-
-
- 1 / 308
-
Lernkarten
Wieso sind die Mutationen in einem Tumor abhängig von einander und nicht unabhängig?
Was versteht man unter Driver- und Passenger-Mutationen?
- Driver-Mutation: Mutationen, die zur Tumorneogenese beitragen
- Onkogene
- Tumorsuppressorgene
- Passenger-Mutation: Mutationen, die nicht zur Tumorneogenese beitragen
Was ist ein Vorteil vom Phenotyp des Tumors im Vergleich zu Schizophrenia or Congenital Heart Malformations?
- Eindeutig erkennbarer Phänotyp: Unkontrollierte Proliferation
Was versteht man unter einem Tumorsuppressorgen?
- Involviert in negative Regulation Zellteilung
- Funktionen
- Korrekte Zellteilung
- Genomstabilität
- Apoptose
- Grundsätzlich "Loss of Function" Mutationen
Beschreibe, was meint man mit Aktivierung Onkogen durch Punktmutation? Nenne reale Beispiele.
- Insertionen und Deletion die Proteinstruktur verändern
- Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR)
- Bei Brustkrebs
- Punktmutation in ATP-Bindungsdomäne
- Bewirkt Autophosphorylierung (Autokatalyse) ohne Ligandenbindung
- RAS-Familie
- Punktmutation in GTPase-Aktivität => längeres aktives Signal vom entsprechenden Rezeptor
Beschreibe, was meint man mit Aktivierung durch chromosomale Translokationsereignisse? Nenne ein reales Beispiel.
Ist die Aktivierung eines Onkogenes immer onkogen?
- Nein ist es nicht, ist abhängig vom gesamten Zustand
- Normale Zelle mit "Aktivierung" Onkogen => Senescence oder Apoptose durch DNA Damage Response
- DNA Damage Response mutiert in Tumore => Aktivierung Onkogen
Welche Rückschlüsse in Bezug Tumorsuppressorgene konnte man mit dem Retinoblastoma-Modell folgern?
- Meiste Tumorsuppressorgene müssen doppelt mutiert bzw. inaktiviert sein, damit Loss Of Function resultiert
- 2-Hit-Modell
- Mutation von nur einem Allel bewirkt "nichts" und kann so vererbt werden (Autosomal rezessiv in Vererbung)
- Wenn Allel 2 des Kindes mutiert z.B. durch mitotische Rekombination => 1 HIT des Tumors (Rezessiv auf zellulärer Ebene)
- Entstehung von Zellen, die alle einen 1 Hit haben => Höhere Wahrscheinlichkeit 2. Hit als im Vergleich bei sporadischer Mutationen. Nicht zwingend beide Mutationen in gleicher Zelle => geringere Wahrscheinlichkeit
Was ist p53 und dessen Funktion?
Was sind allgemeine Herausforderung bei der Therapie von Tumoren? Mögliche Targets und Lösungen?
- Spezifische Targeting und Abtötung der Tumorzellen
- Medikamentresistenzen
- Winterschlaf => Metabolisch inaktiv
- Punktmutationen bei Targets
- Targeting von überexprimierten Proteine z.B. Kinasen oder GPCR im Ovarialkarzinom
- Nutzen von
- Mizellen mit Peptidligand
- Liposom mit Small Molecule Ligand
- Auslösung der Rezeptor-vermittelten Endocytose
- Target-Funktion egal => just about the Delivery
- Nutzen von Kombitherapien
Was ist das Problem nutzen von Kinaseninhibitoren?
- Wirken in vielen verschiedenen Prozessen
- Unspezifische Aktivität möglich => Andere Kinasen fälschlicherweise inaktiviert
Nenne die Hallmarks of Cancer.
- 10 Stück
- Umgehen von Wachstumsinhibitoren
- Verhinderung Immunsystem-induzierte Apoptose
- Replikative Unsterblichkeit (Telomerase)
- Tumor-induzierte Inflammation
- Aktvierung Invasion und Metastasierung
- Induktion Angiogenese
- Genomische Instabilität und Mutationen
- Apoptose-Resistenz
- Deregulierung Metabolismus (Anaerobe Glycolyse)
- Aufrechterhaltung proliferativer Signale
Wieso haben Menschen und C. elegans eine ähnliche Anzahl Gene, obwohl diese unterschiedlich komplex sind?
- Anzahl Gene
- C. elegans: ca. 20'000
- Mensch: ca. 20'000
- Rein aufgrund der Komplexität des Menschen bzw. Mammals würde man mehr Gene erwarten
- Die Ursache ist die "Komprimierung" der Genanzahl mittels Alternativen Splicen, welches nicht in C. elegans vorhanden ist
Was versteht man unter dem Hardy-Weinberg-Equilibrium/Gesetz?
- Nutzen
- Annahmen
- Mathematisches Modell der Populationsgenetik
- Ermöglicht Bestimmung Häufigkeit/Wahrscheinlichkeit eines dominant-rezessiv vererbten Genotyp bei diploiden Chromosomensatz
- Annahmen
- Unendlich grosse Population
- Keine Überschneidung der Generationen
- Keine Migration, Selektion oder Mutation
- Panmixie: Alle Individuen können miteinander Nachkommen zeugen
Was versteht man unter Linkage Disequilibrium?
- Theoretisch würden alle Allele bzw. Haplotypblöcke random vererbt werden, also mit gleicher Frequenz/Häufigkeit/Frequenz
- Ist dies nicht der Fall, also kommt ein Haplotypblock seltener vor als die anderen Haplotypblöcke => Linkage Disequilibrium
- Das Gegenteil, also öfters als die anderen Haplotypblöcke => Linkage Equilibrium
- Heisst allgemein: Die Allele bzw. Haplotypblöcke sind voneinander abhängig
- Rot: Abhängigkeit der 25 SNP's untereinander
- Sind 3 Haplotypblöcke vorhanden => Weise Punkte bzw. keine Abhängigkeit der SNP's untereinander => Linkage Disequilibrium
- Bedeutet, dass 3 Recombination Hotspots vorhanden sind
- Je grösser die roten Dreicke, desto jünger ist eine Population bzw. je kleiner, desto älter ist eine Population
Wie viele Recombination Hotspots und in welchem Abstand haben es die Menschen?
- Über das gesamte Genom sind ca. 30'000 Recombination Hotspot mit Grösse von 1-2 kB im Abstand von ca. 50 bis 100 kB Abstand verteilt
Was versteht man unter Gendrift?
- Veränderung der Allelfrequenz eines Alleles innerhalb Genpools einer Population durch Zufallsereignisse
- Zwei Modelle
- Flaschenhalseffekt
- Gründereffekt
- Langsamer, je grösser die Population ist
Was versteht man unter dem Flaschenhalseffekt beim Gendrift?
- Flasche mit Ursprungspopulation mit zwei Allelen gleicher Allelfrequenz
- Zufälliges Ereigniss wie Umweltkatastrophe, Krankheit,etc., dass die Population zufällig stark vermindert
- Neue Population hat eine veränderte Allelfrequenz von Allel A => Gendrift
- Theoretisch hat niemand einen Vorteil, wenn ein spezifisches Allel hat
Was versteht man unter dem Gründereffekt beim Gendrift?
- Ähnlich dem Flaschenhalseffekt
- Unterschied
- Population wird nicht zwingend verringert
- Es kommt z.B. zur Separieriung in eine grosse und kleine Population
- Gründe
- Umweltkatastrophen
- Menschen => transport in andere Regionen
- Meeresströmung
- Allelfrequenz durch zufällige Aufteilung der beiden Population unterschiedlich => Gendrift
- Beispiele
- Afrika vs. Europa
- Amismenschen
- Finnische Menschen
Wie erklären Sie die Tatsache, dass eine Krankheit die tödlich ist oder in Sterilität resultiert nach X Generationen immernoch vorhanden ist?
- Verlust der mutierten Allele durch Tod bzw. Sterilität bei paralleler Entstehung neuer Mutationen im Allel
Was versteht man unter Eugenetik?
- Nur bestimmte Individuen mit spezifischen Phenotyp dürfen sich paaren
- Nazis
- Rassen von Tieren und Pflanzen
- Resultierte in Fixierung bestimmer Allele bzw. Phänotypen
Was versteht man unter Assortative Paarung?
- Aus der Evolutionsbiologie und beschreibt nicht-zufällige Paarung
- Unterscheidung in
- Positive assortative Paarung: Ähnliche Individuen bevorzugt
- Leichte Form: Auswahl an Kriterien: Ähnliche Grösse, Intelligenz insofern gengetisch veranalgt
- Extrem Form: consanguinity bzw. Blutverwandschaft
- Negative assortative Paarung Nicht-ähnliche Individuen bevorzugt
- Positive assortative Paarung: Ähnliche Individuen bevorzugt
Was ist der Unterschied zwischen "identical by descent" und "identical by state"?
- identical by descent
- Kann nur druch Stammbaum/Pedigree ermittelt werden
- Gleich DNA-Seq. vom gleichen bzw. selben Vorfahren z.B Mutter oder Vater
- identical by state
- Möglich durch DNA-Seq. vergleich mehrer voneinander unabhängigen Personen
- Gleich DNA-Seq. von unterschiedlichen Vorfahren z.B. Mutter und Vater mitjeweils der identsichen DNA-Seq.
Wie wird der Verwandschaftskoeffizient ermittelt?
- Auswending oder mittels Stammbaum/Pedigree
- Auswendig:
- Erster Grad 1/2: Eltern-Kind & Geschwister
- Zweiter Grad 1/4: Grossvater-Kind, Onkel-Nichte & Halbgeschwister
- Dritter Grad 1/8:
- Mittels Sewall Wright's Methode
- Verwandschaftskoeffizient zwichen zwei Personen über einen gemeinsamen Ancestor z.B. Vater, Mutter, Grossvater, Grossmutter und das von beiden "Familienseiten" her
- Berechnung:
- (1/2)Anzahl Schritte von Person A zu Person B
- Durschnitt aller möglichen Wege ergibt das R
- \( = {1\over 2}^n\)
- n: Anzahl Generationen