiele.

  • Insertionen und Deletion die Proteinstruktur verändern
  • Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR)
    • Bei Brustkrebs
    • Punktmutation in ATP-Bindungsdomäne
    • Bewirkt Autophosphorylierung (Autokatalyse) ohne Ligandenbindung 
  • RAS-Familie
    • Punktmutation in GTPase-Aktivität => längeres aktives Signal vom entsprechenden Rezeptor

Beschreibe, was meint man mit Aktivierung durch chromosomale Translokationsereignisse? Nenne ein reales Beispiel.

  • Translokationsprodukt durch Fusion vom chimärem Gen (BCR-ABL)
    • Abl1 => Tyrosinkinase
    • Balancierte Translokation zwischen Chr. 9 und Chr. 22
  • Enhancer Capture durch Translokation im Burkitt Lymphom
    • MYC Onkogen durch Translokation nach Immunglobulin Heavy Chain Locus (IHC) Enhancer

Ist die Aktivierung eines Onkogenes immer onkogen?

  • Nein ist es nicht, ist abhängig vom gesamten Zustand
  • Normale Zelle mit "Aktivierung" Onkogen => Senescence oder Apoptose durch DNA Damage Response
  • DNA Damage Response mutiert in Tumore => Aktivierung Onkogen 

Welche Rückschlüsse in Bezug Tumorsuppressorgene konnte man mit dem Retinoblastoma-Modell folgern?

  • Meiste Tumorsuppressorgene müssen doppelt mutiert bzw. inaktiviert sein, damit Loss Of Function resultiert
    • 2-Hit-Modell
    • Mutation von nur einem Allel bewirkt "nichts" und kann so vererbt werden (Autosomal rezessiv in Vererbung)
    • Wenn Allel 2 des Kindes mutiert z.B. durch mitotische Rekombination => 1 HIT des Tumors (Rezessiv auf zellulärer Ebene)
      • Entstehung von Zellen, die alle einen 1 Hit haben => Höhere Wahrscheinlichkeit 2. Hit als im Vergleich bei sporadischer Mutationen. Nicht zwingend beide Mutationen in gleicher Zelle => geringere Wahrscheinlichkeit

Was ist p53 und dessen Funktion?

  • Wichtig Tumorsuppressorprotein bzw. Transkriptionsfaktor für Genomintegrität
    • Bei DNA-Damage aktiviert und stoppt Zellcyclus für Reparatur
    • Fördert Transkription von
      • Pro-apoptische Proteine
      • Cyclinkinase-Inhibitoren
  • Seine Loss Of Function ist die häufigste Mutation in Tumoren

Was sind allgemeine Herausforderung bei der Therapie von Tumoren? Mögliche Targets und Lösungen?

  • Spezifische Targeting und Abtötung der Tumorzellen
  • Medikamentresistenzen
    • Winterschlaf => Metabolisch inaktiv
    • Punktmutationen bei Targets
  • Targeting von überexprimierten Proteine z.B. Kinasen oder GPCR im Ovarialkarzinom
  • Nutzen von
    • Mizellen mit Peptidligand
    • Liposom mit Small Molecule Ligand
    • Auslösung der Rezeptor-vermittelten Endocytose
    • Target-Funktion egal => just about the Delivery
  • Nutzen von Kombitherapien

Was ist das Problem nutzen von Kinaseninhibitoren?

  • Wirken in vielen verschiedenen Prozessen
  • Unspezifische Aktivität möglich => Andere Kinasen fälschlicherweise inaktiviert

Nenne die Hallmarks of Cancer.

  • 10 Stück
  • Umgehen von Wachstumsinhibitoren
  • Verhinderung Immunsystem-induzierte Apoptose
  • Replikative Unsterblichkeit (Telomerase)
  • Tumor-induzierte Inflammation
  • Aktvierung Invasion und Metastasierung
  • Induktion Angiogenese
  • Genomische Instabilität und Mutationen
  • Apoptose-Resistenz
  • Deregulierung Metabolismus (Anaerobe Glycolyse)
  • Aufrechterhaltung proliferativer Signale 

Wieso haben Menschen und C. elegans eine ähnliche Anzahl Gene, obwohl diese unterschiedlich komplex sind?

  • Anzahl Gene 
    • C. elegans: ca. 20'000
    • Mensch: ca. 20'000
  • Rein aufgrund der Komplexität des Menschen bzw. Mammals würde man mehr Gene erwarten
  • Die Ursache ist die "Komprimierung" der Genanzahl mittels Alternativen Splicen, welches nicht in C. elegans vorhanden ist

Beachte!

Beachte!

Beachte!

Was versteht man unter dem Hardy-Weinberg-Equilibrium/Gesetz?

  • Nutzen
  • Annahmen

  • Mathematisches Modell der Populationsgenetik
  • Ermöglicht Bestimmung Häufigkeit/Wahrscheinlichkeit eines dominant-rezessiv vererbten Genotyp bei diploiden Chromosomensatz
  • Annahmen
    • Unendlich grosse Population
    • Keine Überschneidung der Generationen 
    • Keine Migration, Selektion oder Mutation
    • Panmixie: Alle Individuen können miteinander Nachkommen zeugen

Berechne das Hardy-Weinberg-Equilibrium mit:

  • AA: 310'000
  • Aa: 490'000
  • aa: 200'000

Berechne mittels dem Hardy-Weinberg-Equilibrium die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind CF hat, wenn:

  • 1 von 2000 Kinder hat CF
  • Frau
    • Bruder hat CF
    • Sie und Eltern nicht betroffen
  • Mann
    • Nicht betroffen
    • Keine Fälle in der Familie

Was versteht man unter Linkage Disequilibrium?

  • Theoretisch würden alle Allele bzw. Haplotypblöcke random vererbt werden, also mit gleicher Frequenz/Häufigkeit/Frequenz
  • Ist dies nicht der Fall, also kommt ein Haplotypblock seltener vor als die anderen Haplotypblöcke => Linkage Disequilibrium
  • Das Gegenteil, also öfters als die anderen Haplotypblöcke => Linkage Equilibrium
  • Heisst allgemein: Die Allele bzw. Haplotypblöcke sind voneinander abhängig

Erkläre anhand folgendem Beispiel das Linkage Disequilibrium.

  • Interleukin 8 Gen mit 3 SNP's

  • Over 90% of the chromosomes studied carried either T-T-C or A-G-T

Interpretiere folgende Abbildung.

  • Rot: Abhängigkeit der 25 SNP's untereinander
  • Sind 3 Haplotypblöcke vorhanden => Weise Punkte bzw. keine Abhängigkeit der SNP's untereinander => Linkage Disequilibrium
  • Bedeutet, dass 3 Recombination Hotspots vorhanden sind
  • Je grösser die roten Dreicke, desto jünger ist eine Population bzw. je kleiner, desto älter ist eine Population

Wie viele Recombination Hotspots und in welchem Abstand haben es die Menschen?

  • Über das gesamte Genom sind ca. 30'000 Recombination Hotspot mit Grösse von 1-2 kB im Abstand von ca. 50 bis 100 kB Abstand verteilt 

Was versteht man unter Gendrift?

  • Veränderung der Allelfrequenz eines Alleles innerhalb Genpools einer Population durch Zufallsereignisse
  • Zwei Modelle
    • Flaschenhalseffekt
    • Gründereffekt
  • Langsamer, je grösser die Population ist

Was versteht man unter dem Flaschenhalseffekt beim Gendrift?

  • Flasche mit Ursprungspopulation mit zwei Allelen gleicher Allelfrequenz
  • Zufälliges Ereigniss wie Umweltkatastrophe, Krankheit,etc., dass die Population zufällig stark vermindert
  • Neue Population hat eine veränderte Allelfrequenz von Allel A => Gendrift
  • Theoretisch hat niemand einen Vorteil, wenn ein spezifisches Allel hat

Was versteht man unter dem Gründereffekt beim Gendrift?

  • Ähnlich dem Flaschenhalseffekt
  • Unterschied
    • Population wird nicht zwingend verringert
    • Es kommt z.B. zur Separieriung in eine grosse und kleine Population
  • Gründe
    • Umweltkatastrophen
    • Menschen => transport in andere Regionen
    • Meeresströmung 
  • Allelfrequenz durch zufällige Aufteilung der beiden Population unterschiedlich => Gendrift
  • Beispiele
    • Afrika vs. Europa
    • Amismenschen
    • Finnische Menschen

Wie wird berechent, wie viele Generatione benötigt werden bis eine Allel vom anderen verdrängt bzw. fixiert wird?

Wie erklären Sie die Tatsache, dass eine Krankheit die tödlich ist oder in Sterilität resultiert nach X Generationen immernoch vorhanden ist?

  • Verlust der mutierten Allele durch Tod bzw. Sterilität bei paralleler Entstehung neuer Mutationen im Allel

Wie berechnen Sie das Gleichtgewicht zwischen einem mutierten und wildtyp Allel, welches in Tod oder Sterilität resultiert? (Autosomal dominant)

Wie berechnen Sie das Gleichtgewicht zwischen einem mutierten und wildtyp Allel, welches in Tod oder Sterilität resultiert? (Autosomal rezessiv)

Was versteht man unter Eugenetik?

  • Nur bestimmte Individuen mit spezifischen Phenotyp dürfen sich paaren
    • Nazis
    • Rassen von Tieren und Pflanzen
  • Resultierte in Fixierung bestimmer Allele bzw. Phänotypen

Annahme: Verhinderung Ausbreitung eines rezessiven Krankheit durch selektives Paaren. Wie laut die Formel und was würde es ändern bei CF mit Häufigkeit 1/2000?

  • Es würde sich von 0.022 auf 0.010 vermindern
    • 0.022*100 = 2.2%
    • 0.010*100 = 1%
  • Also um 1.2% in 1250 Jahren!

Was versteht man unter Assortative Paarung?

  • Aus der Evolutionsbiologie und beschreibt nicht-zufällige Paarung
  • Unterscheidung in
    • Positive assortative Paarung: Ähnliche Individuen bevorzugt
      • Leichte Form: Auswahl an Kriterien: Ähnliche Grösse, Intelligenz insofern gengetisch veranalgt
      • Extrem Form: consanguinity bzw. Blutverwandschaft
    • Negative assortative Paarung Nicht-ähnliche Individuen bevorzugt

Wie muss das Hardy-Weinberg Equilibrium angepasst werden, damit mit diese auch Aussagen über Inzucht machen kann?

Was ist der Unterschied zwischen "identical by descent" und "identical by state"?

  • identical by descent
    • Kann nur druch Stammbaum/Pedigree ermittelt werden
    • Gleich DNA-Seq. vom gleichen bzw. selben Vorfahren z.B Mutter oder Vater
  • identical by state
    • Möglich durch DNA-Seq. vergleich mehrer voneinander unabhängigen Personen
    • Gleich DNA-Seq. von unterschiedlichen Vorfahren z.B. Mutter und Vater mitjeweils der identsichen DNA-Seq.

Wie wird der Verwandschaftskoeffizient ermittelt?

  • Auswending oder mittels Stammbaum/Pedigree
  • Auswendig:
    • Erster Grad 1/2: Eltern-Kind & Geschwister 
    • Zweiter Grad 1/4: Grossvater-Kind, Onkel-Nichte & Halbgeschwister
    • Dritter Grad 1/8: 
  • Mittels Sewall Wright's Methode
    • Verwandschaftskoeffizient zwichen zwei Personen über einen gemeinsamen Ancestor z.B. Vater, Mutter, Grossvater, Grossmutter und das von beiden "Familienseiten" her
    • Berechnung:
      • (1/2)Anzahl Schritte von Person A zu Person B
      • Durschnitt aller möglichen Wege ergibt das R
  • \( = {1\over 2}^n\)
    • n: Anzahl Generationen

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