IPMA

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N. E.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des Projektmanagements nach IPMA mit Fokus auf zentrale Aspekte wie Projektorganisation, Risikomanagement und Stakeholderkommunikation. Sie behandeln Themen wie Projektstrukturierung, Zieldefinition, Umfeldanalysen sowie Kommunikationsmodelle und -strategien, ergänzt um Vorgehensmodelle und Maßnahmenplanung. Besonders relevant ist das Set für Studierende und Praktiker, die Projektmanagement-Kompetenzen vertiefen möchten, um Projekte systematisch zu planen, Risiken zu steuern und Stakeholder effektiv einzubinden.
Cartes-fiches
57
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.01.2022 / 18.05.2026

Cartes-fiches

Was sind "Liefergegenstände des Projektstrukturplans"? (Projektstrukturierung)

  • Gute Übersicht durch die systematische Erfassung der Einzelaufgaben über das Projekt in seiner Gesamtheit
  • Grundlage für die Unterteilung der Liefergegenstände in kleinere Komponenten (Arbeitspakete) mit eindeutiger Verantwortlichkeit
  • Vollständige Übersicht des Projektinhalts
  • Alle Leistungen zur Erreichung des Projektziels, die sich kostenmäßig niederschlagen
  • Basis für die notwendige Koordination bei Schnittstellen zwischen den Arbeitspaketen

Was sind "Gliederungsprinzipien des Projektstrukturplans"? (Projektstrukturierung)

  • Objektorientiert
    • Strukturierung erfolgt nach der technischen Struktur des Objektes bzw. den einzelnen Bestandteilen die im Projekt erstellt werden sollen (Was ist zu tun?)
  • Funktions- und aktivitätsorientiert
    • Strukturierung erfolgt nach unterschiedlichen Funktionen bzw. nach den einzelnen Verrichtungen, die für die Verwirklichung des Projekts notwendig sind (Wer führt die Arbeit durch?)
  • Phasen- und Ablauforientiert
    • Strukturierung orientiert sich am gewählten Phasenmodell bzw. erfolgt nach dem zeitlichen Ablauf der einzelnen Tätigkeiten, die für die Verwirklichung des Projekts notwendig sind (Wann wird die Arbeit gemacht?)
  • Gemischtorientiert
    • Strukturierung erfolgt nach der Zweckmäßigkeit durch die Vermischung der o.g. Verfahren

Definition: Arbeitspakete (Projektstrukturierung)

In sich geschlossene Aufgabenstellung, die bis zu einem festgelegten Zeitpunkt mit definiertem Ergebnis und Aufwand vollbracht werden

Was sind die "Beziehungen zwischen Arbeitspaket von Vorgang"? (Projektstrukturierung)

  • 1:1 - Ein Arbeitspaket = Ein Vorgang
  • 1:N - Ein Arbeitspaket = Mehrere Vorgänge
  • M:1 - Mehrere Arbeitspakete = Ein Sammelvorgang

Wie ist eine "Arbeitspaketbeschreibung" aufgebaut? (Projektstrukturierung)

  • Projektnummer und -name
  • Titel des Arbeitspaketes und PSP-Code
  • Arbeitspaketverantwortlicher
  • Aktivitäten bzw. Leistungsbeschreibung
  • Ziel bzw. Ergebniserwartung
  • Voraussetzungen (z.B. Einsatzmittel, Vorleistungen)
  • Termine, Kosten
  • Aufwand
  • Messung des Fortschrittgrads
  • Status des Arbeitspaketes (z.B. offen, begonnen bzw. in Arbeit, abgeschlossen)
  • Risiko (Ist das Arbeitspaket eine Maßnahme (präventiv) aus der Risikoliste? Beinhaltet das Arbeitspaket ein Risiko?)
  • Datum und Unterschrift des Arbeitspaketverantwortlichen (AVP)

Was sind "Vorteile durch Risikomanagement"? (Risiken)

  • Verbessert Handlungsspielraum des Projektleiters
  • Identifiziert und steuert Risiken und Chancen im Projekt
  • Stellt ein Frühwarnsystem dar, durch das Risiken minimiert und beherrscht werden können
  • Verhindert unvorhergesehene Risikosituationen
  • Erkennt Chancen für das Projekt und Zeigt Wege zu deren Nutzung auf
  • Verbessert die Kommunikation und den Umgang mit Risiken und Chancen

Definition: "Risiko" (Risiken)

Mögliche negative Abweichung im Projektverlauf (relevante Gefahren) gegenüber der Projektplanung durch Eintreten von ungeplanten oder Nicht-Eintreten von geplanten Ereignissen oder Umständen (Risikofaktoren)

Was sind "Prozessschritte des Risikomanagements"? (Risiken)

  • Risiken identifizieren
    • Projektteam und Hauptstakeholder
  • Risiken analysieren
    • Auswirkungen auf das Projekt
    • Eintrittswahrscheinlichkeit
    • Schadenspotenzial
    • Kritikalität/ Priorität
  • Maßnahmen planen
    • Maßnahmen
    • Notfallpläne inklusive Kalkulationen bezüglich Aufwand, Kosten, Ressourcen und Termine
  • Maßnahmen Controlling
    • Überwachung, Aktualisierung und Unterstützung bei der Maßnahmenumsetzung
    • Dokumentation

Risikomanagment Prozessschritt "Identifizierung" (Risiken)

  • Analysen
    • Umfeldanalyse
    • Stakeholderanalyse
  • Kreativitätstechniken
    • Brainwriting
    • Mind Mapping
    • Checklisten
  • Kategorisierung
    • Kaufmännische Risiken
    • Ressourcen Risiken
    • Technische Risiken
    • Terminrisiken
    • Politische Risiken

Risikomanagement Prozessschritt "Quantifizierung" (Risiken)

  • Ermittlung des Risikowerts (RW)
    • Eintrittswahrscheinlichkeit (ETW) * Schadenshöhe (SH)

Welche "Risikostrategien" gibt es bei der Maßnahmenplanung des Risikomanagements? (Risiken)

  • Bedrohung
    • Vermeiden
    • Vermindern
    • Begrenzen
    • Verlagern (= "Eine Versicherung abschließen")
    • Akzeptieren
  • Chance
    • Ausnutzen
    • Verstärken
    • Teilen
    • Akzeptieren

Welche "Maßnahmen" des Risikomanagements gibt es? (Risiken)

  • Präventive Maßnahmen
    • Vermeiden
      • Das Risiko wird gar nicht erst eingeangen (z.B. neue, noch unerprobte Technologie wird nicht eingesetzt)
    • Vermindern
      • Beinhaltet alle Aktivitäten zur direkten Beeinflussung des Risikos, sei es über die Senkung der ETW. Risiken können über technische, organisatorische oder personelle Maßnahmen reduziert werden
  • Korrektive Maßnahmen
    • Begrenzen
      • Folgen des Schadensfalles werden minimiert. Die Maßnahmen greifen erst, wenn das Risiko eingetreten ist (z.B. Redundanz vorsehen)
    • Verlagern
      • Das Risiko wird auf Dritte übertragen, beispielsweise auf Versicherungen, Lieferanten, Kunden, Staat (z.B. Hermes-Bürgschaft zur Absicherung von Exporten). Diese Übertragung erfolgt i.d.R. mit Verträgen und findet nicht unentgeltlich statt (z.B. Risikoprämie bei Versicherungen)
  • Selbsttragende Maßnahmen
    • Akzeptieren
      • Das Risiko wird vom Management akzeptiert, es werden keine Maßnahmen festgelegt. Meist sind dies Risiken mit geringer Schadenshöhe und niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit.

Wie lautet die "Kommunikationsformel"? (Kommunikation)

"Who says what in which channel to whom with what effect?"

  • Wer (die richtigen Personen)
  • Mit was (die richtigen Informationen)
  • Wann (zum richtigen Zeitpunkt)
  • Wie (In der erforderlichen Qualität, des richtigen Umfangs und des geeigneten Mediums)
  • Durch wen

Was sind "Arten der Kommunikation?" (Kommunikation)

  • Interpersonale Kommunikation
    • Unmittelbar und mittelbar zwischen Personen
  • Massen-Kommunikation
    • Wenige Journalisten bereiten Informationen auf, die von vielen Lesern konsumiert werden
  • Gruppen-Kommunikation
    • Innerhalb bestimmter, organisierter sozialer Gruppen, Verbände, Parteien

Was sind "Mittel zur Organisation von Kommunikation"? (Kommunikation)

  • Stakeholderanalyse, mit den daraus abgeleiteten Kommunikationsstrategien (partizipativ, diskursiv, restriktiv)
  • Dokumentenmatrix, als Übersicht der vorhandenen Dokumente
  • Kommunikationsmatrix, mit der festgelegt wird Wer, Wie, Was, Wann und durch Wen mit Informationen "versorgt" wird

Was sind "Träger der Informationen und Kommunikation"?

  • Medien
    • Bildlich
    • Akustisch
    • Schriftlich
  • Menschen
    • Formell
    • Informell

Was sind "Kommunikationsmodelle"? (Kommunikation)

  • Die innere Landkarte
  • Sach- und Beziehungsebene
  • Das Nachrichtenquadrat
    • Sachinformation (Worüber spreche ich)
    • Selbstkundgabe (Was gebe ich von mir zu erkennen)
    • Beziehungshinweis (was halte ich von dir und wie stehe ich zu dir)
    • Appell (was möchte ich bei dir erreichen)
  • Nonverbale Kommunikation
  • Zuhören und Feedback

Étudier