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C. L.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Humangenetik auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Mutationen, Gene, Krankheiten und DNA, wobei auch spezifische Konzepte wie Haplotypblöcke, LOD-Scores und die Funktion von Proteinen vertieft werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die sich mit den genetischen Grundlagen von Krankheiten, der Evolution des Menschen und der Genomforschung auseinandersetzen.
Karten
308
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
21.02.2022 / 04.06.2025

Lernkarten

Welche Typen des Mosaiksmus gibt es?

  • Somatische: Nur Körperzellen
  • Gonadale: Nur reproduktive Zellen
  • Gonosomale: Alles Zellen

Was ist eine Chimäre? Wie kann man das am einfachsten ermitteln?

  • Fusion zweier Zygoten, welche dann einen Embryo bilden
  • Untersuchung von germinalen Zellen
    • Spermien

Wie ist die Vererbung einer

  1. Dominanten letalen Mutation
  2. Dominanten nicht-letalen aber schwerwiegende Mutation
  3. X-gekoppelte rezessive schwere Krankheit
  4. Autosomale rezessive Krankheit

 

  1. Nie von Eltern vererbt, wären ja sonst tot, lol! => De-novo Mutation
  2. Ähnlich wie 1, auch meistens eine de-novo Mutation
  3. Meistens auch de-novo Mutation. Natürliche Selektion wenn in Mann
  4. Vererbung über mehre Generationen über asymptomatische Carrier möglich

Was ist das Produkt der Meiose?

Was ist die Komplikation von Neumutationen bei der Vererbung in Bezug Interpretation?

  • Interpretation nicht eindeutig möglich

Was ist die Komplikation von Neumutationen bei der Vererbung in Bezug Entstehung?

  • Zeitpunkt Entstehung Neumutation unbekannt => Erneutes Auftreten bei weiteren Kindern?

Wie können Mosaike in somatischen und germinalen Zellen detektiert werden?

  • Germinal: Molekulare Test an Spermien, Frau nicht möglich
  • Somatisch: Molekulare Test an Gewebezellen => PCR oder Seq.
  • Allel-PCR mit Droplet-PCR
  • Seq. nicht mit Sanger, da zu wenig sensitiv

Was bedeuten die Anteil des Kerngenoms?

  • 1.5%: Stark konserviert codierend
  • 3%: Stark konserviert andere
  • 6.5%: Heterochromatin
  • 44%: Andere nichtkonservierte Sequenzen
  • 45%: Auf Transpons basierende Wiederholungseinheiten

Haben alle Zellen die gleiche Menge DNA?

  • Nein
  • Unterschied z.B. in
    • Gonosomen: 1n
    • Ec & Tc: Kernlos
    • Muskelzellen: Fusion
    • Megakaryocyten: bis 128n
    • Heaptocyten: mehrere n

Wie viele Chromosomen gibt es pro

  • XX-Zelle
  • XY-Zelle

 

  • XX-Zelle: 23 Chromosomen 
  • XY-Zelle 24 Chromosomen 
  • Alle linear

Wie unterscheidet sich die Y-gekoppelte und mitochondriale Vererbung?

  • Y-gekoppelt: Immer nur alle Männer betroffen
  • Mitochondrial: Alle Kinder von der Mutter betroffen

Beschreibe das menschliche Genom.

  • Wie viele Gene
  • Grösse

  • ca. 30'000 Gene
  • 3200 MB

Vergleiche das nukleare und mitochondriale Genom anhand folgender Kriterien:

Beschreibe kurz das Mitochondrium in Bezug Transkription und Translation.

  • Beide Stränge sind codgen
  • Lange mRNA-Transkript vergleichbar mit polycistronische mRNA der Prokaryoten, welche gecleaved wird
  • Nutzen mitochondrialer tRNA und Mitoribosomen

Nenne die Eigenschaften des mitochondrialen Genoms.

  • ca. 16'500 Bp
  • Circulär und doppelsträngig, sowie beide Stränge codgen
    • Enthält einen dritten DNA-Teil; 7S DNA => Bildung CR/D-Loop => Tripplet
  • Keine Introns
  • Kaum repetitive DNA
  • Unterschiedliche Lokalisationen ORI für Replikaten beider Ketten

Was meint man mit H- und L-Chain bei mitochondrialen Genom?

  • H-Chain
    • Heavy
    • Grösserer Anteil an Purine: G & A
  • L-Chain
    • Light
    • Grösserer Anteil an Pyrimidine: C & T
  • Purine sind schwerer als Pyrimidine => Auftrennung bei Zentrifugation

Wie gross ist das Genom des

  • kleinsten Bakteriums
  • E. coli

  • kleinsten Bakteriums: 0.5 MBp
  • E. coli: 5 MBp

Für was codiert das mitochondrielle Genom?

Wieso ist das mitochondriale Genom so klein?

  • Ein Grossteil wurde in das nukleare Genom integriert
  • ca. 627 kB

Beschreibe das Bandering bei Chromosomen.

  • Nutzen/Sinn
  • Konzept

  • Zytologische Unterscheidung der Chromosomen bzw. Terminologie für gebänderte Chromosomen
  • Konzept Terminologie Chromosom
    • Kurzer Arm: p (petit)
    • Langer Arm; q (queue)
    • Untergliederung in Regionen: p1, p2, p3
    • Jede Region in Bänder untergliedert: p11, p12, p13
    • Jede Bande in Subbanden untergliedert: p11.1, p11.2, p11.3
    • Zählung von Centromer nach aussen

Welche Typen der Struktur der Chromosomen werden unterschieden? 

Beschreibe den GC-Gehalt 

  • Gesamtteil im humanem Genom
  • Chromosomen
  • Innerhalb Chromosom

  • 41%
  • Variiert zwischen Chromosomen 
    • Chr. 4 und 13: 38%
    • Chr. 19: 49%
  • Schwankungen zwischen 33 bis 59%

Was meint man mit CpG?

  • Ist ein Dinukleotid
  • Extra p (Phosphat) um vom Basenpaar GC zu unterscheiden

GC-Basenpaare haben eine Häufigkeit von 0.205 pro Nucleotid. Das CpG-Dinukleotid sollte daher 0.205 x 0.205 = 0.041 sein. Praktisch ist es 0,008. Was ist der Grund?

  • Vorkommen CpG-Dinukleotid:
    • Ursprünglich viel höher als heute => Langsame Umwandlung => Kontinuierliche Abnahme
    • Statistische Häufigkeit nur in CpG-Inseln in Promotoren korrekt (Konserviert),
      • Haben CmpG zu Genexpressionregulation
  • Einige CpG werden durch Methyltransferasen methyliert
  • Das CmpG ist instabil und "zerfällt" zu Thymin
    • CmpG wird zu TpG
    • GpC wird zu ApC

Beschreibe wie ein CpG-Dinukleotid in ein TpG "umgewandelt" wird.

  1. CpG am C5 des Cytosin durch Methyltransferase methyliert (instabil)
  2. Desaminierung, wobei Thymin entsteht => CmpG zu TpG => Missmatch mit Komplementärstrang 
  3. DNA-Reparatur z.B. während Replikation ersetzt im Komplementärstrang das G durch ein A => GpC zu ApC

Wie viele Protein-codierende Gene gibt es effektiv im humanen Genom nach neusten Informationen?

Beachte!

Beschreibe die Variation des humanen Protein-codierende Gene.

  • Sehr kleine (0.9 kB) bis sehr grosse Gene (2242 kB)
  • Oft je kleiner Gen, desto höher codierender Anteil
  • Meistens; je grösser das Gen
    • desto grösser das Protein
    • desto grösser die Introns
    • desto grösser Anzahl Exons
  • Hoch exprimierte Gene haben kleine bis keine Introns 

Anhand was könnte man Gene in einem Genom erkennen?

  • Open-Reading-Frame mit vernünftiger Länge

Wie können sich Gene überlappen? Wie viel % der Protein-codierenden Gene?

  • 9% der Gene
  • Grösster Teil über die 5'-3' Richtung der beiden DNA-Stränge
    • Partielle Überlappung
    • Komplette Überlappung: Kleine Gene in grosse Gene

Erkläre die Tatsache, dass small RNA genes in anderen Genen transkribiert werden.

  • Lokalisation
  • Regulation
  • Prozessierung

  • Vorkommen small RNA genes in
    • Protein-codierende Gene
    • Long Noncoding RNA genes
  • Meistens im Sense-Strand grosser Gene deren Introns => host gene
  • Transkription durch Promotor des host genes reguliert
  • Nach Cleavage von Primär-Transkript weiter prozessiert

Nenne und beschreibe kurz mögliche Ursprünge für duplizierte Gene.

  • Whole-Genom-Duplikation (WGD)
    • Sehr selten; ca. alle 500 bis 800 Millionen Jahre
    • z.B. 4 HOX-Genclusters
  • Tandem Duplikation
    • Crossover bei ungenau ausgerichteten
      • Chromosom mit Chromosom => Ungleiches Crossingover
      • Sisterchromatid mit Sisterchromatid => Ungleiches Sisterchromatid Austausch
  • Rekombination
    • Regionen des Euchromatins nahe des Centromere (pericentromeric) und Telomere (subtelomeric) sind "instabil"
    • Gefahr Rekombination mit anderen Chromosomen 
  • RNA-vermittelte Transposition
    • Reverse-Transkriptasen transkribieren RNA zu cDNA, welche sich in neuer chromosomalen Region integriert  

Was wird hier dargestellt?

  • Tandem Gen Duplikation durch Ungleiches Crossingover

Beschreibe den Prozess der Retrotransposition.

  1. mRNA wird vom Gen transkribiert
  2. L1 (LINE-1) Endonuklease generiert Blunt-End in einem Strang in AT-reichen Region des Chromosoms
  3. Poly-A-Schwanz der mRNA hybridisiert mit DNA
  4. Reverse-Transkription hybridisiert mRNA
  5. Cutting des anderen DNA-Strangs
  6. Komplementierung des zweiten Strands

Was passiert mit den Retrotranspositionierten Sequenzen?

  • Retropseudogen
    1. Fehlen des Promotors und regulatorische Sequenzen => keine Transkription
    2. Akquirieren inaktivierender Mutationen
    3. Degenerierung
    4. Entstehung Processed Pseudogen => Retropseudogen
  • Retrogen
    1. cDNA-Kopie akquiriert (Nähe anderen Gens) oder entwickelt regulatorisches Sequenzen => Transkription 
    2. Wenn vorteilhafte Mutationen => Natürliche Selektion
    3. Transkription des Retrogens 

Was ist der Nachteil der cDNA durch Retrotransposition? 

  • Nicht gleiche Regulierung bzw. Genexpression

Beschreibe die Pseudogene.

  • Anzahl
  • Typen

 

  • ca. 15'000
  • Typen
    • Nicht-prozessierte Pseudogene
      • 1/4 aller Pseudogene
      • Duplikation gesamtes Gen auf DNA-Level (mit Intron & regulatorische Sequenzen)
      • Aquarien von Mutationen: Funktionsverlust
    • Prozessierte Pseudogene (Retropseudogen)
      • ca. 3/4 alles Pseudogene
      • cDNA der mRNA ohne Promotor und regulatorische Sequenzen
    • Unitäre Pseudogene
      • Inaktivierung eines bestehenden funktionellen Gens

Betrifft die Duplikationen von Genen immer das ganze Gen?

  • Nicht zwingend, kann auch nur Regionen innerhalb eines Genes betreffen; z.B. Tandemduplikation von Exongruppen wie im LPA-Gen; Lipoprotein LP (a)
    • Exonduplikation von Kringle-Domain

Was ist die Auswirkung von Duplizierten Gene auf Proteinfamilien?

  • Mechanismen
  • "Typen"
  • Bekannte Beispiele

  • Entstehung verschiedener Proteinfamilien mittels
    • DNA-directed
    • RNA-directed
  • Lokalisation
    • In Clustern: Mittel Tandemduplikation von meistens unprozessierten Peusdogene
    • Verteilt: Mittels Retrotransposition von meistens prozessierten Peusdogene (Retropseudogene)

Was versteht man unter einem Transposon? Auswirkung im Genom?

  • Mobiles genetisches Element
  • 45% des humanen Genom besteht aus Noncoding DNA sequences derived von Transposons
  • Mittels Computersimulation geht man insgesamt von 2/3 des Genoms aus => Anderer Grossteil bereits verändert => geringere Sequenzübereinstimmung
  • Nur Kleinteil ist aktiv transposing

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